29.06.2020
PE

Gesetzentwurf zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat am 23.06.2020 einen Entwurf für ein Gesetz zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts veröffentlicht.

Die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Christine Lambrecht, erklärte hierzu: "Wir wollen die Stellung der Kinder verbessern und ihr Recht auf Pflege und Erziehung ins Zentrum des Vormundschaftsrechtes stellen. Auch die Rechte der Pflegeeltern, bei denen die Mündel aufwachsen, sollen gestärkt werden.
Im Betreuungsrecht wollen wir mehr Selbstbestimmung und eine hohe Qualität der rechtlichen Betreuung für die betreuten Menschen gewährleisten. Das Betreuungsrecht wird daher entsprechend den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention verstärkt am Selbstbestimmungsrecht der Betreuten ausgerichtet. Darüber hinaus wird ein zeitlich begrenztes Notvertretungsrecht für Ehegatten in Angelegenheiten der Gesundheitssorge eingeführt."

Mit dem im Koalitionsvertrag verabredeten Reformvorhaben soll das aus dem Jahre 1896 stammende Vormundschaftsrecht an die heutigen Bedürfnisse angepasst werden. Die Reformvorschläge sind in fachspezifischen Arbeitsgruppen intensiv vorbereitet worden. Das vom BMJV vorgelegte Gesetzespaket sieht einschließlich aller Folgeanpassungen eine Änderung von 46 Gesetzen vor.

Das Gesetzespaket umfasst u. a. folgende Vorschläge:

  • Das Vormundschafts- und das Betreuungsrecht werden insgesamt neu strukturiert. Die Vorschriften des geltenden Vormundschaftsrechts zur Vermögenssorge, zu Fürsorge und Aufsicht des Gerichts sowie zum Aufwendungsersatz und zur Vergütung werden ins Betreuungsrecht eingeordnet und, soweit erforderlich, an das Betreuungsrecht angepasst.
  • Im Vormundschaftsrecht soll der Mündel mit seinen Rechten als Subjekt im Zentrum stehen und die Personensorge gestärkt werden.
  • Die Rechte der Pflegeeltern, bei denen die Mündel aufwachsen, sollen gestärkt werden.
  • Die verschiedenen Vormundschaftstypen werden zu einem Gesamtsystem zusammengefügt, in dem die beruflichen Vormünder einschließlich des Jugendamts als Amtsvormund gleichrangig sind, nur ehrenamtliche Vormünder sind vorrangig zu bestellen.
  • Im Betreuungsrecht sind die Änderungen zentral darauf ausgerichtet, das Selbstbestimmung und die Autonomie unterstützungsbedürftiger Menschen im Vorfeld und innerhalb einer rechtlichen Betreuung im Sinne von Artikel 12 UN-Behindertenrechtskonvention zu stärken.
  • Es wird klarer geregelt, dass die rechtliche Betreuung in erster Linie eine Unterstützung des Betreuten bei der Besorgung seiner Angelegenheiten durch eigenes selbstbestimmtes Handeln gewährleistet und der Betreuer das Mittel der Stellvertretung nur einsetzen darf, soweit es erforderlich ist.
  • Der Vorrang der Wünsche des Betreuten wird als zentraler Maßstab des Betreuungsrechts normiert, der gleichermaßen für das Betreuerhandeln, die Eignung des Betreuers und die Wahrnehmung der gerichtlichen Aufsicht gilt.
  • Die betroffene Person soll zudem in sämtlichen Stadien des Betreuungsverfahrens besser informiert und stärker eingebunden werden, insbesondere in die gerichtliche Entscheidung über das Ob und das Wie der Betreuerbestellung, in die Auswahl des konkreten Betreuers, aber auch in dessen Kontrolle durch das Betreuungsgericht.
  • Zur Verbesserung des Informations- und Kenntnisniveaus bei ehrenamtlichen Betreuern wird die Möglichkeit einer engen Anbindung an einen anerkannten Betreuungsverein im Wege einer Vereinbarung über eine Begleitung und Unterstützung neu eingeführt.
  • Zur Sicherstellung einer einheitlichen Qualität der beruflichen Betreuung soll ein formales Registrierungsverfahren mit persönlichen und fachlichen Mindesteignungsvoraussetzungen für berufliche Betreuer eingeführt werden.
  • Der Entwurf sieht verschiedene Maßnahmen zur effektiveren Umsetzung des Erforderlichkeitsgrundsatzes im Vorfeld der Betreuung, insbesondere an der Schnittstelle zum Sozialrecht, vor.
  • Die Verwaltung des Vermögens durch Betreuer und Vormünder soll modernisiert werden und künftig grundsätzlich bargeldlos erfolgen.
  • Schließlich sollen sich Ehegatten in Angelegenheiten der Gesundheitssorge kraft Gesetzes für die Dauer von drei Monaten gegenseitig vertreten können, wenn ein Ehegatte aufgrund von Bewusstlosigkeit oder einer Krankheit seine Angelegenheiten der Gesundheitssorge vorübergehend rechtlich nicht besorgen kann.

Der Referentenentwurf wurde zur Stellungnahme an Länder und Verbände verschickt. Den Entwurf können Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums herunterladen:

› www.bmjv.de

Quelle: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Pressemitteilung vom 23. Juni 2020

26.06.2020
PE
Bundesinteressengemeinschaft der Pflegefamilienverbände (BiP) gegründet

Gemeinsames Sprachrohr für die Belange von Pflege- und Adoptivkindern und ihren Familien

In Oberhausen ist die Bundesinteressengemeinschaft der Pflegefamilienverbände (BiP) gegründet worden. Initiatoren sind der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V., der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. und die AGENDA Pflegefamilien. Die BiP ist ein gemeinsames Sprachrohr, um sich auf politischer und fachlicher Ebene mit der geballten Kraft der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände bundesweit für die Belange der Pflege- und Adoptivkinder und ihrer Familien einzusetzen.

Die BiP tritt damit die Nachfolge des „Runden Tisches der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände“ an, der seit 2012 bestand. Sie versteht sich als Weiterentwicklung dieser Initiative und baut auf der gemeinsam geleisteten Arbeit auf. Zu dieser zählen etwa Positionspapiere zur Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe oder gemeinsame Auftritte beim Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag.

Grundsätzlich steht die BiP Ergänzungen und Expertisen von Organisationen oder Einzelpersonen offen gegenüber. Weitere Teilnehmer wie Bildungseinrichtungen, Gremien, Organisationen oder Einzelpersonen, die sich auf Bundesebene für Pflege- und Adoptivkinder einsetzen, sollen bei Bedarf in künftige Treffen einbezogen werden. Aktuell wird die Teilnahme am Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag 2021 vorbereitet.

Über den PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V.:
Der PFAD Bundesverband vertritt die Interessen, Wünsche und Probleme von Pflege- und Adoptivkindern und ihren Familien überregional. PFAD vertritt die Interessen von Pflege- und Adoptivkindern und deren Eltern in Gesetzgebungsverfahren, im Rahmen einer konstruktiven Zusammenarbeit mit Behörden und Organisationen, auf dem Gebiet der Verbesserung und Absicherung der rechtlichen Positionen von Pflegefamilien sowie bei der sozialen Absicherung von Pflegepersonen. PFAD sucht die Auseinandersetzung über qualifizierte Standards in den Bereichen Adoption und familiäre Hilfen zur Erziehung auf ministerieller und parlamentarischer Ebene sowie in Form intensiver Öffentlichkeits- und Beratungsarbeit. PFAD setzt sich ein für eine fachlich kompetente Begleitung von Pflege- und Adoptivfamilien durch die Jugendhilfe, den Ausbau und die kontinuierliche Unterstützung durch Pflegeelternschulungen und Adoptivelternseminare sowie Vorbereitungs- und Qualifizierungsmaßnahmen in allen Bundesländern.
› www.pfad-bv.de

Über den Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V.:
Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. (BbP) ist eine Selbsthilfevereinigung von Pflegeeltern, die sich für Pflegekinder mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen engagieren. Er wurde 1983 gegründet und vertritt bundesweit mehr als 550 Familien mit über 1.000 Pflegekindern. Zentrales Anliegen ist die Vermittlungshilfe von Kindern mit besonderen Bedürfnissen in Pflegefamilien. Nach der UN-Behindertenrechtskonvention hat jedes Kind das Recht, in einer Familie aufzuwachsen. Der BbP ist als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt und vertritt die Interessen behinderter Pflegekinder und ihrer Pflegeeltern auch im politischen, sozialrechtlichen und gesellschaftlichen Bereich.
› www.bbpflegekinder.de

Über die AGENDA Pflegefamilien:
Die AGENDA Pflegefamilien ist ein Zusammenschluss von Landesorganisationen der Pflege- und Adoptivfamilien und engagierter Einzelpersonen. Ganz bewusst will sie keine neue Verbandsstruktur gründen, sondern sich gemeinsam auf den Weg zur Verbesserung des Pflegekinderwesens machen. Dazu ist sie bundespolitisch und im Rahmen von Netzwerken tätig.
› www.agendapflegefamilien.de

BiP-Kontakt: Dr. Carmen Thiele, carmen.thiele@pfad-bv.de, Tel. 030 9487 9423

16.06.2020
PE
Pflegestellen bei Pädophilen: Abschlussbericht zum Wirken von Helmut Kentler

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, und das Wissenschaftsteam der Universität Hildesheim – Prof. Dr. Meike Baader, Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Dr. Julia Schröder sowie Dr. Carolin Oppermann – haben den Abschlussbericht der Universität Hildesheim zum Wirken von Helmut Kentler in der Berliner öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe vorgestellt. Hintergrund sind Kentlers Initiativen zur Einrichtung von Pflegestellen bei pädophilen, auch wegen Sexualdelikten vorbestraften Männern ab Ende der 1960er bis zu Beginn der 2000er Jahre.

Bei der Studie handelt es sich nach dem Gutachten des Göttinger Instituts für Demokratieforschung von 2016 um das zweite Forschungsprojekt zum Fall Kentler, das von Senatorin Sandra Scheeres initiiert und von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie finanziell gefördert wurde. In der Hildesheimer Studie konnten erstmals auch Aussagen und Erfahrungen von insgesamt drei Betroffenen berücksichtigt werden, die als Kinder und Jugendliche Übergriffe und massive sexualisierte Gewalt durch Pflegeväter erleiden mussten.

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Der Kentler-Skandal reicht lange in die Vergangenheit zurück und ist für die Betroffenen doch nie vorbei. Was Kindern und Jugendlichen damals angetan wurde, ist zutiefst erschütternd. Mein besonderer Dank gilt den Betroffenen, die sich an der Aufarbeitung beteiligt haben. Der neue Ergebnisbericht liefert ein klareres und umfassenderes Bild von den Vorgängen. Er fördert neue Erkenntnisse zu Kentlers Rolle, zu den Strukturen und Verfahren der damaligen Zeit und zu den Verantwortlichkeiten zutage. Er entlarvt Kentlers Rede von einem Experiment der Erziehungs- und Bildungsreform als beschönigende Darstellung des sexuellen Missbrauchs von Pflegekindern.
Als Land Berlin übernehmen wir Verantwortung für das Leid, das Schutzbefohlenen in öffentlicher Verantwortung angetan wurde. Mit dem neuen Wissen haben wir den Betroffenen Gespräche über eine finanzielle Anerkennung ihres Leids angeboten. Das Land Berlin wird sich für die weitere Aufarbeitung einsetzen, insbesondere mit Blick auf die deutlichen Hinweise auf bundesweite Zusammenhänge. Darüber hinaus prüfen wir, welche Lehren für die heutige Pflegekinderhilfe in Berlin zu ziehen sind. Hierfür wurde bereits eine Studie zur aktuellen bezirklichen und gesamtstädtischen Struktur der Pflegekinderhilfe beauftragt.“

Der Abschlussbericht der Studie ist veröffentlicht unter:
› www.dx.doi.org/10.18442/129/

Quelle:
› Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vom 15.06.2020

05.06.2020
PE
2019 deutlich mehr Verfahren wegen Kindeswohlgefährdung in Berlin und Brandenburg

Im vergangenen Jahr führten die Jugendämter in Berlin und Brandenburg 23.909 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Davon waren 17.050 Berliner und 6.859 Brandenburger Kinder und Jugendliche betroffen.

In Berlin stieg die Anzahl der Verfahren gegenüber 2018 um 15 Prozent und in Brandenburg um 14 Prozent, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

Akut gefährdet waren in Berlin 19 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen. In diesen Fällen war eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten.

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier nachlesen:

› Pressemitteilung vom 26. Mai 2020 - Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

16.04.2020
Geschäftsstelle telefonisch nicht zu erreichen

Die Geschäftsstelle ist zurzeit telefonisch nicht erreichbar. Sie können uns eine E-Mail schicken: info@arbeitskreis-pflegekinder.de

14.04.2020
Unterstützung für Pflegeeltern, die wegen der Betreuung ihrer Kinder vorübergehend nicht arbeiten können

Die Ausbreitung des Coronavirus verursacht große organisatorische und finanzielle Probleme: Eltern müssen wegen Kita- und Schulschließungen die Betreuung ihrer Kinder selbst organisieren, können ihrer Arbeit nicht in vollem Umfang nachgehen, sind in Kurzarbeit oder haben wegen ausbleibender Aufträge gravierende Einkommenseinbußen.

Erwerbstätige Sorgeberechtige, die wegen der Betreuung ihrer Kinder vorübergehend nicht arbeiten können, haben Anspruch auf Entschädigung.

Wenn ein Kind in Vollzeitpflege nach § 33 des Achten Buches Sozialgesetzbuch in den Haushalt aufgenommen wurde, steht der Anspruch auf Entschädigung statt dem Sorgeberechtigten den Pflegeeltern zu.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales: >>> www.bmas.de

Eine Übersicht zu finanziellen Hilfen und Unterstützungsangeboten für Familien finden Sie auf der Homepage der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie: >>> www.berlin.de/sen/bjf

03.04.2020
PE
Hilfreiche Informationen für das gute Gelingen der großen Corona-Herausforderung

Liebe Pflegeeltern, liebe Mitglieder,
aufgrund der massiven gesellschaftlichen Einschränkungen durch das Coronavirus sind die gegenwärtigen Aufgaben für Kinder und Eltern und im Besonderen für Pflegeeltern nicht leicht zu bewältigen. Sie benötigen in diesen Tagen besonders viel Geduld und Kreativität, um den Alltag positiv zu meistern.

Mit diesen Zeilen möchten wir Ihnen einige hilfreiche Informationen für das gute Gelingen dieser großen Herausforderung übersenden:

  • der PFAD Bundesverband hat auf seiner Homepage einige wichtige und nützliche Informationen zum Thema Pflegekinderhilfe eingestellt. Diese finden Sie hier.
  • Auf der Website www.coronapause.de finden Sie viele Anregungen zum Alltag im Homeoffice und Lernhilfen.
  • Regionale Informationen und Telefonnummern zu den Gesundheitsämtern finden Sie auf rbb24 und dort im rbb-Blog.
  • Reichlich Informationen zur Unterstützung und Regelungen zur Kindernotbetreuungen der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie finden Sie hier


Für Pflegefamilien, die jetzt ihre Kinder zu Hause „unterrichten“, gibt es einige Anregungen und Merkblätter vom Grundschulverband:


Wir halten diese Informationen für hilfreich.

Wir wünschen Ihnen viel Kraft und Ausdauer, um diese schwierigen Zeiten zu meistern.

Viele Grüße sendet Ihnen

Ihr Vorstand

18.03.2020
Aktuelle News zur Kindertagespflege auf der Seite des Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.

Aktuelle Informationen zur Kindertagespflege finden Sie ab sofort nur noch auf der Homepage des Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.:

>>> www.kindertagespflege-lv.berlin

Hier finden Sie auch aktuelle Informationen zu den Corona-Schutzmaßnahmen in der Kindertagespflege.

10.03.2020
PE
Rechtsgutachten „Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII – Materielle Rechtsfragen und Verfahren“

Kostenheranziehung in der Jugendhilfe ist immer wieder ein Thema, zu dem sowohl der Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V., als auch die Ombudsstellen in den anderen Bundesländern immer mehr Anfragen erreichen.

Typische Fragen sind:

  • Was kann ich tun, wenn das Jugendamt darauf besteht, dass ich aus meinem aktuellen Einkommen zu den Kosten herangezogen werde und nicht aus dem Einkommen des Vorjahres?
  • Muss ich auch von meinem Erbe was abgeben?
  • Muss ich auch von dem Geld, welches ich beim FSJ bekomme, etwas abgeben?
  • Kann ich noch etwas tun, wenn ein rechtswidriger Bescheid bereits bestandskräftig geworden ist?

Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe hat zu dieser Thematik ein Rechtsgutachten bei Rechtsanwalt Benjamin Raabe in Auftrag gegeben.

Im vorliegenden Rechtsgutachten werden diese und weitere Fragen, z.B. zum Kindergeld, zu BaföG und BAB beantwortet in der Hoffnung, dass es bei der Arbeit mit den jungen Menschen unterstützend wirken kann.

Das Rechtsgutachten „Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII – Materielle Rechtsfragen und Verfahren“ ist unter folgenden Links abrufbar:

https://www.brj-berlin.de/fachinformationen/gutachten/

https://ombudschaft-jugendhilfe.de/wp-content/uploads/Kostenheranziehung-junger-Menschen-nach-dem-SGB-VIII_Raabe_BNW-Ombudschaft.pdf

06.03.2020
PE
Internetseite des Bundesforums Vormundschaft und Pflegschaft online: Starke Vormundschaft: Partner in der Kinder- und Jugendhilfe!

Eine gute Nachricht für alle, die an Informationen rund um die Vormundschaft in der Kinder- und Jugendhilfe interessiert sind: Die Internetseite des Bundesforums Vormundschaft und Pflegschaft e. V. ist nun online: https://vormundschaft.net.

Die Tätigkeit der Vormund*innen hat sich in den Jahren seit der „kleinen“ Vormundschaftsreform“ deutlich weiter entwickelt und ist häufig sehr bedeutsam für die Entwicklung der betroffenen Kinder. Der im Oktober 2019 gegründete, interdisziplinär aufgestellte Verein „Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft“ will mit der Internetseite Kenntnisse zur Tätigkeit der Vormund*innen, die Diskussion zu Schnittstellen und Kooperation, Fragen der Beteiligung der Kinder und Jugendlichen zwischen vielen Helfer*innen in die Fläche tragen:

  • Das Bundesforum“ ist die Rubrik für fachpolitische Stellungnahmen und Publikationen des Bundesforums sowie Informationen zum Verein und seiner Koordinierungsstelle.
  • Die Rubrik „Vormundschaft erklärt“ beantwortet Fragen zur Vormundschaft, - jeweils zugeschnitten auf Fragen von Kindern und Jugendlichen sowie Eltern und auf den Informationsbedarf von Pflegeeltern und Fachkräften der Hilfen zur Erziehung, Sozialen Diensten und Familiengerichten.
  • Unter „Fachinformationen“ werden eine Fülle von Materialien für Vormund*innen und Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe sowie den Familiengerichten zur Verfügung gestellt. Dort sind auch Texte eingestellt, die sich direkt an Kinder und Jugendliche, Eltern, Pflegeeltern oder Erzieher*innen richten. Ein Glossar erklärt verständlich einige Fachbegriffe und soll Schritt für Schritt erweitert werden.
  • Aktuelle Nachrichten und Hinweise auf Fachveranstaltungen sind selbstverständlich ebenfalls verfügbar.

Das Bundesforum nimmt gerne Hinweise auf Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Materialien entgegen (info@vormundschaft.net). Auch Kritik und Hinweise zur Weiterentwicklung der Seite sind herzlich willkommen.

 >>> https://vormundschaft.net

29.06.2020
PE

Gesetzentwurf zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat am 23.06.2020 einen Entwurf für ein Gesetz zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts veröffentlicht.

Die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Christine Lambrecht, erklärte hierzu: "Wir wollen die Stellung der Kinder verbessern und ihr Recht auf Pflege und Erziehung ins Zentrum des Vormundschaftsrechtes stellen. Auch die Rechte der Pflegeeltern, bei denen die Mündel aufwachsen, sollen gestärkt werden.
Im Betreuungsrecht wollen wir mehr Selbstbestimmung und eine hohe Qualität der rechtlichen Betreuung für die betreuten Menschen gewährleisten. Das Betreuungsrecht wird daher entsprechend den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention verstärkt am Selbstbestimmungsrecht der Betreuten ausgerichtet. Darüber hinaus wird ein zeitlich begrenztes Notvertretungsrecht für Ehegatten in Angelegenheiten der Gesundheitssorge eingeführt."

Mit dem im Koalitionsvertrag verabredeten Reformvorhaben soll das aus dem Jahre 1896 stammende Vormundschaftsrecht an die heutigen Bedürfnisse angepasst werden. Die Reformvorschläge sind in fachspezifischen Arbeitsgruppen intensiv vorbereitet worden. Das vom BMJV vorgelegte Gesetzespaket sieht einschließlich aller Folgeanpassungen eine Änderung von 46 Gesetzen vor.

Das Gesetzespaket umfasst u. a. folgende Vorschläge:

  • Das Vormundschafts- und das Betreuungsrecht werden insgesamt neu strukturiert. Die Vorschriften des geltenden Vormundschaftsrechts zur Vermögenssorge, zu Fürsorge und Aufsicht des Gerichts sowie zum Aufwendungsersatz und zur Vergütung werden ins Betreuungsrecht eingeordnet und, soweit erforderlich, an das Betreuungsrecht angepasst.
  • Im Vormundschaftsrecht soll der Mündel mit seinen Rechten als Subjekt im Zentrum stehen und die Personensorge gestärkt werden.
  • Die Rechte der Pflegeeltern, bei denen die Mündel aufwachsen, sollen gestärkt werden.
  • Die verschiedenen Vormundschaftstypen werden zu einem Gesamtsystem zusammengefügt, in dem die beruflichen Vormünder einschließlich des Jugendamts als Amtsvormund gleichrangig sind, nur ehrenamtliche Vormünder sind vorrangig zu bestellen.
  • Im Betreuungsrecht sind die Änderungen zentral darauf ausgerichtet, das Selbstbestimmung und die Autonomie unterstützungsbedürftiger Menschen im Vorfeld und innerhalb einer rechtlichen Betreuung im Sinne von Artikel 12 UN-Behindertenrechtskonvention zu stärken.
  • Es wird klarer geregelt, dass die rechtliche Betreuung in erster Linie eine Unterstützung des Betreuten bei der Besorgung seiner Angelegenheiten durch eigenes selbstbestimmtes Handeln gewährleistet und der Betreuer das Mittel der Stellvertretung nur einsetzen darf, soweit es erforderlich ist.
  • Der Vorrang der Wünsche des Betreuten wird als zentraler Maßstab des Betreuungsrechts normiert, der gleichermaßen für das Betreuerhandeln, die Eignung des Betreuers und die Wahrnehmung der gerichtlichen Aufsicht gilt.
  • Die betroffene Person soll zudem in sämtlichen Stadien des Betreuungsverfahrens besser informiert und stärker eingebunden werden, insbesondere in die gerichtliche Entscheidung über das Ob und das Wie der Betreuerbestellung, in die Auswahl des konkreten Betreuers, aber auch in dessen Kontrolle durch das Betreuungsgericht.
  • Zur Verbesserung des Informations- und Kenntnisniveaus bei ehrenamtlichen Betreuern wird die Möglichkeit einer engen Anbindung an einen anerkannten Betreuungsverein im Wege einer Vereinbarung über eine Begleitung und Unterstützung neu eingeführt.
  • Zur Sicherstellung einer einheitlichen Qualität der beruflichen Betreuung soll ein formales Registrierungsverfahren mit persönlichen und fachlichen Mindesteignungsvoraussetzungen für berufliche Betreuer eingeführt werden.
  • Der Entwurf sieht verschiedene Maßnahmen zur effektiveren Umsetzung des Erforderlichkeitsgrundsatzes im Vorfeld der Betreuung, insbesondere an der Schnittstelle zum Sozialrecht, vor.
  • Die Verwaltung des Vermögens durch Betreuer und Vormünder soll modernisiert werden und künftig grundsätzlich bargeldlos erfolgen.
  • Schließlich sollen sich Ehegatten in Angelegenheiten der Gesundheitssorge kraft Gesetzes für die Dauer von drei Monaten gegenseitig vertreten können, wenn ein Ehegatte aufgrund von Bewusstlosigkeit oder einer Krankheit seine Angelegenheiten der Gesundheitssorge vorübergehend rechtlich nicht besorgen kann.

Der Referentenentwurf wurde zur Stellungnahme an Länder und Verbände verschickt. Den Entwurf können Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums herunterladen:

› www.bmjv.de

Quelle: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Pressemitteilung vom 23. Juni 2020

26.06.2020
PE
Bundesinteressengemeinschaft der Pflegefamilienverbände (BiP) gegründet

Gemeinsames Sprachrohr für die Belange von Pflege- und Adoptivkindern und ihren Familien

In Oberhausen ist die Bundesinteressengemeinschaft der Pflegefamilienverbände (BiP) gegründet worden. Initiatoren sind der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V., der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. und die AGENDA Pflegefamilien. Die BiP ist ein gemeinsames Sprachrohr, um sich auf politischer und fachlicher Ebene mit der geballten Kraft der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände bundesweit für die Belange der Pflege- und Adoptivkinder und ihrer Familien einzusetzen.

Die BiP tritt damit die Nachfolge des „Runden Tisches der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände“ an, der seit 2012 bestand. Sie versteht sich als Weiterentwicklung dieser Initiative und baut auf der gemeinsam geleisteten Arbeit auf. Zu dieser zählen etwa Positionspapiere zur Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe oder gemeinsame Auftritte beim Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag.

Grundsätzlich steht die BiP Ergänzungen und Expertisen von Organisationen oder Einzelpersonen offen gegenüber. Weitere Teilnehmer wie Bildungseinrichtungen, Gremien, Organisationen oder Einzelpersonen, die sich auf Bundesebene für Pflege- und Adoptivkinder einsetzen, sollen bei Bedarf in künftige Treffen einbezogen werden. Aktuell wird die Teilnahme am Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag 2021 vorbereitet.

Über den PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V.:
Der PFAD Bundesverband vertritt die Interessen, Wünsche und Probleme von Pflege- und Adoptivkindern und ihren Familien überregional. PFAD vertritt die Interessen von Pflege- und Adoptivkindern und deren Eltern in Gesetzgebungsverfahren, im Rahmen einer konstruktiven Zusammenarbeit mit Behörden und Organisationen, auf dem Gebiet der Verbesserung und Absicherung der rechtlichen Positionen von Pflegefamilien sowie bei der sozialen Absicherung von Pflegepersonen. PFAD sucht die Auseinandersetzung über qualifizierte Standards in den Bereichen Adoption und familiäre Hilfen zur Erziehung auf ministerieller und parlamentarischer Ebene sowie in Form intensiver Öffentlichkeits- und Beratungsarbeit. PFAD setzt sich ein für eine fachlich kompetente Begleitung von Pflege- und Adoptivfamilien durch die Jugendhilfe, den Ausbau und die kontinuierliche Unterstützung durch Pflegeelternschulungen und Adoptivelternseminare sowie Vorbereitungs- und Qualifizierungsmaßnahmen in allen Bundesländern.
› www.pfad-bv.de

Über den Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V.:
Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. (BbP) ist eine Selbsthilfevereinigung von Pflegeeltern, die sich für Pflegekinder mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen engagieren. Er wurde 1983 gegründet und vertritt bundesweit mehr als 550 Familien mit über 1.000 Pflegekindern. Zentrales Anliegen ist die Vermittlungshilfe von Kindern mit besonderen Bedürfnissen in Pflegefamilien. Nach der UN-Behindertenrechtskonvention hat jedes Kind das Recht, in einer Familie aufzuwachsen. Der BbP ist als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt und vertritt die Interessen behinderter Pflegekinder und ihrer Pflegeeltern auch im politischen, sozialrechtlichen und gesellschaftlichen Bereich.
› www.bbpflegekinder.de

Über die AGENDA Pflegefamilien:
Die AGENDA Pflegefamilien ist ein Zusammenschluss von Landesorganisationen der Pflege- und Adoptivfamilien und engagierter Einzelpersonen. Ganz bewusst will sie keine neue Verbandsstruktur gründen, sondern sich gemeinsam auf den Weg zur Verbesserung des Pflegekinderwesens machen. Dazu ist sie bundespolitisch und im Rahmen von Netzwerken tätig.
› www.agendapflegefamilien.de

BiP-Kontakt: Dr. Carmen Thiele, carmen.thiele@pfad-bv.de, Tel. 030 9487 9423

16.06.2020
PE
Pflegestellen bei Pädophilen: Abschlussbericht zum Wirken von Helmut Kentler

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, und das Wissenschaftsteam der Universität Hildesheim – Prof. Dr. Meike Baader, Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Dr. Julia Schröder sowie Dr. Carolin Oppermann – haben den Abschlussbericht der Universität Hildesheim zum Wirken von Helmut Kentler in der Berliner öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe vorgestellt. Hintergrund sind Kentlers Initiativen zur Einrichtung von Pflegestellen bei pädophilen, auch wegen Sexualdelikten vorbestraften Männern ab Ende der 1960er bis zu Beginn der 2000er Jahre.

Bei der Studie handelt es sich nach dem Gutachten des Göttinger Instituts für Demokratieforschung von 2016 um das zweite Forschungsprojekt zum Fall Kentler, das von Senatorin Sandra Scheeres initiiert und von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie finanziell gefördert wurde. In der Hildesheimer Studie konnten erstmals auch Aussagen und Erfahrungen von insgesamt drei Betroffenen berücksichtigt werden, die als Kinder und Jugendliche Übergriffe und massive sexualisierte Gewalt durch Pflegeväter erleiden mussten.

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Der Kentler-Skandal reicht lange in die Vergangenheit zurück und ist für die Betroffenen doch nie vorbei. Was Kindern und Jugendlichen damals angetan wurde, ist zutiefst erschütternd. Mein besonderer Dank gilt den Betroffenen, die sich an der Aufarbeitung beteiligt haben. Der neue Ergebnisbericht liefert ein klareres und umfassenderes Bild von den Vorgängen. Er fördert neue Erkenntnisse zu Kentlers Rolle, zu den Strukturen und Verfahren der damaligen Zeit und zu den Verantwortlichkeiten zutage. Er entlarvt Kentlers Rede von einem Experiment der Erziehungs- und Bildungsreform als beschönigende Darstellung des sexuellen Missbrauchs von Pflegekindern.
Als Land Berlin übernehmen wir Verantwortung für das Leid, das Schutzbefohlenen in öffentlicher Verantwortung angetan wurde. Mit dem neuen Wissen haben wir den Betroffenen Gespräche über eine finanzielle Anerkennung ihres Leids angeboten. Das Land Berlin wird sich für die weitere Aufarbeitung einsetzen, insbesondere mit Blick auf die deutlichen Hinweise auf bundesweite Zusammenhänge. Darüber hinaus prüfen wir, welche Lehren für die heutige Pflegekinderhilfe in Berlin zu ziehen sind. Hierfür wurde bereits eine Studie zur aktuellen bezirklichen und gesamtstädtischen Struktur der Pflegekinderhilfe beauftragt.“

Der Abschlussbericht der Studie ist veröffentlicht unter:
› www.dx.doi.org/10.18442/129/

Quelle:
› Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vom 15.06.2020

05.06.2020
PE
2019 deutlich mehr Verfahren wegen Kindeswohlgefährdung in Berlin und Brandenburg

Im vergangenen Jahr führten die Jugendämter in Berlin und Brandenburg 23.909 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Davon waren 17.050 Berliner und 6.859 Brandenburger Kinder und Jugendliche betroffen.

In Berlin stieg die Anzahl der Verfahren gegenüber 2018 um 15 Prozent und in Brandenburg um 14 Prozent, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

Akut gefährdet waren in Berlin 19 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen. In diesen Fällen war eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten.

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier nachlesen:

› Pressemitteilung vom 26. Mai 2020 - Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

16.04.2020
Geschäftsstelle telefonisch nicht zu erreichen

Die Geschäftsstelle ist zurzeit telefonisch nicht erreichbar. Sie können uns eine E-Mail schicken: info@arbeitskreis-pflegekinder.de

14.04.2020
Unterstützung für Pflegeeltern, die wegen der Betreuung ihrer Kinder vorübergehend nicht arbeiten können

Die Ausbreitung des Coronavirus verursacht große organisatorische und finanzielle Probleme: Eltern müssen wegen Kita- und Schulschließungen die Betreuung ihrer Kinder selbst organisieren, können ihrer Arbeit nicht in vollem Umfang nachgehen, sind in Kurzarbeit oder haben wegen ausbleibender Aufträge gravierende Einkommenseinbußen.

Erwerbstätige Sorgeberechtige, die wegen der Betreuung ihrer Kinder vorübergehend nicht arbeiten können, haben Anspruch auf Entschädigung.

Wenn ein Kind in Vollzeitpflege nach § 33 des Achten Buches Sozialgesetzbuch in den Haushalt aufgenommen wurde, steht der Anspruch auf Entschädigung statt dem Sorgeberechtigten den Pflegeeltern zu.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales: >>> www.bmas.de

Eine Übersicht zu finanziellen Hilfen und Unterstützungsangeboten für Familien finden Sie auf der Homepage der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie: >>> www.berlin.de/sen/bjf

03.04.2020
PE
Hilfreiche Informationen für das gute Gelingen der großen Corona-Herausforderung

Liebe Pflegeeltern, liebe Mitglieder,
aufgrund der massiven gesellschaftlichen Einschränkungen durch das Coronavirus sind die gegenwärtigen Aufgaben für Kinder und Eltern und im Besonderen für Pflegeeltern nicht leicht zu bewältigen. Sie benötigen in diesen Tagen besonders viel Geduld und Kreativität, um den Alltag positiv zu meistern.

Mit diesen Zeilen möchten wir Ihnen einige hilfreiche Informationen für das gute Gelingen dieser großen Herausforderung übersenden:

  • der PFAD Bundesverband hat auf seiner Homepage einige wichtige und nützliche Informationen zum Thema Pflegekinderhilfe eingestellt. Diese finden Sie hier.
  • Auf der Website www.coronapause.de finden Sie viele Anregungen zum Alltag im Homeoffice und Lernhilfen.
  • Regionale Informationen und Telefonnummern zu den Gesundheitsämtern finden Sie auf rbb24 und dort im rbb-Blog.
  • Reichlich Informationen zur Unterstützung und Regelungen zur Kindernotbetreuungen der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie finden Sie hier


Für Pflegefamilien, die jetzt ihre Kinder zu Hause „unterrichten“, gibt es einige Anregungen und Merkblätter vom Grundschulverband:


Wir halten diese Informationen für hilfreich.

Wir wünschen Ihnen viel Kraft und Ausdauer, um diese schwierigen Zeiten zu meistern.

Viele Grüße sendet Ihnen

Ihr Vorstand

18.03.2020
Aktuelle News zur Kindertagespflege auf der Seite des Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.

Aktuelle Informationen zur Kindertagespflege finden Sie ab sofort nur noch auf der Homepage des Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.:

>>> www.kindertagespflege-lv.berlin

Hier finden Sie auch aktuelle Informationen zu den Corona-Schutzmaßnahmen in der Kindertagespflege.

10.03.2020
PE
Rechtsgutachten „Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII – Materielle Rechtsfragen und Verfahren“

Kostenheranziehung in der Jugendhilfe ist immer wieder ein Thema, zu dem sowohl der Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V., als auch die Ombudsstellen in den anderen Bundesländern immer mehr Anfragen erreichen.

Typische Fragen sind:

  • Was kann ich tun, wenn das Jugendamt darauf besteht, dass ich aus meinem aktuellen Einkommen zu den Kosten herangezogen werde und nicht aus dem Einkommen des Vorjahres?
  • Muss ich auch von meinem Erbe was abgeben?
  • Muss ich auch von dem Geld, welches ich beim FSJ bekomme, etwas abgeben?
  • Kann ich noch etwas tun, wenn ein rechtswidriger Bescheid bereits bestandskräftig geworden ist?

Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe hat zu dieser Thematik ein Rechtsgutachten bei Rechtsanwalt Benjamin Raabe in Auftrag gegeben.

Im vorliegenden Rechtsgutachten werden diese und weitere Fragen, z.B. zum Kindergeld, zu BaföG und BAB beantwortet in der Hoffnung, dass es bei der Arbeit mit den jungen Menschen unterstützend wirken kann.

Das Rechtsgutachten „Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII – Materielle Rechtsfragen und Verfahren“ ist unter folgenden Links abrufbar:

https://www.brj-berlin.de/fachinformationen/gutachten/

https://ombudschaft-jugendhilfe.de/wp-content/uploads/Kostenheranziehung-junger-Menschen-nach-dem-SGB-VIII_Raabe_BNW-Ombudschaft.pdf

06.03.2020
PE
Internetseite des Bundesforums Vormundschaft und Pflegschaft online: Starke Vormundschaft: Partner in der Kinder- und Jugendhilfe!

Eine gute Nachricht für alle, die an Informationen rund um die Vormundschaft in der Kinder- und Jugendhilfe interessiert sind: Die Internetseite des Bundesforums Vormundschaft und Pflegschaft e. V. ist nun online: https://vormundschaft.net.

Die Tätigkeit der Vormund*innen hat sich in den Jahren seit der „kleinen“ Vormundschaftsreform“ deutlich weiter entwickelt und ist häufig sehr bedeutsam für die Entwicklung der betroffenen Kinder. Der im Oktober 2019 gegründete, interdisziplinär aufgestellte Verein „Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft“ will mit der Internetseite Kenntnisse zur Tätigkeit der Vormund*innen, die Diskussion zu Schnittstellen und Kooperation, Fragen der Beteiligung der Kinder und Jugendlichen zwischen vielen Helfer*innen in die Fläche tragen:

  • Das Bundesforum“ ist die Rubrik für fachpolitische Stellungnahmen und Publikationen des Bundesforums sowie Informationen zum Verein und seiner Koordinierungsstelle.
  • Die Rubrik „Vormundschaft erklärt“ beantwortet Fragen zur Vormundschaft, - jeweils zugeschnitten auf Fragen von Kindern und Jugendlichen sowie Eltern und auf den Informationsbedarf von Pflegeeltern und Fachkräften der Hilfen zur Erziehung, Sozialen Diensten und Familiengerichten.
  • Unter „Fachinformationen“ werden eine Fülle von Materialien für Vormund*innen und Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe sowie den Familiengerichten zur Verfügung gestellt. Dort sind auch Texte eingestellt, die sich direkt an Kinder und Jugendliche, Eltern, Pflegeeltern oder Erzieher*innen richten. Ein Glossar erklärt verständlich einige Fachbegriffe und soll Schritt für Schritt erweitert werden.
  • Aktuelle Nachrichten und Hinweise auf Fachveranstaltungen sind selbstverständlich ebenfalls verfügbar.

Das Bundesforum nimmt gerne Hinweise auf Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Materialien entgegen (info@vormundschaft.net). Auch Kritik und Hinweise zur Weiterentwicklung der Seite sind herzlich willkommen.

 >>> https://vormundschaft.net

16.04.2020
Geschäftsstelle telefonisch nicht zu erreichen

Die Geschäftsstelle ist zurzeit telefonisch nicht erreichbar. Sie können uns eine E-Mail schicken: info@arbeitskreis-pflegekinder.de

14.04.2020
Unterstützung für Pflegeeltern, die wegen der Betreuung ihrer Kinder vorübergehend nicht arbeiten können

Die Ausbreitung des Coronavirus verursacht große organisatorische und finanzielle Probleme: Eltern müssen wegen Kita- und Schulschließungen die Betreuung ihrer Kinder selbst organisieren, können ihrer Arbeit nicht in vollem Umfang nachgehen, sind in Kurzarbeit oder haben wegen ausbleibender Aufträge gravierende Einkommenseinbußen.

Erwerbstätige Sorgeberechtige, die wegen der Betreuung ihrer Kinder vorübergehend nicht arbeiten können, haben Anspruch auf Entschädigung.

Wenn ein Kind in Vollzeitpflege nach § 33 des Achten Buches Sozialgesetzbuch in den Haushalt aufgenommen wurde, steht der Anspruch auf Entschädigung statt dem Sorgeberechtigten den Pflegeeltern zu.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales: >>> www.bmas.de

Eine Übersicht zu finanziellen Hilfen und Unterstützungsangeboten für Familien finden Sie auf der Homepage der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie: >>> www.berlin.de/sen/bjf

18.03.2020
Aktuelle News zur Kindertagespflege auf der Seite des Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.

Aktuelle Informationen zur Kindertagespflege finden Sie ab sofort nur noch auf der Homepage des Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.:

>>> www.kindertagespflege-lv.berlin

Hier finden Sie auch aktuelle Informationen zu den Corona-Schutzmaßnahmen in der Kindertagespflege.

19.11.2019
Internationaler Tag der Kinderrechte am 20. November 2019: Fakten zur Situation in Deutschland

Anlässlich des Internationalen Tages der Kinderrechte am 20. November 2019 hat das Statistische Bundesamt (Destatis) exemplarisch Fakten zur Situation der rund 13,6 Millionen minderjährigen Kinder und Jugendlichen in Deutschland für das Jahr 2018 zusammengetragen. Im Jahr 2018 waren 2,4 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 6 % weniger. Gleichzeitig haben die Jugendämter bei rund 50.400 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung aufgrund von Gewalt oder Vernachlässigung festgestellt, 10 % mehr als 2017.

30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention
Am 20. November 1989 – also vor 30 Jahren – hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Übereinkommen über die Rechte des Kindes angenommen: die UN-Kinderrechtskonvention. Sie besteht aus insgesamt 54 Artikeln, die minderjährigen Kindern und Jugendlichen grundlegende Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechte zusichern. Unter anderem ist dort das Recht auf Familie, Fürsorge und ein sicheres Zuhause festgehalten. Auch wenn der Großteil der Kinder und Jugendlichen in Deutschland mit mindestens einem Elternteil in einer der rund 8,0 Millionen Familien zusammenwohnt, ist dies nicht für alle Kinder selbstverständlich.

Das Recht auf eine Familie, Fürsorge und ein sicheres Zuhause
Wird ein Kind vorübergehend oder dauerhaft von seiner Familie getrennt, sichert die Kinderrechtskonvention den Betroffenen verschiedene alternative Formen von Betreuung zu. So waren 95.000 Kinder oder Jugendliche im Jahr 2018 in einem Heim untergebracht. Weitere 81.400 Kinder oder Jugendliche lebten in einer Pflegefamilie, darunter 28 % in Verwandten- und 72 % in Fremdpflege.
Können, dürfen oder wollen die Eltern das Kind nicht selbst groß ziehen, besteht – sofern dies dem Kindeswohl dient – die Möglichkeit einer Adoption: Von den rund 3.700 Adoptionen im Jahr 2018 wurde der Großteil, (61 %) von Stiefeltern vorgenommen. In 171 Fällen (5 %) handelte es sich um eine internationale Adoption.

Recht auf Leistungen der sozialen Sicherheit und angemessene Lebensbedingungen
In Artikel 26 und 27 der UN-Kinderrechtskonvention ist zudem das Recht jeden Kindes auf einen Lebensstandard festgehalten, der ihn in seiner körperlichen und sozialen Entwicklung fördert. Nach der EU-weiten Haushaltserhebung EU-SILC (European Survey on Income and Living Conditions) waren in Deutschland im Jahr 2018 mit 17,3 % etwas weniger Kinder und Jugendliche von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht als im Vorjahr (18,0 %) – es konnten sich auch wieder mehr Haushalte mit Kindern eine einwöchige Urlaubsreise leisten: Während 2017 noch 15,5 % der in Haushalten mit Kindern lebenden Personen angaben, dass dies für sie finanziell nicht möglich sei, waren es zuletzt 13,4 % dieser Personen.

Schutz vor Gewalt, Misshandlung, Missbrauch und Verwahrlosung
Nach der UN-Kinderrechtskonvention stehen Kinder unter dem besonderen Schutz des Staates. Im Jahr 2018 haben die Jugendämter in Deutschland im Rahmen ihres Schutzauftrages bei rund 50.400 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung aufgrund von Vernachlässigung, psychischer, körperlicher oder sexueller Gewalt festgestellt – das waren 10 % mehr als im Vorjahr.
2018 wurden in diesem Zusammenhang auch mehr Minderjährige in Deutschland zu ihrem Schutz in Obhut genommen: In rund 6.200 Fällen haben die Jugendämter Kinder oder Jugendliche aufgrund von Misshandlungen, in 6.000 wegen Vernachlässigungen und in 840 Fällen aufgrund von sexueller Gewalt zu ihrem Schutz vorübergehend in Obhut genommen. Weil eine Gefährdung des Kindeswohls anders nicht abzuwenden war, haben die Familiengerichte 2018 zudem in rund 7.500 Fällen einen vollständigen und in weiteren 8.500 Fällen einen teilweisen Entzug der elterlichen Sorge angeordnet.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. N 010 vom 19.11.2019

26.06.2019
TM
Aktuelle News zur Kindertagespflege jetzt auf der Seite des Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.

Aktuelle Informationen zur Kindertagespflege finden Sie ab sofort auf der Homepage des Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.:

>>> www.kindertagespflege-lv.berlin

14.05.2019
Manchmal muss man neue Wege gehen

Der Landesverband Kindertagespflege Berlin wird erwachsen

Seit 1978 engagiert sich der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. sowohl für die Beratung und Förderung von Pflegefamilien und -kindern als auch für die Belange der Kindertagespflege. Bis 1990 hatten beide Bereiche im Jugendwohlfahrtsgesetz (JWG) die gleiche gesetz­liche Grundlage und in Berlin wurden die Vollzeitpflege und die Kindertagespflege in den Pflegekindervorschriften geregelt. Ab 1990 wurde im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) die Kindertagespflege im Abschnitt „Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kinder­tagespflege“ und die Vollzeitpflege im Abschnitt „Hilfe zur Erziehung“ verankert. Die Gemeinsamkeit, die bis dahin durch die gesetzliche Grund­lage des JWG bestanden hatte, fiel damit weg.

Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. hat für die Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Kindertagespflege viel erreicht und doch fragten sich nicht wenige, was denn ein Verein der Pflegekinderhilfe mit der Kindertagespflege zu tun hat. Um die Arbeit des Arbeits­kreises im Bereich der Kindertagespflege stärker zu betonen, wurde 2017 der Arbeitskreis zugleich Landesverband für Kindertagespflege Berlin. Der Landesverband profitierte von den langjährigen Erfahrungen, Vernetzungen und der Unterstützung des Arbeitskreises.

In Berlin, wie auch im gesamten Bundesgebiet, werden immer mehr Betreuungsplätze für Kinder benötigt. Die professionelle Kindertages­pflege ist heute in Berlin eine von Eltern geschätzte und stark nachgefragte Betreuungsform. In der Arbeit des Vorstandes nimmt sie immer größeren Raum ein. Um den Anforderungen der beiden Bereiche der Förderung von Pflegekindern und der Kindertagespflege gerecht zu werden, hat der Vorstand des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern beschlossen, dass der Landesverband für Kindertagespflege in Berlin und der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern sich neu aufstellen.

In Zukunft wird es einen eigenständigen VereinKindertagespflege Landesverband Berlin e.V.“ geben, der sich für die Kindertages­pflege einsetzt.

Zum Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.www.kindertagespflege-lv.berlin

Diese Eigenständigkeit hat für beide Bereiche unter anderem folgende Vorteile:

Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.

  • Mehr Kapazitäten, um sich dem wichtigen Bereich Kindertagespflege zu widmen
  • Ein klar erkennbares Profil
  • Bessere Möglichkeiten für Sponsoren und öffentliche Förderung
  • Eigene Fachtagungen
  • Mehr Kindertagespflegepersonen als Mitglieder zu gewinnen
  • Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für die Kindertagespflege

 
Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V.

  • Mehr Kapazitäten um dem Auftrag, der Förderung von Pflegekindern, gerecht zu werden
  • Ein schärferes Profil
  • Bessere Möglichkeiten zur Förderung von Aktivitäten für Pflegekinder und ihre Familien durch Sponsoren oder/und öffentliche Mittel
  • Eigene Fachtagungen und Beratungen für Pflegeeltern
  • Mehr Pflegeeltern als Mitglieder zu gewinnen
  • Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für Pflegekinder und Pflegeeltern


Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern empfiehlt seinen Mitgliedern, die Kindertagespflege anbieten, ab 1.1.2020 Mitglied in dem neuen Verein zu werden, damit es ein mitgliederstarker Verein wird, der sich dadurch besser für sie und die Kindertagespflege einsetzen kann. Die Mitgliedschaft im Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. kann zum 31.12.2019 gekündigt werden. Der Mitgliedsbeitrag wird genauso wie beim Arbeitskreis sein und auch die Versicherung kann durch den neuen Verein zu den gleichen Konditionen angeboten werden.

Auf der Mitgliederversammlung des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern, am 23. Mai 2019, werden wir die Stand­punkte des Vorstands nochmals vortragen und freuen uns darauf, mit Ihnen diesen Schritt zu diskutieren.

Der Vorstand
Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V.

09.05.2019
TM
Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 11. Mai

Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Die Berliner Tagesmütter und Tagesväter laden wieder alle Eltern zum Tag der offenen Tür ein. Am Samstag, 11. Mai 2019, können sich Besucher und Besucherinnen von 14 bis 18 Uhr informieren, was die Kindertagespflege alles kann und leistet. Auch Personen, die sich für die Tätigkeit in der Kindertagespflege interessieren und vielleicht selbst Tagesmutter- oder -vater werden wollen, sind herzlich willkommen. Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, hat die Schirmherrschaft für den Tag der offenen Tür übernommen. Veranstalter ist der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. Sigrid Klebba, Staatssekretärin für Jugend und Familie, wird am 11. Mai um 13 Uhr die Kindertagespflegestelle „Krabbelkiste“, Strelitzer Straße 72, 10115 Berlin, besuchen. Christine Abu Saiba und Lizi Dombele, eine staatlich anerkannte Erzieherin und eine ausgebildete Tagesmutter, betreuen dort zehn Kinder im Alter zwischen zwölf Monaten und drei Jahren.

Sandra Scheeres: „Besonders für die Kleinsten ist die Kindertagespflege ein sehr geeignetes Angebot. Tagesmütter und Tagesväter betreuen und fördern die Kinder liebevoll, professionell und in einer kleinen Gruppe. Wie Kita-Fachkräfte arbeiten auch Tagespflegepersonen nach dem Berliner Bildungsprogramm und mit dem Sprachlerntagebuch. Viele Eltern schätzen an der Kindertagespflege den familiären Rahmen und engen Austausch mit den Betreuungspersonen.“

In Berlin werden derzeit rund 6.200 Kinder von rund 1.600 Tagespflegepersonen betreut. Eine Kindertagespflegeperson kann maximal fünf Kinder betreuen. In einer Verbundpflege können von zwei Tagesmüttern bis zu zehn Kinder betreut werden. Die Arbeit und Räume der Tagesmütter und Tagesväter werden vom Jugendamt regelmäßig überprüft.

Weitere Informationen und eine Liste der Kindertagespflegestellen, die sich am Tag der offenen Tür beteiligten, unter www.guck-an-kindertagespflege.de

Quelle: Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vom 08.05.2019

22.03.2019
TM
Grußwort der Familiensenatorin Sandra Scheeres zum 6. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege


Liebe Tagespflegepersonen,

sehr gern habe ich auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft für den 6. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 11.05.2019 übernommen.

Die Förderung von Kindern in Kindertagespflege ist in Berlin, neben der Förderung in Kindertageseinrichtungen, eine wichtige Betreuungsform. In Berlin werden vor allem kleine Kinder unter drei Jahren in Kindertagespflege betreut. Aber auch für ältere Kinder kann sie eine Betreuungsmöglichkeit darstellen, wenn sie zum Beispiel in einer kleinen altersgemischten Verbundtagespflegestelle gefördert werden sollen, oder wenn Kinder mit besonderem individuellen Förderbedarf einen geschützten Betreuungsplatz benötigen.

Tagespflegepersonen unterstützen Familien durch die flexible, familiennahe Förderung der Kinder. Sie sind den Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf behilflich. Damit diese Form der Kinderbetreuung allen, die zu einem guten Gelingen beitragen können, noch besser bekannt wird, sollen die Besonderheiten der Kindertagespflege durch den 6. Tag der offenen Tür noch einmal allen Bürgern, Unternehmen und Institutionen dieser Stadt nahe gebracht werden.

Sie, als Tagespflegepersonen, unterstützen mit Ihrer Arbeit die Betreuungsvielfalt in unserer Stadt. Sie bieten Familien die Chance, zum Teil auch bei außergewöhnlichen Betreuungsbedarfen oder -zeiten einen geeigneten Platz zu finden. Damit unterstützen Sie die familien- und kinderfreundlichen Angebote in unserer Stadt. Gerade für die kleinsten Kinder bieten Sie Verlässlichkeit und Bindung und stehen den Eltern mit Hilfe und Rat zur Seite. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern fördert die Entwicklung der Kinder, die aus den unterschiedlichsten Kulturen und Herkunftsländern hier in kleinem Kreis zusammenkommen. Das gemeinschaftliche Aufwachsen und die frühe Beteiligung der Kinder fördert deren spätere Entwicklung. Ihre Arbeit nach dem Berliner Bildungsprogramm und mit dem Berliner Sprachlerntagebuch zeugt von hoher Qualität. Sie legen mit Ihrer Arbeit gerade für die Jüngsten wichtige Bildungsgrundlagen, die die Chancengleichheit für alle Kinder erhöhen.

In den vergangenen Jahren hat sich die Kindertagespflege weiter professionalisiert. Das ist auch Ihren Qualifizierungs- und Fortbildungsanstrengungen zu verdanken. Mein Haus unterstützt diese Entwicklung unter anderem dadurch, dass es sich für das neue Bundesprogramm ProKindertagespflege beworben hat und als erster Modellstandort in Deutschland ausgewählt wurde. Dieses neue Programm soll die Qualität und das Renommee weiter anheben und den Tagespflegepersonen neue Entwicklungsmöglichkeiten bieten.

Ich danke Ihnen und den teilnehmenden Tagespflegepersonen sehr für Ihr Engagement und wünsche Ihnen für diesen Tag viel Spaß und Erfolg.

Sandra Scheeres
Senatorin für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin

>>> Informationen für alle Kindertagespflegepersonen, die mitmachen wollen

>>> Liste der geöffneten Kindertagespflegestellen unter www.guck-an-kindertagespflege.de

06.02.2019
Start des Bundesprogramms „ProKindertagespflege“

Die Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey will die Kindertagespflege weiter stärken und stellte am 1. Februar 2019 in Berlin das neue Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ vor: „Wo Bildung für die Kleinsten beginnt“. Im Rahmen eines gemeinsamen Besuchs der Kindertagespflegestelle von Angelika Sauermann hat sie der Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres die erste Förderzusage im neuen Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ übergeben. Das Land Berlin wird diese Förderzusage nutzen, um die Kindertagespflege weiter auszubauen und Tagesmütter und -väter dafür bestmöglich zu qualifizieren.

Die Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, die Kindertagespflegeperson Angelika Sauermann und die Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres bei der Präsentation (Foto: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie)

Weitere Informationen und einen Film zur Präsentation des neuen Bundesprogramms finden Sie hier: >>> www.bmfsfj.de

Weitere Bilder gibt es auf der Facebook Seite der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie: >>> www.facebook.com/senbjw

18.01.2019
TM
6. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 11. Mai 2019 von 14:00 bis 18:00 Uhr

Für alle, die mitmachen wollen:

In diesem Jahr ist das Verfahren etwas an­ders als in den vergangenen Jahren. Die Kindertagespflegestellen, die am 11. Mai öffnen möchten, melden sich bitte beim Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekin­dern e.V.:

ktp@arbeitskreis-pflegekinder.de

Die E-Mail-Adresse wurde speziell für den Tag der offenen Tür eingerichtet.

Folgende Informationen muss die E-Mail enthalten:

  • Name der Kindertagespflegestelle,
  • Vorname und Name der Kindertages­pflegeperson(en),
  • Anschrift der Kindertagespflegestelle (Straße, Postleitzahl, Ort),
  • Bezirk von Berlin, in dem sich die Kin­dertagespflegestelle befindet,
  • Telefon-Nr.,
  • E-Mail-Adresse,
  • wenn es eine Homepage gibt, dann auch die Homepage-Adresse.


Die Angaben werden, nach Bezirken ge­ordnet, auf der schon bestehenden Web­seite veröffentlicht: www.guck-an-kindertagespflege.de

Logo "guck an Kindertagespflege"

ACHTUNG: Wer im letzten Jahr schon da­bei war und wieder mitmachen möchte, muss sich nicht noch einmal anmelden. Wer aber 2019 nicht teilnehmen kann, der melde sich bitte beim Arbeitskreis zur För­derung von Pflegekindern e.V. per Mail ab: ktp@arbeitskreis-pflegekinder.de

Werbematerial und alle weiteren Infos kön­nen über die jeweiligen Bezirksgruppen an­gefordert werden (Verteilung beim Treffen der Überbezirklichen Gruppe).

Die Öffnungszeit von 14:00 bis 18:00 Uhr am 11. Mai 2019 ist für alle verbindlich!

Wir freuen uns auf einen erfolgreichen 6. Tag der offenen Tür in der Berliner Kinder­tagespflege und wünschen allen viel Spaß.

Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V.
zugleich Landesverband Kindertagespflege Berlin