27.09.2022
Deutscher Verein empfiehlt eine Anhebung der Pauschalbeträge in der Pflegekinderhilfe von durchschnittlich über 10 %

Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Fortschreibung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege (§§ 33, 39 SGB VIII) für das Jahr 2023

In seinen aktuellen Empfehlungen zur Fortschreibung der monatlichen Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege von Kindern und Jugendlichen spricht sich der Deutsche Verein dafür aus, die monatlichen Pauschalbeträge für die Kosten für Pflege und Erziehung den im Referenzzeitraum um 7,9 % gestiegenen Verbraucherpreisen anzupassen. Die Berechnung der Pauschalbeträge für den Sachaufwand basiert auf der im Juni 2021 erschienenen Sonderauswertung des Statistischen Bundesamts zu Konsumausgaben von Eltern für ihre Kinder. Die sich hieraus ergebenden deutlichen Anstiege empfiehlt der Deutsche Verein in voller Höhe zu berücksichtigen. Insgesamt ergibt sich bei den nach Alter gestaffelten Pauschalbeträgen für Sachkosten sowie Kosten für Pflege und Erziehung eine Steigerung von durchschnittlich über 10 %.

 

Die Empfehlungen sind seit Jahrzehnten ein wichtiger Orientierungspunkt für die Festsetzung der Pauschalen durch die jeweils auf Länderebene zuständigen Behörden und werden in den meisten Bundesländern übernommen.

"Tagein, tagaus leisten Pflegeeltern Unglaubliches: für 'Ihre' Kinder und Jugendlichen, für deren Familien sowie für die gesamte Gesellschaft. Gerade in Zeiten explodierender Verbraucherpreise dürfen Pflegefamilien nicht im Stich gelassen werden. Die finanzielle Unterstützung für Pflegefamilien muss ihrer Lebenswirklichkeit und der Bedeutung ihres Engagements gerecht werden", betont Dr. Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. Sie legt daher allen nach dem jeweiligen Landesrecht für die Festsetzung der Pauschalbeträge zuständigen Behörden nahe, die Empfehlungen des Deutschen Vereins zu übernehmen.

Die vollständigen Empfehlungen sind unter https://www.deutscher-verein.de/de/uploads/empfehlungen-stellungnahmen/2022/dv-9-22_vollzeitpflegesaetze.pdf abrufbar.

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. ist das gemeinsame Forum von Kommunen und Wohlfahrtsorganisationen sowie ihrer Einrichtungen, der Bundesländer, der privatgewerblichen Anbieter sozialer Dienste und von den Vertretern der Wissenschaft für alle Bereiche der Sozialen Arbeit, der Sozialpolitik und des Sozialrechts. Er begleitet und gestaltet durch seine Expertise und Erfahrung die Entwicklungen u.a. der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik, der Sozial- und Altenhilfe, der Grundsicherungssysteme, der Pflege und Rehabilitation sowie der Migration und Integration. Der Deutsche Verein wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Quelle: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., › Pressemitteilung vom 23.09.2022

26.09.2022
Hilfen zur Erziehung 2021: Mehr Fälle in Berlin, weniger in Brandenburg

 Für 33.173 junge Menschen bzw. Familien in Berlin und 17.395 in Brandenburg begann 2021 eine Hilfe zur Erziehung. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, entspricht das gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg von 1,5 Prozent in Berlin und einem Rückgang von 1,5 Prozent in Brandenburg.

Fast 49.000 Hilfen der Kinder- und Jugendhilfe (Berlin: 33.108; Brandenburg: 15.863) wurden im Laufe des Jahres beendet. Über 57.400 Hilfen (Berlin: 35.362; Brandenburg: 22:081) bestanden am Jahresende fort.

Jede dritte erzieherische Hilfe ist Erziehungsberatung

Erzieherische Hilfen werden in verschiedene Arten untergliedert. Am häufigsten wurden Erziehungsberatungen (Berlin: 35,1 Prozent; Brandenburg: 35,2 Prozent) in Anspruch genommen. Heimerziehung und sonstige betreute Wohnformen standen mit 15,7 Prozent in Berlin und 15,2 Prozent in Brandenburg an zweiter Stelle.

Sozialpädagogische Familienhilfe wurde in Berlin in 13,5 Prozent und in Brandenburg in 14,9 Prozent der Fälle geleistet. In Berlin wurden fast 8.300 Betreuungsfälle von Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen erfasst. In Brandenburg waren es mehr als 5.200 Fälle.

Grafik: Hilfen/Beratungen orientiert am jungen Menschen am 31.12.2021 in Berlin

Statistik2


Mehr als 127.700 junge Menschen betroffen

Die erzieherischen Hilfen richten sich überwiegend an junge Menschen, aber auch an Familien. Insgesamt erhielten mehr als 83.600 junge Menschen in Berlin und über 44.000 in Brandenburg Hilfen zur Erziehung, die von öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe erbracht wurden. Fast jeder zweite Betroffene in Berlin (45,2 Prozent) hatte mindestens ein Elternteil mit ausländischer Herkunft, in Brandenburg jeder achte junge Mensch (12,9 Prozent).

Hauptgründe zur Hilfegewährung sind die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern bzw. Personensorgeberechtigten sowie die Belastung junger Menschen durch familiäre Konflikte.

Häufige Inanspruchnahme durch Alleinerziehende

Fast die Hälfte der erzieherischen Hilfen wurden von Alleinerziehenden in Anspruch genommen (Berlin: 48,9 Prozent, Brandenburg: 45,7 Prozent). Damit nahmen Alleinerziehende deutlich häufiger erzieherische Hilfen in Anspruch als zusammenlebende Elternpaare (Berlin: 31,2 Prozent, Brandenburg: 29,1 Prozent) oder Elternteile in einer neuen Partnerschaft (Berlin: 14,2 Prozent, Brandenburg: 20,7 Prozent).

Viele Betroffene leben von Transferleistungen

In Berlin lebten 42,8 Prozent und in Brandenburg 39,6 Prozent der Herkunftsfamilien oder der junge Mensch ganz oder teilweise von Transferleistungen – also von Arbeitslosengeld II (SGB II), bedarfsorientierter Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder Sozialhilfe (SGB XII) oder bei Bezug eines Kinderzuschlages.

Weitere Informationen finden Sie unter: › www.statistik-berlin-brandenburg.de

Quelle:
Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Pressemitteilung Nr. 211 vom 19.09.2022 und Statistischer Bericht K V 2 - j / 21 Erzieherische Hilfe, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen, Hilfe für junge Volljährige im Land Berlin 2021

14.09.2022
Statistischer Bericht: Hilfe zur Erziehung in Berlin und Brandenburg 2021

Im Jahr 2021 wurde für 33.173 junge Menschen bzw. Familien in Berlin und 17.395 in Brandenburg eine Hilfe zur Erziehung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe neu gewährt. Über 48.900 Hilfen (Berlin: 33.108; Brandenburg: 15.863) wurden im Laufe des Jahres beendet und über 57.400 (Berlin: 35.362; Brandenburg: 22.081) Hilfen bestanden am Jahresende fort.

Unter den im Jahr 2021 beendeten und bestehenden Hilfen bildeten in Berlin und Brandenburg Erziehungsberatungen mit 35 Prozent den Schwerpunkt. Heimerziehung und sonstige betreute Wohnformen standen mit 15 Prozent an zweiter Stelle. Sozialpädagogische Familienhilfe wurde in 14 Prozent der Fälle geleistet.

Grafik: Hilfen/Beratungen orientiert am jungen Menschen am 31.12.2021 in Berlin

Weitere Informationen finden Sie unter: › www.statistik-berlin-brandenurg.de

Quelle:
Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Kurze Zusammenfassung und Statistischer Bericht K V 2 - j / 21 Erzieherische Hilfe, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen, Hilfe für junge Volljährige im Land Berlin 2021

10.08.2022
PE
Workshopkonferenz „Gemeinsam stark!“ am 13.09.2022

Verlosung von 10 Workshop-Teilnahmen

Am 13.09.2022 findet in Berlin die Workshopkonferenz „Gemeinsam stark!“ statt, die zum Ziel hat, Forschende, praktisch tätige Berufsgruppen, Betroffene und politische Entscheidungsträger*innen miteinander zu vernetzen. Bei der Konferenz wird es Vorträge, Workshops und Diskussionen zum Thema „Folgen von Gewalt und Vernachlässigung in Kindheit und Jugend“ geben. › www.allianz-gegen-gewalt.de

Das EMPOWERYOU-Konsortium, wird mit dem Workshop „Wertschätzung für Pflege- und Adoptivfamilien“ vertreten sein. EMPOWERYOU möchte gerne Pflege- und Adoptiveltern sowie Fachkräften die kostenlose Teilnahme an der Konferenz und dem Workshop ermöglichen und verlost daher unter den Interessierten 10 Workshop-Teilnahmen.

Sie können an der Verlosung teilnehmen indem Sie bis zum 15.08.22 eine E-Mail mit Ihrem Namen und dem Stichwort „Gewinnspiel“ an empoweryou@ukaachen.de senden.

29.07.2022
Kindeswohlgefährdungen 2021 in Berlin und Brandenburg: Jugendämter melden mehr als 28.000 Verfahren

Die Jugendämter in Berlin und Brandenburg führten im Jahr 2021 bei 28.115 Kindern und Jugendlichen ein Verfahren zur Kindeswohlgefährdung durch. Davon waren 20.632 Berliner und 7.483 Brandenburger Kinder und Jugendliche betroffen, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Das waren in Berlin 2.161 Verfahren bzw. 10 Prozent mehr, in Brandenburg 592 Verfahren bzw. 8 Prozent weniger als 2020.

Geht man von der Schwere der Fälle aus, waren in Berlin 20 Prozent der Betroffenen akut gefährdet. Eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls war bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten. In 23 Prozent der Fälle lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Dabei konnte die Frage nach der gegenwärtig tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, aber es bestand weiterhin der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung bzw. eine solche konnte nicht ausgeschlossen werden. In 57 Prozent der Fälle wurde keine Gefährdung ermittelt, bei fast der Hälfte dieser Fälle bestand jedoch Unterstützungsbedarf.

Bei 19 Prozent der betroffenen Brandenburger Kinder und Jugendlichen lag eine akute und bei 18 Prozent eine latente Gefährdung vor. In 33 Prozent der Fälle wurde zwar keine Gefährdung ermittelt, aber es bestand Hilfebedarf und in 30 Prozent der Fälle wurden weder Kindeswohlgefährdung noch Hilfebedarf festgestellt.


Vernachlässigung ist häufigste Kindeswohlgefährdung

5.967 Fälle (57 Prozent) der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdungen in Berlin betrafen Vernachlässigung, 2.706 (26 Prozent) psychische und 1.512 (14 Prozent) körperliche Misshandlungen. In 364 Fällen (3 Prozent) wurden Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet. Je Fall sind mehrere Arten der Gefährdung möglich.

In über der Hälfte (1.861) der Brandenburger Fälle mit akuter oder latenter Kindeswohlgefährdung wurden die Betroffenen vernachlässigt. Anzeichen für psychische Misshandlungen wurden in 977 (28 Prozent) Fällen und für körperliche Misshandlungen in 567 (16 Prozent) Fällen angegeben. Eine Gefährdung aufgrund sexueller Gewalt lag in 148 Fällen (4 Prozent) vor.

Während in Berlin fast jede zweite Einschätzung eine akute oder latente Gefährdung ergab, führte im Land Brandenburg jede dritte Gefährdungseinschätzung zu einem dieser Ergebnisse.


Mehrheit der Betroffenen jünger als 14 Jahre 

77 Prozent der betroffenen Kinder in Berlin und 85 Prozent der Kinder in Brandenburg waren jünger als 14 Jahre, rund jedes fünfte Kind jünger als 3 Jahre. Jungen waren häufiger betroffen (Berlin: 54 Prozent, Brandenburg: 52 Prozent). Lediglich in der Altersgruppe von 14 bis 18 Jahren war das Geschlechterverhältnis umgekehrt. Hier lag der Mädchenanteil in Berlin bei 53 Prozent und in Brandenburg bei 55 Prozent.


Hinweise von Justiz und Polizei

Häufig informierten Polizei oder Justizbehörden das Jugendamt (Berlin: 31 Prozent, Brandenburg: 19 Prozent). In 19 Prozent der Berliner und in 13 Prozent der Brandenburger Fälle waren die Kita bzw. Tagespflegeperson oder die Schule die Auslöser. Auch anonyme Anzeigen gingen ein (Berlin: 8 Prozent, Brandenburg: 17 Prozent). Durch Verwandte, Bekannte und Nachbarn wurden in Berlin 8 Prozent und in Brandenburg 11 Prozent der Verfahren initiiert. Rund 12 Prozent der Fälle wurden durch die Minderjährigen bzw. Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst angestoßen.


Datenangebot

Weitere Daten zu den Gefährdungseinschätzungen nach § 8a SGB VIII finden Sie unter www.statistik-berlin-brandenburg.de/kinder-und-jugendhilfe, im Detail in den statistischen Berichten mit der Kennziffer K V 10.

 

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressmitteilung vom 26.07.2022
www.statistik-berlin-brandenburg.de/160-2022

Informationen zur bundesweiten Statistik finden Sie in der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 27.07.2022: „Kinderschutz: Jugendämter nahmen 2021 5 % mehr Kinder und Jugendliche in Obhut“
www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/07/PD22_315_225.html

08.07.2022
Fortbildung: Pflegeeltern als ehrenamtlicher Vormund

Henriette Katzenstein informierte die Teilnehmer:innen über die Chancen, die die Reform des Vormundschaftsrecht für Pflegeeltern und Pflegekinder bietet.

01.07.2022
Vorläufige Jugendhilfe-Schutzmaßnahmen im Land Berlin und im Land Brandenburg 2021


Bericht des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg

Im Jahr 2021 wurden in Berlin 2.341 und in Brandenburg 1.827 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen.

Für 1.264 der Berliner und 1.152 der Brandenburger Kinder und Jugendlichen erfolgte die Inobhutnahme wegen dringender Kindeswohlgefährdung. Aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland wurden 646 Berliner und 447 Brandenburger Kinder und Jugendliche vorläufig in Schutz genommen.

Bei den Inobhutnahmen war die Altersgruppe der 14- bis unter 18-jährigen Jugendlichen am häufigsten vertreten (Berlin: 70 %, Brandenburg: 58 %).

Die Schutzmaßnahme für die gefährdeten Kinder und Jugendlichen veranlassten vor allem soziale Dienste und das Jugendamt (Berlin: 40 %, Brandenburg: 49 %). Aber auch das Kind bzw. der Jugendliche selbst regte die Maßnahme an (Berlin: 35 %, Brandenburg: 14 %).

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

Weitere Informationen und Download des kompletten Berichts unter:

› www.statistik-berlin-brandenburg.de/k-v-4-j

10.06.2022
PE
Schriftliche Anfrage im Abgeordnetenhaus zum Rahmenplan Grundqualifikation von Vollzeitpflegepersonen

Auf die Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Tommy Tabor (AfD) hat die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie jetzt die Beantwortung vorgelegt.

Unter anderem zu den Themen:

  • Worin liegen die wesentlichen Unterschiede des seit dem 1. März 2022 gültigen Rahmenplans zur Grundqualifikation von Vollzeitpflegepersonen gegenüber den Bestimmungen des bisherigen Rahmenplans aus dem Jahr 2004?
  • Wie haben sich seit 2002 die Fallzahlen im Vergleich Heimunterbringung vs. Pflegefamilien entwickelt?

Schriftliche Anfrage zum Rahmenplan Grundqualifikation von Vollzeitpflegepersonen (PDF)

08.06.2022
PE
Fortbildung: Pflegeeltern als ehrenamtlicher Vormund am 02.07.2022

Mit der aktuellen Vormundschaftsreform soll dem Familienleben der Pflegefamilie seitens der Vormünder mehr Aufmerksamkeit entgegengebracht werden. Gleichzeitig sollen den Pflegeeltern mehr Möglichkeiten gegeben werden, für ihr Pflegekind die ehrenamtliche Vormundschaft oder eine Ergänzungspflegschaft zu übernehmen.

Zur Zusammenarbeit mit Vormund*innen und zur Übernahme der Vormundschaft oder Teilen des Sorgerechts durch Pflegeeltern laut Vormundschaftsreform bietet der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. eine für Mitglieder kostenfreie Fortbildung mit Henriette Katzenstein, Vorsitzende des Bundesforums Vormundschaft und Pflegschaft e.V., am Samstag 02.07.2022 an (Teilnehmerbeitrag für Nichtmitglieder 30,00 €).

› Weitere Informationen (PDF)

06.05.2022
Unterbringung und Betreuung von geflüchteten Kindern aus der Ukraine

Zu diesem Thema hat es eine schriftliche Anfrage der Abgeordneten Katharina Günther-Wünsch (CDU) gegeben. Gefragt wurde u.a.:

  • Wie viele geflüchtete Kinder im Kitaalter sind bisher aus der Ukraine nach Berlin gekommen und wie viele haben einen Kitaplatz erhalten?
  • Wie viele Kitagutscheine wurden bisher beantragt und an geflüchtete Kinder aus der Ukraine ausgestellt?
  • Wie viele unbegleitete minderjährige Geflüchtete aus der Ukraine sind bisher in Berlin angekommen und wie viele wurden in staatlichen Einrichtungen oder privat untergebracht?
  • Wie viele geflüchtete Waisenkinder sind aus der Ukraine nach Berlin gekommen und wie wurden sie untergebracht?

Die Beantwortung durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vom 22.04.2022 wurde jetzt veröffentlicht:

› schriftliche Anfrage „Unterbringung und Betreuung von geflüchteten Kindern aus der Ukraine“ (PDF)

29.04.2022
PE
Neuer Rahmenplan zur Grundqualifikation von Vollzeitpflegepersonen

Seit dem 01.03.2022 gilt für die Grundqualifikation von Vollzeitpflegepersonen ein neuer Rahmenplan. Die Bestimmungen des bisherigen Rahmenplans aus dem Rundschreiben Jug 4/2004 der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport vom 30.06.2004 werden damit außer Kraft gesetzt.

Die Grundqualifikation schafft die Einstiegsvoraussetzungen für die Vollzeitpflege, wenn künftige Pflegepersonen erstmalig einen jungen Menschen in Vollzeitpflege aufnehmen wollen. Der Gesamtumfang der Qualifizierung beträgt 100 Unterrichtseinheiten (UE) a 45 Minuten in einem Gesamtzeitraum von mindestens achtzehn Monaten.

› Rahmenplan zur Grundqualifikation von Vollzeitpflegepersonen gültig ab 01.03.2022 (PDF)

30.03.2022
„Eine Mama – 100 Babys“, Dokumentarfilm über eine Kurzzeit-Pflegemutter

In der ARD-Sendereihe Echtes Leben wurde am 22.03.2022 die Dokumentation über eine Kurzzeit-Pflegemutter aus Berlin gesendet.

Die Dokumentation begleitet Elke Baumann über ein Jahr hinweg. Autor Arndt Breitfeld ist dabei, wenn Elke Baumann wieder ein Baby aus einer Kriseneinrichtung abholt, wenn potenzielle Pflegeeltern das Kind kennenlernen und Elke Baumann Abschied nehmen muss. Ein bewegender Film über eine beeindruckende Berlinerin, ihre ganz persönliche Geschichte und die Kurzzeitpflege.

Die Dokumentation wird am 29.03.2022 um 21:45 Uhr und am 02.04.2022 um 07:15 Uhr auf tagesschau24 wiederholt.

Den Film (30 Min.) kann man sich auch online noch bis zum 22.03.2023 ansehen:

› www.daserste.de

22.03.2022
7. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 14. Mai 2022

Am 14. Mai 2022 von 14:00 bis 18:00 Uhr findet der 7. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege statt.

Alle wichtigen Informationen finden Sie unter Folgendem Link: https://www.guck-an-kindertagespflege.de/

22.03.2022
Stand und Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe in Berlin

Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Marianne Burkert-Eulitz (GRÜNE)

In der Beantwortung der Anfrage gibt die Senatsverwaltung u.a. darüber Auskunft, welche Maßnahmen der Senat bereits ergriffen hat bzw. ergreifen wird, um zum einen die neuen Regelungen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes zur Pflegekinderhilfe in Berlin umzusetzen und zum anderen, um die in der Facharbeitsgruppe Pflegekinder erarbeiteten Weiterentwicklungsvorschläge umzusetzen. Außerdem enthält die Beantwortung der Anfrage u.a. Statistiken zur Anzahl der untergebrachten Pflegekinder und der Pflegeelternbewerber*innen.

› Anfrage: Stand und Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe in Berlin (PDF)

15.03.2022
Aufnahme von Kindern und Jugendlichen, die aus der Ukraine geflüchtet sind

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie koordiniert in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten die Versorgung und Unterbringung von in Berlin ankommenden unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten.

Diese Kinder und Jugendlichen werden direkt in Berliner Aufnahmeeinrichtungen untergebracht. Die weitere Vermittlung erfolgt dann in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe der Bezirke oder in Pflegefamilien.

Eine Unterbringung direkt und ohne Registrierung darf zum Schutz von geflüchteten Kindern und Jugendlichen nicht erfolgen.

› www.berlin.de/ukraine/ankommen/kinder-und-jugendliche/

Wenn Sie Interesse an der Aufnahme eines unbegleiteten Kindes oder Jugendlichen haben und in Berlin leben, melden Sie sich gern zu dem › Informationsabend von Familien für Kinder gGmbH an. Dort informiert Sie Familien für Kinder gGmbH u.a. auch über die aktuellen Bedingungen zur Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten in Berlin.

Falls Sie nicht in Berlin leben, wenden Sie sich für weitere Informationen an Ihr zuständiges Jugendamt vor Ort.

15.03.2022
Kinderrechte-Filmfestival im Filmtheater am Friedrichshain

Hier ergreifen Kinder und Jugendliche das Wort und zeigen, was sie zu sagen haben. Bundesweit waren Kinder- und Jugendgruppen dazu aufgerufen, eine Antwort darauf zu geben, wie sie ihre Beteiligungsrechte erleben und wahrnehmen. Welche gesellschaftlichen Anliegen haben sie? Wo können sie mitreden? Was wollen sie ändern? Beim Kinderrechte-Filmfestival präsentieren die jungen Filmemacher:innen Ihre Perspektiven in zwei thematischen Screenings: Beide Festivalscreenings beinhalten eine Auswahl von 6-8 Kurzfilmen, sowie Filmgespräche mit den anwesenden Filmemacher:innen. Termine: 12.03.2022, 11:30 Uhr Kurzfilm-Screening Unsere Rechte, 14:00 Uhr Kurzfilm-Screening Unsere Beteiligung. +++ Tickets gibt’s im Vorverkauf direkt im Kino oder unter https://www.yorck.de/filme/krf-2022-unsere-rechte und https://www.yorck.de/filme/krf-2022-unsere-beteiligung

15.03.2022
Team Kinderschutz kümmert sich um unbegleitete minderjährige Geflüchtete aus der Ukraine

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie richtet im Ankunftszelt am Berliner Hauptbahnhof ein mobiles Team Kinderschutz/Jugendhilfe ein. Das mobile Team soll nahezu rund um die Uhr vor Ort und im Ankunftszelt Ansprechpartner für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie für die Bundespolizei und weitere professionelle Unterstützerinnen und Unterstützer sein. Das mobile Team koordiniert die Versorgung und Unterbringung von in Berlin ankommenden unbegleiteten Flüchtlingen und berät auch zu Fragen des Kinderschutzes in Berlin. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Teams werden in Kooperation mit freien Trägern der Jugendhilfe ausgewählt. Sie sind sozialpädagogisch geschult, darunter werden auch Muttersprachlerinnen und Muttersprachler sein.

Astrid-Sabine Busse, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Das Wohl der geflüchteten Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine ist für mich von zentraler Bedeutung. Deshalb haben wir zügig und unbürokratisch unser mobiles Team Kinderschutz/Jugendhilfe aufgestellt und an den Hauptbahnhof gebracht. Unlauteren Menschen, die die Situation der Geflüchteten ausnutzen wollen, halten wir auf diese Weise ein Stopp-Signal entgegen. Gleichzeitig bieten wir eine Soforthilfe für die Kinder und Jugendlichen nach den höchstverstörenden Erfahrungen in ihrer Heimat und den Strapazen der Flucht.“

Die Teams sind durch rote Westen mit dem Logo mobiles Team Kinderschutz/Jugendhilfe gut erkennbar. Begleitend hat die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Flyer erstellt mit Informationen zu Jugendhilfe, unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen oder Kinderschutz. Dazu kommen Informationen zur Berliner Bildungslandschaft. Alles wird auch auf Englisch, Russisch und Ukrainisch dargestellt. Zudem hat die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten die Betreuung der über 200 Heimkinder aus der Ukraine übernommen.

Quelle: › Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vom 09.03.2022

 

Weitere Informationen:

› www.berlin.de/sen/jugend/jugend/unbegleitete-minderjaehrige-fluechtlinge/

› Infoblatt: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Aufnahme, Unterbringung und Erstversorgung (PDF)

05.03.2022
Brief von der Senatsverwaltung

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat erst nach einem halben Jahr auf unseren Brief -um die Lage der Pfelegefamilien in Berlin während der Corona-Pandemie zu verbessern-  geantwortet. Leider hat die Senatsverwaltung an unseren Forderungen vorbeiargumentiert. Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekinder e.V. sucht nun das persönliche Gespräch mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

18.02.2022
PE
Abschlussbericht der Studie zur Pflegekinderhilfe in Berlin jetzt als Download

Das Land Berlin will die Vollzeitpflege und die Arbeit der Pflegekinderdienste weiterentwickeln und dabei den Kinderschutz und die Kinderrechte in der Pflegekinderhilfe stärken. Hierzu hat der Berliner Senat eine Studie zur Pflegekinderhilfe in Berlin in Auftrag gegeben: Junge Menschen in Pflegefamilien. Kinderrechte stärken: Ausgangslage und Handlungsempfehlungen.

Der Abschlussbericht der PKD-Studie aus dem Jahr 2021 steht jetzt als PDF-Dokument auf der Seite der Senatsverwaltung zum Download bereit:

› www.berlin.de/sen/jugend/familie-und-kinder/pflegekinder/abschlussbericht-pkd-studie-2021.pdf