Wie fühlen sich Pflegefamilien in Berlin ?
Welche Strukturen funktionieren gut ?
Was kann verbessert werden ?

Ergebnisse der Onlineumfrage

Liebe Pflegefamilien,

für Ihre Teilnahme an unserer Onlineumfrage zur Situation und den Problemen der Pflegefamilien in Berlin möchten wir uns herzlich bedanken.

Die Ergebnisse zeigen uns, dass die Pflegefamilien in Berlin im Durchschnitt recht zufrieden sind. Natürlich gibt es auch eher positive und eher negative Erfahrungen mit Jugendämtern, Vormündern und Hilfe planenden Diensten.

Wir möchten Ihnen hier eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse aus unserer Befragung vorstellen:

  • An dieser ersten Onlineumfrage für Berlin haben sich 57 Pflegefamilien mit 91 Pflegekindern beteiligt.
  • Mit Abstand die größte Beteiligung an unserer Umfrage kam aus dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf (18 Familien mit 26 Pflegekindern), aus Lichtenberg und Spandau beteiligten sich keine Pflegefamilien, obwohl insgesamt sieben Kinder aus diesen Bezirken kommen.
  • Die Vorbereitung auf ein Pflegeverhältnis ist eine kommunale Aufgabe. Es ist jeweils der Bezirk verantwortlich, in dem die Pflegeeltern leben. Über 60 Prozent der befragten Pflegeeltern bestätigten ihrem Bezirk eine gute Vorbereitung auf ihr Pflegefamiliensein. Vergleicht man jetzt diese Einschätzung mit der Lebenserfahrung als Pflegefamilie, so zeigen die „unerfahrenen“ Pflegeeltern eine deutlich bessere Bewertung als die mit langjähriger Erfahrung.
  • Weit über die Hälfte sind schon seit über 6 Jahren und je etwas über 20 Prozent bis zu zwei Jahren oder bis fünf Jahren Pflegefamilie.
  • Das fallführende Amt ist in Berlin stets das Jugendamt der Herkunftsfamilie. 67 Prozent der befragten Pflegeeltern empfinden die Erstinformation über ihr Pflegekind als sehr gut bis normal und nur 32 Prozent bewerten diese als schlecht bis sehr schlecht.
  • Bei den Pflegefamilien, wo ein Trägerwechsel nach Aufnahme des Pflegekindes stattfand, wird dieser von der überwiegenden Mehrheit (56 Prozent) als schlecht empfunden und von 31 Prozent sogar als "sehr schlecht".
  • Die Praktikabilität der Besuchsregelung mit den Herkunftseltern wird im Durchschnitt als normal (39 Prozent) bis gut (25 Prozent) empfunden.
  • Pflegefamilien sind mit ihrem aktuellen Status, eine Pflegefamilie zu sein, zufrieden (49 Prozent) bis sehr zufrieden (19 Prozent)
  • Die Pflegefamilien schätzen ihren Einfluss, die Pflegekinder auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten, gut (46 Prozent) bis sehr gut (46 Prozent) ein.
  • In der Wahrnehmung der Pflegeeltern wird die Arbeit der Träger/Pflegekinderdienste besser beurteilt, als die Arbeit der Jugendämter/Hilfe planenden Dienste.
  • Die unterschiedliche Empfindung der eigenen Situation von Pflegefamilien, die erst seit wenigen Jahren Pflegefamilien sind, ist im Vergleich zu Pflegefamilien, die schon seit vielen Jahren Pflegekinder haben, nicht sehr groß. Es ist aber zu erkennen, dass die Tendenz immer dahin geht, dass jüngere Pflegefamilien ihre Situation positiver bewerten.


An mehreren Stellen in der Umfrage konnten die Pflegefamilien in Textfeldern auch ihre ganz spezifischen Probleme und Einschätzungen mitteilen. Dadurch haben wir ein sehr umfassendes und detailliertes Bild der Situation erhalten.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus unserer Umfrage ist die Stabilität der Träger und der Jugendämter in der Betreuung der Pflegefamilien, insbesondere nach Umzügen oder persönlichen Veränderungen der Herkunftseltern.

Wir sehen hier den Bedarf, gemeinsam mit Jugendämtern und Trägern für die positive Entwicklung des Pflegekinderwesens zu arbeiten.

Wenn auch Sie sich von diesen Themen angesprochen fühlen und Interesse haben, sich für Pflegefamilien und ihre Themen zu engagieren, freuen wir uns, von Ihnen zu hören und gemeinsam für gute Bedingungen von Pflegekindern in Berlin zu arbeiten:

info@arbeitskreis-pflegekinder.de

Termine zum Vormerken

    
16.09.2016
40-jähriges Jubiläum des PFAD Bundesverbandes
in Berlin
>>> weitere Informationen

18.09.2016
Berliner Pflegefamilientag
von 11:00 bis 16:00 Uhr
>>> weitere Informationen

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