30.09.2019
PE
Über 48.000 neu begonnene Hilfen zur Erziehung in Berlin und Brandenburg

Im Jahr 2018 wurde für 31.609 junge Menschen bzw. Familien in Berlin und 16.843 in Brandenburg eine Hilfe zur Erziehung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe neu gewährt. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, ist das gegenüber dem Vorjahr in Berlin eine Steigerung von 23,2 Prozent und in Brandenburg ein Rückgang von 4,4 Prozent. Über 44.000 Hilfen (Berlin: 28.183; Brandenburg: 15.903) wurden im Laufe des Jahres beendet und über 51.600 (Berlin: 32.572; Brandenburg: 19.065) Hilfen bestanden am Jahresende fort.

Unter den im Jahr 2018 beendeten und bestehenden Hilfen bildeten Erziehungsberatungen mit je 38,4 Prozent in Berlin und Brandenburg den Schwerpunkt. Heimerziehung und sonstige betreute Wohnformen standen mit 15,7 Prozent in Brandenburg und 16,5 Prozent in Berlin an zweiter Stelle.

Sozialpädagogische Familienhilfe wurde in Brandenburg in 14,0 Prozent und in Berlin in 12,6 Prozent der Fälle geleistet. In Brandenburg wurden über 4.100 Betreuungsfälle im Rahmen der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen erfasst. In Berlin waren es mehr als 6.500 Fälle.

Die erzieherischen Hilfen richten sich überwiegend an junge Menschen, zum Teil jedoch an Familien. Insgesamt erhielten mehr als 40.100 junge Menschen im Land Brandenburg und über 70.900 in Berlin Hilfen zur Erziehung, die von öffentlichen und freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe erbracht wurden.

Hauptgründe für die Hilfegewährung sind eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern bzw. Personensorgeberechtigten sowie die Belastung junger Menschen durch familiäre Konflikte.

Weitere Ergebnisse der Erzieherischen Hilfe, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen, Hilfe für junge Volljährige für die Länder Berlin und Brandenburg beinhaltet der Statistische Bericht K V 2 zum kostenfreien Herunterladen unter:

www.statistik-berlin-brandenburg.de

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung vom 30.9.2019

25.09.2019
PE
Einladung zum Film "Systemsprenger" am 19.10.2019

Die Stiftung zur Förderung von Pflegekindern Berlin lädt die Mitglieder des Arbeitskreises herzlich zur Filmvorführung „Systemsprenger“ ein.

Am 19. Oktober 2019 um 20:30 Uhr im Bundesplatzkino.

>>> Weitere Informationen und Anmeldung

06.09.2019
PE
Kindeswohlgefährdungen 2018: Jugendämter melden 10 % mehr Fälle / Rund 50.400 betroffene Kinder und Jugendliche

Im Jahr 2018 haben die Jugendämter in Deutschland bei rund 50.400 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung festgestellt. Das waren 10 % oder rund 4.700 Fälle mehr als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist dies nicht nur der höchste Anstieg, sondern auch der höchste Stand an Kindeswohlgefährdungen seit Einführung der Statistik im Jahr 2012. Insgesamt prüften die Jugendämter rund 157.300 Verdachtsfälle im Rahmen einer Gefährdungseinschätzung.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 06.09.2019

Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes zu finden unter: >>> www.destatis.de/pressemitteilungen

23.07.2019
PE
Mehr Berliner Verfahren zur Kindeswohlgefährdung, weniger in Brandenburg

20.856 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls führten die Jugendämter in Berlin und Brandenburg im Jahr 2018 durch. Davon waren 14.852 Berliner und 6.004 Brandenburger Kinder und Jugendliche betroffen. In Berlin stieg die Anzahl der Verfahren um 14 Prozent, während sie in Brandenburg um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr sank, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

Akut gefährdet waren in Berlin 21 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen. In diesen Fällen war eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten.
In 27 Prozent der Fälle lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Dabei konnte die Frage nach der gegenwärtig tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, aber es bestand weiterhin der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung bzw. eine Kindeswohlgefährdung konnte nicht ausgeschlossen werden.

In 26 Prozent der Fälle wurde zwar keine Gefährdung ermittelt, aber es bestand Hilfebedarf. In weiteren 26 Prozent der Fälle wurden weder Kindeswohlgefährdung noch Hilfebedarf festgestellt.

54 Prozent der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdungen in Berlin betrafen Vernachlässigung, 17 Prozent körperliche und 26 Prozent psychische Misshandlungen. In 4 Prozent der Fälle mussten Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet werden. Je Fall sind mehrere Arten der Gefährdung möglich.

Während in Berlin fast jede zweite Einschätzung eine akute oder latente Gefährdung ergab, führte im Land Brandenburg jede dritte Gefährdungseinschätzung zu einem dieser Ergebnisse.

Bei 19 Prozent der betroffenen Brandenburger Kinder und Jugendlichen lag eine akute und bei 17 Prozent eine latente Gefährdung vor. In je 32 Prozent der Fälle wurde keine Gefährdung ermittelt, es bestand jedoch Hilfebedarf bzw. es wurde keine Kindeswohlgefährdung ermittelt.

In über der Hälfte (1.589) der Brandenburger Fälle, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, sind die Kinder und Jugendlichen durch Vernachlässigung gefährdet. Anzeichen für körperliche und psychische Misshandlungen wurden in 417 (15 Prozent) bzw. 577 (21 Prozent) Fällen angegeben und eine Einschätzung, dass eine Gefährdung aufgrund sexueller Gewalt vorlag, betraf 136 Fälle (5 Prozent).

Häufig informierten Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft das Jugendamt (BE: 29 Prozent, BB: 18 Prozent). Auch anonyme Anzeigen gingen ein (BE: 7 Prozent, BB: 19 Prozent). Über Verwandte, Bekannte und Nachbarn wurden in Berlin 7 Prozent und in Brandenburg 12 Prozent der Verfahren initiiert.
In 20 Prozent der Berliner und in 12 Prozent der Brandenburger Fälle waren die Kita bzw. Tagespflegeperson oder die Schule die Auslöser. 10 Prozent der Berliner und Brandenburger Verfahren wurden durch die Minderjährigen bzw. Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst angestoßen.

Als Folge der Gefährdungseinschätzung wurden in Berlin für jedes achte und in Brandenburg für jedes fünfte Kind ambulante oder teilstationäre Hilfen zur Erziehung neu eingeleitet bzw. geplant. Unterstützung nach §§ 16-18 SGB VIII wurde für 1.459 Fälle in Berlin und 504 Fälle in Brandenburg gewährt. Hierbei handelt es sich um Leistungen zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie und Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung oder Scheidung sowie die Beratung und Unterstützung bei der Ausübung der Personensorge und des Umgangsrechts.

598 Berliner und 291 Brandenburger Kinder oder Jugendliche wurden im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahmen in Obhut genommen. In 1.111 Fällen in Berlin und 483 Fällen in Brandenburg musste das Familiengericht angerufen werden.

Weitere Ergebnisse der Gefährdungseinschätzungen nach § 8a SGB VIII für die Länder Berlin und Brandenburg beinhaltet der Statistische Bericht K V 10 zum kostenfreien Herunterladen unter: www.statistik-berlin-brandenburg.de.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 163 vom 23. Juli 2019

26.06.2019
TM
Aktuelle News zur Kindertagespflege jetzt auf der Seite des Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.

Aktuelle Informationen zur Kindertagespflege finden Sie ab sofort auf der Homepage des Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.:

>>> www.kindertagespflege-lv.berlin

14.05.2019
Manchmal muss man neue Wege gehen

Der Landesverband Kindertagespflege Berlin wird erwachsen

Seit 1978 engagiert sich der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. sowohl für die Beratung und Förderung von Pflegefamilien und -kindern als auch für die Belange der Kindertagespflege. Bis 1990 hatten beide Bereiche im Jugendwohlfahrtsgesetz (JWG) die gleiche gesetz­liche Grundlage und in Berlin wurden die Vollzeitpflege und die Kindertagespflege in den Pflegekindervorschriften geregelt. Ab 1990 wurde im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) die Kindertagespflege im Abschnitt „Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kinder­tagespflege“ und die Vollzeitpflege im Abschnitt „Hilfe zur Erziehung“ verankert. Die Gemeinsamkeit, die bis dahin durch die gesetzliche Grund­lage des JWG bestanden hatte, fiel damit weg.

Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. hat für die Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Kindertagespflege viel erreicht und doch fragten sich nicht wenige, was denn ein Verein der Pflegekinderhilfe mit der Kindertagespflege zu tun hat. Um die Arbeit des Arbeits­kreises im Bereich der Kindertagespflege stärker zu betonen, wurde 2017 der Arbeitskreis zugleich Landesverband für Kindertagespflege Berlin. Der Landesverband profitierte von den langjährigen Erfahrungen, Vernetzungen und der Unterstützung des Arbeitskreises.

In Berlin, wie auch im gesamten Bundesgebiet, werden immer mehr Betreuungsplätze für Kinder benötigt. Die professionelle Kindertages­pflege ist heute in Berlin eine von Eltern geschätzte und stark nachgefragte Betreuungsform. In der Arbeit des Vorstandes nimmt sie immer größeren Raum ein. Um den Anforderungen der beiden Bereiche der Förderung von Pflegekindern und der Kindertagespflege gerecht zu werden, hat der Vorstand des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern beschlossen, dass der Landesverband für Kindertagespflege in Berlin und der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern sich neu aufstellen.

In Zukunft wird es einen eigenständigen VereinKindertagespflege Landesverband Berlin e.V.“ geben, der sich für die Kindertages­pflege einsetzt.

Zum Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.www.kindertagespflege-lv.berlin

Diese Eigenständigkeit hat für beide Bereiche unter anderem folgende Vorteile:

Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.

  • Mehr Kapazitäten, um sich dem wichtigen Bereich Kindertagespflege zu widmen
  • Ein klar erkennbares Profil
  • Bessere Möglichkeiten für Sponsoren und öffentliche Förderung
  • Eigene Fachtagungen
  • Mehr Kindertagespflegepersonen als Mitglieder zu gewinnen
  • Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für die Kindertagespflege

 
Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V.

  • Mehr Kapazitäten um dem Auftrag, der Förderung von Pflegekindern, gerecht zu werden
  • Ein schärferes Profil
  • Bessere Möglichkeiten zur Förderung von Aktivitäten für Pflegekinder und ihre Familien durch Sponsoren oder/und öffentliche Mittel
  • Eigene Fachtagungen und Beratungen für Pflegeeltern
  • Mehr Pflegeeltern als Mitglieder zu gewinnen
  • Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für Pflegekinder und Pflegeeltern


Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern empfiehlt seinen Mitgliedern, die Kindertagespflege anbieten, ab 1.1.2020 Mitglied in dem neuen Verein zu werden, damit es ein mitgliederstarker Verein wird, der sich dadurch besser für sie und die Kindertagespflege einsetzen kann. Die Mitgliedschaft im Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. kann zum 31.12.2019 gekündigt werden. Der Mitgliedsbeitrag wird genauso wie beim Arbeitskreis sein und auch die Versicherung kann durch den neuen Verein zu den gleichen Konditionen angeboten werden.

Auf der Mitgliederversammlung des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern, am 23. Mai 2019, werden wir die Stand­punkte des Vorstands nochmals vortragen und freuen uns darauf, mit Ihnen diesen Schritt zu diskutieren.

Der Vorstand
Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V.

11.05.2019
PE
RBB-Kultur-Debatte: Pflegeeltern dringend gesucht!

Wie ist die Situation in Berlin und Brandenburg?

Der Radiosender RBB-Kultur befasst sich in seiner Sendereihe „Zeitpunkte-Debatte“ am 11. Mai 2019 um 17:04 mit dem Thema „Pflegekinder“:

„In Deutschland steigt die Zahl der Kinder, die in Pflegefamilien aufwachsen. Die Anzahl wuchs laut Bundesregierung von rund 60 000 im Jahr 2008 auf rund 81 000. Weitere fast 100 000 Kinder und Jugendliche waren demnach 2017 in Heimen untergebracht. Ist das ein Alarmzeichen oder spricht es für eine erhöhte Sensibilität für das Kindeswohl, wie es das Bundesfamilienministerium einschätzt? Der Großteil der Kinder, die in Vollzeitpflege in Pflegefamilien leben, so die Statistik, kommt aus armen Verhältnissen - bedeutet Kinderarmut strukturelle Kindeswohlgefährdung, wie der kinder- und jugendpolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Norbert Müller, sagt?

Vor diesem Hintergrund wird die Zeitpunkte-Debatte die Situation von Pflegekindern und Pflegefamilien in Berlin und Brandenburg genauer beleuchten."

Studiogäste:
Birgit Mallmann, Geschäftsführerin von pik, Pflegekinder im Kiez GmbH Berlin Friedrichshain/Kreuzberg
Elke Wagner, Referentin für das Thema Grundsatzfragen - Hilfen zur Erziehung im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg
Peter Heinßen, Geschäftsführer der Familien für Kinder GmbH Berlin, Landesberatungsstelle Pflegekinderhilfe

>>> Zur Sendung www.rbb-online.de

09.05.2019
PE
Kinder und Jugendliche in Pflege- und Adoptivfamilien bei der Bewältigung früherer traumatischer Erfahrungen unterstützen - Projektteilnahme

Das Forschungsprojekt EMPOWERYOU will Kinder und Jugendliche in Pflege- und Adoptivfamilien bei der Bewältigung früherer traumatischer Erfahrungen unterstützen und dem Risiko zukünftiger Mobbing- und Gewalterfahrungen entgegenwirken.

Projektpartner des Verbundes sind: Universität Bremen | Medical School Berlin | Universität Bielefeld | Universität Karlsruhe | Universitätsklinikum Aachen

Das erste Teilprojekt startet schon bald mit Fokusgruppen, von denen die Hälfte durch die Medical School Berlin in Berlin durchgeführt werden sollen. In diesen Fokusgruppen wird zusammen diskutiert, welche Faktoren möglicherweise zu dem wiederholten Erleben von Gewalt und (Cyber-)Mobbing bei Kindern und Jugendlichen beitragen und welche Erfahrungen damit in der Vergangenheit gemacht worden sind.

Gesucht werden:

  • Pflege-und Adoptiveltern
  • Kinder im Alter von 8 bis 13 Jahren mit einem Fremdunterbringungshintergrund
  • Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren mit einem Fremdunterbringungshintergrund
     

In Berlin finden die Fokusgruppen für Jugendliche vom 13.05.2019 bis zum 27.05.2019 am späten Nachmittag/frühen Abend statt (Datum und Uhrzeit nach Absprache). Die Fokusgruppen für Pflege- und Adoptiveltern sowie für ihre Kinder (8 - 13 Jahre) finden parallel am 25.05.2019 und am 26.05.2019 (voraussichtlich von 10:00 bis ca. 13:30 Uhr) statt. Bei Bedarf können weitere Termine vereinbart werden.

Alle wichtigen Informationen zum Forschungsprojekt, den Fokusgruppen, den Zeitpunkten und Orten an denen die Treffen stattfinden, den angebotenen Aufwandsentschädigungen für die Teilnehmenden und den Kontaktdaten sind auf einem >>>Informationsblatt zusammengestellt.

Interessenten melden sich bitte bei der Projektkoordinatorin Dr. Betteke van Noort.
Email: betteke.van-noort@medicalschool-berlin.de, Telefon: 030 - 7668375 841.

09.05.2019
TM
Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 11. Mai

Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Die Berliner Tagesmütter und Tagesväter laden wieder alle Eltern zum Tag der offenen Tür ein. Am Samstag, 11. Mai 2019, können sich Besucher und Besucherinnen von 14 bis 18 Uhr informieren, was die Kindertagespflege alles kann und leistet. Auch Personen, die sich für die Tätigkeit in der Kindertagespflege interessieren und vielleicht selbst Tagesmutter- oder -vater werden wollen, sind herzlich willkommen. Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, hat die Schirmherrschaft für den Tag der offenen Tür übernommen. Veranstalter ist der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. Sigrid Klebba, Staatssekretärin für Jugend und Familie, wird am 11. Mai um 13 Uhr die Kindertagespflegestelle „Krabbelkiste“, Strelitzer Straße 72, 10115 Berlin, besuchen. Christine Abu Saiba und Lizi Dombele, eine staatlich anerkannte Erzieherin und eine ausgebildete Tagesmutter, betreuen dort zehn Kinder im Alter zwischen zwölf Monaten und drei Jahren.

Sandra Scheeres: „Besonders für die Kleinsten ist die Kindertagespflege ein sehr geeignetes Angebot. Tagesmütter und Tagesväter betreuen und fördern die Kinder liebevoll, professionell und in einer kleinen Gruppe. Wie Kita-Fachkräfte arbeiten auch Tagespflegepersonen nach dem Berliner Bildungsprogramm und mit dem Sprachlerntagebuch. Viele Eltern schätzen an der Kindertagespflege den familiären Rahmen und engen Austausch mit den Betreuungspersonen.“

In Berlin werden derzeit rund 6.200 Kinder von rund 1.600 Tagespflegepersonen betreut. Eine Kindertagespflegeperson kann maximal fünf Kinder betreuen. In einer Verbundpflege können von zwei Tagesmüttern bis zu zehn Kinder betreut werden. Die Arbeit und Räume der Tagesmütter und Tagesväter werden vom Jugendamt regelmäßig überprüft.

Weitere Informationen und eine Liste der Kindertagespflegestellen, die sich am Tag der offenen Tür beteiligten, unter www.guck-an-kindertagespflege.de

Quelle: Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vom 08.05.2019

02.05.2019
PE
Bundestagsanfrage zur Situation des Pflegekinderwesens

Aus der Beantwortung einer kleinen Anfrage im Bundestag geht hervor, dass die Zahl der Kinder in Pflegefamilien im Vergleich von 2008 zu 2017 von 60.347 auf 81.412 angestiegen ist. Die Zahl der Kinder in Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe nach § 34 SGB VIII stieg von 68.629 auf 99.952.

Zur Situation der Herkunftsfamilie des Pflegekindes geht aus der Beantwortung hervor, dass von den 69.575 andauernden Hilfen 38.473 Kinder vorher bei einem Elternteil lebte. Bei 23.575 Kindern lebten die Eltern zusammen bzw. lebte ein Elternteil mit neuer Partnerin/neuem Partner zusammen.

Von den 69.575 Herkunftsfamilien (2017) lebten 54.449 teilweise oder ganz von Arbeitslosengeld II (SGB II), bedarfsorientierter Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder von Sozialhilfe (SGB XII).

>>>Beantwortung der Bundestagsanfrage zur Situation des Pflegekinderwesens als PDF

02.05.2019
PE
„Wir suchen Eltern für die Kinder, nicht umgedreht“

Zum Thema Motivation und Vorbereitung von Pflegeeltern hat rbb|24 ein Interview mit Angelika Nitzsche, Mitarbeiterin der „Berliner Beratungsstelle Pflegekinderhilfe“, geführt und unter www.rbb24.de veröffentlicht.

Das Interview können Sie hier nachlesen: >>>www.rbb24.de

27.04.2019
PE
Pflegeeltern werden in Berlin dringend gesucht – Radio Eins- und RBB|24-Bericht

Radio Eins hat am 27.04.2019 in seinen stündlichen Samstag-Vormittag-Nachrichten berichtet, dass vor allem für kleine Kinder in Berlin dringend Pflegeeltern gesucht werden. Auf der Homepage von Radio Eins und RBB|24 wurde hierzu ein längerer Hintergrundartikel veröffentlicht:

Weil es an Pflegefamilien fehlt, kommen in Berlin mitunter auch Säuglinge und Kleinkinder in Heime. Dass sich nicht genügend Pflegeeltern finden, liegt nach Einschätzung von Experten vor allem am mangelnden Wohnraum.

In Berlin mangelt es an Pflegefamilien für Kinder und Jugendliche. "Jährlich fehlen etwa 500 Familien", sagte Peter Heinßen, Geschäftsführer der Familien für Kinder gGmbH, der Deutschen Presse-Agentur mit Verweis auf Schätzungen. Das Unternehmen betreibt unter anderem die Landesberatungsstelle Vollzeitpflege Berlin und unterstützt Pflegeeltern. Der enorme Bedarf könne aus verschiedenen Gründen nicht gedeckt werden. "Eines der wichtigsten Probleme ist derzeit der angespannte Wohnungsmarkt", so Heinßen.

Ende 2018 lebten laut Senatsverwaltung für Familie rund 2.400 Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien. 44,4 Millionen Euro gab das Land Berlin dafür aus. Die Zahl der untergebrachten Pflegekinder blieb demnach in den zurückliegenden Jahren stabil. "Die Berliner Jugendämter berichten aber, dass der Bedarf an Pflegefamilien/Pflegepersonen größer ist als der Bestand. Das betrifft vor allem die Unterbringung von Kindern unter sechs Jahren", bestätigt Sprecherin Iris Brennberger.

Umzug in größere Wohnung kaum noch möglich

Dass die Zahl der Pflegefamilien überhaupt gehalten werden könne, sei keine Selbstverständlichkeit. "Aus unterschiedlichen Gründen trauen sich immer weniger Familien die Aufnahme eines Pflegekindes zu", so Brennberger. Auch aus Sicht der Verwaltung spiele insbesondere das Wohnungsproblem eine Rolle. Noch vor einigen Jahren hätten sich Familien, die ein Kind aufnehmen wollten, einfach eine größere Wohnung gesucht. "Das ist heute kaum noch möglich", erläutert Heinßen.

Darüber hinaus fehle es auch an ausreichender Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. "Dafür muss Berlin deutlich mehr Geld in die Hand nehmen", fordert Heinßen. Eine Plakataktion reiche nicht aus. "Wir wissen, dass potenzielle Pflegeeltern etwa fünf Mal mit dem Thema in Kontakt kommen müssen, bevor sie sich dafür entscheiden, Pflegeeltern werden zu wollen. Laut Verwaltung wird regelmäßig für Pflegeeltern geworben.

Immer mehr Fälle von Kindeswohlgefährdungen

Die Gründe, warum Kinder aus ihren Familien genommen werden, sind unterschiedlich. "Drogen in allen Formen sind eines der wichtigsten Probleme. Manche Eltern sind auch einfach nicht in der Lage, ihre Kinder zu erziehen, weil sie selbst schon in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen sind", so Heinßen. Darüber hinaus seien psychische Erkrankungen der Mütter ein häufiger Grund. Gewalt in der Familie und Partnerschaftsprobleme sind laut Brennberger weitere Ursachen.

Laut der Sprecherin steigen die Zahlen der festgestellten Fälle von akuten und latenten Kindeswohlgefährdungen an. "Es ist aber fraglich, ob dies tatsächlich an einer Steigerung der Kindeswohlgefährdungen liegt", so Brennberger. Unter anderem sei die gesellschaftliche Sensibilität gewachsen. Auch die Kinderschutzverfahren in der Jugendhilfe seien weiterentwickelt worden, um Kindeswohlgefährdungen frühzeitiger zu erkennen.

Mehr als 6.000 Berliner Kinder und Jugendliche in Heimen

Alternativen zu Pflegefamilien sind Heime und Wohngruppen. Laut Amt für Statistik lebten Ende 2017 mehr als 6.000 Kinder und Jugendliche in Heimen. Doch diese Betreuungsformen seien für die Kinder schwierig. "Gerade für Säuglinge ist es sehr schwer, eine Bindung aufzubauen, wenn es mehrere verschiedene Bezugspersonen gibt", weiß Heinßen.

Die Unterbringung in Heimen sei für die Jugendämter allerdings unkomplizierter als die Arbeit mit Pflegefamilien, so Heinßen. Dennoch dürfe man den Ämtern nicht pauschal unterstellen, dass sie sich zu wenig Mühe machten. Es gebe dort auch sehr engagiertes Personal. In Berlin sind die Jugendämter und freie Träger für die Vermittlung zuständig.

Eine Rückkehr in die Herkunftsfamilie ist selten

Für die Erziehungsleistung bekommen Pflegeeltern monatlich 300 Euro. Hat das Kind einen erhöhten Förderbedarf, etwa durch Krankheiten wie ADHS oder das Fetale Alkoholsyndrom, steigt der Satz auf rund 960 Euro im Monat. Hinzu kommen Pauschalen für den Lebensunterhalt von rund 400 bis rund 560 Euro je nach Alter der Kinder und Jugendlichen. Für Weihnachten, Schulfahrten und andere Aktivitäten kommt eine monatliche Beihilfe von rund 50 Euro hinzu. Außerdem können Pflegeeltern für höhere Ausgaben weitere Zuschüsse beantragen.

Bei einer unbefristeten Vollzeitpflege leben die Kinder in der Regel bis zu ihrem 18. Lebensjahr oder der Verselbstständigung in der Pflegefamilie. Nur wenn sich die Verhältnisse in der Herkunftsfamilie für das Kind deutlich verbessert haben, kann es dorthin zurück - das passiert laut der Gesellschaft "Familien für Kinder" in etwa drei Prozent der Fälle.

Sendung: Radioeins, 27.04.2019, 10 Uhr

Quelle: >>>www.rbb24.de

05.04.2019
PE
In Berlin leben zurzeit ca. 2.400 Kinder in Pflegefamilien

Zum Stichtag 31.12.2018 lebten 2.401 Kinder in Pflegefamilien. 455 kleine Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren waren in stationären Einrichtungen untergebracht. Es ist davon auszugehen, dass für ca. 20 % dieser Kinder auch eine Pflegefamilie geeignet wäre (für ca. 90 Kinder). Dies geht aus der Beantwortung einer Anfrage im Abgeordnetenhaus durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hervor.

Zur Finanzierung der Vollzeitpflege führt die Senatsverwaltung aus, dass die Angemessenheit der Höhe der Pauschalen für den Lebensunterhalt des Kindes und die Kosten der Erziehung von der Senatsverwaltung regelmäßig geprüft werden. Derzeit wird eine Neufassung der Ausführungsvorschriften zum Pflegegeld in den Fachgremien der Pflegekinderhilfe diskutiert und befindet sich in Bearbeitung. Wie in einigen anderen Bundesländern wird angestrebt, dass sich die Pauschalen zum Lebensunterhalt auch in Berlin u.a. an den Empfehlungen des Deutschen Vereins orientieren.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie betont, dass die Gewinnung von geeigneten Pflegefamilien und die Erweiterung des möglichen Anteils an Pflegefamilien für den Senat einen hohen Stellenwert haben.

>>> Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Katrin Seidel (LINKE) zum Thema: „Finanzierung Vollzeitpflege“ und Antwort der Senatsverwaltung vom 25. März 2019 (pdf)

22.03.2019
TM
Grußwort der Familiensenatorin Sandra Scheeres zum 6. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege


Liebe Tagespflegepersonen,

sehr gern habe ich auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft für den 6. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 11.05.2019 übernommen.

Die Förderung von Kindern in Kindertagespflege ist in Berlin, neben der Förderung in Kindertageseinrichtungen, eine wichtige Betreuungsform. In Berlin werden vor allem kleine Kinder unter drei Jahren in Kindertagespflege betreut. Aber auch für ältere Kinder kann sie eine Betreuungsmöglichkeit darstellen, wenn sie zum Beispiel in einer kleinen altersgemischten Verbundtagespflegestelle gefördert werden sollen, oder wenn Kinder mit besonderem individuellen Förderbedarf einen geschützten Betreuungsplatz benötigen.

Tagespflegepersonen unterstützen Familien durch die flexible, familiennahe Förderung der Kinder. Sie sind den Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf behilflich. Damit diese Form der Kinderbetreuung allen, die zu einem guten Gelingen beitragen können, noch besser bekannt wird, sollen die Besonderheiten der Kindertagespflege durch den 6. Tag der offenen Tür noch einmal allen Bürgern, Unternehmen und Institutionen dieser Stadt nahe gebracht werden.

Sie, als Tagespflegepersonen, unterstützen mit Ihrer Arbeit die Betreuungsvielfalt in unserer Stadt. Sie bieten Familien die Chance, zum Teil auch bei außergewöhnlichen Betreuungsbedarfen oder -zeiten einen geeigneten Platz zu finden. Damit unterstützen Sie die familien- und kinderfreundlichen Angebote in unserer Stadt. Gerade für die kleinsten Kinder bieten Sie Verlässlichkeit und Bindung und stehen den Eltern mit Hilfe und Rat zur Seite. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern fördert die Entwicklung der Kinder, die aus den unterschiedlichsten Kulturen und Herkunftsländern hier in kleinem Kreis zusammenkommen. Das gemeinschaftliche Aufwachsen und die frühe Beteiligung der Kinder fördert deren spätere Entwicklung. Ihre Arbeit nach dem Berliner Bildungsprogramm und mit dem Berliner Sprachlerntagebuch zeugt von hoher Qualität. Sie legen mit Ihrer Arbeit gerade für die Jüngsten wichtige Bildungsgrundlagen, die die Chancengleichheit für alle Kinder erhöhen.

In den vergangenen Jahren hat sich die Kindertagespflege weiter professionalisiert. Das ist auch Ihren Qualifizierungs- und Fortbildungsanstrengungen zu verdanken. Mein Haus unterstützt diese Entwicklung unter anderem dadurch, dass es sich für das neue Bundesprogramm ProKindertagespflege beworben hat und als erster Modellstandort in Deutschland ausgewählt wurde. Dieses neue Programm soll die Qualität und das Renommee weiter anheben und den Tagespflegepersonen neue Entwicklungsmöglichkeiten bieten.

Ich danke Ihnen und den teilnehmenden Tagespflegepersonen sehr für Ihr Engagement und wünsche Ihnen für diesen Tag viel Spaß und Erfolg.

Sandra Scheeres
Senatorin für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin

>>> Informationen für alle Kindertagespflegepersonen, die mitmachen wollen

>>> Liste der geöffneten Kindertagespflegestellen unter www.guck-an-kindertagespflege.de

15.03.2019
PE
Auch bei der Mütterrente II bleiben viele Adoptiv- und Pflegeeltern außen vor

Mit dem Inkrafttreten der sog. Mütterrente II erhalten Mütter mit Kindern, die vor 1992 geboren wurden, etwas mehr Geld. Konkret wird ihnen ein zusätzlicher halber Rentenpunkt pro Kind zugestanden, was insgesamt 2,5 Rentenpunkte ausmacht und einer Mehrzahlung von monatlich 15,35 Euro (im Osten) bzw. 16,02 Euro (im Westen) entspricht. Für die Erziehung von Kindern, die ab 1992 geboren wurden, werden ohnehin drei Rentenpunkte angerechnet.

Ziel dieser Rentenreform sollte die Gleichstellung aller Eltern sein. Doch Adoptiv- und Pflegeeltern, die ein Kind erst nach dem 12. Lebensmonat aufgenommen hatten, wurden erneut übergangen, zugunsten einer für die Verwaltung einfachen Stichtagsregelung.

In einer Pressemitteilung vom 1.3.2019 fordert der PFAD Bundesverband den Gesetzgeber auf, in allen Fällen die tatsächlich erbrachten Erziehungsleistungen von Adoptiv- und Pflegemüttern rentenrechtlich anzuerkennen, auch wenn deshalb in Einzelfällen Doppelzahlungen erfolgen müssten.

Vom Gesetzgeber erwartet der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. eine Verbesserung der Regelung. Auch die Erziehungsleistungen sozialer Eltern müssen anerkannt werden. Denn viele Pflege- und Adoptiveltern stellten und stellen immer noch die eigene Erwerbstätigkeit zurück zugunsten der Sorge für Kinder, die einen schweren Start ins Leben hatten. Deren Erziehung erfordert oft ein überdurchschnittliches Maß an elterlicher Aufmerksamkeit, Förderung und Engagement.

Um die sog. Mütterrente als Adoptiv- bzw. Pflegeeltern für die eigene Erziehungsleistung erhalten zu können, rät der PFAD Bundesverband zur frühzeitigen Klärung des Rentenkontos, damit Kindererziehungs- und Berücksichtigungszeiten fairerweise dem Konto der tatsächlich Erziehenden zugerechnet werden.

Für bereits verrentete Pflege- und Adoptiveltern, die bisher keine Zuschläge für Kindererziehungszeiten erhalten, weil die Erziehung des Kindes erst nach dem 12. Lebensmonat begonnen hat, hat PFAD einen Musterantrag an den Rententräger ausgearbeitet, der auf der Homepage des Verbandes (www.pfad-bv.de) heruntergeladen werden kann.

Weitere Informationen unter www.pfad-bv.de

15.03.2019
PE
Umfrage zum PFAD Jahresthema 2019: „Entlastung von Pflege- und Adoptivfamilien“

In diesem Jahr hat sich der PFAD Bundesverband als Jahresthema die „Entlastung von Pflege- und Adoptivfamilien“ vorgenommen und fordert: Entlastung gehört dazu!

Um Ideen und einen Überblick über gute Praxis sammeln zu können, bittet der PFAD Bundesverband Pflege- und Adoptiveltern, ihre Selbsthilfegruppen sowie Fachkräfte aus Jugendämtern und von freien Trägern wieder um Mitwirkung.

Auszeiten, Unterstützung und das Abgeben von Aufgaben sind besonders in Pflege- und Adoptivfamilien vorbeugend und vor allem in Krisenzeiten wichtig. Pflege- und Adoptiveltern versuchen nach Kräften die Entwicklung ihrer Kinder zu fördern. Zwischen vielen Pflichten und Terminen sind sie stark gefordert und es bleibt im Alltag oft zu wenig Zeit für eigene Bedürfnisse und Regeneration. Auch Kinder profitieren von entlastenden Angeboten in ihrem leistungsorientierten Umfeld. Deshalb startet der PFAD Bundesverband die:

PFAD UMFRAGE 2019
Gesammelt werden gute Ideen und kreative Lösungen, die der Entlastung von Pflege- und Adoptivfamilien dienen.

  • Wie stärken sich Pflege- und Adoptiveltern im Alltag?
  • Was bieten Jugendämter und freie Träger zur Entlastung an?
  • Welche Entlastungsangebote organisieren Selbsthilfegruppen der Pflege- und Adoptivfamilien?

Beiträge werden erbeten an: redaktion@pfad-bv.de

11.03.2019
PE
Pfad-Fortbildung „Aktuelle Rechtsfragen zum Pflegekinderwesen“

Der PFAD FÜR KINDER Landesverband Berlin-Brandenburg der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. lädt am 06.04.2019 von 10 – 15 Uhr zu einer Fortbildung mit der Fachanwältin Ricarda Wilhelm zum Thema „Aktuelle Rechtsfragen zum Pflegekinderwesen“ nach Berlin-Rudow ein.

Behandelt werden die Themen:

  • Rechte und Pflichten von Pflegeeltern
  • Rückführung und Verbleib
  • Umgangsrecht
  • Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts
  • Überblick über aktuelle Gesetzesänderungen

Kinder können während der Veranstaltung nach Anmeldung betreut werden.

Anmeldeschluss ist der 22.03.2019.

>>> Veranstaltungsflyer

06.02.2019
Start des Bundesprogramms „ProKindertagespflege“

Die Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey will die Kindertagespflege weiter stärken und stellte am 1. Februar 2019 in Berlin das neue Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ vor: „Wo Bildung für die Kleinsten beginnt“. Im Rahmen eines gemeinsamen Besuchs der Kindertagespflegestelle von Angelika Sauermann hat sie der Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres die erste Förderzusage im neuen Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ übergeben. Das Land Berlin wird diese Förderzusage nutzen, um die Kindertagespflege weiter auszubauen und Tagesmütter und -väter dafür bestmöglich zu qualifizieren.

Die Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, die Kindertagespflegeperson Angelika Sauermann und die Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres bei der Präsentation (Foto: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie)

Weitere Informationen und einen Film zur Präsentation des neuen Bundesprogramms finden Sie hier: >>> www.bmfsfj.de

Weitere Bilder gibt es auf der Facebook Seite der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie: >>> www.facebook.com/senbjw

28.01.2019
PE
Petition: Schnellere Entscheidungen für das Kindeswohl

In der Kurzzeitpflege, Bereitschaftspflege und den Erziehungsstellen werden häufig Kinder zur Perspektivabklärung untergebracht. So schnell wie möglich, soll dann geklärt werden, ob das Kind zur Herkunftsfamilie zurückkehren kann, in einer Dauerpflegefamilie ein neues Zuhause findet oder ob eine andere Hilfe in Betracht kommt (in Berlin soll dies maximal 6 Monate dauern). In der Praxis beträgt dieser Zeitraum nicht selten mehr als ein Jahr, in dem die Kinder eine Bindung zu ihrer Pflegefamilie eingehen und der Wechsel aus der Pflegefamilie mit einem Bindungsabbruch verbunden ist.

Eine Pflegemutter aus Nordrhein-Westfalen hat jetzt eine Petition verfasst, in der eine schnellere Bearbeitung in Jugendämtern und Gerichten gefordert wird. Dafür müsste die Anzahl der Jugendamtsmitarbeiter/-innen und der Richter/-innen an den Amtsgerichten erhöht werden.

Wer diese Forderung unterstützen möchte, kann die Petition mitzeichnen.

>>> Zur Petition: Schnellere Entscheidungen für das Kindeswohl

18.01.2019
TM
6. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 11. Mai 2019 von 14:00 bis 18:00 Uhr

Für alle, die mitmachen wollen:

In diesem Jahr ist das Verfahren etwas an­ders als in den vergangenen Jahren. Die Kindertagespflegestellen, die am 11. Mai öffnen möchten, melden sich bitte beim Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekin­dern e.V.:

ktp@arbeitskreis-pflegekinder.de

Die E-Mail-Adresse wurde speziell für den Tag der offenen Tür eingerichtet.

Folgende Informationen muss die E-Mail enthalten:

  • Name der Kindertagespflegestelle,
  • Vorname und Name der Kindertages­pflegeperson(en),
  • Anschrift der Kindertagespflegestelle (Straße, Postleitzahl, Ort),
  • Bezirk von Berlin, in dem sich die Kin­dertagespflegestelle befindet,
  • Telefon-Nr.,
  • E-Mail-Adresse,
  • wenn es eine Homepage gibt, dann auch die Homepage-Adresse.


Die Angaben werden, nach Bezirken ge­ordnet, auf der schon bestehenden Web­seite veröffentlicht: www.guck-an-kindertagespflege.de

Logo "guck an Kindertagespflege"

ACHTUNG: Wer im letzten Jahr schon da­bei war und wieder mitmachen möchte, muss sich nicht noch einmal anmelden. Wer aber 2019 nicht teilnehmen kann, der melde sich bitte beim Arbeitskreis zur För­derung von Pflegekindern e.V. per Mail ab: ktp@arbeitskreis-pflegekinder.de

Werbematerial und alle weiteren Infos kön­nen über die jeweiligen Bezirksgruppen an­gefordert werden (Verteilung beim Treffen der Überbezirklichen Gruppe).

Die Öffnungszeit von 14:00 bis 18:00 Uhr am 11. Mai 2019 ist für alle verbindlich!

Wir freuen uns auf einen erfolgreichen 6. Tag der offenen Tür in der Berliner Kinder­tagespflege und wünschen allen viel Spaß.

Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V.
zugleich Landesverband Kindertagespflege Berlin

07.01.2019
PE
Einladung zur Theateraufführung für Pflege- und Adoptivfamilien

Liebe Pflege- und Adoptiveltern,
KulturZeit lädt Sie und Ihre Kinder zu einer gemeinsamen Reise durchs Theater ein!

Am Samstag, den 26.01.2019, besuchen wir das Stück Robinson Crusoe (10+) im Theater an der Parkaue in Berlin-Lichtenberg.

Im Vorfeld blicken wir in einer Familienführung hinter die Kulissen des Hauses. Im Anschluss an die Vorstellung können wir die Schauspieler mit Fragen löchern, bevor wir den Abend bei Buffet und Getränken gemeinsam ausklingen lassen. Das Programm beginnt um 14:30 Uhr und endet um 19:30 Uhr.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldungen per E-Mail bis zum 10.01.2019 an Kulturzeit@kmm-hamburg.de.
Schnell sein lohnt sich, die Karten sind leider begrenzt. Sämtliche Kosten werden von der Gemeinnützigen Gesellschaft EmMi LuebesKind übernommen.

19.10.2018
TM
Krankenversicherungsbeiträge: Neue Regelung für Kindertagespflegepersonen ab 1.1.2019

Der Deutsche Bundestag hat am 18.10.2018 das Gesetz zur Beitragsentlastung der Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Versichertenentlastungsgesetz – GKV-VEG) beschlossen. Das Gesetz tritt in den Kernpunkten am 1. Januar 2019 in Kraft. Es ist im Bundesrat nicht zustimmungspflichtig. 

Durch die neue gesetzliche Regelung werden freiwillig versicherte Selbstständige ab 2019 bei den Mindestbeiträgen den übrigen freiwillig Versicherten gleichgestellt. Wer im Jahr 2019 ein steuerpflichtiges Einkommen bis 1.038,33 Euro hat, muss für die Krankenversicherung nur den Mindestbeitrag zahlen.

Beträgt das steuerpflichtige Einkommen mehr als 1.038,33 Euro, so ergibt sich ein Beitragssatz von 14 % ohne oder 14,6 % mit Krankentagegeldversicherung.

Diese Regelung gilt ab 1.1.2019 auch für Kindertagespflegepersonen.

02.10.2018
TM
Workshop „Nachhaltige Verpflegung mit Bio-Lebensmitteln in der Tagespflege“ am Samstag, dem 03. November 2018 von 10:00 bis 14:30 Uhr

Die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V. veranstaltet einen Workshop zum Thema „Nachhaltige Verpflegung mit Bio-Lebensmitteln in der Tagespflege“.

Zum Beginn des Workshops werden die Grundprinzipien der ökologischen Landwirtschaft und ihre Besonderheiten vorgestellt. Im weiteren Verlauf wird der Frage nachgegangen, „Was genau für eine ausgewogene, altersgerechte Ernährung zu beachten ist und wie diese sich auf die Essentwicklung bei Kleinkindern auswirkt“. Außerdem gibt es einen praktischen Teil, in dem gekocht wird. Anschließend werden die Speisen gemeinsam verkostet.

Zeit: Samstag 03. November 2018 von 10:00 bis 14:30 Uhr

Ort: Kichererbse – Kochstudio und Ernährungsberatung, Otawistraße 1, 13351 Berlin

Der Workshop ist kostenfrei. Wegen der begrenzten Plätze ist eine Anmeldung bis zum 26. Oktober 2018 per Fax oder E-Mail erforderlich.

>>> Weitere Informationen mit Anmeldeformular

02.10.2018
TM
„Impulse für die Kindertagespflege in Berlin“ am Samstag, 17.11.2018

Am Samstag, den 17.11.2018 findet die nächste Veranstaltung im Rahmen der Fortbildungsreihe „Impulse für die Kindertagespflege in Berlin“ zu folgenden Themen statt:

  • Auswirkungen der Datenschutz-Grundverordnung auf den Bereich der Kindertagespflege
    Referent: Hans Peter Becher
  • Zwischenspiel: Frau Traut lernt was über Teilhabe
  • Vorstellung des Projektes „Demokratie und Partizipation von Anfang an“ des Bundesverbandes für Kindertagespflege
    Referentin: Teresa Lehmann
  • Das Bundesprogramm Kindertagespflege – ein Rückblick
    Referentinnen: Sandra Lenke, Nele Bork
  • Ausblick: Auswirkungen des Bundesprogramms Kindertagespflege
    Evelyn Kubsch, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie


Veranstaltungsort:
Askanisches Gymnasium, Aula, Kaiserin-Augusta-Straße 19, 12103 Berlin

Termin: Samstag, 17.11.2018 von 09:30 bis 16:30 Uhr

Veranstalter: Familien für Kinder gGmbH

Der Besuch der Veranstaltung ist kostenlos. Sie können sich online anmelden:

>>> Anmeldung zur Veranstaltung „Impulse für die Kindertagespflege in Berlin“ am 17.11.2018

27.09.2018
PE
Berliner Pflegekinder auf Safari

1.688 Besucher/-innen beim 18. Berliner Pflegefamilientag am 01.09.2018

Foto vom Pflegefamilientag 2018 vergrößernDer diesjährige Pflegefamilientag fand im Berliner Zoo statt. Die ersten Besucher trafen bereits vor 11:00 Uhr ein und zum offiziellen Beginn um 11:00 Uhr bildete sich am Eingang Elefantentor in der Budapester Straße eine kleine Schlange. Nach kurzer Zeit, die Veranstaltungsbändchen wurden schnell ums Handgelenk gebunden, verschwand die Schlange im Zoo und machte sich auf den Weg zum Eisbärbrunnen. Das konnte schon etwas länger dauern, nicht dass der Weg so weit war, sondern es gab schon einiges zu sehen, Pelikane, Antilopen und wenn man etwas Glück hatte, die Löwen, deren Haus gerade renoviert wird. Auf halber Strecke legten viele Familien ein kleine Pause ein. Hier steht die Bronze-Skulptur des Gorillas Bobby, der am 30. März 1928 – im Alter von etwa zwei Jahren – als erster Gorilla in den Zoologischen Garten Berlin einzog. Die Kinder konnten sich auf den Sockel setzen und in Booby’s Arme schmiegen. Ein tolles Fotomotiv, das wohl jetzt auch in vielen Erinnerungsbüchern der Pflegekinder auftauchen wird.

Foto vom Pflegefamilientag 2018 vergrößernAm Eisbärbrunnen warteten an den Ständen der Pflegekinderdienste viele Spiel- und Bastelangebote auf die Pflegefamilien. Die Bezirksstadträtin Heike Schmitt-Schmelz des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf begrüßte mit Peter Heinßen, Geschäftsführer der Familien für Kinder gGmbH, die Pflegefamilien. Die Bezirksstadträtin dankte den Pflegeeltern für ihr Engagement:
„Ihre Verdienste als soziale Eltern mit einem öffentlichen Erziehungsauftrag sind für die Jugendhilfe und für unsere Gesellschaft von unschätzbarem Wert. Als Pflegeeltern verdienen Sie unsere uneingeschränkte Anerkennung, unsere Wertschätzung sowie unsere fachliche Unterstützung. Als Dank ist dieses Fest ganz Ihnen allen gewidmet! Mit allen meine ich Sie und alle Menschen in Ihrem privaten Lebensraum: Ihre leiblichen Kinder, Oma, Opa, Tante, Freunde … denn alle haben ihren Anteil daran, dass es dem Pflegekind in Ihrer Familie gut gehen kann.“

Es war wieder ein erlebnisreicher Tag und wir freuen uns schon auf den 19. Pflegefamilientag im nächsten Jahr. Fotos vom Pflegefamilientag können Sie sich hier ansehen: www.pflegefamilientag-berlin.de

24.09.2018
PE
Förderprogramm „Careleaver weltweit“ für Careleaver zwischen 17 und 28 Jahren

Die Drosos Stiftung und die Stiftung EmMi Luebeskind suchen Careleaver zwischen 17 und 28 Jahren, die ab Herbst 2019 für 3 bis 12 Monate an einem vollfinanzierten sozialen Freiwilligendienst in Europa oder dem Rest der Welt mit intensiver Vor- und Nachbetreuung teilnehmen möchten.

Bild "Careleaver weltweit"

Da man sich auf so etwas gedanklich und planerisch vorbereiten muss, möchten die Stiftungen bereits heute eine Einladung zur Interessenbekundung an interessierte Careleaver herausgeben, die ggf. im Herbst 2019 für 3 bis 12 Monate ins Ausland gehen möchten, um sich dort sozial zu engagieren. Das Projekt ist vorerst für mindestens drei Jahre geplant und jedes Jahr soll eine neue Gruppe Careleaver bei ihrem Auslandsaufenthalt in einem sozialen Projekt begleitet werden.

Careleaver können in einer E-Mail, unter dem Stichwort „Programm weltweit“, ihr grundsätzliches Interesse anmelden: info@stiftung-emmi-luebeskind.de. Diese Interessensbekundung ist erstmal völlig unverbindlich und stellt keine Bewerbung im klassischen Sinne dar!

>>> Infoblatt „Careleaver weltweit“

31.08.2018
TM
„Kindertagespflege in Bewegung" beim Drachenbootrennen am 8.9.2018

Am 8. September 2018 findet im Strandbad Lübars, Am Freibad 9, 13469 Berlin von 10 bis 17 Uhr ein Drachenbootrennen statt. Über 40 Mannschaften werden beim 16. Reinickendorf-Cup ihr Können unter Beweis stellen.

Die Reinickendorfer Tagespflegepersonen und Fachberaterinnen vom Amt für Kindertagesbetreuung, nehmen in diesem Jahr unter dem Slogan: „Kindertagespflege in Bewegung", am Rennen teil und hoffen auf zahlreiche Zuschauer, die sie kräftig anfeuern!

Für alle Besucher ist der Eintritt frei!

23.07.2018
TM
Kommunikationsseminar für Kindertagespflegepersonen

Am 11. August 2018 bietet die Friedrich-Naumann-Stiftung in Kooperation mit dem Landesverband für Kindertagespflege Brandenburg die Fortbildung „Mit guten Argumenten überzeugen“ in Rüdersdorf an.

>>> Weitere Informationen mit Anmeldeformular

Die Anmeldefrist läuft bis zum 3. August 2018.

03.07.2018
PE
Deutlich weniger Verfahren zur Kindeswohlgefährdung in Berlin und Brandenburg

13.014 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls führten die Berliner Jugendämter im Jahr 2017 durch. In Brandenburg waren 6.637 Kinder und Jugendliche betroffen. Das waren in Berlin 16 Prozent und in Brandenburg 14 Prozent weniger als im Vorjahr, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

Eine akute Gefährdung wurde in Berlin bei 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen festgestellt. In diesen Fällen war eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten.

In 26 Prozent der Fälle lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Dabei konnte die Frage nach der gegenwärtig tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, aber es bestand weiterhin der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung bzw. eine Kindeswohlgefährdung konnte nicht ausgeschlossen werden.

In 27 Prozent der Fälle wurde zwar keine Gefährdung ermittelt, aber es bestand Hilfebedarf. In weiteren 27 Prozent der Fälle wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt.

54 Prozent der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdungen in Berlin betrafen Vernachlässigung, 18 Prozent körperliche und 25 Prozent psychische Misshandlungen. In 3 Prozent der Fälle mussten Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet werden. Je Fall sind mehrere Arten der Gefährdung möglich.

Während in Berlin fast jede zweite Einschätzung eine akute oder latente Gefährdung ergab, zeigte sich im Land Brandenburg ein anderes Bild: Hier führte nur jede dritte Gefährdungseinschätzung zu einem dieser Ergebnisse.

Bei 18 Prozent der Brandenburger Kinder und Jugendlichen lag eine akute und bei 17 Prozent eine latente Gefährdung vor. In 31 Prozent der Fälle wurde keine Gefährdung ermittelt, es bestand jedoch Hilfebedarf. In 34 Prozent der Fälle wurde keine Kindeswohlgefährdung ermittelt.

In fast der Hälfte (1.630) der Brandenburger Fälle, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, sind die Kinder und Jugendliche durch Vernachlässigung gefährdet. Anzeichen für körperliche und psychische Misshandlungen wurden in 476 bzw. 612 Fällen angegeben und eine Einschätzung, dass eine Gefährdung aufgrund sexueller Gewalt vorlag, betraf 110 Fälle.

Häufig informierten Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft das Jugendamt (BE: 28 Prozent, BB: 17 Prozent). Auch anonyme Anzeigen gingen ein (BE: 7 Prozent, BB: 17 Prozent). Über Verwandte, Bekannte und Nachbarn wurden in Berlin 10 Prozent und in Brandenburg 13 Prozent der Verfahren initiiert. In 19 Prozent der Berliner und in 11 Prozent der Brandenburger Fälle waren die Kita bzw. Tagespflegeperson oder die Schule die Auslöser. 9 Prozent der Berliner und 10 Prozent der Brandenburger Verfahren wurden durch die Minderjährigen bzw. Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst angestoßen.

Als Folge der Gefährdungseinschätzung wurden in Berlin für jedes sechste und in Brandenburg für jedes fünfte Kind ambulante oder teilstationäre Hilfen zur Erziehung neu eingeleitet bzw. geplant. Unterstützung nach §§ 16-18 SGB VIII wurde für 1.398 Fälle in Berlin und 613 Fälle in Brandenburg gewährt. Hierbei handelt es sich um Leistungen zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie und Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung oder Scheidung, sowie die Beratung und Unterstützung bei der Ausübung der Personensorge und des Umgangsrechts.

621 Berliner und 374 Brandenburger Kinder oder Jugendliche wurden im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahmen in Obhut genommen. In 890 Fällen in Berlin und 444 Fällen in Brandenburg musste das Familiengericht angerufen werden.

Weitere Ergebnisse der Gefährdungseinschätzungen nach § 8a SGB VIII für die Länder Berlin und Brandenburg beinhaltet der Statistische Bericht K V 10 zum kostenfreien Herunterladen unter:

www.statistik-berlin-brandenburg.de

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 3. Juli 2018

28.06.2018
PE
Einladung zum 18. Berliner Pflegefamilientag im Zoologischen Garten Berlin am Samstag, den 01. September 2018

Der diesjährige Berliner Pflegefamilientag findet am Samstag, den 01. September im Zoologischen Garten statt. Die Berliner Pflegefamilien können sich auf dieses ganz besondere Ereignis freuen.

Zur Seite www.pflegefamilientag-berlin.deDer Zoologische Garten ist der älteste Zoo in Deutschland und der artenreichste Zoo der ganzen Welt. Hier leben ca. 20.000 Tiere aus mehr als 1.350 Arten. Ganz besondere Highlights sind das Flusspferdhaus, wo man diese riesigen Tiere auch unter Wasser beobachten kann, die Pinguinwelt und dass es - einmalig in Deutschland - zwei Pandabären zu sehen gibt.

Im Zoo gibt es viele besondere Fütterungs-Shows, bei denen erklärt wird, was das Lieblingsessen der einzelnen Tiere ist und man kann zuschauen, wie es sich die Tiere schmecken lassen.

Kommentierte Fütterungen (kleine Auswahl):
• Elefanten 11:30 Uhr
• Gorillas 14:00 Uhr
• Flusspferde 14:30 Uhr
• Panda-Talk 11:00 und 16:00 Uhr

Auch auf dem Abenteuerspielplatz und im Streichelzoo kann man eine Menge erle­ben. Und an den Ständen der Pflegekin­derdienste gibt es wieder viele Attraktio­nen mit großem Bastel- und Spielpro­gramm zum Mitmachen und Spaß haben.
Zur Stärkung werden alle Pflegefamilien zu einem kostenlosen Imbiss und Softgetränk eingeladen.

Wo und Wann?
am Samstag, den 01. September 2018
im Zoologischer Garten von 11:00 bis 16:00 Uhr

Eingang Elefantentor (in der Budapester Straße, ca. 700 m vom S- und U-Bahnhof Zoologischer Garten)

Unsere Marktstände befinden sich rund um den Eisbärenbrunnen.

Wichtig: Aufgrund des besonderen Ortes ist die An­meldung am Eingang in diesem Jahr ein bisschen anders. Um das Ver­anstaltungs­bändchen für den kostenlosen Eintritt zu erhalten, müssen die Pflegefami­lien am Eingang Elefantentor eine Pflege­stellen-Bestätigung vorweisen. Das Bänd­chen ist nur für den Eintritt in den Zoo. Das Aqua­rium kann man damit nicht besuchen.

Die Essen-Bons erhalten alle Pflegefami­lien wieder am Stand ihres zuständigen Pflegekinderservice.

Im Zoologischen Garten gibt es sehr viel zu entdecken. Über die Webseite des Zoos können sich alle informieren und überle­gen, was sie sich am 18. Berliner Pflege­familientag unbedingt ansehen möchten.

Das wird ein langer und toller Tag!

Weitere Infos zur Veranstaltung: www.pflegefamilientag-berlin.de

30.09.2019
PE
Über 48.000 neu begonnene Hilfen zur Erziehung in Berlin und Brandenburg

Im Jahr 2018 wurde für 31.609 junge Menschen bzw. Familien in Berlin und 16.843 in Brandenburg eine Hilfe zur Erziehung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe neu gewährt. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, ist das gegenüber dem Vorjahr in Berlin eine Steigerung von 23,2 Prozent und in Brandenburg ein Rückgang von 4,4 Prozent. Über 44.000 Hilfen (Berlin: 28.183; Brandenburg: 15.903) wurden im Laufe des Jahres beendet und über 51.600 (Berlin: 32.572; Brandenburg: 19.065) Hilfen bestanden am Jahresende fort.

Unter den im Jahr 2018 beendeten und bestehenden Hilfen bildeten Erziehungsberatungen mit je 38,4 Prozent in Berlin und Brandenburg den Schwerpunkt. Heimerziehung und sonstige betreute Wohnformen standen mit 15,7 Prozent in Brandenburg und 16,5 Prozent in Berlin an zweiter Stelle.

Sozialpädagogische Familienhilfe wurde in Brandenburg in 14,0 Prozent und in Berlin in 12,6 Prozent der Fälle geleistet. In Brandenburg wurden über 4.100 Betreuungsfälle im Rahmen der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen erfasst. In Berlin waren es mehr als 6.500 Fälle.

Die erzieherischen Hilfen richten sich überwiegend an junge Menschen, zum Teil jedoch an Familien. Insgesamt erhielten mehr als 40.100 junge Menschen im Land Brandenburg und über 70.900 in Berlin Hilfen zur Erziehung, die von öffentlichen und freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe erbracht wurden.

Hauptgründe für die Hilfegewährung sind eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern bzw. Personensorgeberechtigten sowie die Belastung junger Menschen durch familiäre Konflikte.

Weitere Ergebnisse der Erzieherischen Hilfe, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen, Hilfe für junge Volljährige für die Länder Berlin und Brandenburg beinhaltet der Statistische Bericht K V 2 zum kostenfreien Herunterladen unter:

www.statistik-berlin-brandenburg.de

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung vom 30.9.2019

25.09.2019
PE
Einladung zum Film "Systemsprenger" am 19.10.2019

Die Stiftung zur Förderung von Pflegekindern Berlin lädt die Mitglieder des Arbeitskreises herzlich zur Filmvorführung „Systemsprenger“ ein.

Am 19. Oktober 2019 um 20:30 Uhr im Bundesplatzkino.

>>> Weitere Informationen und Anmeldung

06.09.2019
PE
Kindeswohlgefährdungen 2018: Jugendämter melden 10 % mehr Fälle / Rund 50.400 betroffene Kinder und Jugendliche

Im Jahr 2018 haben die Jugendämter in Deutschland bei rund 50.400 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung festgestellt. Das waren 10 % oder rund 4.700 Fälle mehr als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist dies nicht nur der höchste Anstieg, sondern auch der höchste Stand an Kindeswohlgefährdungen seit Einführung der Statistik im Jahr 2012. Insgesamt prüften die Jugendämter rund 157.300 Verdachtsfälle im Rahmen einer Gefährdungseinschätzung.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 06.09.2019

Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes zu finden unter: >>> www.destatis.de/pressemitteilungen

23.07.2019
PE
Mehr Berliner Verfahren zur Kindeswohlgefährdung, weniger in Brandenburg

20.856 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls führten die Jugendämter in Berlin und Brandenburg im Jahr 2018 durch. Davon waren 14.852 Berliner und 6.004 Brandenburger Kinder und Jugendliche betroffen. In Berlin stieg die Anzahl der Verfahren um 14 Prozent, während sie in Brandenburg um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr sank, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

Akut gefährdet waren in Berlin 21 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen. In diesen Fällen war eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten.
In 27 Prozent der Fälle lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Dabei konnte die Frage nach der gegenwärtig tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, aber es bestand weiterhin der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung bzw. eine Kindeswohlgefährdung konnte nicht ausgeschlossen werden.

In 26 Prozent der Fälle wurde zwar keine Gefährdung ermittelt, aber es bestand Hilfebedarf. In weiteren 26 Prozent der Fälle wurden weder Kindeswohlgefährdung noch Hilfebedarf festgestellt.

54 Prozent der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdungen in Berlin betrafen Vernachlässigung, 17 Prozent körperliche und 26 Prozent psychische Misshandlungen. In 4 Prozent der Fälle mussten Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet werden. Je Fall sind mehrere Arten der Gefährdung möglich.

Während in Berlin fast jede zweite Einschätzung eine akute oder latente Gefährdung ergab, führte im Land Brandenburg jede dritte Gefährdungseinschätzung zu einem dieser Ergebnisse.

Bei 19 Prozent der betroffenen Brandenburger Kinder und Jugendlichen lag eine akute und bei 17 Prozent eine latente Gefährdung vor. In je 32 Prozent der Fälle wurde keine Gefährdung ermittelt, es bestand jedoch Hilfebedarf bzw. es wurde keine Kindeswohlgefährdung ermittelt.

In über der Hälfte (1.589) der Brandenburger Fälle, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, sind die Kinder und Jugendlichen durch Vernachlässigung gefährdet. Anzeichen für körperliche und psychische Misshandlungen wurden in 417 (15 Prozent) bzw. 577 (21 Prozent) Fällen angegeben und eine Einschätzung, dass eine Gefährdung aufgrund sexueller Gewalt vorlag, betraf 136 Fälle (5 Prozent).

Häufig informierten Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft das Jugendamt (BE: 29 Prozent, BB: 18 Prozent). Auch anonyme Anzeigen gingen ein (BE: 7 Prozent, BB: 19 Prozent). Über Verwandte, Bekannte und Nachbarn wurden in Berlin 7 Prozent und in Brandenburg 12 Prozent der Verfahren initiiert.
In 20 Prozent der Berliner und in 12 Prozent der Brandenburger Fälle waren die Kita bzw. Tagespflegeperson oder die Schule die Auslöser. 10 Prozent der Berliner und Brandenburger Verfahren wurden durch die Minderjährigen bzw. Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst angestoßen.

Als Folge der Gefährdungseinschätzung wurden in Berlin für jedes achte und in Brandenburg für jedes fünfte Kind ambulante oder teilstationäre Hilfen zur Erziehung neu eingeleitet bzw. geplant. Unterstützung nach §§ 16-18 SGB VIII wurde für 1.459 Fälle in Berlin und 504 Fälle in Brandenburg gewährt. Hierbei handelt es sich um Leistungen zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie und Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung oder Scheidung sowie die Beratung und Unterstützung bei der Ausübung der Personensorge und des Umgangsrechts.

598 Berliner und 291 Brandenburger Kinder oder Jugendliche wurden im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahmen in Obhut genommen. In 1.111 Fällen in Berlin und 483 Fällen in Brandenburg musste das Familiengericht angerufen werden.

Weitere Ergebnisse der Gefährdungseinschätzungen nach § 8a SGB VIII für die Länder Berlin und Brandenburg beinhaltet der Statistische Bericht K V 10 zum kostenfreien Herunterladen unter: www.statistik-berlin-brandenburg.de.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 163 vom 23. Juli 2019

14.05.2019
Manchmal muss man neue Wege gehen

Der Landesverband Kindertagespflege Berlin wird erwachsen

Seit 1978 engagiert sich der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. sowohl für die Beratung und Förderung von Pflegefamilien und -kindern als auch für die Belange der Kindertagespflege. Bis 1990 hatten beide Bereiche im Jugendwohlfahrtsgesetz (JWG) die gleiche gesetz­liche Grundlage und in Berlin wurden die Vollzeitpflege und die Kindertagespflege in den Pflegekindervorschriften geregelt. Ab 1990 wurde im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) die Kindertagespflege im Abschnitt „Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kinder­tagespflege“ und die Vollzeitpflege im Abschnitt „Hilfe zur Erziehung“ verankert. Die Gemeinsamkeit, die bis dahin durch die gesetzliche Grund­lage des JWG bestanden hatte, fiel damit weg.

Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. hat für die Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Kindertagespflege viel erreicht und doch fragten sich nicht wenige, was denn ein Verein der Pflegekinderhilfe mit der Kindertagespflege zu tun hat. Um die Arbeit des Arbeits­kreises im Bereich der Kindertagespflege stärker zu betonen, wurde 2017 der Arbeitskreis zugleich Landesverband für Kindertagespflege Berlin. Der Landesverband profitierte von den langjährigen Erfahrungen, Vernetzungen und der Unterstützung des Arbeitskreises.

In Berlin, wie auch im gesamten Bundesgebiet, werden immer mehr Betreuungsplätze für Kinder benötigt. Die professionelle Kindertages­pflege ist heute in Berlin eine von Eltern geschätzte und stark nachgefragte Betreuungsform. In der Arbeit des Vorstandes nimmt sie immer größeren Raum ein. Um den Anforderungen der beiden Bereiche der Förderung von Pflegekindern und der Kindertagespflege gerecht zu werden, hat der Vorstand des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern beschlossen, dass der Landesverband für Kindertagespflege in Berlin und der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern sich neu aufstellen.

In Zukunft wird es einen eigenständigen VereinKindertagespflege Landesverband Berlin e.V.“ geben, der sich für die Kindertages­pflege einsetzt.

Zum Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.www.kindertagespflege-lv.berlin

Diese Eigenständigkeit hat für beide Bereiche unter anderem folgende Vorteile:

Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.

  • Mehr Kapazitäten, um sich dem wichtigen Bereich Kindertagespflege zu widmen
  • Ein klar erkennbares Profil
  • Bessere Möglichkeiten für Sponsoren und öffentliche Förderung
  • Eigene Fachtagungen
  • Mehr Kindertagespflegepersonen als Mitglieder zu gewinnen
  • Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für die Kindertagespflege

 
Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V.

  • Mehr Kapazitäten um dem Auftrag, der Förderung von Pflegekindern, gerecht zu werden
  • Ein schärferes Profil
  • Bessere Möglichkeiten zur Förderung von Aktivitäten für Pflegekinder und ihre Familien durch Sponsoren oder/und öffentliche Mittel
  • Eigene Fachtagungen und Beratungen für Pflegeeltern
  • Mehr Pflegeeltern als Mitglieder zu gewinnen
  • Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für Pflegekinder und Pflegeeltern


Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern empfiehlt seinen Mitgliedern, die Kindertagespflege anbieten, ab 1.1.2020 Mitglied in dem neuen Verein zu werden, damit es ein mitgliederstarker Verein wird, der sich dadurch besser für sie und die Kindertagespflege einsetzen kann. Die Mitgliedschaft im Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. kann zum 31.12.2019 gekündigt werden. Der Mitgliedsbeitrag wird genauso wie beim Arbeitskreis sein und auch die Versicherung kann durch den neuen Verein zu den gleichen Konditionen angeboten werden.

Auf der Mitgliederversammlung des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern, am 23. Mai 2019, werden wir die Stand­punkte des Vorstands nochmals vortragen und freuen uns darauf, mit Ihnen diesen Schritt zu diskutieren.

Der Vorstand
Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V.

11.05.2019
PE
RBB-Kultur-Debatte: Pflegeeltern dringend gesucht!

Wie ist die Situation in Berlin und Brandenburg?

Der Radiosender RBB-Kultur befasst sich in seiner Sendereihe „Zeitpunkte-Debatte“ am 11. Mai 2019 um 17:04 mit dem Thema „Pflegekinder“:

„In Deutschland steigt die Zahl der Kinder, die in Pflegefamilien aufwachsen. Die Anzahl wuchs laut Bundesregierung von rund 60 000 im Jahr 2008 auf rund 81 000. Weitere fast 100 000 Kinder und Jugendliche waren demnach 2017 in Heimen untergebracht. Ist das ein Alarmzeichen oder spricht es für eine erhöhte Sensibilität für das Kindeswohl, wie es das Bundesfamilienministerium einschätzt? Der Großteil der Kinder, die in Vollzeitpflege in Pflegefamilien leben, so die Statistik, kommt aus armen Verhältnissen - bedeutet Kinderarmut strukturelle Kindeswohlgefährdung, wie der kinder- und jugendpolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Norbert Müller, sagt?

Vor diesem Hintergrund wird die Zeitpunkte-Debatte die Situation von Pflegekindern und Pflegefamilien in Berlin und Brandenburg genauer beleuchten."

Studiogäste:
Birgit Mallmann, Geschäftsführerin von pik, Pflegekinder im Kiez GmbH Berlin Friedrichshain/Kreuzberg
Elke Wagner, Referentin für das Thema Grundsatzfragen - Hilfen zur Erziehung im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg
Peter Heinßen, Geschäftsführer der Familien für Kinder GmbH Berlin, Landesberatungsstelle Pflegekinderhilfe

>>> Zur Sendung www.rbb-online.de

09.05.2019
PE
Kinder und Jugendliche in Pflege- und Adoptivfamilien bei der Bewältigung früherer traumatischer Erfahrungen unterstützen - Projektteilnahme

Das Forschungsprojekt EMPOWERYOU will Kinder und Jugendliche in Pflege- und Adoptivfamilien bei der Bewältigung früherer traumatischer Erfahrungen unterstützen und dem Risiko zukünftiger Mobbing- und Gewalterfahrungen entgegenwirken.

Projektpartner des Verbundes sind: Universität Bremen | Medical School Berlin | Universität Bielefeld | Universität Karlsruhe | Universitätsklinikum Aachen

Das erste Teilprojekt startet schon bald mit Fokusgruppen, von denen die Hälfte durch die Medical School Berlin in Berlin durchgeführt werden sollen. In diesen Fokusgruppen wird zusammen diskutiert, welche Faktoren möglicherweise zu dem wiederholten Erleben von Gewalt und (Cyber-)Mobbing bei Kindern und Jugendlichen beitragen und welche Erfahrungen damit in der Vergangenheit gemacht worden sind.

Gesucht werden:

  • Pflege-und Adoptiveltern
  • Kinder im Alter von 8 bis 13 Jahren mit einem Fremdunterbringungshintergrund
  • Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren mit einem Fremdunterbringungshintergrund
     

In Berlin finden die Fokusgruppen für Jugendliche vom 13.05.2019 bis zum 27.05.2019 am späten Nachmittag/frühen Abend statt (Datum und Uhrzeit nach Absprache). Die Fokusgruppen für Pflege- und Adoptiveltern sowie für ihre Kinder (8 - 13 Jahre) finden parallel am 25.05.2019 und am 26.05.2019 (voraussichtlich von 10:00 bis ca. 13:30 Uhr) statt. Bei Bedarf können weitere Termine vereinbart werden.

Alle wichtigen Informationen zum Forschungsprojekt, den Fokusgruppen, den Zeitpunkten und Orten an denen die Treffen stattfinden, den angebotenen Aufwandsentschädigungen für die Teilnehmenden und den Kontaktdaten sind auf einem >>>Informationsblatt zusammengestellt.

Interessenten melden sich bitte bei der Projektkoordinatorin Dr. Betteke van Noort.
Email: betteke.van-noort@medicalschool-berlin.de, Telefon: 030 - 7668375 841.

02.05.2019
PE
Bundestagsanfrage zur Situation des Pflegekinderwesens

Aus der Beantwortung einer kleinen Anfrage im Bundestag geht hervor, dass die Zahl der Kinder in Pflegefamilien im Vergleich von 2008 zu 2017 von 60.347 auf 81.412 angestiegen ist. Die Zahl der Kinder in Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe nach § 34 SGB VIII stieg von 68.629 auf 99.952.

Zur Situation der Herkunftsfamilie des Pflegekindes geht aus der Beantwortung hervor, dass von den 69.575 andauernden Hilfen 38.473 Kinder vorher bei einem Elternteil lebte. Bei 23.575 Kindern lebten die Eltern zusammen bzw. lebte ein Elternteil mit neuer Partnerin/neuem Partner zusammen.

Von den 69.575 Herkunftsfamilien (2017) lebten 54.449 teilweise oder ganz von Arbeitslosengeld II (SGB II), bedarfsorientierter Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder von Sozialhilfe (SGB XII).

>>>Beantwortung der Bundestagsanfrage zur Situation des Pflegekinderwesens als PDF

02.05.2019
PE
„Wir suchen Eltern für die Kinder, nicht umgedreht“

Zum Thema Motivation und Vorbereitung von Pflegeeltern hat rbb|24 ein Interview mit Angelika Nitzsche, Mitarbeiterin der „Berliner Beratungsstelle Pflegekinderhilfe“, geführt und unter www.rbb24.de veröffentlicht.

Das Interview können Sie hier nachlesen: >>>www.rbb24.de

27.04.2019
PE
Pflegeeltern werden in Berlin dringend gesucht – Radio Eins- und RBB|24-Bericht

Radio Eins hat am 27.04.2019 in seinen stündlichen Samstag-Vormittag-Nachrichten berichtet, dass vor allem für kleine Kinder in Berlin dringend Pflegeeltern gesucht werden. Auf der Homepage von Radio Eins und RBB|24 wurde hierzu ein längerer Hintergrundartikel veröffentlicht:

Weil es an Pflegefamilien fehlt, kommen in Berlin mitunter auch Säuglinge und Kleinkinder in Heime. Dass sich nicht genügend Pflegeeltern finden, liegt nach Einschätzung von Experten vor allem am mangelnden Wohnraum.

In Berlin mangelt es an Pflegefamilien für Kinder und Jugendliche. "Jährlich fehlen etwa 500 Familien", sagte Peter Heinßen, Geschäftsführer der Familien für Kinder gGmbH, der Deutschen Presse-Agentur mit Verweis auf Schätzungen. Das Unternehmen betreibt unter anderem die Landesberatungsstelle Vollzeitpflege Berlin und unterstützt Pflegeeltern. Der enorme Bedarf könne aus verschiedenen Gründen nicht gedeckt werden. "Eines der wichtigsten Probleme ist derzeit der angespannte Wohnungsmarkt", so Heinßen.

Ende 2018 lebten laut Senatsverwaltung für Familie rund 2.400 Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien. 44,4 Millionen Euro gab das Land Berlin dafür aus. Die Zahl der untergebrachten Pflegekinder blieb demnach in den zurückliegenden Jahren stabil. "Die Berliner Jugendämter berichten aber, dass der Bedarf an Pflegefamilien/Pflegepersonen größer ist als der Bestand. Das betrifft vor allem die Unterbringung von Kindern unter sechs Jahren", bestätigt Sprecherin Iris Brennberger.

Umzug in größere Wohnung kaum noch möglich

Dass die Zahl der Pflegefamilien überhaupt gehalten werden könne, sei keine Selbstverständlichkeit. "Aus unterschiedlichen Gründen trauen sich immer weniger Familien die Aufnahme eines Pflegekindes zu", so Brennberger. Auch aus Sicht der Verwaltung spiele insbesondere das Wohnungsproblem eine Rolle. Noch vor einigen Jahren hätten sich Familien, die ein Kind aufnehmen wollten, einfach eine größere Wohnung gesucht. "Das ist heute kaum noch möglich", erläutert Heinßen.

Darüber hinaus fehle es auch an ausreichender Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. "Dafür muss Berlin deutlich mehr Geld in die Hand nehmen", fordert Heinßen. Eine Plakataktion reiche nicht aus. "Wir wissen, dass potenzielle Pflegeeltern etwa fünf Mal mit dem Thema in Kontakt kommen müssen, bevor sie sich dafür entscheiden, Pflegeeltern werden zu wollen. Laut Verwaltung wird regelmäßig für Pflegeeltern geworben.

Immer mehr Fälle von Kindeswohlgefährdungen

Die Gründe, warum Kinder aus ihren Familien genommen werden, sind unterschiedlich. "Drogen in allen Formen sind eines der wichtigsten Probleme. Manche Eltern sind auch einfach nicht in der Lage, ihre Kinder zu erziehen, weil sie selbst schon in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen sind", so Heinßen. Darüber hinaus seien psychische Erkrankungen der Mütter ein häufiger Grund. Gewalt in der Familie und Partnerschaftsprobleme sind laut Brennberger weitere Ursachen.

Laut der Sprecherin steigen die Zahlen der festgestellten Fälle von akuten und latenten Kindeswohlgefährdungen an. "Es ist aber fraglich, ob dies tatsächlich an einer Steigerung der Kindeswohlgefährdungen liegt", so Brennberger. Unter anderem sei die gesellschaftliche Sensibilität gewachsen. Auch die Kinderschutzverfahren in der Jugendhilfe seien weiterentwickelt worden, um Kindeswohlgefährdungen frühzeitiger zu erkennen.

Mehr als 6.000 Berliner Kinder und Jugendliche in Heimen

Alternativen zu Pflegefamilien sind Heime und Wohngruppen. Laut Amt für Statistik lebten Ende 2017 mehr als 6.000 Kinder und Jugendliche in Heimen. Doch diese Betreuungsformen seien für die Kinder schwierig. "Gerade für Säuglinge ist es sehr schwer, eine Bindung aufzubauen, wenn es mehrere verschiedene Bezugspersonen gibt", weiß Heinßen.

Die Unterbringung in Heimen sei für die Jugendämter allerdings unkomplizierter als die Arbeit mit Pflegefamilien, so Heinßen. Dennoch dürfe man den Ämtern nicht pauschal unterstellen, dass sie sich zu wenig Mühe machten. Es gebe dort auch sehr engagiertes Personal. In Berlin sind die Jugendämter und freie Träger für die Vermittlung zuständig.

Eine Rückkehr in die Herkunftsfamilie ist selten

Für die Erziehungsleistung bekommen Pflegeeltern monatlich 300 Euro. Hat das Kind einen erhöhten Förderbedarf, etwa durch Krankheiten wie ADHS oder das Fetale Alkoholsyndrom, steigt der Satz auf rund 960 Euro im Monat. Hinzu kommen Pauschalen für den Lebensunterhalt von rund 400 bis rund 560 Euro je nach Alter der Kinder und Jugendlichen. Für Weihnachten, Schulfahrten und andere Aktivitäten kommt eine monatliche Beihilfe von rund 50 Euro hinzu. Außerdem können Pflegeeltern für höhere Ausgaben weitere Zuschüsse beantragen.

Bei einer unbefristeten Vollzeitpflege leben die Kinder in der Regel bis zu ihrem 18. Lebensjahr oder der Verselbstständigung in der Pflegefamilie. Nur wenn sich die Verhältnisse in der Herkunftsfamilie für das Kind deutlich verbessert haben, kann es dorthin zurück - das passiert laut der Gesellschaft "Familien für Kinder" in etwa drei Prozent der Fälle.

Sendung: Radioeins, 27.04.2019, 10 Uhr

Quelle: >>>www.rbb24.de

05.04.2019
PE
In Berlin leben zurzeit ca. 2.400 Kinder in Pflegefamilien

Zum Stichtag 31.12.2018 lebten 2.401 Kinder in Pflegefamilien. 455 kleine Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren waren in stationären Einrichtungen untergebracht. Es ist davon auszugehen, dass für ca. 20 % dieser Kinder auch eine Pflegefamilie geeignet wäre (für ca. 90 Kinder). Dies geht aus der Beantwortung einer Anfrage im Abgeordnetenhaus durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hervor.

Zur Finanzierung der Vollzeitpflege führt die Senatsverwaltung aus, dass die Angemessenheit der Höhe der Pauschalen für den Lebensunterhalt des Kindes und die Kosten der Erziehung von der Senatsverwaltung regelmäßig geprüft werden. Derzeit wird eine Neufassung der Ausführungsvorschriften zum Pflegegeld in den Fachgremien der Pflegekinderhilfe diskutiert und befindet sich in Bearbeitung. Wie in einigen anderen Bundesländern wird angestrebt, dass sich die Pauschalen zum Lebensunterhalt auch in Berlin u.a. an den Empfehlungen des Deutschen Vereins orientieren.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie betont, dass die Gewinnung von geeigneten Pflegefamilien und die Erweiterung des möglichen Anteils an Pflegefamilien für den Senat einen hohen Stellenwert haben.

>>> Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Katrin Seidel (LINKE) zum Thema: „Finanzierung Vollzeitpflege“ und Antwort der Senatsverwaltung vom 25. März 2019 (pdf)

15.03.2019
PE
Auch bei der Mütterrente II bleiben viele Adoptiv- und Pflegeeltern außen vor

Mit dem Inkrafttreten der sog. Mütterrente II erhalten Mütter mit Kindern, die vor 1992 geboren wurden, etwas mehr Geld. Konkret wird ihnen ein zusätzlicher halber Rentenpunkt pro Kind zugestanden, was insgesamt 2,5 Rentenpunkte ausmacht und einer Mehrzahlung von monatlich 15,35 Euro (im Osten) bzw. 16,02 Euro (im Westen) entspricht. Für die Erziehung von Kindern, die ab 1992 geboren wurden, werden ohnehin drei Rentenpunkte angerechnet.

Ziel dieser Rentenreform sollte die Gleichstellung aller Eltern sein. Doch Adoptiv- und Pflegeeltern, die ein Kind erst nach dem 12. Lebensmonat aufgenommen hatten, wurden erneut übergangen, zugunsten einer für die Verwaltung einfachen Stichtagsregelung.

In einer Pressemitteilung vom 1.3.2019 fordert der PFAD Bundesverband den Gesetzgeber auf, in allen Fällen die tatsächlich erbrachten Erziehungsleistungen von Adoptiv- und Pflegemüttern rentenrechtlich anzuerkennen, auch wenn deshalb in Einzelfällen Doppelzahlungen erfolgen müssten.

Vom Gesetzgeber erwartet der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. eine Verbesserung der Regelung. Auch die Erziehungsleistungen sozialer Eltern müssen anerkannt werden. Denn viele Pflege- und Adoptiveltern stellten und stellen immer noch die eigene Erwerbstätigkeit zurück zugunsten der Sorge für Kinder, die einen schweren Start ins Leben hatten. Deren Erziehung erfordert oft ein überdurchschnittliches Maß an elterlicher Aufmerksamkeit, Förderung und Engagement.

Um die sog. Mütterrente als Adoptiv- bzw. Pflegeeltern für die eigene Erziehungsleistung erhalten zu können, rät der PFAD Bundesverband zur frühzeitigen Klärung des Rentenkontos, damit Kindererziehungs- und Berücksichtigungszeiten fairerweise dem Konto der tatsächlich Erziehenden zugerechnet werden.

Für bereits verrentete Pflege- und Adoptiveltern, die bisher keine Zuschläge für Kindererziehungszeiten erhalten, weil die Erziehung des Kindes erst nach dem 12. Lebensmonat begonnen hat, hat PFAD einen Musterantrag an den Rententräger ausgearbeitet, der auf der Homepage des Verbandes (www.pfad-bv.de) heruntergeladen werden kann.

Weitere Informationen unter www.pfad-bv.de

15.03.2019
PE
Umfrage zum PFAD Jahresthema 2019: „Entlastung von Pflege- und Adoptivfamilien“

In diesem Jahr hat sich der PFAD Bundesverband als Jahresthema die „Entlastung von Pflege- und Adoptivfamilien“ vorgenommen und fordert: Entlastung gehört dazu!

Um Ideen und einen Überblick über gute Praxis sammeln zu können, bittet der PFAD Bundesverband Pflege- und Adoptiveltern, ihre Selbsthilfegruppen sowie Fachkräfte aus Jugendämtern und von freien Trägern wieder um Mitwirkung.

Auszeiten, Unterstützung und das Abgeben von Aufgaben sind besonders in Pflege- und Adoptivfamilien vorbeugend und vor allem in Krisenzeiten wichtig. Pflege- und Adoptiveltern versuchen nach Kräften die Entwicklung ihrer Kinder zu fördern. Zwischen vielen Pflichten und Terminen sind sie stark gefordert und es bleibt im Alltag oft zu wenig Zeit für eigene Bedürfnisse und Regeneration. Auch Kinder profitieren von entlastenden Angeboten in ihrem leistungsorientierten Umfeld. Deshalb startet der PFAD Bundesverband die:

PFAD UMFRAGE 2019
Gesammelt werden gute Ideen und kreative Lösungen, die der Entlastung von Pflege- und Adoptivfamilien dienen.

  • Wie stärken sich Pflege- und Adoptiveltern im Alltag?
  • Was bieten Jugendämter und freie Träger zur Entlastung an?
  • Welche Entlastungsangebote organisieren Selbsthilfegruppen der Pflege- und Adoptivfamilien?

Beiträge werden erbeten an: redaktion@pfad-bv.de

11.03.2019
PE
Pfad-Fortbildung „Aktuelle Rechtsfragen zum Pflegekinderwesen“

Der PFAD FÜR KINDER Landesverband Berlin-Brandenburg der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. lädt am 06.04.2019 von 10 – 15 Uhr zu einer Fortbildung mit der Fachanwältin Ricarda Wilhelm zum Thema „Aktuelle Rechtsfragen zum Pflegekinderwesen“ nach Berlin-Rudow ein.

Behandelt werden die Themen:

  • Rechte und Pflichten von Pflegeeltern
  • Rückführung und Verbleib
  • Umgangsrecht
  • Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts
  • Überblick über aktuelle Gesetzesänderungen

Kinder können während der Veranstaltung nach Anmeldung betreut werden.

Anmeldeschluss ist der 22.03.2019.

>>> Veranstaltungsflyer

06.02.2019
Start des Bundesprogramms „ProKindertagespflege“

Die Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey will die Kindertagespflege weiter stärken und stellte am 1. Februar 2019 in Berlin das neue Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ vor: „Wo Bildung für die Kleinsten beginnt“. Im Rahmen eines gemeinsamen Besuchs der Kindertagespflegestelle von Angelika Sauermann hat sie der Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres die erste Förderzusage im neuen Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ übergeben. Das Land Berlin wird diese Förderzusage nutzen, um die Kindertagespflege weiter auszubauen und Tagesmütter und -väter dafür bestmöglich zu qualifizieren.

Die Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, die Kindertagespflegeperson Angelika Sauermann und die Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres bei der Präsentation (Foto: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie)

Weitere Informationen und einen Film zur Präsentation des neuen Bundesprogramms finden Sie hier: >>> www.bmfsfj.de

Weitere Bilder gibt es auf der Facebook Seite der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie: >>> www.facebook.com/senbjw

28.01.2019
PE
Petition: Schnellere Entscheidungen für das Kindeswohl

In der Kurzzeitpflege, Bereitschaftspflege und den Erziehungsstellen werden häufig Kinder zur Perspektivabklärung untergebracht. So schnell wie möglich, soll dann geklärt werden, ob das Kind zur Herkunftsfamilie zurückkehren kann, in einer Dauerpflegefamilie ein neues Zuhause findet oder ob eine andere Hilfe in Betracht kommt (in Berlin soll dies maximal 6 Monate dauern). In der Praxis beträgt dieser Zeitraum nicht selten mehr als ein Jahr, in dem die Kinder eine Bindung zu ihrer Pflegefamilie eingehen und der Wechsel aus der Pflegefamilie mit einem Bindungsabbruch verbunden ist.

Eine Pflegemutter aus Nordrhein-Westfalen hat jetzt eine Petition verfasst, in der eine schnellere Bearbeitung in Jugendämtern und Gerichten gefordert wird. Dafür müsste die Anzahl der Jugendamtsmitarbeiter/-innen und der Richter/-innen an den Amtsgerichten erhöht werden.

Wer diese Forderung unterstützen möchte, kann die Petition mitzeichnen.

>>> Zur Petition: Schnellere Entscheidungen für das Kindeswohl

07.01.2019
PE
Einladung zur Theateraufführung für Pflege- und Adoptivfamilien

Liebe Pflege- und Adoptiveltern,
KulturZeit lädt Sie und Ihre Kinder zu einer gemeinsamen Reise durchs Theater ein!

Am Samstag, den 26.01.2019, besuchen wir das Stück Robinson Crusoe (10+) im Theater an der Parkaue in Berlin-Lichtenberg.

Im Vorfeld blicken wir in einer Familienführung hinter die Kulissen des Hauses. Im Anschluss an die Vorstellung können wir die Schauspieler mit Fragen löchern, bevor wir den Abend bei Buffet und Getränken gemeinsam ausklingen lassen. Das Programm beginnt um 14:30 Uhr und endet um 19:30 Uhr.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldungen per E-Mail bis zum 10.01.2019 an Kulturzeit@kmm-hamburg.de.
Schnell sein lohnt sich, die Karten sind leider begrenzt. Sämtliche Kosten werden von der Gemeinnützigen Gesellschaft EmMi LuebesKind übernommen.

27.09.2018
PE
Berliner Pflegekinder auf Safari

1.688 Besucher/-innen beim 18. Berliner Pflegefamilientag am 01.09.2018

Foto vom Pflegefamilientag 2018 vergrößernDer diesjährige Pflegefamilientag fand im Berliner Zoo statt. Die ersten Besucher trafen bereits vor 11:00 Uhr ein und zum offiziellen Beginn um 11:00 Uhr bildete sich am Eingang Elefantentor in der Budapester Straße eine kleine Schlange. Nach kurzer Zeit, die Veranstaltungsbändchen wurden schnell ums Handgelenk gebunden, verschwand die Schlange im Zoo und machte sich auf den Weg zum Eisbärbrunnen. Das konnte schon etwas länger dauern, nicht dass der Weg so weit war, sondern es gab schon einiges zu sehen, Pelikane, Antilopen und wenn man etwas Glück hatte, die Löwen, deren Haus gerade renoviert wird. Auf halber Strecke legten viele Familien ein kleine Pause ein. Hier steht die Bronze-Skulptur des Gorillas Bobby, der am 30. März 1928 – im Alter von etwa zwei Jahren – als erster Gorilla in den Zoologischen Garten Berlin einzog. Die Kinder konnten sich auf den Sockel setzen und in Booby’s Arme schmiegen. Ein tolles Fotomotiv, das wohl jetzt auch in vielen Erinnerungsbüchern der Pflegekinder auftauchen wird.

Foto vom Pflegefamilientag 2018 vergrößernAm Eisbärbrunnen warteten an den Ständen der Pflegekinderdienste viele Spiel- und Bastelangebote auf die Pflegefamilien. Die Bezirksstadträtin Heike Schmitt-Schmelz des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf begrüßte mit Peter Heinßen, Geschäftsführer der Familien für Kinder gGmbH, die Pflegefamilien. Die Bezirksstadträtin dankte den Pflegeeltern für ihr Engagement:
„Ihre Verdienste als soziale Eltern mit einem öffentlichen Erziehungsauftrag sind für die Jugendhilfe und für unsere Gesellschaft von unschätzbarem Wert. Als Pflegeeltern verdienen Sie unsere uneingeschränkte Anerkennung, unsere Wertschätzung sowie unsere fachliche Unterstützung. Als Dank ist dieses Fest ganz Ihnen allen gewidmet! Mit allen meine ich Sie und alle Menschen in Ihrem privaten Lebensraum: Ihre leiblichen Kinder, Oma, Opa, Tante, Freunde … denn alle haben ihren Anteil daran, dass es dem Pflegekind in Ihrer Familie gut gehen kann.“

Es war wieder ein erlebnisreicher Tag und wir freuen uns schon auf den 19. Pflegefamilientag im nächsten Jahr. Fotos vom Pflegefamilientag können Sie sich hier ansehen: www.pflegefamilientag-berlin.de

24.09.2018
PE
Förderprogramm „Careleaver weltweit“ für Careleaver zwischen 17 und 28 Jahren

Die Drosos Stiftung und die Stiftung EmMi Luebeskind suchen Careleaver zwischen 17 und 28 Jahren, die ab Herbst 2019 für 3 bis 12 Monate an einem vollfinanzierten sozialen Freiwilligendienst in Europa oder dem Rest der Welt mit intensiver Vor- und Nachbetreuung teilnehmen möchten.

Bild "Careleaver weltweit"

Da man sich auf so etwas gedanklich und planerisch vorbereiten muss, möchten die Stiftungen bereits heute eine Einladung zur Interessenbekundung an interessierte Careleaver herausgeben, die ggf. im Herbst 2019 für 3 bis 12 Monate ins Ausland gehen möchten, um sich dort sozial zu engagieren. Das Projekt ist vorerst für mindestens drei Jahre geplant und jedes Jahr soll eine neue Gruppe Careleaver bei ihrem Auslandsaufenthalt in einem sozialen Projekt begleitet werden.

Careleaver können in einer E-Mail, unter dem Stichwort „Programm weltweit“, ihr grundsätzliches Interesse anmelden: info@stiftung-emmi-luebeskind.de. Diese Interessensbekundung ist erstmal völlig unverbindlich und stellt keine Bewerbung im klassischen Sinne dar!

>>> Infoblatt „Careleaver weltweit“

03.07.2018
PE
Deutlich weniger Verfahren zur Kindeswohlgefährdung in Berlin und Brandenburg

13.014 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls führten die Berliner Jugendämter im Jahr 2017 durch. In Brandenburg waren 6.637 Kinder und Jugendliche betroffen. Das waren in Berlin 16 Prozent und in Brandenburg 14 Prozent weniger als im Vorjahr, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

Eine akute Gefährdung wurde in Berlin bei 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen festgestellt. In diesen Fällen war eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten.

In 26 Prozent der Fälle lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Dabei konnte die Frage nach der gegenwärtig tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, aber es bestand weiterhin der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung bzw. eine Kindeswohlgefährdung konnte nicht ausgeschlossen werden.

In 27 Prozent der Fälle wurde zwar keine Gefährdung ermittelt, aber es bestand Hilfebedarf. In weiteren 27 Prozent der Fälle wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt.

54 Prozent der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdungen in Berlin betrafen Vernachlässigung, 18 Prozent körperliche und 25 Prozent psychische Misshandlungen. In 3 Prozent der Fälle mussten Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet werden. Je Fall sind mehrere Arten der Gefährdung möglich.

Während in Berlin fast jede zweite Einschätzung eine akute oder latente Gefährdung ergab, zeigte sich im Land Brandenburg ein anderes Bild: Hier führte nur jede dritte Gefährdungseinschätzung zu einem dieser Ergebnisse.

Bei 18 Prozent der Brandenburger Kinder und Jugendlichen lag eine akute und bei 17 Prozent eine latente Gefährdung vor. In 31 Prozent der Fälle wurde keine Gefährdung ermittelt, es bestand jedoch Hilfebedarf. In 34 Prozent der Fälle wurde keine Kindeswohlgefährdung ermittelt.

In fast der Hälfte (1.630) der Brandenburger Fälle, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, sind die Kinder und Jugendliche durch Vernachlässigung gefährdet. Anzeichen für körperliche und psychische Misshandlungen wurden in 476 bzw. 612 Fällen angegeben und eine Einschätzung, dass eine Gefährdung aufgrund sexueller Gewalt vorlag, betraf 110 Fälle.

Häufig informierten Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft das Jugendamt (BE: 28 Prozent, BB: 17 Prozent). Auch anonyme Anzeigen gingen ein (BE: 7 Prozent, BB: 17 Prozent). Über Verwandte, Bekannte und Nachbarn wurden in Berlin 10 Prozent und in Brandenburg 13 Prozent der Verfahren initiiert. In 19 Prozent der Berliner und in 11 Prozent der Brandenburger Fälle waren die Kita bzw. Tagespflegeperson oder die Schule die Auslöser. 9 Prozent der Berliner und 10 Prozent der Brandenburger Verfahren wurden durch die Minderjährigen bzw. Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst angestoßen.

Als Folge der Gefährdungseinschätzung wurden in Berlin für jedes sechste und in Brandenburg für jedes fünfte Kind ambulante oder teilstationäre Hilfen zur Erziehung neu eingeleitet bzw. geplant. Unterstützung nach §§ 16-18 SGB VIII wurde für 1.398 Fälle in Berlin und 613 Fälle in Brandenburg gewährt. Hierbei handelt es sich um Leistungen zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie und Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung oder Scheidung, sowie die Beratung und Unterstützung bei der Ausübung der Personensorge und des Umgangsrechts.

621 Berliner und 374 Brandenburger Kinder oder Jugendliche wurden im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahmen in Obhut genommen. In 890 Fällen in Berlin und 444 Fällen in Brandenburg musste das Familiengericht angerufen werden.

Weitere Ergebnisse der Gefährdungseinschätzungen nach § 8a SGB VIII für die Länder Berlin und Brandenburg beinhaltet der Statistische Bericht K V 10 zum kostenfreien Herunterladen unter:

www.statistik-berlin-brandenburg.de

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 3. Juli 2018

28.06.2018
PE
Einladung zum 18. Berliner Pflegefamilientag im Zoologischen Garten Berlin am Samstag, den 01. September 2018

Der diesjährige Berliner Pflegefamilientag findet am Samstag, den 01. September im Zoologischen Garten statt. Die Berliner Pflegefamilien können sich auf dieses ganz besondere Ereignis freuen.

Zur Seite www.pflegefamilientag-berlin.deDer Zoologische Garten ist der älteste Zoo in Deutschland und der artenreichste Zoo der ganzen Welt. Hier leben ca. 20.000 Tiere aus mehr als 1.350 Arten. Ganz besondere Highlights sind das Flusspferdhaus, wo man diese riesigen Tiere auch unter Wasser beobachten kann, die Pinguinwelt und dass es - einmalig in Deutschland - zwei Pandabären zu sehen gibt.

Im Zoo gibt es viele besondere Fütterungs-Shows, bei denen erklärt wird, was das Lieblingsessen der einzelnen Tiere ist und man kann zuschauen, wie es sich die Tiere schmecken lassen.

Kommentierte Fütterungen (kleine Auswahl):
• Elefanten 11:30 Uhr
• Gorillas 14:00 Uhr
• Flusspferde 14:30 Uhr
• Panda-Talk 11:00 und 16:00 Uhr

Auch auf dem Abenteuerspielplatz und im Streichelzoo kann man eine Menge erle­ben. Und an den Ständen der Pflegekin­derdienste gibt es wieder viele Attraktio­nen mit großem Bastel- und Spielpro­gramm zum Mitmachen und Spaß haben.
Zur Stärkung werden alle Pflegefamilien zu einem kostenlosen Imbiss und Softgetränk eingeladen.

Wo und Wann?
am Samstag, den 01. September 2018
im Zoologischer Garten von 11:00 bis 16:00 Uhr

Eingang Elefantentor (in der Budapester Straße, ca. 700 m vom S- und U-Bahnhof Zoologischer Garten)

Unsere Marktstände befinden sich rund um den Eisbärenbrunnen.

Wichtig: Aufgrund des besonderen Ortes ist die An­meldung am Eingang in diesem Jahr ein bisschen anders. Um das Ver­anstaltungs­bändchen für den kostenlosen Eintritt zu erhalten, müssen die Pflegefami­lien am Eingang Elefantentor eine Pflege­stellen-Bestätigung vorweisen. Das Bänd­chen ist nur für den Eintritt in den Zoo. Das Aqua­rium kann man damit nicht besuchen.

Die Essen-Bons erhalten alle Pflegefami­lien wieder am Stand ihres zuständigen Pflegekinderservice.

Im Zoologischen Garten gibt es sehr viel zu entdecken. Über die Webseite des Zoos können sich alle informieren und überle­gen, was sie sich am 18. Berliner Pflege­familientag unbedingt ansehen möchten.

Das wird ein langer und toller Tag!

Weitere Infos zur Veranstaltung: www.pflegefamilientag-berlin.de

26.06.2018
Berliner Träger aus dem sozialen Bereich positionieren sich für Menschenrechte und eine demokratische Kultur

In einer Erklärung haben jetzt Träger sozialer Einrichtungen und demokratischer Projekte in Berlin klar Position bezogen: gegen (extrem) rechte, rechtspopulistische und menschenverachtende Einstellungen und für eine solidarische, inklusive und demokratische Stadtgesellschaft.

Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V., Familien für Kinder gGmbH und die proFam gGmbH unterstützen diese Initiative und haben die Erklärung mitunterzeichnet.

>>> Zur Erklärung der Berliner Träger „Für Menschenrechte und eine demokratische Kultur“

08.06.2018
Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. hat einen neuen Vorstand und Beirat

Am 7. Juni 2018 fand die diesjährige Mitgliederversammlung statt. Der Vorstand berichtete über die Aktivitäten und Highlights 2017 und der Bericht der Kassenprüfer wurde vorgetragen. Sie hatten keine Beanstandung und empfahlen der Mitgliederversammlung die Entlastung des Vorstands. Die Mitgliederversammlung hat den Vorstand dann einstimmig entlastet. In diesem Jahr standen wieder Vorstands- und Beiratswahlen an und ein neuer Vorstand und Beirat wurde gewählt:

Vorstand:
Vorsitzende: Petra Schrödel
stellvertretende Vorsitzende: Carina Kleineidam
stellvertretende Vorsitzender: Kerstin Höchst
Vorstandmitglied: Angelika Sauermann
Vorstandmitglied: Carmen Thiele

Beirat:
Edda Gerstner
Uschi Lehmann

 Vorstand nach Mitgliederversammlung 2018

Angelika Sauermann, Uschi Lehmann, Carina Kleineidam, Kerstin Höchst, Petra Schrödel, Edda Gerstner und Carmen Thiele nach der Wahl zum Vorstand und Beirat (von links nach rechts)

07.06.2018
KitaKrise in Berlin – Eltern werden aktiv

Wir brauchen mehr Kindertagesbetreuungsplätze in Kitas und in der Kindertagespflege. Deswegen haben Berliner Eltern mit Freundinnen* eine kinderfreundliche Demo am Samstag den 26.05.2018 organisiert, um auf das Problem der fehlenden Kindertagesbetreuungsplätze aufmerksam zu machen.

Die Demonstration war mit rund 3.500 Teilnehmern (Eltern, Kinder, Erzieher und Gewerkschafter) ein großer Erfolg. Viele Medien berichteten.

Die Initiative ist weiterhin aktiv. Informationen finden Sie im Internet unter:

www.Kitakriseberlin.org und www.facebook.com/KitakriseBerlin

20.04.2018
PE
Nählabor für 8- bis 14-jährige Berliner Pflegekinder

Wie wird aus einer alten Jeans eine neue Tasche?

Im Nählabor von Patenkinder Berlin können Pflegekinder eine Umhängetasche aus einer alten Jeans, ein Beanie oder einen Loop Schal aus einem T-Shirt nähen. Sie können aber auch eigene Gestaltungsideen mitbringen und werden bei der Umsetzung unterstützt. Es gibt auch Filz oder bunten Baumwollstoff und ein paar Schnitte z.B. für eine kleine Tasche, einen einfachen Rock oder eine Handyhülle.

Eine Pflegemutter, die gelernte Schneiderin ist und viel Erfahrung mit kreativen Ideen rund ums Nähen hat, unterstützt die Pflegekinder bei der Umsetzung.

An drei Terminen können die oben genannten Vorschläge umgesetzt oder eigene Ideen verwirklicht werden. Wenn die Kinder an einem Tag nicht fertig werden, können sie einfach beim nächsten Termin an ihrem Stück weiterarbeiten. Es macht riesigen Spaß, gemeinsam zu nähen und sich gegenseitig Anregungen zu geben.

Das Nählabor hat an folgenden Tagen geöffnet:
Samstag, 26.5.2018
Samstag, 23.6.2018
Samstag, 29.9.2018
jeweils von 12:00 bis 14:30 Uhr.

WO
Familien für Kinder gGmbH, Stresemannstr. 78, 10963 Berlin

KOSTEN
7,50 € pro Veranstaltung (diese können auch bei der Pflegekasse abgerechnet werden, wenn Ihr Kind Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen hat)

Infos und Anmeldung unter
Tel. 030 / 21002128
info@familien-fuer-kinder.de

15.03.2018
PE
Schreib doch mal einen Artikel zum Thema „Mitreden im Jugendamt“

Einladung an alle Kinder und Jugendlichen in Pflegefamilien, Heimen und Wohngruppen

Die „Heim und ErzieherInnen Zeitschrift“ HEZ soll im Sommer mit Artikeln von Kindern und Jugendlichen rund um das Thema „Mitreden im Jugendamt“ erscheinen:
Hört man Dir zu? Wie findest Du Dein Hilfeplangespräch? Kannst Du sagen, was Du wirklich möchtest oder nur das, was die Erwachsenen hören wollen? Wie war’s beim letzten Mal? Schreib einen Artikel, einen Comic, male ein Bild o.ä. Die Zeitschrift gibt Eure Botschaften an die Politiker/-innen in Berlin und Brandenburg, die Bezirke und den Senat weiter.

Für jede veröffentlichte Einsendung gibt’s einen 15 € Gutschein von den Yorck-Kinos.

Wer will, kann auf der Webseite www.hez-igfh.de nachschauen, worüber und wie die HEZ sonst schreibt.

Alle Einsendungen bitte an: Manfred Jannicke, nhw@nhw-ev.de

10.01.2018
PE
Broschüre "Nach der Jugendhilfe auf eigenen Beinen stehen! Tipps und Tricks für Deinen Start ins selbstständige Leben"

Careleaver-Broschüre-Banner

Zum Abschluss des Projektes Careleaver Kompetenznetz ist jetzt eine Broschüre für Jugendliche, die vor der Verselbstständigung stehen, erschienen. In der Broschüre finden die Jugendlichen neben den Texten und Bildern von Careleavern und Careleaverinnen auch Texte von erfahrenen pädagogischen Fachkräften, die hilfreich sein könnten. Außerdem finden sie: Webadressen, Rezepte, Interviews und vieles mehr. Die Autoren und Autorinnen hoffen, dass die Broschüre den Start „ins eigene Leben“ erleichtert.

Bestellt werden kann die Broschüre unter info@familien-fuer-kinder.de

Die Broschüre ist kostenlos, jedoch müssen die Versandkosten gezahlt werden.

03.12.2017
PE
Fortbildungsprogramm der Familien für Kinder gGmbH für Pflegeeltern und Adoptiveltern 2018

Wir freuen uns, Ihnen unser umfangreiches Fortbildungsangebot für das Jahr 2018 präsentieren zu können! Es soll Ihren Familienalltag bereichern und unterstützen. Die Angebote richten sich an Pflegeeltern und Adoptiveltern. Mitunter können auch Fachkräfte teilnehmen – bitte sprechen Sie uns an.

Fortbildungsprogramm Pflegeeltern und Adoptiveltern 2018Die besonderen Seminare für verwandte Pflegeeltern haben sich auch 2017 bewährt. Deshalb werden in diesem Jahr wiederum zwei Seminare speziell für die Verwandtenpflege angeboten. Sie finden diese Veranstaltungen unter den Titeln: „Oma, Opa, Onkel, Tante ...“ und „Ich/Wir wollte/n helfen – und nun?“ Die Fortbildungen werden verwandten Pflegeeltern für die Grundqualifizierung angerechnet.

Für Pflegeeltern mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten bieten wir im September 2018 zwei Fortbildungen an.

Relativ neu im Programm ist zudem die Veranstaltung „Digitale Medien“. Wir empfehlen diese gern allen Pflege- und Adoptiveltern, die nicht genau wissen, was sie ihren Kindern/Jugendlichen erlauben können/sollen oder wann sie wachsam sein müssen.

Unsere Veranstaltungen sollen dabei unterstützen, auf die besonderen Bedürfnisse von Pflege- bzw. Adoptivkindern in geeigneter Weise eingehen zu können und Herausforderungen gut zu bewältigen.

Erfahrene, qualifizierte Fortbildner/-innen führen die Seminare teilnehmer- und praxisorientiert durch. Wir arbeiten mit Hilfe vielfältiger Methoden, sodass erworbenes Wissen gut behalten und in den Alltag integriert werden kann und unsere Teilnehmer/-innen (hoffentlich) mit Freude dazulernen.

Für Pflegeeltern aus den Bezirken Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf, wird die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen für die Grundqualifizierung für Pflegeeltern anerkannt. Hierfür sind die Veranstaltungen den Bereichen Basis-Thema bzw. Wahlpflicht zugeordnet. Sie finden unter Anmerkungen die Stundenzahl, die jeweils für die Grundqualifizierung angerechnet wird.

Pflegeeltern aus Marzahn-Hellersdorf bekommen grundsätzlich jährlich drei Veranstaltungen über ihr Jugendamt finanziert.

Wenn Sie Interesse an einem Aufbaukurs für die Krisenunterbringung haben, können Sie sich gern melden. Der Kurs kann stattfinden, wenn sich genügend Teilnehmer/-innen melden.

Falls Sie Interesse an diesem Kurs haben, senden Sie uns bitte eine Mail an
fortbildungszentrum@familien-fuer-kinder.de

Die meisten Kurse können für eine feste Teilnehmergruppe auch außerhalb des Programmes gebucht werden. Senden Sie dazu bitte eine Mail an matthes@familien-fuer-kinder.de, damit wir Ihnen ein Angebot zusenden können.

Wir heißen alle Pflege- und Adoptiveltern in unseren Seminaren herzlich willkommen!

Ihr Team von Familien für Kinder

>>> Zu den Fortbildungen 2018 für Pflegeeltern und Adoptiveltern mit Online-Anmeldung

22.11.2017
Tagung „Gastfamilien, Paten- und Vormundschaften für junge Geflüchtete“ am 8.12.2017 in Berlin

In der Abschlusstagung werden Ergebnisse und Erkenntnisse des Modellprojekts „Gastfamilien, Paten- und Vormundschaften“ aus Sicht der beiden Projektträger (Diakonie Deutschland und Kompetenzzentrum Pflegekinder e.V.) sowie der beteiligten Jugendhilfeträger vorgestellt.

In sechs Foren wird zu einzelnen thematischen Projektschwerpunkten aus der Praxis berichtet. Prof. Dr. Klaus Wolf (Universität Siegen) wird die wissenschaftliche Evaluation vorstellen und daraus resultierende Impulse für die Jugendhilfe präsentieren. Eine Gesprächsrunde mit Teilnehmenden aus der Praxis öffentlicher und freier Träger reflektiert die Erkenntnisse und gibt weitere Anregungen. Abschließend werden fachliche Empfehlungen zur Weiterentwicklung zusammengefasst.

Die Tagung wendet sich gleichermaßen an Praktiker/-innen und interessiertes Fachpublikum.

Freitag, 08.12.2017, 10:00 bis 16:00 Uhr
Diakonie Deutschland, Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin

Anmeldung bis zum 1.12.2017 unter: www.familien-fuer-junge-fluechtlinge.de

20.11.2017
PE
Jugendämter leiten immer häufiger Heimerziehung ein

Für 53 300 Kinder oder Jugendliche in Deutschland haben die Jugendämter im Jahr 2016 eine Erziehung in einem Heim oder in einer anderen betreuten Wohnform eingeleitet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum heutigen Internationalen Tag der Kinderrechte mitteilt, waren das 20 % mehr neue Heimerziehungen als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2014 betrug der Zuwachs sogar 50 %. 

Besonders stark war der Anstieg in der Altersgruppe der männlichen 16- und 17-Jährigen: Hier hat sich die Zahl der begonnenen Heimerziehungen von 7 000 im Jahr 2014 über 14 400 im Jahr 2015 auf 21 600 mehr als verdreifacht. Damit stellten diese Altersjahrgänge mehr als die Hälfte (57 %) aller begonnenen Hilfen für Jungen und junge Männer. Ein Grund für das Plus dürfte die hohe Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge der letzten Jahre sein.

Kinder, die zu ihrem eigenen Schutz oder aufgrund widriger Umstände nicht mehr in der Familie versorgt werden können, haben nach Artikel 20 der UN-Kinderrechtskonvention einen Anspruch auf staatlichen Schutz und Beistand. Dazu zählt auch die Sicherstellung ihrer Betreuung in Heimen oder anderen Wohnformen. Nach Artikel 22 der Konvention gilt dies gleichermaßen für Flüchtlingskinder, die von der Familie getrennt leben.

Weitere Ergebnisse zur Inanspruchnahme von Heimerziehungen oder anderen Hilfen zur Erziehung und damit auch zur Umsetzung diverser UN-Kinderrechte in Deutschland stehen auf der Internetseite des statistischen Bundesamtes im Bereich Publikationen zur Verfügung:

>>> www.destatis.de

Quelle: Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes Nr. 420 vom 20.11.2017

26.06.2019
TM
Aktuelle News zur Kindertagespflege jetzt auf der Seite des Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.

Aktuelle Informationen zur Kindertagespflege finden Sie ab sofort auf der Homepage des Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.:

>>> www.kindertagespflege-lv.berlin

14.05.2019
Manchmal muss man neue Wege gehen

Der Landesverband Kindertagespflege Berlin wird erwachsen

Seit 1978 engagiert sich der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. sowohl für die Beratung und Förderung von Pflegefamilien und -kindern als auch für die Belange der Kindertagespflege. Bis 1990 hatten beide Bereiche im Jugendwohlfahrtsgesetz (JWG) die gleiche gesetz­liche Grundlage und in Berlin wurden die Vollzeitpflege und die Kindertagespflege in den Pflegekindervorschriften geregelt. Ab 1990 wurde im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) die Kindertagespflege im Abschnitt „Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kinder­tagespflege“ und die Vollzeitpflege im Abschnitt „Hilfe zur Erziehung“ verankert. Die Gemeinsamkeit, die bis dahin durch die gesetzliche Grund­lage des JWG bestanden hatte, fiel damit weg.

Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. hat für die Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Kindertagespflege viel erreicht und doch fragten sich nicht wenige, was denn ein Verein der Pflegekinderhilfe mit der Kindertagespflege zu tun hat. Um die Arbeit des Arbeits­kreises im Bereich der Kindertagespflege stärker zu betonen, wurde 2017 der Arbeitskreis zugleich Landesverband für Kindertagespflege Berlin. Der Landesverband profitierte von den langjährigen Erfahrungen, Vernetzungen und der Unterstützung des Arbeitskreises.

In Berlin, wie auch im gesamten Bundesgebiet, werden immer mehr Betreuungsplätze für Kinder benötigt. Die professionelle Kindertages­pflege ist heute in Berlin eine von Eltern geschätzte und stark nachgefragte Betreuungsform. In der Arbeit des Vorstandes nimmt sie immer größeren Raum ein. Um den Anforderungen der beiden Bereiche der Förderung von Pflegekindern und der Kindertagespflege gerecht zu werden, hat der Vorstand des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern beschlossen, dass der Landesverband für Kindertagespflege in Berlin und der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern sich neu aufstellen.

In Zukunft wird es einen eigenständigen VereinKindertagespflege Landesverband Berlin e.V.“ geben, der sich für die Kindertages­pflege einsetzt.

Zum Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.www.kindertagespflege-lv.berlin

Diese Eigenständigkeit hat für beide Bereiche unter anderem folgende Vorteile:

Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.

  • Mehr Kapazitäten, um sich dem wichtigen Bereich Kindertagespflege zu widmen
  • Ein klar erkennbares Profil
  • Bessere Möglichkeiten für Sponsoren und öffentliche Förderung
  • Eigene Fachtagungen
  • Mehr Kindertagespflegepersonen als Mitglieder zu gewinnen
  • Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für die Kindertagespflege

 
Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V.

  • Mehr Kapazitäten um dem Auftrag, der Förderung von Pflegekindern, gerecht zu werden
  • Ein schärferes Profil
  • Bessere Möglichkeiten zur Förderung von Aktivitäten für Pflegekinder und ihre Familien durch Sponsoren oder/und öffentliche Mittel
  • Eigene Fachtagungen und Beratungen für Pflegeeltern
  • Mehr Pflegeeltern als Mitglieder zu gewinnen
  • Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für Pflegekinder und Pflegeeltern


Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern empfiehlt seinen Mitgliedern, die Kindertagespflege anbieten, ab 1.1.2020 Mitglied in dem neuen Verein zu werden, damit es ein mitgliederstarker Verein wird, der sich dadurch besser für sie und die Kindertagespflege einsetzen kann. Die Mitgliedschaft im Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. kann zum 31.12.2019 gekündigt werden. Der Mitgliedsbeitrag wird genauso wie beim Arbeitskreis sein und auch die Versicherung kann durch den neuen Verein zu den gleichen Konditionen angeboten werden.

Auf der Mitgliederversammlung des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern, am 23. Mai 2019, werden wir die Stand­punkte des Vorstands nochmals vortragen und freuen uns darauf, mit Ihnen diesen Schritt zu diskutieren.

Der Vorstand
Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V.

09.05.2019
TM
Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 11. Mai

Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Die Berliner Tagesmütter und Tagesväter laden wieder alle Eltern zum Tag der offenen Tür ein. Am Samstag, 11. Mai 2019, können sich Besucher und Besucherinnen von 14 bis 18 Uhr informieren, was die Kindertagespflege alles kann und leistet. Auch Personen, die sich für die Tätigkeit in der Kindertagespflege interessieren und vielleicht selbst Tagesmutter- oder -vater werden wollen, sind herzlich willkommen. Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, hat die Schirmherrschaft für den Tag der offenen Tür übernommen. Veranstalter ist der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. Sigrid Klebba, Staatssekretärin für Jugend und Familie, wird am 11. Mai um 13 Uhr die Kindertagespflegestelle „Krabbelkiste“, Strelitzer Straße 72, 10115 Berlin, besuchen. Christine Abu Saiba und Lizi Dombele, eine staatlich anerkannte Erzieherin und eine ausgebildete Tagesmutter, betreuen dort zehn Kinder im Alter zwischen zwölf Monaten und drei Jahren.

Sandra Scheeres: „Besonders für die Kleinsten ist die Kindertagespflege ein sehr geeignetes Angebot. Tagesmütter und Tagesväter betreuen und fördern die Kinder liebevoll, professionell und in einer kleinen Gruppe. Wie Kita-Fachkräfte arbeiten auch Tagespflegepersonen nach dem Berliner Bildungsprogramm und mit dem Sprachlerntagebuch. Viele Eltern schätzen an der Kindertagespflege den familiären Rahmen und engen Austausch mit den Betreuungspersonen.“

In Berlin werden derzeit rund 6.200 Kinder von rund 1.600 Tagespflegepersonen betreut. Eine Kindertagespflegeperson kann maximal fünf Kinder betreuen. In einer Verbundpflege können von zwei Tagesmüttern bis zu zehn Kinder betreut werden. Die Arbeit und Räume der Tagesmütter und Tagesväter werden vom Jugendamt regelmäßig überprüft.

Weitere Informationen und eine Liste der Kindertagespflegestellen, die sich am Tag der offenen Tür beteiligten, unter www.guck-an-kindertagespflege.de

Quelle: Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vom 08.05.2019

22.03.2019
TM
Grußwort der Familiensenatorin Sandra Scheeres zum 6. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege


Liebe Tagespflegepersonen,

sehr gern habe ich auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft für den 6. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 11.05.2019 übernommen.

Die Förderung von Kindern in Kindertagespflege ist in Berlin, neben der Förderung in Kindertageseinrichtungen, eine wichtige Betreuungsform. In Berlin werden vor allem kleine Kinder unter drei Jahren in Kindertagespflege betreut. Aber auch für ältere Kinder kann sie eine Betreuungsmöglichkeit darstellen, wenn sie zum Beispiel in einer kleinen altersgemischten Verbundtagespflegestelle gefördert werden sollen, oder wenn Kinder mit besonderem individuellen Förderbedarf einen geschützten Betreuungsplatz benötigen.

Tagespflegepersonen unterstützen Familien durch die flexible, familiennahe Förderung der Kinder. Sie sind den Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf behilflich. Damit diese Form der Kinderbetreuung allen, die zu einem guten Gelingen beitragen können, noch besser bekannt wird, sollen die Besonderheiten der Kindertagespflege durch den 6. Tag der offenen Tür noch einmal allen Bürgern, Unternehmen und Institutionen dieser Stadt nahe gebracht werden.

Sie, als Tagespflegepersonen, unterstützen mit Ihrer Arbeit die Betreuungsvielfalt in unserer Stadt. Sie bieten Familien die Chance, zum Teil auch bei außergewöhnlichen Betreuungsbedarfen oder -zeiten einen geeigneten Platz zu finden. Damit unterstützen Sie die familien- und kinderfreundlichen Angebote in unserer Stadt. Gerade für die kleinsten Kinder bieten Sie Verlässlichkeit und Bindung und stehen den Eltern mit Hilfe und Rat zur Seite. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern fördert die Entwicklung der Kinder, die aus den unterschiedlichsten Kulturen und Herkunftsländern hier in kleinem Kreis zusammenkommen. Das gemeinschaftliche Aufwachsen und die frühe Beteiligung der Kinder fördert deren spätere Entwicklung. Ihre Arbeit nach dem Berliner Bildungsprogramm und mit dem Berliner Sprachlerntagebuch zeugt von hoher Qualität. Sie legen mit Ihrer Arbeit gerade für die Jüngsten wichtige Bildungsgrundlagen, die die Chancengleichheit für alle Kinder erhöhen.

In den vergangenen Jahren hat sich die Kindertagespflege weiter professionalisiert. Das ist auch Ihren Qualifizierungs- und Fortbildungsanstrengungen zu verdanken. Mein Haus unterstützt diese Entwicklung unter anderem dadurch, dass es sich für das neue Bundesprogramm ProKindertagespflege beworben hat und als erster Modellstandort in Deutschland ausgewählt wurde. Dieses neue Programm soll die Qualität und das Renommee weiter anheben und den Tagespflegepersonen neue Entwicklungsmöglichkeiten bieten.

Ich danke Ihnen und den teilnehmenden Tagespflegepersonen sehr für Ihr Engagement und wünsche Ihnen für diesen Tag viel Spaß und Erfolg.

Sandra Scheeres
Senatorin für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin

>>> Informationen für alle Kindertagespflegepersonen, die mitmachen wollen

>>> Liste der geöffneten Kindertagespflegestellen unter www.guck-an-kindertagespflege.de

06.02.2019
Start des Bundesprogramms „ProKindertagespflege“

Die Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey will die Kindertagespflege weiter stärken und stellte am 1. Februar 2019 in Berlin das neue Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ vor: „Wo Bildung für die Kleinsten beginnt“. Im Rahmen eines gemeinsamen Besuchs der Kindertagespflegestelle von Angelika Sauermann hat sie der Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres die erste Förderzusage im neuen Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ übergeben. Das Land Berlin wird diese Förderzusage nutzen, um die Kindertagespflege weiter auszubauen und Tagesmütter und -väter dafür bestmöglich zu qualifizieren.

Die Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, die Kindertagespflegeperson Angelika Sauermann und die Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres bei der Präsentation (Foto: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie)

Weitere Informationen und einen Film zur Präsentation des neuen Bundesprogramms finden Sie hier: >>> www.bmfsfj.de

Weitere Bilder gibt es auf der Facebook Seite der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie: >>> www.facebook.com/senbjw

18.01.2019
TM
6. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 11. Mai 2019 von 14:00 bis 18:00 Uhr

Für alle, die mitmachen wollen:

In diesem Jahr ist das Verfahren etwas an­ders als in den vergangenen Jahren. Die Kindertagespflegestellen, die am 11. Mai öffnen möchten, melden sich bitte beim Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekin­dern e.V.:

ktp@arbeitskreis-pflegekinder.de

Die E-Mail-Adresse wurde speziell für den Tag der offenen Tür eingerichtet.

Folgende Informationen muss die E-Mail enthalten:

  • Name der Kindertagespflegestelle,
  • Vorname und Name der Kindertages­pflegeperson(en),
  • Anschrift der Kindertagespflegestelle (Straße, Postleitzahl, Ort),
  • Bezirk von Berlin, in dem sich die Kin­dertagespflegestelle befindet,
  • Telefon-Nr.,
  • E-Mail-Adresse,
  • wenn es eine Homepage gibt, dann auch die Homepage-Adresse.


Die Angaben werden, nach Bezirken ge­ordnet, auf der schon bestehenden Web­seite veröffentlicht: www.guck-an-kindertagespflege.de

Logo "guck an Kindertagespflege"

ACHTUNG: Wer im letzten Jahr schon da­bei war und wieder mitmachen möchte, muss sich nicht noch einmal anmelden. Wer aber 2019 nicht teilnehmen kann, der melde sich bitte beim Arbeitskreis zur För­derung von Pflegekindern e.V. per Mail ab: ktp@arbeitskreis-pflegekinder.de

Werbematerial und alle weiteren Infos kön­nen über die jeweiligen Bezirksgruppen an­gefordert werden (Verteilung beim Treffen der Überbezirklichen Gruppe).

Die Öffnungszeit von 14:00 bis 18:00 Uhr am 11. Mai 2019 ist für alle verbindlich!

Wir freuen uns auf einen erfolgreichen 6. Tag der offenen Tür in der Berliner Kinder­tagespflege und wünschen allen viel Spaß.

Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V.
zugleich Landesverband Kindertagespflege Berlin

19.10.2018
TM
Krankenversicherungsbeiträge: Neue Regelung für Kindertagespflegepersonen ab 1.1.2019

Der Deutsche Bundestag hat am 18.10.2018 das Gesetz zur Beitragsentlastung der Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Versichertenentlastungsgesetz – GKV-VEG) beschlossen. Das Gesetz tritt in den Kernpunkten am 1. Januar 2019 in Kraft. Es ist im Bundesrat nicht zustimmungspflichtig. 

Durch die neue gesetzliche Regelung werden freiwillig versicherte Selbstständige ab 2019 bei den Mindestbeiträgen den übrigen freiwillig Versicherten gleichgestellt. Wer im Jahr 2019 ein steuerpflichtiges Einkommen bis 1.038,33 Euro hat, muss für die Krankenversicherung nur den Mindestbeitrag zahlen.

Beträgt das steuerpflichtige Einkommen mehr als 1.038,33 Euro, so ergibt sich ein Beitragssatz von 14 % ohne oder 14,6 % mit Krankentagegeldversicherung.

Diese Regelung gilt ab 1.1.2019 auch für Kindertagespflegepersonen.

02.10.2018
TM
Workshop „Nachhaltige Verpflegung mit Bio-Lebensmitteln in der Tagespflege“ am Samstag, dem 03. November 2018 von 10:00 bis 14:30 Uhr

Die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V. veranstaltet einen Workshop zum Thema „Nachhaltige Verpflegung mit Bio-Lebensmitteln in der Tagespflege“.

Zum Beginn des Workshops werden die Grundprinzipien der ökologischen Landwirtschaft und ihre Besonderheiten vorgestellt. Im weiteren Verlauf wird der Frage nachgegangen, „Was genau für eine ausgewogene, altersgerechte Ernährung zu beachten ist und wie diese sich auf die Essentwicklung bei Kleinkindern auswirkt“. Außerdem gibt es einen praktischen Teil, in dem gekocht wird. Anschließend werden die Speisen gemeinsam verkostet.

Zeit: Samstag 03. November 2018 von 10:00 bis 14:30 Uhr

Ort: Kichererbse – Kochstudio und Ernährungsberatung, Otawistraße 1, 13351 Berlin

Der Workshop ist kostenfrei. Wegen der begrenzten Plätze ist eine Anmeldung bis zum 26. Oktober 2018 per Fax oder E-Mail erforderlich.

>>> Weitere Informationen mit Anmeldeformular

02.10.2018
TM
„Impulse für die Kindertagespflege in Berlin“ am Samstag, 17.11.2018

Am Samstag, den 17.11.2018 findet die nächste Veranstaltung im Rahmen der Fortbildungsreihe „Impulse für die Kindertagespflege in Berlin“ zu folgenden Themen statt:

  • Auswirkungen der Datenschutz-Grundverordnung auf den Bereich der Kindertagespflege
    Referent: Hans Peter Becher
  • Zwischenspiel: Frau Traut lernt was über Teilhabe
  • Vorstellung des Projektes „Demokratie und Partizipation von Anfang an“ des Bundesverbandes für Kindertagespflege
    Referentin: Teresa Lehmann
  • Das Bundesprogramm Kindertagespflege – ein Rückblick
    Referentinnen: Sandra Lenke, Nele Bork
  • Ausblick: Auswirkungen des Bundesprogramms Kindertagespflege
    Evelyn Kubsch, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie


Veranstaltungsort:
Askanisches Gymnasium, Aula, Kaiserin-Augusta-Straße 19, 12103 Berlin

Termin: Samstag, 17.11.2018 von 09:30 bis 16:30 Uhr

Veranstalter: Familien für Kinder gGmbH

Der Besuch der Veranstaltung ist kostenlos. Sie können sich online anmelden:

>>> Anmeldung zur Veranstaltung „Impulse für die Kindertagespflege in Berlin“ am 17.11.2018

31.08.2018
TM
„Kindertagespflege in Bewegung" beim Drachenbootrennen am 8.9.2018

Am 8. September 2018 findet im Strandbad Lübars, Am Freibad 9, 13469 Berlin von 10 bis 17 Uhr ein Drachenbootrennen statt. Über 40 Mannschaften werden beim 16. Reinickendorf-Cup ihr Können unter Beweis stellen.

Die Reinickendorfer Tagespflegepersonen und Fachberaterinnen vom Amt für Kindertagesbetreuung, nehmen in diesem Jahr unter dem Slogan: „Kindertagespflege in Bewegung", am Rennen teil und hoffen auf zahlreiche Zuschauer, die sie kräftig anfeuern!

Für alle Besucher ist der Eintritt frei!

23.07.2018
TM
Kommunikationsseminar für Kindertagespflegepersonen

Am 11. August 2018 bietet die Friedrich-Naumann-Stiftung in Kooperation mit dem Landesverband für Kindertagespflege Brandenburg die Fortbildung „Mit guten Argumenten überzeugen“ in Rüdersdorf an.

>>> Weitere Informationen mit Anmeldeformular

Die Anmeldefrist läuft bis zum 3. August 2018.

26.06.2018
Berliner Träger aus dem sozialen Bereich positionieren sich für Menschenrechte und eine demokratische Kultur

In einer Erklärung haben jetzt Träger sozialer Einrichtungen und demokratischer Projekte in Berlin klar Position bezogen: gegen (extrem) rechte, rechtspopulistische und menschenverachtende Einstellungen und für eine solidarische, inklusive und demokratische Stadtgesellschaft.

Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V., Familien für Kinder gGmbH und die proFam gGmbH unterstützen diese Initiative und haben die Erklärung mitunterzeichnet.

>>> Zur Erklärung der Berliner Träger „Für Menschenrechte und eine demokratische Kultur“

13.06.2018
TM
5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege

Auch in diesem Jahr hat der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V., der seit 2017 zugleich auch Landesverband für Kindertagespflege in Berlin ist, zum Tag der offenen Tür in der Kindertagespflege aufgerufen. Ein herzliches Dankeschön an Frau Senatorin Scheeres, die auch für den 5. Tag der offenen Tür wieder die Schirmherrschaft übernahm und uns ein Grußwort zukommen ließ.

Am 5. Mai 2018 von 14:00 bis 18:00 Uhr öffneten 44 Berliner Kindertagespflegepersonen aus 11 Bezirken ihre Türen. Anlässlich des kleinen Jubiläums fand vorher ein jugendpolitischer Dialog statt: „Für den Ausbau der Kindertagespflege werden dringend geeignete Wohn- und Gewerberäume benötigt. Was können Berliner Politiker und Politikerinnen dafür tun?“ Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Dank der Förderung des Senates konnten die teilnehmenden Kindertagespflegestellen mit Flyern, Plakaten, Luftballons und einer eigenen Webseite ausgestattet werden. Der Tag der offenen Tür fand diesmal im Rahmen der Deutschlandweiten Aktionswoche „Gut betreut in der Kindertagespflege“ statt.

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

Alle Kindertagespflegepersonen, die mitgemacht haben, berichteten, dass ihre Pflegestellen sehr gut besucht waren und sie den Tag als gelungen und erfolgreich empfanden. Teilweise kamen bis zu 30 Besucher in eine Pflegestelle, um sich zu informieren. Allen Tagesmüttern und -vätern, die zum Gelingen des „Tages der offenen Tür“ beigetragen haben, ein herzliches Dankeschön.

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

In der Kindertagespflegestelle „Kasimir“: Tagesmutter Antonia Seitz, die Vorsitzende des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern e.V. Petra Schrödel, Staatssekretärin Sigrid Klebba und Evelyn Kubsch von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Aber schauen wir doch einmal, wer die Besucher waren:
Zunächst natürlich viele Eltern, die entweder einen Platz für ihr Kind suchten oder sich erst einmal vorab informieren wollten, was eine Kindertagespflege bieten kann. Wir haben einige Eltern befragt, ob und warum sie sich für einen Platz in der Kindertagespflege entscheiden werden.

Wir können hier nur einige Antworten wiedergeben:
„Ich entscheide mich wegen der kleinen Gruppe. In einer großen Gruppe würde sich mein Kind verloren fühlen.“
„Mein erstes Kind wurde schon bei einer Tagesmutter betreut und wir haben nur gute Erfahrungen gemacht.“
„Wir schätzen die familiäre Atmosphäre und den direkten Kontakt. Alles kann sofort besprochen werden.“
„Mein Kind ist hier gut aufgehoben.“
„Es gefällt mir hier sehr gut und ich habe ein ganz positives Gefühl.“

Interessant war auch, dass viele Befragten sagten, dass sie sich besonders durch die ausgehängten Plakate angesprochen fühlten.

Doch nicht nur Eltern, auch Besucher aus Politik und Jugendämtern konnte man in den Pflegestellen antreffen. Frau Behnke (Bündnis 90/Die Grü­nen) war in Rei­nickendorf unterwegs, ebenso Herr Dol­lase (parteilos, für CDU), Leiter der Abteilung Jugend, Familie, Schule und Sport, und Herr Wackermann, Leiter des Jugendamtes Reinickendorf. In Mitte freuten sich die Tagesmütter über den Besuch von Frau Bezirksstadträtin Dr. Obermeyer (parteilos, für Die Linke) und in Treptow-Köpenick war­tete Herr Bezirks­stadtrat Klemm (Die Linke) mit sei­nem Be­such auf. Die familienpo­litische Sprecherin der AfD, Frau Bieß­mann, besuchte eine Kindertagespflege in Mitte. Außerdem waren viele Mitarbei­ter der zuständigen Jugendämter unter­wegs, um Kindertagespflegestellen in ihren Bezirken zu besuchen. Ihnen allen möch­ten wir herzlich für ihr Engagement danken.

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

Die Staatssekretärin Sigrid Klebba im Gespräch mit der Tagesmutter Uschi Lehmann

Unser ganz besonderer Dank gilt Frau Staatssekretärin Klebba und Frau Kubsch von der Senatsverwaltung, die auch am 5. Tag der offenen Tür wieder 2 Kindertagespflegestellen besuchten. Sie hatten sich diesmal die „10 kleinen Raupenkinder“ von Frau Uschi Lehmann (Mitte) und die Kindertagespflege „Kasimir“ von Frau Seitz (Neukölln) ausgesucht. Sie wurden von der Vorsitzenden des Arbeitskreises, Frau Petra Schrödel, begleitet.

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

Die Fachberaterin des Jugendamtes Mitte Frau Horn, die Tagesmütter Caroline Arndt und Uschi Lehmann mit der Staatssekretärin Sigrid Klebba und der Vorsitzenden des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern e.V. Petra Schrödel vor der Kindertagespflegestelle „10 kleine Raupenkinder“

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

In der Kindertagespflegestelle „Kasimir“: Evelyn Kubsch von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Staatssekretärin Sigrid Klebba, Tagesmutter Antonia Seitz und die Vorsitzende des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern e.V. Petra Schrödel

Erfreulich war auch, dass der „Tag der offenen Tür“ in diesem Jahr erstmals verstärkt in den Medien wahrgenommen wurde. Neben den Presseerklärungen des Arbeitskreises und der Senatsverwaltung erschienen in verschiedenen Berliner Tageszeitungen (z. B. Tagesspiegel, Berliner Morgenpost) Berichte über die Kindertagespflege. Außerdem filmten der RBB und auch das ZDF in Berliner Kindertagespflegestellen. Das mediale Interesse scheint zu bestätigen, dass sich der „Tag der offenen Tür“ endlich etabliert hat. Auch die Tatsache, dass momentan in Berlin in allen Bezirken händeringend Betreuungsplätze gesucht werden – allein in Mitte fehlen fast 2.600 Kitaplätze – trägt sicherlich dazu bei, dass die Kindertagespflege in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen wird.

Gerade deshalb ist es gut und notwendig, dass Kindertagespflegepersonen zeigen, wie gut und professionell sie arbeiten und dass Kindertagespflege längst eine adäquate Alternative zur Kita ist. Die Kindertagespflege kann schnell und unproblematisch Betreuungsplätze schaffen. Deshalb muss sie verstärkt ausgebaut werden.

Wir freuen uns, dass so viele Bundesländer dem Beispiel der Berliner Kindertagespflegepersonen gefolgt sind und bereits im ersten Jahr der Deutschlandweiten Aktionswoche mehr als 140 Veranstaltungen stattgefunden haben.

Wer gerne wissen will, was im Rahmen der Deutschlandweiten Aktionswoche „Gut betreut in der Kindertagespflege“ in den anderen Bundesländern stattgefunden hat, der kann das auf der Webseite des Bundesverbandes für Kindertagespflege nachlesen: www.bvktp.de/aktionswoche-kindertagespflege/

Wir sind jedenfalls schon ganz gespannt auf den „6. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege“ und würden uns freuen, wenn auch im nächsten Jahr viele Tagesmütter und -väter ihre Türen öffnen.

11.06.2018
TM
Jugendpolitischer Dialog: „Für den Ausbau der Kindertagespflege werden dringend geeignete Wohn- und Gewerberäume benötigt. Was können Berliner Politiker und Politikerinnen dafür tun?“

Am 5. Mai 2018, dem 5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege, hatte der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V., der zugleich auch Landesverband für Kindertagespflege in Berlin ist, alle jugendpolitischen Sprecher/-innen, die Bezirksstadträte, die Senatsverwaltung und Vertreter von Wohnungsbaugesellschaften zu einem jugendpolitischen Dialog eingeladen. Der Dialog fand im Rahmen der bundesweiten „Woche der Kindertagespflege“ statt.

Als Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Politik nahmen teil: Frau Staatssekretärin Sigrid Klebba (Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie), Frau Katrin Seidel (Sprecherin für Kinder-, Jugend- und Familienpolitik der Fraktion Die Linke), Frau Jessica Bießmann (Familienpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion), Frau Bezirksstadträtin Dr. Sandra Obermeyer (Berlin-Mitte), Frau Bezirksstadträtin Carolina Böhm (Steglitz-Zehlendorf), Herr Bezirksstadtrat Gordon Lemm (Marzahn-Hellersdorf) und Herr Bezirksstadtrat Oliver Schworck (Tempelhof-Schöneberg). Als Vertreterinnen des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern e.V. waren die Vorsitzende, Frau Petra Schrödel, die stellvertretende Vorsitzende Frau Edda Gerstner und die Beirätin Frau Angelika Sauermann anwesend.

Jugendpolitischer Dialog Kindertagespflege in Berlin am 5. Mai 2018

Bezirksstadtrat Oliver Schworck, Angelika Sauermann (Beirätin AK Pflegekinder), Bezirksstadträtin Carolina Böhm, Bezirksstadtrat Gordon Lemm, Staatssekretä­rin Sigrid Klebba, Petra Schrödel (Vorsitzende AK Pflegekinder), Jugendpolitische Sprecherin Katrin Seidel Fraktion Die Linke, Bezirksstadträtin Dr. Sandra Obermeyer, Moderatorin Dr. Christa Schäfer, Edda Gerstner (stellvertretende Vorsitzende AK Pflegekinder), Familienpolitische Sprecherin Jessica Bießmann AfD-Fraktion

Die Kernfragen der Veranstaltung waren:

  • Viele Vermieter haben Angst, dass Kindertagespflegestellen unter das Zweckentfremdungsgesetz fallen. Wie stehen die Bezirke dazu? Wie sehen Sie dies?
  • Was kann unternommen werden (bzw. was können Sie unternehmen), damit bestehende Tagespflegestellen vor Kündigung geschützt werden?
  • Können Berliner Wohnungsbaugesellschaften dazu verpflichtet werden, im Rahmen des Berliner Modells der kooperativen Baulandentwicklung, Wohnungen für Kindertagespflege bereitzustellen?
  • Immer wieder steht öffentlich geförderter Wohn- bzw. Lernraum (Schulen o.ä.) längere Zeit leer. Können derartige Räumlichkeiten der Kindertagespflege zur Verfügung gestellt werden? Wenn ja, wie können Sie unterstützen?
  • Sehen Sie eine Möglichkeit auch für die Kindertagespflege einen Preis (ähnlich dem Kitapreis) auszuloben und wie kann Kindertagespflege von der Politik mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gestellt werden?

Durch die Veranstaltung führte die Moderatorin Frau Dr. Christa Schäfer.

Frau Staatssekretärin Klebba nahm als erste zu den Kernfragen der Veranstaltung ausführlich Stellung. Die Stadt sei im letzten Jahr um 41.000 Neuberliner angewachsen und entsprechend hoch ist der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen. Deshalb wird Kindertagespflege gebraucht und der Ausbau muss vorangetrieben werden. Allerdings würden auch viele Berliner unter der Wohnungsknappheit leiden und der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen in Berlin steige ständig. Man müsse Verständnis für diese unterschiedlichen Interessen, die auf dem Wohnungsmarkt aufeinanderprallen, haben. Um den Tagesmüttern und -vätern das Finden einer bezahlbaren Wohnung zu erleichtern, habe die Senatsverwaltung gerade die Mietzuschüsse für die Kindertagespflege heraufgesetzt und beteilige sich mit erheblichen Summen am Aus- und Umbau von Räumen.

Um das Ausmaß der Probleme, denen sich Kindertagespflegepersonen gegenüber sehen, zu verdeutlichen, waren zwei Tagesmütter eingeladen.

Manja Adler berichtete über ihre erfolglosen Bemühungen, eine Wohnung zur Einrichtung einer Verbundpflegestelle für 10 Kinder zu finden. Ihr Resümee war, dass Berlin viele Betreuungsplätze verloren gehen, wenn Tagesmütter und -väter keine Räumlichkeiten auf dem Wohnungsmarkt finden.

Jugendpolitischer Dialog Kindertagespflege in Berlin am 5. Mai 2018

Teilnehmerinnen und Tagesmutter Manja Adler

Frau Kerstin Hartwig schilderte ihre Kündigung aus angemieteten Räumen und wie schwierig es war, die Kindertagespflegestelle trotz aller Widrigkeiten bis zum Bezug einer neuen Wohnung zu erhalten. Glücklicherweise fand sie einen sehr sozialen Vermieter, der es ihr ermöglichte, nach fast 2 Jahren Kindertagespflege unter schwierigsten Umständen, eine geeignete und kindgerechte Ladenwohnung zu beziehen.

Jugendpolitischer Dialog Kindertagespflege in Berlin am 5. Mai 2018

Tagesmutter Kerstin Hartwig und Moderatorin Frau Dr. Christa Schäfer

Nach den Berichten entspann sich eine lebhafte Diskussion zwischen den Teilnehmenden. Bedauert wurde, dass keine Vertreter der Bauämter oder der Wohnungsbaugesellschaften anwesend waren. Allerdings wurde auch darauf hingewiesen, dass Wohnungsbaugesellschaften schon heute immense Auflagen hätten, für welche Gruppen (behinderten- und seniorengerecht, alleinerziehende junge Mütter etc.) sie Wohnungen bereithalten müssten.

Empfohlen wurde, die Wohnungsbaugesellschaften persönlich anzusprechen, um mehr Gehör für die Belange der Kindertagespflege zu finden. Kindertagespflege müsse auch präsenter in der Öffentlichkeit sein. Wirksame Werbung, wie zum Beispiel der „Tag der offenen Tür“, würde die Kindertagespflege, als gleichrangige Betreuungsform neben der Kita, bekannter machen. Außerdem sei es auch letztlich die Aufgabe der Bezirke, sich mit den Wohnungsbaugesellschaften ins Benehmen zu setzen.

Jugendpolitischer Dialog Kindertagespflege in Berlin am 5. Mai 2018

Bezirksstadtrat Gordon Lemm und Frau Staatssekretärin Klebba

Der Arbeitskreis hatte im Vorfeld der Veranstaltung rund 630 Wohnungsbaugesellschaften und Hausverwaltungen in Berlin angeschrieben, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Mit Gesellschaften, die sich zurückmeldeten, wurden auch schon Gespräche geführt.  Die Resonanz war sehr unterschiedlich. Einige Unternehmen boten sofort freie Gewerberäume, die für Kindertagespflege geeignet sind, an, andere baten zum Gespräch um sich über Kindertagespflege zu informieren. Es wurden aber auch zurückhaltende Stimmen laut, die darauf verwiesen, dass nicht allein die Wohnungsbaugesellschaften sondern vielmehr die Politik imstande sei, das Problem anzugehen.

So wies z.B. Herr Hilgenfeld, vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, darauf hin, dass die notwendigen Bedarfe an Wohnungen nur durch ein umfassendes Maßnahmenpaket (z.B. Förderung, Quoten, Neubau, Mietrecht, Anreize, Kooperationen etc.) langfristig gedeckt werden können.

Einig war man sich auch, dass die Kindertagespflege nicht unter das Zweckentfremdungsgesetz falle. Wichtig sei, die Vermieter davon in Kenntnis zu setzen, um diese Hürde bei der Vermietung von Wohnungen abzubauen.

Es wurde vorgeschlagen, dass der Senat eine Stelle einrichtet, die eine Lotsenfunktion ausübt. Dies sollte jemand sein, der sich in der Kindertagespflege und den Institutionen auskennt und eine beratende Funktion für Eltern, Jugendamt, Vermieter und Kindertagespflegepersonen ausübt. Eventuell müsse man auch die Mietzuschüsse verändern. So sei es in einem Randbezirk durchaus möglich, noch eine bezahlbare Wohnung zu finden, in den Innenstadtbezirken könnte es aber mit den bisherigen Mietzuschüssen eng werden.

Jugendpolitischer Dialog Kindertagespflege in Berlin am 5. Mai 2018

Konsens war, dass die Antworten auf die Fragestellungen sehr komplex sind und man keines der Probleme in unmittelbarer Zukunft wird lösen können. Die Idee einen Kindertagespflege-Preis, ähnlich dem Kitapreis, auszuloben wollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussionsrunde gerne mitnehmen und bedenken.

Es wurde beschlossen, das Thema der Diskussionsrunde nach der Sommerpause erneut aufzugreifen. Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. - Landesverband für Kindertagespflege Berlin und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden dann erste Ergebnisse und Veränderungen überprüfen.

Medienresonanz
Eine Woche vor dem Dialog haben wir eine Pressemitteilung herausgegeben und die Medien eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen und zu berichten. Die Berliner Abendschau kam mit einem Kamerateam zum Dialog und filmte auch in einer Kindertagespflegestelle. Der Beitrag wurde abends gesendet und kann bei der RBB-Abendschau auf Twitter noch angesehen werden:

>>> Zur Twitter-Seite der RBB-Abendschau Berlin

Edda Gerstner
Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V.
zugleich Landesverband für Kindertagespflege Berlin

08.06.2018
Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. hat einen neuen Vorstand und Beirat

Am 7. Juni 2018 fand die diesjährige Mitgliederversammlung statt. Der Vorstand berichtete über die Aktivitäten und Highlights 2017 und der Bericht der Kassenprüfer wurde vorgetragen. Sie hatten keine Beanstandung und empfahlen der Mitgliederversammlung die Entlastung des Vorstands. Die Mitgliederversammlung hat den Vorstand dann einstimmig entlastet. In diesem Jahr standen wieder Vorstands- und Beiratswahlen an und ein neuer Vorstand und Beirat wurde gewählt:

Vorstand:
Vorsitzende: Petra Schrödel
stellvertretende Vorsitzende: Carina Kleineidam
stellvertretende Vorsitzender: Kerstin Höchst
Vorstandmitglied: Angelika Sauermann
Vorstandmitglied: Carmen Thiele

Beirat:
Edda Gerstner
Uschi Lehmann

 Vorstand nach Mitgliederversammlung 2018

Angelika Sauermann, Uschi Lehmann, Carina Kleineidam, Kerstin Höchst, Petra Schrödel, Edda Gerstner und Carmen Thiele nach der Wahl zum Vorstand und Beirat (von links nach rechts)

07.06.2018
KitaKrise in Berlin – Eltern werden aktiv

Wir brauchen mehr Kindertagesbetreuungsplätze in Kitas und in der Kindertagespflege. Deswegen haben Berliner Eltern mit Freundinnen* eine kinderfreundliche Demo am Samstag den 26.05.2018 organisiert, um auf das Problem der fehlenden Kindertagesbetreuungsplätze aufmerksam zu machen.

Die Demonstration war mit rund 3.500 Teilnehmern (Eltern, Kinder, Erzieher und Gewerkschafter) ein großer Erfolg. Viele Medien berichteten.

Die Initiative ist weiterhin aktiv. Informationen finden Sie im Internet unter:

www.Kitakriseberlin.org und www.facebook.com/KitakriseBerlin

25.04.2018
TM
Abschlusstagung des Projektes „Kinder aus Familien mit Fluchterfahrungen in der Kindertagespflege“ am 17. September 2018 in Berlin

Im Juni 2016 startete das Projekt „Kinder aus Familien mit Fluchterfahrungen in der Kindertagespflege" beim Bundesverband für Kindertagespflege e.V. Seitdem ist viel entstanden! Das Projekt will nun Rückschau halten, die Projektergebnisse präsentieren und gemeinsam mit den Tagungsteilnehmern Perspektiven für die zukünftige Auseinandersetzung mit dem Thema entwickeln.

Weitere Informationen mit Anmeldeformular: >>>www.bvktp.de/abschlusstagung-kimf

Anmeldeschluss: 24. Juni 2018

25.04.2018
TM
Guck an Kindertagespflege!

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege
am Samstag, den 5. Mai 2018 von 14:00 bis 18:00 Uhr

Am Samstag, den 5. Mai 2018 öffnen Berliner Kindertagespflegestellen ihre Türen für die Ber­liner Bevölkerung. Eltern und alle Interessierten können sich den ganzen Nachmittag zwischen 14:00 und 18:00 Uhr vor Ort ein eigenes Bild vom flexiblen und professionellen Be­treuungs­angebot in Kindertagespflegestellen machen:

  • kleine Gruppen,
  • qualifizierte pädagogische Fachkräfte,
  • Betreuung nach dem Berliner Bildungsprogramm,
  • familiennah und flexibel,
  • gleichrangiges Angebot zur Betreuung in Krippen und Kitas.

Die qualifizierten Tagesmütter und Tagesväter stehen gerne für sämtliche Fragen zur Verfü­gung.

Schirmherrin des 5. Tages der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege ist
Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin.

Eine Adressenliste der teilnehmenden Kindertagespflegestellen finden Interessierte im Internet unter www.guck-an-kindertagespflege.de

>>> Pressemitteilung vom 25.04.2018

Banner Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege 2018

18.04.2018
TM
Jugendpolitischer Dialog Kindertagespflege mit Bezirksstadträten und jugendpolitischen Sprechern/Sprecherinnen

„Für den Ausbau der Kindertagespflege werden dringend geeignete Wohn- und Gewerberäume benötigt. Was können Berliner Politiker und Politikerinnen dafür tun?“

Kindertagespflege ist eine Investition in die Zukunft. Diese familiennahe Betreuungsform er­möglicht Eltern, Beruf und Familie optimal zu verbinden. Der Bedarf an Betreuungsplätzen in der Kindertagespflege ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Er kann aber nicht gedeckt werden, weil viele engagierte und gut ausgebildete Kindertagespflegepersonen keine geeigneten und bezahlbaren Räume finden. Darüber hinaus müssen immer mehr Tagesmütter und -väter, die Tages­kinder in der eigenen Wohnung betreuen, damit rechnen, dass sich an­dere Mieter und der Vermieter durch die Tätigkeit gestört fühlen. So wird der politisch gewollte und geförderte Ausbau der Kindertagespflege durch die schwierige Wohnungssituation behin­dert.

Im Rahmen des 5. Tages der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege (www.guck-an-kindertagespflege.de). veranstaltet der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. am 5. Mai 2018 den jugendpolitischen Dialog: „Für den Ausbau der Kindertagespflege werden dringend ge­eignete Wohn- und Gewerberäume benötigt. Was können Berliner Politiker und Politikerinnen dafür tun?“

Gemeinsam mit Bezirksstadträten und jugendpolitischen Sprechern/ Sprecherinnen wird diskutiert, was Berliner Politiker und Politikerinnen dafür tun können, damit es mehr geeigneten Wohn- und Gewerberaum für die Kindertagespflege gibt und so mehr Kinder in der Kindertagespflege betreut werden können.

Wann?
Samstag, 5. Mai 2018 von 12:00 bis 14:00 Uhr

Wo?
Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V.,
Stresemannstraße 78, 10963 Berlin

>>> Pressemitteilung vom 18.04.2018

26.03.2018
TM
Demokratie und Partizipation in der Kindertagespflege

Fachtag für Kindertagespflegepersonen am Samstag, 8. September 2018, von 11.00 bis 17.00 Uhr in Berlin

Kinder lernen Demokratie, indem sie Demokratie erleben. Schon im Kleinkindalter kann der Grundstein für die Bildung hin zu einem demokratischen Miteinander und Demokratie als Lebensform gelegt werden. Kinder haben außerdem ein Recht darauf, an Entscheidungen, die sie selbst betreffen, beteiligt zu werden. Es ist Aufgabe von Kindertagespflegepersonen, dieses Recht umzusetzen und Kindern Partizipation zu ermöglichen.

Die Fortbildung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit dem Bundesverband für Kindertagespflege stellt Wege vor, wie die Beteiligung von sehr jungen Kindern im Alltag konsequent umgesetzt werden kann. In der Veranstaltung soll auch darüber gesprochen werden, was Partizipation für den Alltag in der Kindertagespflegestelle und die Zusammenarbeit mit den Eltern bedeutet.

Veranstaltungsort: Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 28, 10785 Berlin-Tiergarten

Anmeldung bis zum 31.05.2018 unter: www.fes.de

>>> Einladung und Programm zum Fachtag am 8. September 2018

16.03.2018
TM
Tagespflege und betriebliche Kinderbetreuung – Sind alle Potenziale bereits ausgereizt?

Auf eine Anfrage von Emine Demirbüken-Wegner (CDU) im Abgeordnetenhaus hat die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie jetzt eine Beantwortung vorgelegt, in der es unter anderem heißt: „Senat und Bezirke sind fortlaufend am Ausbau der Kindertagespflege interessiert. Um das Potential an Tagespflegepersonen noch zu erweitern, sind eine verlässliche Finanzierung und ausreichende Ressourcen für Beratung, Begleitung und Aufsicht in der Fachberatung wesentliche Rahmenbedingungen.“

>>> Antwort auf die Anfrage „Tagespflege und betriebliche Kinderbetreuung“

21.02.2018
TM
Koalitionsvertrag mit erfreulichen Botschaften für die Kindertagespflege

Der Bundesverband für Kindertagespflege begrüßt in einer Pressemitteilung, dass der Koalitionsvertrag für die Kindertagespflege sehr erfreuliche Aussagen enthält. Zum einen bekennen sich die Koalitionsfraktionen zur Fortführung und Weiterentwicklung der erfolgreichen Bundesprogramme „Kindertagespflege“ und „Kita-Plus“. Zum anderen enthält der Koalitionsvertrag die klare Aussage, dass die Mindestbemessungsgrenze für die Berechnung der Krankenversicherungsbeiträge für kleine Selbstständige auf 1.150,-- € festgesetzt werden soll.

Bedauerlich ist, dass der Koalitionsvertrag keine Aussagen im Hinblick auf die notwendigen Klarstellungen im SGB VIII im Hinblick auf die Bezahlung macht.

>>> Pressemitteilung des Bundesverbandes für Kindertagespflege vom 19.02.2018

21.02.2018
TM
Wie könnte es mit den Krankenversicherungsbeiträgen weitergehen?

Der Bundesverband Kindertagespflege hat sich in seiner neuen Publikation "Schlaglicht" dem Thema Krankenversicherungsbeiträge in der Kindertagespflege gewidmet. Hier können Sie nachlesen, wie die Ist-Situation aussieht und welche Empfehlungen der Bundesverband ausspricht.

>>> Zum Thema Krankenversicherungsbeiträge auf der Seite des Bundesverbandes Kindertagespflege

23.01.2018
TM
5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

Die Berliner Kindertagespflegepersonen und der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. veranstalten am Samstag, den 5. Mai 2018 den „5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege“. Von 14:00 bis 18:00 Uhr sind alle Berliner und Tagesmütter und Tagesväter eingeladen, ihre Türen für Eltern und Interessierte zu öffnen.

Logo "guck an Kindertagespflege"

Kindertagespflegepersonen bietet sich an diesem Tag die Gelegenheit, die besonderen Vorzüge der Kindertagespflege vorzustellen. Es soll öffentlich gemacht werden, wie engagiert und professionell Kindertagespflegepersonen arbeiten: Bildungsprogramm, ständige Fortbildungen, Sprachlerntagebuch, Dokumentationen und Projekte, vielfältige Aktivitäten wie Musik, Turnen, Theater, Vernetzungen untereinander und mit Kitas.

Alle Berliner Tagesmütter und Tagesväter sind recht herzlich eingeladen, die Möglichkeit zu nutzen, sich individuell vorzustellen und damit zum Erfolg der Veranstaltung beizutragen.

Eltern und andere an der Kindertagespflege Interessierte sind herzlich eingeladen, die Kindertagespflegestellen zu besuchen und die Kindertagespflege vor Ort kennenzulernen.

Für alle Kindertagespflegepersonen die mitmachen wollen:

Interessenten sollen sich bitte bei Regina Rathmann melden:
mail@tagesmutter-zehlendorf.de.

Die Adressen der Teilnehmer/-innen werden auf der schon bestehenden Webseite veröffentlicht:
www.guck-an-kindertagespflege.de.

10.01.2018
TM
Änderungen bei der Sozialversicherung und Einkommensteuer in 2018

Im Jahr 2018 gibt es Änderungen bei der Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Einkommensteuer, die auch die Kindertagespflege betreffen.

Eine Übersicht finden Sie auf der Homepage des Bundesverbandes für Kindertagespflege e.V.

>>> www.bvktp.de

03.12.2017
TM
Fortbildungsprogramm der Familien für Kinder gGmbH für die Kindertagespflege 2018

Liebe Tagesmütter und Tagesväter, liebe Pädagoginnen und Pädagogen,

Fortbildungsprogramm Kindertagespflege 2018es beginnt das dritte Jahr des Bundesprogramms Kindertagespflege, welches sowohl mit einer Erweiterung des Qualifizierungsumfangs für neue Kindertagespflegepersonen als auch mit einem veränderten - einem kompetenzorientierten - Lernansatz einhergeht. Mit dem ständigen Ziel weiterer Professionalisierung liegt der Fokus vor allem auf den Kompetenzen, die für eine gute Arbeit in der Kindertagespflege benötigt werden. Die Erfahrungen der ersten zwei Jahre des Bundesprogramms haben gezeigt: viele persönliche Voraussetzungen / Kompetenzen bringen die Teilnehmer/-innen selbstverständlich mit und vor allem fachliche Kompetenzen nehmen sie mit. Allen bewusst ist am Ende der Qualifizierung, dass die Anforderungen, die heute an Kindertagespflegepersonen gestellt werden, so umfangreich und anspruchsvoll sind, dass die ständige Weiterbildung bzw. Erweiterung der eigenen Kompetenzen gar nicht mehr in Frage gestellt werden kann. Und obwohl das ein hohes Maß an Selbstreflexion und Engagement voraussetzt, liegt das Ziel klar auf der Hand: die weitere Steigerung und Verstetigung der Qualität der Betreuungsform Kindertagespflege.

In diesem Sinne möchten wir Sie auch in diesem Jahr wieder herzlich einladen, Ihre Kompetenzen in unseren Fortbildungsveranstaltungen zu erweitern und mit anderen Tagesmüttern und Tagesvätern in den Austausch zu kommen.

Vielleicht haben Sie schon länger vor, Ihr Repertoire an pädagogischen Angeboten zu vergrößern. Dann könnten Fortbildungsseminare zu den Themen „Morgenkreis“, „Basteln“ oder „Kinderlieder auf der Gitarre“ neue Impulse für Ihre pädagogische Arbeit mit den Kindern liefern.

Sollten Sie Ihren Schwerpunkt eher im Bereich „Zusammenarbeit mit Eltern“ sehen, haben Sie auch da eine Reihe an Angeboten, aus welchen Sie wählen können. „Elterngespräche – Teil 1 + 2“, „Wertschätzende Kommunikation“ und auch „Zusammenarbeit mit Eltern“ geben Ihnen wertvolle Inhalte und Tipps an die Hand, um eine gelungene Erziehungspartnerschaft mit Eltern zu gestalten.

Des Weiteren haben wir uns auch in diesem Jahr wieder bemüht, neue Themen in das Programm aufzunehmen. Das Thema „Impfen“ war im letzten Jahr wiederholt Inhalt öffentlicher Diskussionen, aber auch von einzelnen Kindertagespflegepersonen konnten wir immer wieder hören, dass die Spaltung zwischen Impfgegnern und Impfbefürwortern sie vor besondere Herausforderungen stellt. Im Rahmen des von uns angebotenen Seminars haben Sie die Möglichkeit, sowohl Argumente für Impfungen als auch Methoden wertschätzender Kommunikation im Umgang mit Eltern zu diesem Thema kennenzulernen.

Ein weiteres Thema, welches immer wieder in der Kindertagespflege auftaucht und nicht weniger polarisiert, ist der „Wertewandel in der Erziehung“. Vielleicht fällt es Ihnen manchmal schwer, die Erziehungsmethoden deutlich jüngerer Eltern nachzuvollziehen? Oder Sie erleben die Großeltern der Kinder, die Sie betreuen, und bemerken, dass deren Werte und Ziele wieder ganz andere sind? In der Kindertagespflege treffen nicht selten verschiedene Generationen mit unterschiedlichen Interessen aufeinander. Das kann spannend und bereichernd, gelegentlich aber auch herausfordernd sein. Eine Auseinandersetzung mit den Hintergründen verschiedener Erziehungskonzepte im Rahmen dieses Seminars schafft bei Ihnen möglicherweise ein Verständnis für alle an der Erziehung der Kinder Beteiligten – und ist unbestritten eine gute Voraussetzung für eine erfolgreiche Erziehungspartnerschaft zum Wohl des Kindes!

Sollten Sie Themen vermissen oder Vorschläge für uns haben, freuen wir uns über neue Anregungen und Wünsche.

Das gesamte Fortbildungsprogramm für die Kindertagespflege finden Sie unter www.fortbildungszentrum-berlin.de. Hier können Sie sich online zu Kursen anmelden und nachschauen, ob bereits ausgebuchte Kurse ein weiteres Mal angeboten werden. Nutzen Sie diese Seite auch, um Seminare zu entdecken, die über das Jahr neu in das Programm aufgenommen werden.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung und heißen Sie in unseren Seminaren herzlich willkommen!

Ihr Team von Familien für Kinder

>>> Zu den Fortbildungen Kindertagespflege 2018 mit Online-Anmeldung

22.11.2017
Tagung „Gastfamilien, Paten- und Vormundschaften für junge Geflüchtete“ am 8.12.2017 in Berlin

In der Abschlusstagung werden Ergebnisse und Erkenntnisse des Modellprojekts „Gastfamilien, Paten- und Vormundschaften“ aus Sicht der beiden Projektträger (Diakonie Deutschland und Kompetenzzentrum Pflegekinder e.V.) sowie der beteiligten Jugendhilfeträger vorgestellt.

In sechs Foren wird zu einzelnen thematischen Projektschwerpunkten aus der Praxis berichtet. Prof. Dr. Klaus Wolf (Universität Siegen) wird die wissenschaftliche Evaluation vorstellen und daraus resultierende Impulse für die Jugendhilfe präsentieren. Eine Gesprächsrunde mit Teilnehmenden aus der Praxis öffentlicher und freier Träger reflektiert die Erkenntnisse und gibt weitere Anregungen. Abschließend werden fachliche Empfehlungen zur Weiterentwicklung zusammengefasst.

Die Tagung wendet sich gleichermaßen an Praktiker/-innen und interessiertes Fachpublikum.

Freitag, 08.12.2017, 10:00 bis 16:00 Uhr
Diakonie Deutschland, Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin

Anmeldung bis zum 1.12.2017 unter: www.familien-fuer-junge-fluechtlinge.de

21.11.2017
TM
Neuer Kurzfilm: Was ist Kindertagespflege?

Der neue Film des Bundesverbandes Kindertagespflege zeigt in drei Minuten, einfach erklärt und schön dargestellt, was Kindertagespflege in Deutschland ist und wie Eltern und Kinder den Weg zu einer Tagesmutter oder zu einem Tagesvater finden.

Der Film steht in 9 Sprachen zur Verfügung.

>>> Zum YouTube-Kanal des Bundesverbandes Kindertagespflege

17.11.2017
TM
Bundesverband für Kindertagespflege fordert gerechte Krankenkassenbeiträge für geringverdienende Selbständige

Der Bundesverband für Kindertagespflege begrüßt die durch eine neue Petition entstandene Diskussion über die Höhe der Krankenversicherungsbeiträge für geringverdienende Selbständige. Dazu erklärte die Bundesvorsitzende Inge Losch-Engler:

„Es ist gut, dass das Problem endlich in größerem Zusammenhang diskutiert wird. Nicht nur ein Großteil der rund 44.500 Kindertagespflegepersonen gehört zu den Selbständigen, die nicht ein Einkommen von 2.231,25 im Monat erreichen. Nach Schätzungen sind rund 2 Millionen Solo-Selbständige aus verschiedenen Berufsbereichen betroffen. Für die Kindertagespflegepersonen gilt noch bis zum 31. Dezember 2018 eine Sonderregelung im § 10 SGB V. Danach müssten sie deutlich höhere Krankenversicherungsbeiträge bezahlen, was viele zur Aufgabe zwingen würde. Diese Zeit muss eine neue Bundesregierung nutzen, um eine Reform der Beitragsbemessung auf den Weg zu bringen. In der gesetzlichen Krankenversicherung sollte sich die Beitragsbemessung für Selbständige am tatsächlichen Einkommen orientieren. Grüne und FDP, SPD und Linke haben entsprechende Forderungen in ihren Wahlprogrammen. Ebenso haben sich die AOK, der BKK-Dachverband, die Innungskrankenkassen und der GKV- Spitzenverband für eine deutliche Absenkung der Mindestbemessungsgrundlage ausgesprochen. Die Kindertagespflegepersonen in Deutschland wollen keine Sonderregelung, sondern eine faire Beitragsbemessung entsprechend ihrem tatsächlichen Einkommen.“
Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbandes für Kindertagespflege e.V. vom 17.11.2017

Dem kann sich der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. nur anschließen.

04.10.2017
Anstieg der Verfahren zur Kindeswohlgefährdung in Deutschland um 5,7 %

Die Jugendämter in Deutschland führten im Jahr 2016 rund 136 900 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, bedeutet dies einen Anstieg um 5,7 % gegenüber dem Vorjahr.

Von allen Verfahren bewerteten die Jugendämter 21 600 eindeutig als Kindeswohl­gefährdungen („akute Kindeswohlgefährdung“). Hier gab es gegenüber 2015 einen Anstieg um 3,7 %. Bei 24 200 Verfahren (+ 0,1 %) konnte eine Gefährdung des Kindes nicht ausgeschlossen werden („latente Kindeswohlgefährdung“). In rund 46 600 Fällen (+ 8,0 %) kamen die Fachkräfte des Jugendamtes zu dem Ergebnis, dass zwar keine Kindeswohlgefährdung, aber ein weiterer Hilfe- oder Unterstützungsbedarf vorlag. In fast ebenso vielen Fällen (44 500) wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch weiterer Hilfebedarf festgestellt (+ 7,8 %).

Die meisten der rund 45 800 Kinder, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung vorlag, wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf (61,1 %). In 28,4 % der Fälle wurden Anzeichen für psychische Misshandlung festgestellt. Etwas seltener (25,7 %) wiesen die Kinder Anzeichen für körperliche Misshandlung auf. Anzeichen für sexuelle Gewalt wurden in 4,4 % der Fälle von Kindeswohlgefährdung festgestellt. Mehrfachnennungen waren möglich.

Die Gefährdungseinschätzungen wurden in etwa gleich häufig für Jungen und Mädchen durchgeführt. Kleinkinder waren bei den Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls besonders betroffen. Beinahe jedes vierte Kind (23,2 %), für das ein Verfahren durchgeführt wurde, hatte das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet. Drei- bis fünfjährige Kinder waren wie im Vorjahr von einem Fünftel (19,4 %) der Verfahren betroffen. Kinder im Grundschulalter (6 bis 9 Jahre) waren mit 22,7 % beteiligt. Mit zunehmendem Alter nehmen die Gefährdungseinschätzungen ab: Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren hatten einen Anteil von 18,7 % an den Verfahren, Jugendliche (14 bis 17 Jahre) nur noch von 16,0 %.

Am häufigsten machten Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft das Jugendamt auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung aufmerksam, und zwar bei 22,1 % der Verfahren. Bei 12,9 % kamen die Hinweise von Schulen oder Kindertageseinrichtungen, bei 11,6 % waren es Bekannte oder Nachbarn. Gut jeden zehnten Hinweis (10,4 %) erhielten die Jugendämter anonym.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 350 vom 04.10.2017,
"2016: Anstieg der Verfahren zur Kindeswohlgefährdung um 5,7 %"
>>> www.destatis.de