03.07.2018
PE
Deutlich weniger Verfahren zur Kindeswohlgefährdung in Berlin und Brandenburg

13.014 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls führten die Berliner Jugendämter im Jahr 2017 durch. In Brandenburg waren 6.637 Kinder und Jugendliche betroffen. Das waren in Berlin 16 Prozent und in Brandenburg 14 Prozent weniger als im Vorjahr, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

Eine akute Gefährdung wurde in Berlin bei 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen festgestellt. In diesen Fällen war eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten.

In 26 Prozent der Fälle lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Dabei konnte die Frage nach der gegenwärtig tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, aber es bestand weiterhin der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung bzw. eine Kindeswohlgefährdung konnte nicht ausgeschlossen werden.

In 27 Prozent der Fälle wurde zwar keine Gefährdung ermittelt, aber es bestand Hilfebedarf. In weiteren 27 Prozent der Fälle wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt.

54 Prozent der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdungen in Berlin betrafen Vernachlässigung, 18 Prozent körperliche und 25 Prozent psychische Misshandlungen. In 3 Prozent der Fälle mussten Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet werden. Je Fall sind mehrere Arten der Gefährdung möglich.

Während in Berlin fast jede zweite Einschätzung eine akute oder latente Gefährdung ergab, zeigte sich im Land Brandenburg ein anderes Bild: Hier führte nur jede dritte Gefährdungseinschätzung zu einem dieser Ergebnisse.

Bei 18 Prozent der Brandenburger Kinder und Jugendlichen lag eine akute und bei 17 Prozent eine latente Gefährdung vor. In 31 Prozent der Fälle wurde keine Gefährdung ermittelt, es bestand jedoch Hilfebedarf. In 34 Prozent der Fälle wurde keine Kindeswohlgefährdung ermittelt.

In fast der Hälfte (1.630) der Brandenburger Fälle, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, sind die Kinder und Jugendliche durch Vernachlässigung gefährdet. Anzeichen für körperliche und psychische Misshandlungen wurden in 476 bzw. 612 Fällen angegeben und eine Einschätzung, dass eine Gefährdung aufgrund sexueller Gewalt vorlag, betraf 110 Fälle.

Häufig informierten Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft das Jugendamt (BE: 28 Prozent, BB: 17 Prozent). Auch anonyme Anzeigen gingen ein (BE: 7 Prozent, BB: 17 Prozent). Über Verwandte, Bekannte und Nachbarn wurden in Berlin 10 Prozent und in Brandenburg 13 Prozent der Verfahren initiiert. In 19 Prozent der Berliner und in 11 Prozent der Brandenburger Fälle waren die Kita bzw. Tagespflegeperson oder die Schule die Auslöser. 9 Prozent der Berliner und 10 Prozent der Brandenburger Verfahren wurden durch die Minderjährigen bzw. Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst angestoßen.

Als Folge der Gefährdungseinschätzung wurden in Berlin für jedes sechste und in Brandenburg für jedes fünfte Kind ambulante oder teilstationäre Hilfen zur Erziehung neu eingeleitet bzw. geplant. Unterstützung nach §§ 16-18 SGB VIII wurde für 1.398 Fälle in Berlin und 613 Fälle in Brandenburg gewährt. Hierbei handelt es sich um Leistungen zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie und Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung oder Scheidung, sowie die Beratung und Unterstützung bei der Ausübung der Personensorge und des Umgangsrechts.

621 Berliner und 374 Brandenburger Kinder oder Jugendliche wurden im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahmen in Obhut genommen. In 890 Fällen in Berlin und 444 Fällen in Brandenburg musste das Familiengericht angerufen werden.

Weitere Ergebnisse der Gefährdungseinschätzungen nach § 8a SGB VIII für die Länder Berlin und Brandenburg beinhaltet der Statistische Bericht K V 10 zum kostenfreien Herunterladen unter:

www.statistik-berlin-brandenburg.de

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 3. Juli 2018

28.06.2018
PE
Einladung zum 18. Berliner Pflegefamilientag im Zoologischen Garten Berlin am Samstag, den 01. September 2018

Der diesjährige Berliner Pflegefamilientag findet am Samstag, den 01. September im Zoologischen Garten statt. Die Berliner Pflegefamilien können sich auf dieses ganz besondere Ereignis freuen.

Zur Seite www.pflegefamilientag-berlin.deDer Zoologische Garten ist der älteste Zoo in Deutschland und der artenreichste Zoo der ganzen Welt. Hier leben ca. 20.000 Tiere aus mehr als 1.350 Arten. Ganz besondere Highlights sind das Flusspferdhaus, wo man diese riesigen Tiere auch unter Wasser beobachten kann, die Pinguinwelt und dass es - einmalig in Deutschland - zwei Pandabären zu sehen gibt.

Im Zoo gibt es viele besondere Fütterungs-Shows, bei denen erklärt wird, was das Lieblingsessen der einzelnen Tiere ist und man kann zuschauen, wie es sich die Tiere schmecken lassen.

Kommentierte Fütterungen (kleine Auswahl):
• Elefanten 11:30 Uhr
• Gorillas 14:00 Uhr
• Flusspferde 14:30 Uhr
• Panda-Talk 11:00 und 16:00 Uhr

Auch auf dem Abenteuerspielplatz und im Streichelzoo kann man eine Menge erle­ben. Und an den Ständen der Pflegekin­derdienste gibt es wieder viele Attraktio­nen mit großem Bastel- und Spielpro­gramm zum Mitmachen und Spaß haben.
Zur Stärkung werden alle Pflegefamilien zu einem kostenlosen Imbiss und Softgetränk eingeladen.

Wo und Wann?
am Samstag, den 01. September 2018
im Zoologischer Garten von 11:00 bis 16:00 Uhr

Eingang Elefantentor (in der Budapester Straße, ca. 700 m vom S- und U-Bahnhof Zoologischer Garten)

Unsere Marktstände befinden sich rund um den Eisbärenbrunnen.

Wichtig: Aufgrund des besonderen Ortes ist die An­meldung am Eingang in diesem Jahr ein bisschen anders. Um das Ver­anstaltungs­bändchen für den kostenlosen Eintritt zu erhalten, müssen die Pflegefami­lien am Eingang Elefantentor eine Pflege­stellen-Bestätigung vorweisen. Das Bänd­chen ist nur für den Eintritt in den Zoo. Das Aqua­rium kann man damit nicht besuchen.

Die Essen-Bons erhalten alle Pflegefami­lien wieder am Stand ihres zuständigen Pflegekinderservice.

Im Zoologischen Garten gibt es sehr viel zu entdecken. Über die Webseite des Zoos können sich alle informieren und überle­gen, was sie sich am 18. Berliner Pflege­familientag unbedingt ansehen möchten.

Das wird ein langer und toller Tag!

Weitere Infos zur Veranstaltung: www.pflegefamilientag-berlin.de

26.06.2018
Berliner Träger aus dem sozialen Bereich positionieren sich für Menschenrechte und eine demokratische Kultur

In einer Erklärung haben jetzt Träger sozialer Einrichtungen und demokratischer Projekte in Berlin klar Position bezogen: gegen (extrem) rechte, rechtspopulistische und menschenverachtende Einstellungen und für eine solidarische, inklusive und demokratische Stadtgesellschaft.

Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V., Familien für Kinder gGmbH und die proFam gGmbH unterstützen diese Initiative und haben die Erklärung mitunterzeichnet.

>>> Zur Erklärung der Berliner Träger „Für Menschenrechte und eine demokratische Kultur“

14.06.2018
Unser Festnetzanschluss 030 / 21 00 21 0 und alle Durchwahlen sind zurzeit leider nicht erreichbar.

Wir sind aktiv, damit dieser Anschluss in Kürze wieder zur Verfügung steht. Bis dahin möchten wir Sie bitten, uns per E-Mail Ihr Anliegen mitzuteilen.

Für Notfälle besteht vorübergehend ein neuer Anschluss: 030 / 261 031 19

13.06.2018
TM
5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege

Auch in diesem Jahr hat der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V., der seit 2017 zugleich auch Landesverband für Kindertagespflege in Berlin ist, zum Tag der offenen Tür in der Kindertagespflege aufgerufen. Ein herzliches Dankeschön an Frau Senatorin Scheeres, die auch für den 5. Tag der offenen Tür wieder die Schirmherrschaft übernahm und uns ein Grußwort zukommen ließ.

Am 5. Mai 2018 von 14:00 bis 18:00 Uhr öffneten 44 Berliner Kindertagespflegepersonen aus 11 Bezirken ihre Türen. Anlässlich des kleinen Jubiläums fand vorher ein jugendpolitischer Dialog statt: „Für den Ausbau der Kindertagespflege werden dringend geeignete Wohn- und Gewerberäume benötigt. Was können Berliner Politiker und Politikerinnen dafür tun?“ Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Dank der Förderung des Senates konnten die teilnehmenden Kindertagespflegestellen mit Flyern, Plakaten, Luftballons und einer eigenen Webseite ausgestattet werden. Der Tag der offenen Tür fand diesmal im Rahmen der Deutschlandweiten Aktionswoche „Gut betreut in der Kindertagespflege“ statt.

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

Alle Kindertagespflegepersonen, die mitgemacht haben, berichteten, dass ihre Pflegestellen sehr gut besucht waren und sie den Tag als gelungen und erfolgreich empfanden. Teilweise kamen bis zu 30 Besucher in eine Pflegestelle, um sich zu informieren. Allen Tagesmüttern und -vätern, die zum Gelingen des „Tages der offenen Tür“ beigetragen haben, ein herzliches Dankeschön.

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

In der Kindertagespflegestelle „Kasimir“: Tagesmutter Antonia Seitz, die Vorsitzende des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern e.V. Petra Schrödel, Staatssekretärin Sigrid Klebba und Evelyn Kubsch von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Aber schauen wir doch einmal, wer die Besucher waren:
Zunächst natürlich viele Eltern, die entweder einen Platz für ihr Kind suchten oder sich erst einmal vorab informieren wollten, was eine Kindertagespflege bieten kann. Wir haben einige Eltern befragt, ob und warum sie sich für einen Platz in der Kindertagespflege entscheiden werden.

Wir können hier nur einige Antworten wiedergeben:
„Ich entscheide mich wegen der kleinen Gruppe. In einer großen Gruppe würde sich mein Kind verloren fühlen.“
„Mein erstes Kind wurde schon bei einer Tagesmutter betreut und wir haben nur gute Erfahrungen gemacht.“
„Wir schätzen die familiäre Atmosphäre und den direkten Kontakt. Alles kann sofort besprochen werden.“
„Mein Kind ist hier gut aufgehoben.“
„Es gefällt mir hier sehr gut und ich habe ein ganz positives Gefühl.“

Interessant war auch, dass viele Befragten sagten, dass sie sich besonders durch die ausgehängten Plakate angesprochen fühlten.

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

Vor der Kindertagespflegestelle „ANEZOLIA“: Edda Gerstner (stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern e.V.), Angelika Sauermann (Tagesmutter und Beiratsmitglied des Arbeitskreises) und Jessica Bießmann (Familienpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion)

Doch nicht nur Eltern, auch Besucher aus Politik und Jugendämtern konnte man in den Pflegestellen antreffen. Die familienpo­litische Sprecherin der AfD, Frau Bieß­mann besuchte eine Kindertagespflege in Mitte, Frau Behnke (Bündnis 90/Die Grü­nen) war in Rei­nickendorf unterwegs, ebenso Herr Dol­lase (parteilos, für CDU), Leiter der Abteilung Jugend, Familie, Schule und Sport, und Herr Wackermann, Leiter des Jugendamtes Reinickendorf. In Mitte freuten sich die Tagesmütter über den Besuch von Frau Bezirksstadträtin Dr. Obermeyer (parteilos, für Die Linke) und in Treptow-Köpenick war­tete Herr Bezirks­stadtrat Klemm (Die Linke) mit sei­nem Be­such auf. Außerdem waren viele Mitarbei­ter der zuständigen Jugendämter unter­wegs, um Kindertagespflegestellen in ihren Bezirken zu besuchen. Ihnen allen möch­ten wir herzlich für ihr Engagement danken.

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

Die Staatssekretärin Sigrid Klebba im Gespräch mit der Tagesmutter Uschi Lehmann

Unser ganz besonderer Dank gilt Frau Staatssekretärin Klebba und Frau Kubsch von der Senatsverwaltung, die auch am 5. Tag der offenen Tür wieder 2 Kindertagespflegestellen besuchten. Sie hatten sich diesmal die „10 kleinen Raupenkinder“ von Frau Uschi Lehmann (Mitte) und die Kindertagespflege „Kasimir“ von Frau Seitz (Neukölln) ausgesucht. Sie wurden von der Vorsitzenden des Arbeitskreises, Frau Petra Schrödel, begleitet.

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

Die Fachberaterin des Jugendamtes Mitte Frau Horn, die Tagesmütter Caroline Arndt und Uschi Lehmann mit der Staatssekretärin Sigrid Klebba und der Vorsitzenden des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern e.V. Petra Schrödel vor der Kindertagespflegestelle „10 kleine Raupenkinder“

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

In der Kindertagespflegestelle „Kasimir“: Evelyn Kubsch von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Staatssekretärin Sigrid Klebba, Tagesmutter Antonia Seitz und die Vorsitzende des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern e.V. Petra Schrödel

Erfreulich war auch, dass der „Tag der offenen Tür“ in diesem Jahr erstmals verstärkt in den Medien wahrgenommen wurde. Neben den Presseerklärungen des Arbeitskreises und der Senatsverwaltung erschienen in verschiedenen Berliner Tageszeitungen (z. B. Tagesspiegel, Berliner Morgenpost) Berichte über die Kindertagespflege. Außerdem filmten der RBB und auch das ZDF in Berliner Kindertagespflegestellen. Das mediale Interesse scheint zu bestätigen, dass sich der „Tag der offenen Tür“ endlich etabliert hat. Auch die Tatsache, dass momentan in Berlin in allen Bezirken händeringend Betreuungsplätze gesucht werden – allein in Mitte fehlen fast 2.600 Kitaplätze – trägt sicherlich dazu bei, dass die Kindertagespflege in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen wird.

Gerade deshalb ist es gut und notwendig, dass Kindertagespflegepersonen zeigen, wie gut und professionell sie arbeiten und dass Kindertagespflege längst eine adäquate Alternative zur Kita ist. Die Kindertagespflege kann schnell und unproblematisch Betreuungsplätze schaffen. Deshalb muss sie verstärkt ausgebaut werden.

Wir freuen uns, dass so viele Bundesländer dem Beispiel der Berliner Kindertagespflegepersonen gefolgt sind und bereits im ersten Jahr der Deutschlandweiten Aktionswoche mehr als 140 Veranstaltungen stattgefunden haben.

Wer gerne wissen will, was im Rahmen der Deutschlandweiten Aktionswoche „Gut betreut in der Kindertagespflege“ in den anderen Bundesländern stattgefunden hat, der kann das auf der Webseite des Bundesverbandes für Kindertagespflege nachlesen: www.bvktp.de/aktionswoche-kindertagespflege/

Wir sind jedenfalls schon ganz gespannt auf den „6. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege“ und würden uns freuen, wenn auch im nächsten Jahr viele Tagesmütter und -väter ihre Türen öffnen.

11.06.2018
TM
Jugendpolitischer Dialog: „Für den Ausbau der Kindertagespflege werden dringend geeignete Wohn- und Gewerberäume benötigt. Was können Berliner Politiker und Politikerinnen dafür tun?“

Am 5. Mai 2018, dem 5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege, hatte der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V., der zugleich auch Landesverband für Kindertagespflege in Berlin ist, alle jugendpolitischen Sprecher/-innen, die Bezirksstadträte, die Senatsverwaltung und Vertreter von Wohnungsbaugesellschaften zu einem jugendpolitischen Dialog eingeladen. Der Dialog fand im Rahmen der bundesweiten „Woche der Kindertagespflege“ statt.

Als Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Politik nahmen teil: Frau Staatssekretärin Sigrid Klebba (Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie), Frau Katrin Seidel (Sprecherin für Kinder-, Jugend- und Familienpolitik der Fraktion Die Linke), Frau Jessica Bießmann (Familienpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion), Frau Bezirksstadträtin Dr. Sandra Obermeyer (Berlin-Mitte), Frau Bezirksstadträtin Carolina Böhm (Steglitz-Zehlendorf), Herr Bezirksstadtrat Gordon Lemm (Marzahn-Hellersdorf) und Herr Bezirksstadtrat Oliver Schworck (Tempelhof-Schöneberg). Als Vertreterinnen des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern e.V. waren die Vorsitzende, Frau Petra Schrödel, die stellvertretende Vorsitzende Frau Edda Gerstner und die Beirätin Frau Angelika Sauermann anwesend.

Jugendpolitischer Dialog Kindertagespflege in Berlin am 5. Mai 2018

Bezirksstadtrat Oliver Schworck, Angelika Sauermann (Beirätin AK Pflegekinder), Bezirksstadträtin Carolina Böhm, Bezirksstadtrat Gordon Lemm, Staatssekretä­rin Sigrid Klebba, Petra Schrödel (Vorsitzende AK Pflegekinder), Jugendpolitische Sprecherin Katrin Seidel Fraktion Die Linke, Bezirksstadträtin Dr. Sandra Obermeyer, Moderatorin Dr. Christa Schäfer, Edda Gerstner (stellvertretende Vorsitzende AK Pflegekinder), Familienpolitische Sprecherin Jessica Bießmann AfD-Fraktion

Die Kernfragen der Veranstaltung waren:

  • Viele Vermieter haben Angst, dass Kindertagespflegestellen unter das Zweckentfremdungsgesetz fallen. Wie stehen die Bezirke dazu? Wie sehen Sie dies?
  • Was kann unternommen werden (bzw. was können Sie unternehmen), damit bestehende Tagespflegestellen vor Kündigung geschützt werden?
  • Können Berliner Wohnungsbaugesellschaften dazu verpflichtet werden, im Rahmen des Berliner Modells der kooperativen Baulandentwicklung, Wohnungen für Kindertagespflege bereitzustellen?
  • Immer wieder steht öffentlich geförderter Wohn- bzw. Lernraum (Schulen o.ä.) längere Zeit leer. Können derartige Räumlichkeiten der Kindertagespflege zur Verfügung gestellt werden? Wenn ja, wie können Sie unterstützen?
  • Sehen Sie eine Möglichkeit auch für die Kindertagespflege einen Preis (ähnlich dem Kitapreis) auszuloben und wie kann Kindertagespflege von der Politik mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gestellt werden?

Durch die Veranstaltung führte die Moderatorin Frau Dr. Christa Schäfer.

Frau Staatssekretärin Klebba nahm als erste zu den Kernfragen der Veranstaltung ausführlich Stellung. Die Stadt sei im letzten Jahr um 41.000 Neuberliner angewachsen und entsprechend hoch ist der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen. Deshalb wird Kindertagespflege gebraucht und der Ausbau muss vorangetrieben werden. Allerdings würden auch viele Berliner unter der Wohnungsknappheit leiden und der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen in Berlin steige ständig. Man müsse Verständnis für diese unterschiedlichen Interessen, die auf dem Wohnungsmarkt aufeinanderprallen, haben. Um den Tagesmüttern und -vätern das Finden einer bezahlbaren Wohnung zu erleichtern, habe die Senatsverwaltung gerade die Mietzuschüsse für die Kindertagespflege heraufgesetzt und beteilige sich mit erheblichen Summen am Aus- und Umbau von Räumen.

Um das Ausmaß der Probleme, denen sich Kindertagespflegepersonen gegenüber sehen, zu verdeutlichen, waren zwei Tagesmütter eingeladen.

Manja Adler berichtete über ihre erfolglosen Bemühungen, eine Wohnung zur Einrichtung einer Verbundpflegestelle für 10 Kinder zu finden. Ihr Resümee war, dass Berlin viele Betreuungsplätze verloren gehen, wenn Tagesmütter und -väter keine Räumlichkeiten auf dem Wohnungsmarkt finden.

Jugendpolitischer Dialog Kindertagespflege in Berlin am 5. Mai 2018

Teilnehmerinnen und Tagesmutter Manja Adler

Frau Kerstin Hartwig schilderte ihre Kündigung aus angemieteten Räumen und wie schwierig es war, die Kindertagespflegestelle trotz aller Widrigkeiten bis zum Bezug einer neuen Wohnung zu erhalten. Glücklicherweise fand sie einen sehr sozialen Vermieter, der es ihr ermöglichte, nach fast 2 Jahren Kindertagespflege unter schwierigsten Umständen, eine geeignete und kindgerechte Ladenwohnung zu beziehen.

Jugendpolitischer Dialog Kindertagespflege in Berlin am 5. Mai 2018

Tagesmutter Kerstin Hartwig und Moderatorin Frau Dr. Christa Schäfer

Nach den Berichten entspann sich eine lebhafte Diskussion zwischen den Teilnehmenden. Bedauert wurde, dass keine Vertreter der Bauämter oder der Wohnungsbaugesellschaften anwesend waren. Allerdings wurde auch darauf hingewiesen, dass Wohnungsbaugesellschaften schon heute immense Auflagen hätten, für welche Gruppen (behinderten- und seniorengerecht, alleinerziehende junge Mütter etc.) sie Wohnungen bereithalten müssten.

Empfohlen wurde, die Wohnungsbaugesellschaften persönlich anzusprechen, um mehr Gehör für die Belange der Kindertagespflege zu finden. Kindertagespflege müsse auch präsenter in der Öffentlichkeit sein. Wirksame Werbung, wie zum Beispiel der „Tag der offenen Tür“, würde die Kindertagespflege, als gleichrangige Betreuungsform neben der Kita, bekannter machen. Außerdem sei es auch letztlich die Aufgabe der Bezirke, sich mit den Wohnungsbaugesellschaften ins Benehmen zu setzen.

Jugendpolitischer Dialog Kindertagespflege in Berlin am 5. Mai 2018

Bezirksstadtrat Gordon Lemm und Frau Staatssekretärin Klebba

Der Arbeitskreis hatte im Vorfeld der Veranstaltung rund 630 Wohnungsbaugesellschaften und Hausverwaltungen in Berlin angeschrieben, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Mit Gesellschaften, die sich zurückmeldeten, wurden auch schon Gespräche geführt.  Die Resonanz war sehr unterschiedlich. Einige Unternehmen boten sofort freie Gewerberäume, die für Kindertagespflege geeignet sind, an, andere baten zum Gespräch um sich über Kindertagespflege zu informieren. Es wurden aber auch zurückhaltende Stimmen laut, die darauf verwiesen, dass nicht allein die Wohnungsbaugesellschaften sondern vielmehr die Politik imstande sei, das Problem anzugehen.

So wies z.B. Herr Hilgenfeld, vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, darauf hin, dass die notwendigen Bedarfe an Wohnungen nur durch ein umfassendes Maßnahmenpaket (z.B. Förderung, Quoten, Neubau, Mietrecht, Anreize, Kooperationen etc.) langfristig gedeckt werden können.

Einig war man sich auch, dass die Kindertagespflege nicht unter das Zweckentfremdungsgesetz falle. Wichtig sei, die Vermieter davon in Kenntnis zu setzen, um diese Hürde bei der Vermietung von Wohnungen abzubauen.

Es wurde vorgeschlagen, dass der Senat eine Stelle einrichtet, die eine Lotsenfunktion ausübt. Dies sollte jemand sein, der sich in der Kindertagespflege und den Institutionen auskennt und eine beratende Funktion für Eltern, Jugendamt, Vermieter und Kindertagespflegepersonen ausübt. Eventuell müsse man auch die Mietzuschüsse verändern. So sei es in einem Randbezirk durchaus möglich, noch eine bezahlbare Wohnung zu finden, in den Innenstadtbezirken könnte es aber mit den bisherigen Mietzuschüssen eng werden.

Jugendpolitischer Dialog Kindertagespflege in Berlin am 5. Mai 2018

Konsens war, dass die Antworten auf die Fragestellungen sehr komplex sind und man keines der Probleme in unmittelbarer Zukunft wird lösen können. Die Idee einen Kindertagespflege-Preis, ähnlich dem Kitapreis, auszuloben wollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussionsrunde gerne mitnehmen und bedenken.

Es wurde beschlossen, das Thema der Diskussionsrunde nach der Sommerpause erneut aufzugreifen. Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. - Landesverband für Kindertagespflege Berlin und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden dann erste Ergebnisse und Veränderungen überprüfen.

Medienresonanz
Eine Woche vor dem Dialog haben wir eine Pressemitteilung herausgegeben und die Medien eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen und zu berichten. Die Berliner Abendschau kam mit einem Kamerateam zum Dialog und filmte auch in einer Kindertagespflegestelle. Der Beitrag wurde abends gesendet und kann bei der RBB-Abendschau auf Twitter noch angesehen werden:

>>> Zur Twitter-Seite der RBB-Abendschau Berlin

Edda Gerstner
Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V.
zugleich Landesverband für Kindertagespflege Berlin

08.06.2018
Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. hat einen neuen Vorstand und Beirat

Am 7. Juni 2018 fand die diesjährige Mitgliederversammlung statt. Der Vorstand berichtete über die Aktivitäten und Highlights 2017 und der Bericht der Kassenprüfer wurde vorgetragen. Sie hatten keine Beanstandung und empfahlen der Mitgliederversammlung die Entlastung des Vorstands. Die Mitgliederversammlung hat den Vorstand dann einstimmig entlastet. In diesem Jahr standen wieder Vorstands- und Beiratswahlen an und ein neuer Vorstand und Beirat wurde gewählt:

Vorstand:
Vorsitzende: Petra Schrödel
stellvertretende Vorsitzende: Carina Kleineidam
stellvertretende Vorsitzender: Kerstin Höchst
Vorstandmitglied: Angelika Sauermann
Vorstandmitglied: Carmen Thiele

Beirat:
Edda Gerstner
Uschi Lehmann

 Vorstand nach Mitgliederversammlung 2018

Angelika Sauermann, Uschi Lehmann, Carina Kleineidam, Kerstin Höchst, Petra Schrödel, Edda Gerstner und Carmen Thiele nach der Wahl zum Vorstand und Beirat (von links nach rechts)

07.06.2018
KitaKrise in Berlin – Eltern werden aktiv

Wir brauchen mehr Kindertagesbetreuungsplätze in Kitas und in der Kindertagespflege. Deswegen haben Berliner Eltern mit Freundinnen* eine kinderfreundliche Demo am Samstag den 26.05.2018 organisiert, um auf das Problem der fehlenden Kindertagesbetreuungsplätze aufmerksam zu machen.

Die Demonstration war mit rund 3.500 Teilnehmern (Eltern, Kinder, Erzieher und Gewerkschafter) ein großer Erfolg. Viele Medien berichteten.

Die Initiative ist weiterhin aktiv. Informationen finden Sie im Internet unter:

www.Kitakriseberlin.org und www.facebook.com/KitakriseBerlin

25.04.2018
TM
Abschlusstagung des Projektes „Kinder aus Familien mit Fluchterfahrungen in der Kindertagespflege“ am 17. September 2018 in Berlin

Im Juni 2016 startete das Projekt „Kinder aus Familien mit Fluchterfahrungen in der Kindertagespflege" beim Bundesverband für Kindertagespflege e.V. Seitdem ist viel entstanden! Das Projekt will nun Rückschau halten, die Projektergebnisse präsentieren und gemeinsam mit den Tagungsteilnehmern Perspektiven für die zukünftige Auseinandersetzung mit dem Thema entwickeln.

Weitere Informationen mit Anmeldeformular: >>>www.bvktp.de/abschlusstagung-kimf

Anmeldeschluss: 24. Juni 2018

25.04.2018
TM
Guck an Kindertagespflege!

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege
am Samstag, den 5. Mai 2018 von 14:00 bis 18:00 Uhr

Am Samstag, den 5. Mai 2018 öffnen Berliner Kindertagespflegestellen ihre Türen für die Ber­liner Bevölkerung. Eltern und alle Interessierten können sich den ganzen Nachmittag zwischen 14:00 und 18:00 Uhr vor Ort ein eigenes Bild vom flexiblen und professionellen Be­treuungs­angebot in Kindertagespflegestellen machen:

  • kleine Gruppen,
  • qualifizierte pädagogische Fachkräfte,
  • Betreuung nach dem Berliner Bildungsprogramm,
  • familiennah und flexibel,
  • gleichrangiges Angebot zur Betreuung in Krippen und Kitas.

Die qualifizierten Tagesmütter und Tagesväter stehen gerne für sämtliche Fragen zur Verfü­gung.

Schirmherrin des 5. Tages der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege ist
Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin.

Eine Adressenliste der teilnehmenden Kindertagespflegestellen finden Interessierte im Internet unter www.guck-an-kindertagespflege.de

>>> Pressemitteilung vom 25.04.2018

Banner Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege 2018

20.04.2018
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Nählabor für 8- bis 14-jährige Berliner Pflegekinder

Wie wird aus einer alten Jeans eine neue Tasche?

Im Nählabor von Patenkinder Berlin können Pflegekinder eine Umhängetasche aus einer alten Jeans, ein Beanie oder einen Loop Schal aus einem T-Shirt nähen. Sie können aber auch eigene Gestaltungsideen mitbringen und werden bei der Umsetzung unterstützt. Es gibt auch Filz oder bunten Baumwollstoff und ein paar Schnitte z.B. für eine kleine Tasche, einen einfachen Rock oder eine Handyhülle.

Eine Pflegemutter, die gelernte Schneiderin ist und viel Erfahrung mit kreativen Ideen rund ums Nähen hat, unterstützt die Pflegekinder bei der Umsetzung.

An drei Terminen können die oben genannten Vorschläge umgesetzt oder eigene Ideen verwirklicht werden. Wenn die Kinder an einem Tag nicht fertig werden, können sie einfach beim nächsten Termin an ihrem Stück weiterarbeiten. Es macht riesigen Spaß, gemeinsam zu nähen und sich gegenseitig Anregungen zu geben.

Das Nählabor hat an folgenden Tagen geöffnet:
Samstag, 26.5.2018
Samstag, 23.6.2018
Samstag, 29.9.2018
jeweils von 12:00 bis 14:30 Uhr.

WO
Familien für Kinder gGmbH, Stresemannstr. 78, 10963 Berlin

KOSTEN
7,50 € pro Veranstaltung (diese können auch bei der Pflegekasse abgerechnet werden, wenn Ihr Kind Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen hat)

Infos und Anmeldung unter
Tel. 030 / 21002128
info@familien-fuer-kinder.de

18.04.2018
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Jugendpolitischer Dialog Kindertagespflege mit Bezirksstadträten und jugendpolitischen Sprechern/Sprecherinnen

„Für den Ausbau der Kindertagespflege werden dringend geeignete Wohn- und Gewerberäume benötigt. Was können Berliner Politiker und Politikerinnen dafür tun?“

Kindertagespflege ist eine Investition in die Zukunft. Diese familiennahe Betreuungsform er­möglicht Eltern, Beruf und Familie optimal zu verbinden. Der Bedarf an Betreuungsplätzen in der Kindertagespflege ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Er kann aber nicht gedeckt werden, weil viele engagierte und gut ausgebildete Kindertagespflegepersonen keine geeigneten und bezahlbaren Räume finden. Darüber hinaus müssen immer mehr Tagesmütter und -väter, die Tages­kinder in der eigenen Wohnung betreuen, damit rechnen, dass sich an­dere Mieter und der Vermieter durch die Tätigkeit gestört fühlen. So wird der politisch gewollte und geförderte Ausbau der Kindertagespflege durch die schwierige Wohnungssituation behin­dert.

Im Rahmen des 5. Tages der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege (www.guck-an-kindertagespflege.de). veranstaltet der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. am 5. Mai 2018 den jugendpolitischen Dialog: „Für den Ausbau der Kindertagespflege werden dringend ge­eignete Wohn- und Gewerberäume benötigt. Was können Berliner Politiker und Politikerinnen dafür tun?“

Gemeinsam mit Bezirksstadträten und jugendpolitischen Sprechern/ Sprecherinnen wird diskutiert, was Berliner Politiker und Politikerinnen dafür tun können, damit es mehr geeigneten Wohn- und Gewerberaum für die Kindertagespflege gibt und so mehr Kinder in der Kindertagespflege betreut werden können.

Wann?
Samstag, 5. Mai 2018 von 12:00 bis 14:00 Uhr

Wo?
Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V.,
Stresemannstraße 78, 10963 Berlin

>>> Pressemitteilung vom 18.04.2018

26.03.2018
TM
Demokratie und Partizipation in der Kindertagespflege

Fachtag für Kindertagespflegepersonen am Samstag, 8. September 2018, von 11.00 bis 17.00 Uhr in Berlin

Kinder lernen Demokratie, indem sie Demokratie erleben. Schon im Kleinkindalter kann der Grundstein für die Bildung hin zu einem demokratischen Miteinander und Demokratie als Lebensform gelegt werden. Kinder haben außerdem ein Recht darauf, an Entscheidungen, die sie selbst betreffen, beteiligt zu werden. Es ist Aufgabe von Kindertagespflegepersonen, dieses Recht umzusetzen und Kindern Partizipation zu ermöglichen.

Die Fortbildung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit dem Bundesverband für Kindertagespflege stellt Wege vor, wie die Beteiligung von sehr jungen Kindern im Alltag konsequent umgesetzt werden kann. In der Veranstaltung soll auch darüber gesprochen werden, was Partizipation für den Alltag in der Kindertagespflegestelle und die Zusammenarbeit mit den Eltern bedeutet.

Veranstaltungsort: Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 28, 10785 Berlin-Tiergarten

Anmeldung bis zum 31.05.2018 unter: www.fes.de

>>> Einladung und Programm zum Fachtag am 8. September 2018

16.03.2018
TM
Tagespflege und betriebliche Kinderbetreuung – Sind alle Potenziale bereits ausgereizt?

Auf eine Anfrage von Emine Demirbüken-Wegner (CDU) im Abgeordnetenhaus hat die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie jetzt eine Beantwortung vorgelegt, in der es unter anderem heißt: „Senat und Bezirke sind fortlaufend am Ausbau der Kindertagespflege interessiert. Um das Potential an Tagespflegepersonen noch zu erweitern, sind eine verlässliche Finanzierung und ausreichende Ressourcen für Beratung, Begleitung und Aufsicht in der Fachberatung wesentliche Rahmenbedingungen.“

>>> Antwort auf die Anfrage „Tagespflege und betriebliche Kinderbetreuung“

15.03.2018
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Schreib doch mal einen Artikel zum Thema „Mitreden im Jugendamt“

Einladung an alle Kinder und Jugendlichen in Pflegefamilien, Heimen und Wohngruppen

Die „Heim und ErzieherInnen Zeitschrift“ HEZ soll im Sommer mit Artikeln von Kindern und Jugendlichen rund um das Thema „Mitreden im Jugendamt“ erscheinen:
Hört man Dir zu? Wie findest Du Dein Hilfeplangespräch? Kannst Du sagen, was Du wirklich möchtest oder nur das, was die Erwachsenen hören wollen? Wie war’s beim letzten Mal? Schreib einen Artikel, einen Comic, male ein Bild o.ä. Die Zeitschrift gibt Eure Botschaften an die Politiker/-innen in Berlin und Brandenburg, die Bezirke und den Senat weiter.

Für jede veröffentlichte Einsendung gibt’s einen 15 € Gutschein von den Yorck-Kinos.

Wer will, kann auf der Webseite www.hez-igfh.de nachschauen, worüber und wie die HEZ sonst schreibt.

Alle Einsendungen bitte an: Manfred Jannicke, nhw@nhw-ev.de

21.02.2018
TM
Koalitionsvertrag mit erfreulichen Botschaften für die Kindertagespflege

Der Bundesverband für Kindertagespflege begrüßt in einer Pressemitteilung, dass der Koalitionsvertrag für die Kindertagespflege sehr erfreuliche Aussagen enthält. Zum einen bekennen sich die Koalitionsfraktionen zur Fortführung und Weiterentwicklung der erfolgreichen Bundesprogramme „Kindertagespflege“ und „Kita-Plus“. Zum anderen enthält der Koalitionsvertrag die klare Aussage, dass die Mindestbemessungsgrenze für die Berechnung der Krankenversicherungsbeiträge für kleine Selbstständige auf 1.150,-- € festgesetzt werden soll.

Bedauerlich ist, dass der Koalitionsvertrag keine Aussagen im Hinblick auf die notwendigen Klarstellungen im SGB VIII im Hinblick auf die Bezahlung macht.

>>> Pressemitteilung des Bundesverbandes für Kindertagespflege vom 19.02.2018

21.02.2018
TM
Wie könnte es mit den Krankenversicherungsbeiträgen weitergehen?

Der Bundesverband Kindertagespflege hat sich in seiner neuen Publikation "Schlaglicht" dem Thema Krankenversicherungsbeiträge in der Kindertagespflege gewidmet. Hier können Sie nachlesen, wie die Ist-Situation aussieht und welche Empfehlungen der Bundesverband ausspricht.

>>> Zum Thema Krankenversicherungsbeiträge auf der Seite des Bundesverbandes Kindertagespflege

23.01.2018
TM
5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

Die Berliner Kindertagespflegepersonen und der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. veranstalten am Samstag, den 5. Mai 2018 den „5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege“. Von 14:00 bis 18:00 Uhr sind alle Berliner und Tagesmütter und Tagesväter eingeladen, ihre Türen für Eltern und Interessierte zu öffnen.

Logo "guck an Kindertagespflege"

Kindertagespflegepersonen bietet sich an diesem Tag die Gelegenheit, die besonderen Vorzüge der Kindertagespflege vorzustellen. Es soll öffentlich gemacht werden, wie engagiert und professionell Kindertagespflegepersonen arbeiten: Bildungsprogramm, ständige Fortbildungen, Sprachlerntagebuch, Dokumentationen und Projekte, vielfältige Aktivitäten wie Musik, Turnen, Theater, Vernetzungen untereinander und mit Kitas.

Alle Berliner Tagesmütter und Tagesväter sind recht herzlich eingeladen, die Möglichkeit zu nutzen, sich individuell vorzustellen und damit zum Erfolg der Veranstaltung beizutragen.

Eltern und andere an der Kindertagespflege Interessierte sind herzlich eingeladen, die Kindertagespflegestellen zu besuchen und die Kindertagespflege vor Ort kennenzulernen.

Für alle Kindertagespflegepersonen die mitmachen wollen:

Interessenten sollen sich bitte bei Regina Rathmann melden:
mail@tagesmutter-zehlendorf.de.

Die Adressen der Teilnehmer/-innen werden auf der schon bestehenden Webseite veröffentlicht:
www.guck-an-kindertagespflege.de.

10.01.2018
PE
Broschüre "Nach der Jugendhilfe auf eigenen Beinen stehen! Tipps und Tricks für Deinen Start ins selbstständige Leben"

Careleaver-Broschüre-Banner

Zum Abschluss des Projektes Careleaver Kompetenznetz ist jetzt eine Broschüre für Jugendliche, die vor der Verselbstständigung stehen, erschienen. In der Broschüre finden die Jugendlichen neben den Texten und Bildern von Careleavern und Careleaverinnen auch Texte von erfahrenen pädagogischen Fachkräften, die hilfreich sein könnten. Außerdem finden sie: Webadressen, Rezepte, Interviews und vieles mehr. Die Autoren und Autorinnen hoffen, dass die Broschüre den Start „ins eigene Leben“ erleichtert.

Bestellt werden kann die Broschüre unter info@familien-fuer-kinder.de

Die Broschüre ist kostenlos, jedoch müssen die Versandkosten gezahlt werden.

10.01.2018
TM
Änderungen bei der Sozialversicherung und Einkommensteuer in 2018

Im Jahr 2018 gibt es Änderungen bei der Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Einkommensteuer, die auch die Kindertagespflege betreffen.

Eine Übersicht finden Sie auf der Homepage des Bundesverbandes für Kindertagespflege e.V.

>>> www.bvktp.de

03.12.2017
PE
Fortbildungsprogramm der Familien für Kinder gGmbH für Pflegeeltern und Adoptiveltern 2018

Wir freuen uns, Ihnen unser umfangreiches Fortbildungsangebot für das Jahr 2018 präsentieren zu können! Es soll Ihren Familienalltag bereichern und unterstützen. Die Angebote richten sich an Pflegeeltern und Adoptiveltern. Mitunter können auch Fachkräfte teilnehmen – bitte sprechen Sie uns an.

Fortbildungsprogramm Pflegeeltern und Adoptiveltern 2018Die besonderen Seminare für verwandte Pflegeeltern haben sich auch 2017 bewährt. Deshalb werden in diesem Jahr wiederum zwei Seminare speziell für die Verwandtenpflege angeboten. Sie finden diese Veranstaltungen unter den Titeln: „Oma, Opa, Onkel, Tante ...“ und „Ich/Wir wollte/n helfen – und nun?“ Die Fortbildungen werden verwandten Pflegeeltern für die Grundqualifizierung angerechnet.

Für Pflegeeltern mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten bieten wir im September 2018 zwei Fortbildungen an.

Relativ neu im Programm ist zudem die Veranstaltung „Digitale Medien“. Wir empfehlen diese gern allen Pflege- und Adoptiveltern, die nicht genau wissen, was sie ihren Kindern/Jugendlichen erlauben können/sollen oder wann sie wachsam sein müssen.

Unsere Veranstaltungen sollen dabei unterstützen, auf die besonderen Bedürfnisse von Pflege- bzw. Adoptivkindern in geeigneter Weise eingehen zu können und Herausforderungen gut zu bewältigen.

Erfahrene, qualifizierte Fortbildner/-innen führen die Seminare teilnehmer- und praxisorientiert durch. Wir arbeiten mit Hilfe vielfältiger Methoden, sodass erworbenes Wissen gut behalten und in den Alltag integriert werden kann und unsere Teilnehmer/-innen (hoffentlich) mit Freude dazulernen.

Für Pflegeeltern aus den Bezirken Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf, wird die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen für die Grundqualifizierung für Pflegeeltern anerkannt. Hierfür sind die Veranstaltungen den Bereichen Basis-Thema bzw. Wahlpflicht zugeordnet. Sie finden unter Anmerkungen die Stundenzahl, die jeweils für die Grundqualifizierung angerechnet wird.

Pflegeeltern aus Marzahn-Hellersdorf bekommen grundsätzlich jährlich drei Veranstaltungen über ihr Jugendamt finanziert.

Wenn Sie Interesse an einem Aufbaukurs für die Krisenunterbringung haben, können Sie sich gern melden. Der Kurs kann stattfinden, wenn sich genügend Teilnehmer/-innen melden.

Falls Sie Interesse an diesem Kurs haben, senden Sie uns bitte eine Mail an
fortbildungszentrum@familien-fuer-kinder.de

Die meisten Kurse können für eine feste Teilnehmergruppe auch außerhalb des Programmes gebucht werden. Senden Sie dazu bitte eine Mail an matthes@familien-fuer-kinder.de, damit wir Ihnen ein Angebot zusenden können.

Wir heißen alle Pflege- und Adoptiveltern in unseren Seminaren herzlich willkommen!

Ihr Team von Familien für Kinder

>>> Zu den Fortbildungen 2018 für Pflegeeltern und Adoptiveltern mit Online-Anmeldung

03.12.2017
TM
Fortbildungsprogramm der Familien für Kinder gGmbH für die Kindertagespflege 2018

Liebe Tagesmütter und Tagesväter, liebe Pädagoginnen und Pädagogen,

Fortbildungsprogramm Kindertagespflege 2018es beginnt das dritte Jahr des Bundesprogramms Kindertagespflege, welches sowohl mit einer Erweiterung des Qualifizierungsumfangs für neue Kindertagespflegepersonen als auch mit einem veränderten - einem kompetenzorientierten - Lernansatz einhergeht. Mit dem ständigen Ziel weiterer Professionalisierung liegt der Fokus vor allem auf den Kompetenzen, die für eine gute Arbeit in der Kindertagespflege benötigt werden. Die Erfahrungen der ersten zwei Jahre des Bundesprogramms haben gezeigt: viele persönliche Voraussetzungen / Kompetenzen bringen die Teilnehmer/-innen selbstverständlich mit und vor allem fachliche Kompetenzen nehmen sie mit. Allen bewusst ist am Ende der Qualifizierung, dass die Anforderungen, die heute an Kindertagespflegepersonen gestellt werden, so umfangreich und anspruchsvoll sind, dass die ständige Weiterbildung bzw. Erweiterung der eigenen Kompetenzen gar nicht mehr in Frage gestellt werden kann. Und obwohl das ein hohes Maß an Selbstreflexion und Engagement voraussetzt, liegt das Ziel klar auf der Hand: die weitere Steigerung und Verstetigung der Qualität der Betreuungsform Kindertagespflege.

In diesem Sinne möchten wir Sie auch in diesem Jahr wieder herzlich einladen, Ihre Kompetenzen in unseren Fortbildungsveranstaltungen zu erweitern und mit anderen Tagesmüttern und Tagesvätern in den Austausch zu kommen.

Vielleicht haben Sie schon länger vor, Ihr Repertoire an pädagogischen Angeboten zu vergrößern. Dann könnten Fortbildungsseminare zu den Themen „Morgenkreis“, „Basteln“ oder „Kinderlieder auf der Gitarre“ neue Impulse für Ihre pädagogische Arbeit mit den Kindern liefern.

Sollten Sie Ihren Schwerpunkt eher im Bereich „Zusammenarbeit mit Eltern“ sehen, haben Sie auch da eine Reihe an Angeboten, aus welchen Sie wählen können. „Elterngespräche – Teil 1 + 2“, „Wertschätzende Kommunikation“ und auch „Zusammenarbeit mit Eltern“ geben Ihnen wertvolle Inhalte und Tipps an die Hand, um eine gelungene Erziehungspartnerschaft mit Eltern zu gestalten.

Des Weiteren haben wir uns auch in diesem Jahr wieder bemüht, neue Themen in das Programm aufzunehmen. Das Thema „Impfen“ war im letzten Jahr wiederholt Inhalt öffentlicher Diskussionen, aber auch von einzelnen Kindertagespflegepersonen konnten wir immer wieder hören, dass die Spaltung zwischen Impfgegnern und Impfbefürwortern sie vor besondere Herausforderungen stellt. Im Rahmen des von uns angebotenen Seminars haben Sie die Möglichkeit, sowohl Argumente für Impfungen als auch Methoden wertschätzender Kommunikation im Umgang mit Eltern zu diesem Thema kennenzulernen.

Ein weiteres Thema, welches immer wieder in der Kindertagespflege auftaucht und nicht weniger polarisiert, ist der „Wertewandel in der Erziehung“. Vielleicht fällt es Ihnen manchmal schwer, die Erziehungsmethoden deutlich jüngerer Eltern nachzuvollziehen? Oder Sie erleben die Großeltern der Kinder, die Sie betreuen, und bemerken, dass deren Werte und Ziele wieder ganz andere sind? In der Kindertagespflege treffen nicht selten verschiedene Generationen mit unterschiedlichen Interessen aufeinander. Das kann spannend und bereichernd, gelegentlich aber auch herausfordernd sein. Eine Auseinandersetzung mit den Hintergründen verschiedener Erziehungskonzepte im Rahmen dieses Seminars schafft bei Ihnen möglicherweise ein Verständnis für alle an der Erziehung der Kinder Beteiligten – und ist unbestritten eine gute Voraussetzung für eine erfolgreiche Erziehungspartnerschaft zum Wohl des Kindes!

Sollten Sie Themen vermissen oder Vorschläge für uns haben, freuen wir uns über neue Anregungen und Wünsche.

Das gesamte Fortbildungsprogramm für die Kindertagespflege finden Sie unter www.fortbildungszentrum-berlin.de. Hier können Sie sich online zu Kursen anmelden und nachschauen, ob bereits ausgebuchte Kurse ein weiteres Mal angeboten werden. Nutzen Sie diese Seite auch, um Seminare zu entdecken, die über das Jahr neu in das Programm aufgenommen werden.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung und heißen Sie in unseren Seminaren herzlich willkommen!

Ihr Team von Familien für Kinder

>>> Zu den Fortbildungen Kindertagespflege 2018 mit Online-Anmeldung

22.11.2017
Tagung „Gastfamilien, Paten- und Vormundschaften für junge Geflüchtete“ am 8.12.2017 in Berlin

In der Abschlusstagung werden Ergebnisse und Erkenntnisse des Modellprojekts „Gastfamilien, Paten- und Vormundschaften“ aus Sicht der beiden Projektträger (Diakonie Deutschland und Kompetenzzentrum Pflegekinder e.V.) sowie der beteiligten Jugendhilfeträger vorgestellt.

In sechs Foren wird zu einzelnen thematischen Projektschwerpunkten aus der Praxis berichtet. Prof. Dr. Klaus Wolf (Universität Siegen) wird die wissenschaftliche Evaluation vorstellen und daraus resultierende Impulse für die Jugendhilfe präsentieren. Eine Gesprächsrunde mit Teilnehmenden aus der Praxis öffentlicher und freier Träger reflektiert die Erkenntnisse und gibt weitere Anregungen. Abschließend werden fachliche Empfehlungen zur Weiterentwicklung zusammengefasst.

Die Tagung wendet sich gleichermaßen an Praktiker/-innen und interessiertes Fachpublikum.

Freitag, 08.12.2017, 10:00 bis 16:00 Uhr
Diakonie Deutschland, Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin

Anmeldung bis zum 1.12.2017 unter: www.familien-fuer-junge-fluechtlinge.de

21.11.2017
TM
Neuer Kurzfilm: Was ist Kindertagespflege?

Der neue Film des Bundesverbandes Kindertagespflege zeigt in drei Minuten, einfach erklärt und schön dargestellt, was Kindertagespflege in Deutschland ist und wie Eltern und Kinder den Weg zu einer Tagesmutter oder zu einem Tagesvater finden.

Der Film steht in 9 Sprachen zur Verfügung.

>>> Zum YouTube-Kanal des Bundesverbandes Kindertagespflege

20.11.2017
PE
Jugendämter leiten immer häufiger Heimerziehung ein

Für 53 300 Kinder oder Jugendliche in Deutschland haben die Jugendämter im Jahr 2016 eine Erziehung in einem Heim oder in einer anderen betreuten Wohnform eingeleitet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum heutigen Internationalen Tag der Kinderrechte mitteilt, waren das 20 % mehr neue Heimerziehungen als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2014 betrug der Zuwachs sogar 50 %. 

Besonders stark war der Anstieg in der Altersgruppe der männlichen 16- und 17-Jährigen: Hier hat sich die Zahl der begonnenen Heimerziehungen von 7 000 im Jahr 2014 über 14 400 im Jahr 2015 auf 21 600 mehr als verdreifacht. Damit stellten diese Altersjahrgänge mehr als die Hälfte (57 %) aller begonnenen Hilfen für Jungen und junge Männer. Ein Grund für das Plus dürfte die hohe Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge der letzten Jahre sein.

Kinder, die zu ihrem eigenen Schutz oder aufgrund widriger Umstände nicht mehr in der Familie versorgt werden können, haben nach Artikel 20 der UN-Kinderrechtskonvention einen Anspruch auf staatlichen Schutz und Beistand. Dazu zählt auch die Sicherstellung ihrer Betreuung in Heimen oder anderen Wohnformen. Nach Artikel 22 der Konvention gilt dies gleichermaßen für Flüchtlingskinder, die von der Familie getrennt leben.

Weitere Ergebnisse zur Inanspruchnahme von Heimerziehungen oder anderen Hilfen zur Erziehung und damit auch zur Umsetzung diverser UN-Kinderrechte in Deutschland stehen auf der Internetseite des statistischen Bundesamtes im Bereich Publikationen zur Verfügung:

>>> www.destatis.de

Quelle: Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes Nr. 420 vom 20.11.2017

17.11.2017
TM
Bundesverband für Kindertagespflege fordert gerechte Krankenkassenbeiträge für geringverdienende Selbständige

Der Bundesverband für Kindertagespflege begrüßt die durch eine neue Petition entstandene Diskussion über die Höhe der Krankenversicherungsbeiträge für geringverdienende Selbständige. Dazu erklärte die Bundesvorsitzende Inge Losch-Engler:

„Es ist gut, dass das Problem endlich in größerem Zusammenhang diskutiert wird. Nicht nur ein Großteil der rund 44.500 Kindertagespflegepersonen gehört zu den Selbständigen, die nicht ein Einkommen von 2.231,25 im Monat erreichen. Nach Schätzungen sind rund 2 Millionen Solo-Selbständige aus verschiedenen Berufsbereichen betroffen. Für die Kindertagespflegepersonen gilt noch bis zum 31. Dezember 2018 eine Sonderregelung im § 10 SGB V. Danach müssten sie deutlich höhere Krankenversicherungsbeiträge bezahlen, was viele zur Aufgabe zwingen würde. Diese Zeit muss eine neue Bundesregierung nutzen, um eine Reform der Beitragsbemessung auf den Weg zu bringen. In der gesetzlichen Krankenversicherung sollte sich die Beitragsbemessung für Selbständige am tatsächlichen Einkommen orientieren. Grüne und FDP, SPD und Linke haben entsprechende Forderungen in ihren Wahlprogrammen. Ebenso haben sich die AOK, der BKK-Dachverband, die Innungskrankenkassen und der GKV- Spitzenverband für eine deutliche Absenkung der Mindestbemessungsgrundlage ausgesprochen. Die Kindertagespflegepersonen in Deutschland wollen keine Sonderregelung, sondern eine faire Beitragsbemessung entsprechend ihrem tatsächlichen Einkommen.“
Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbandes für Kindertagespflege e.V. vom 17.11.2017

Dem kann sich der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. nur anschließen.

08.11.2017
PE
Wunschzettel 2017

Die EmMi-Luebeskind-Stiftung hat für Pflegefamilien zum bevorstehenden Weihnachtsfest eine "Wunschzettel-Box" eingerichtet. Dort können Pflegefamilien ihre Wunschzettel einwerfen. Jede Familie darf bis zu drei Wunschzettel in die Box einwerfen und jeder Wunsch darf einen Wert von bis zu 50,00 € haben. Aus allen Einsendungen werden 100 Wunschzettel gezogen und die darauf notierten Wünsche werden dann erfüllt.

Einsendeschluss ist der 15. November 2017.

Weitere Informationen unter: >>> www.stiftung-emmi-luebeskind.de

04.10.2017
Anstieg der Verfahren zur Kindeswohlgefährdung in Deutschland um 5,7 %

Die Jugendämter in Deutschland führten im Jahr 2016 rund 136 900 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, bedeutet dies einen Anstieg um 5,7 % gegenüber dem Vorjahr.

Von allen Verfahren bewerteten die Jugendämter 21 600 eindeutig als Kindeswohl­gefährdungen („akute Kindeswohlgefährdung“). Hier gab es gegenüber 2015 einen Anstieg um 3,7 %. Bei 24 200 Verfahren (+ 0,1 %) konnte eine Gefährdung des Kindes nicht ausgeschlossen werden („latente Kindeswohlgefährdung“). In rund 46 600 Fällen (+ 8,0 %) kamen die Fachkräfte des Jugendamtes zu dem Ergebnis, dass zwar keine Kindeswohlgefährdung, aber ein weiterer Hilfe- oder Unterstützungsbedarf vorlag. In fast ebenso vielen Fällen (44 500) wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch weiterer Hilfebedarf festgestellt (+ 7,8 %).

Die meisten der rund 45 800 Kinder, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung vorlag, wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf (61,1 %). In 28,4 % der Fälle wurden Anzeichen für psychische Misshandlung festgestellt. Etwas seltener (25,7 %) wiesen die Kinder Anzeichen für körperliche Misshandlung auf. Anzeichen für sexuelle Gewalt wurden in 4,4 % der Fälle von Kindeswohlgefährdung festgestellt. Mehrfachnennungen waren möglich.

Die Gefährdungseinschätzungen wurden in etwa gleich häufig für Jungen und Mädchen durchgeführt. Kleinkinder waren bei den Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls besonders betroffen. Beinahe jedes vierte Kind (23,2 %), für das ein Verfahren durchgeführt wurde, hatte das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet. Drei- bis fünfjährige Kinder waren wie im Vorjahr von einem Fünftel (19,4 %) der Verfahren betroffen. Kinder im Grundschulalter (6 bis 9 Jahre) waren mit 22,7 % beteiligt. Mit zunehmendem Alter nehmen die Gefährdungseinschätzungen ab: Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren hatten einen Anteil von 18,7 % an den Verfahren, Jugendliche (14 bis 17 Jahre) nur noch von 16,0 %.

Am häufigsten machten Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft das Jugendamt auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung aufmerksam, und zwar bei 22,1 % der Verfahren. Bei 12,9 % kamen die Hinweise von Schulen oder Kindertageseinrichtungen, bei 11,6 % waren es Bekannte oder Nachbarn. Gut jeden zehnten Hinweis (10,4 %) erhielten die Jugendämter anonym.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 350 vom 04.10.2017,
"2016: Anstieg der Verfahren zur Kindeswohlgefährdung um 5,7 %"
>>> www.destatis.de

26.09.2017
Lob für „Goldkinder“ von und mit Berliner Pflegekindern

Der Film „Goldkinder“ von und mit Berliner Pflegekindern wurde am 20.09.2017 beim REC-Filmfestival (früher Jugendmedienfestival) erstmals öffentlich aufgeführt. Bei der Abschlussveranstaltung des Festivals wurde der Film mit einem großen Lob bedacht:
„Selten sieht man so viel Kreativität, Offenheit und Spaß am Albernsein in einem einzigen Film. Die Goldkinder haben einen großartigen Film über ihre traurigen Erlebnisse gemacht und sollten unbedingt am Filmemachen dranbleiben.“

Nach der Filmvorführung wurden die Pflegekinder, die Regisseurin Sigrun Schnarrenberger und die Vorsitzende des Arbeitskreises Petra Schrödel interviewt.

Eine Veröffentlichung des Films auf einer YouTube-Plattform oder auf einer DVD ist im Moment noch nicht realisierbar. Es gibt jedoch Überlegungen, den Film Goldkinder in geeigneter Form Interessenten zugänglich zu machen. Der Vorstand befindet sich hier noch in einem Entscheidungsprozess. Sobald feststeht, ob, in welcher Form und für welchen Personenkreis, der Film veröffentlicht wird, werden wir unter Aktuelles auf der Homepage berichten.

Im Tagesspiegel vom 20.09.2017 ist ein Artikel zum Filmprojekt erschienen. Die Online-Version finden Sie auf dem Internetportal des Tagesspiegels:
>>> www.tagesspiegel.de

Weitere Informationen und Trailer zu den ersten beiden Filmworkshops:
>>> www.arbeitskreis-pflegekinder.de/goldkinder

22.09.2017
Keine Entscheidung des Bundesrates zum Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen

Der Bundesrat hat am 22. September 2017 abermals kurzfristig das Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen von seiner Tagesordnung abgesetzt. Es kam daher nicht zu einer Abstimmung über das zustimmungsbedürftige Gesetz, das der Bundestag am 29. Juni 2017 verabschiedet hatte. Schon in der Sitzung am 7. Juli 2017 hatten die Länder die Abstimmung verschoben.

Das Gesetzgebungsverfahren ist damit jedoch noch nicht gescheitert. Der Bundesrat könnte in einer der nächsten Sitzungen über das Vorhaben abstimmen – auch nach Konstituierung des 19. Deutschen Bundestages. Denn der Diskontinuität zum Ende der 18. Legislaturperiode unterfallen nur solche Gesetze, die im Bundestag noch nicht abschließend behandelt wurden.

Quelle: www.bundesrat.de/DE/plenum/plenum-kompakt/17/960/960-node.html

03.07.2018
PE
Deutlich weniger Verfahren zur Kindeswohlgefährdung in Berlin und Brandenburg

13.014 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls führten die Berliner Jugendämter im Jahr 2017 durch. In Brandenburg waren 6.637 Kinder und Jugendliche betroffen. Das waren in Berlin 16 Prozent und in Brandenburg 14 Prozent weniger als im Vorjahr, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

Eine akute Gefährdung wurde in Berlin bei 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen festgestellt. In diesen Fällen war eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten.

In 26 Prozent der Fälle lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Dabei konnte die Frage nach der gegenwärtig tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, aber es bestand weiterhin der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung bzw. eine Kindeswohlgefährdung konnte nicht ausgeschlossen werden.

In 27 Prozent der Fälle wurde zwar keine Gefährdung ermittelt, aber es bestand Hilfebedarf. In weiteren 27 Prozent der Fälle wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt.

54 Prozent der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdungen in Berlin betrafen Vernachlässigung, 18 Prozent körperliche und 25 Prozent psychische Misshandlungen. In 3 Prozent der Fälle mussten Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet werden. Je Fall sind mehrere Arten der Gefährdung möglich.

Während in Berlin fast jede zweite Einschätzung eine akute oder latente Gefährdung ergab, zeigte sich im Land Brandenburg ein anderes Bild: Hier führte nur jede dritte Gefährdungseinschätzung zu einem dieser Ergebnisse.

Bei 18 Prozent der Brandenburger Kinder und Jugendlichen lag eine akute und bei 17 Prozent eine latente Gefährdung vor. In 31 Prozent der Fälle wurde keine Gefährdung ermittelt, es bestand jedoch Hilfebedarf. In 34 Prozent der Fälle wurde keine Kindeswohlgefährdung ermittelt.

In fast der Hälfte (1.630) der Brandenburger Fälle, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, sind die Kinder und Jugendliche durch Vernachlässigung gefährdet. Anzeichen für körperliche und psychische Misshandlungen wurden in 476 bzw. 612 Fällen angegeben und eine Einschätzung, dass eine Gefährdung aufgrund sexueller Gewalt vorlag, betraf 110 Fälle.

Häufig informierten Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft das Jugendamt (BE: 28 Prozent, BB: 17 Prozent). Auch anonyme Anzeigen gingen ein (BE: 7 Prozent, BB: 17 Prozent). Über Verwandte, Bekannte und Nachbarn wurden in Berlin 10 Prozent und in Brandenburg 13 Prozent der Verfahren initiiert. In 19 Prozent der Berliner und in 11 Prozent der Brandenburger Fälle waren die Kita bzw. Tagespflegeperson oder die Schule die Auslöser. 9 Prozent der Berliner und 10 Prozent der Brandenburger Verfahren wurden durch die Minderjährigen bzw. Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst angestoßen.

Als Folge der Gefährdungseinschätzung wurden in Berlin für jedes sechste und in Brandenburg für jedes fünfte Kind ambulante oder teilstationäre Hilfen zur Erziehung neu eingeleitet bzw. geplant. Unterstützung nach §§ 16-18 SGB VIII wurde für 1.398 Fälle in Berlin und 613 Fälle in Brandenburg gewährt. Hierbei handelt es sich um Leistungen zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie und Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung oder Scheidung, sowie die Beratung und Unterstützung bei der Ausübung der Personensorge und des Umgangsrechts.

621 Berliner und 374 Brandenburger Kinder oder Jugendliche wurden im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahmen in Obhut genommen. In 890 Fällen in Berlin und 444 Fällen in Brandenburg musste das Familiengericht angerufen werden.

Weitere Ergebnisse der Gefährdungseinschätzungen nach § 8a SGB VIII für die Länder Berlin und Brandenburg beinhaltet der Statistische Bericht K V 10 zum kostenfreien Herunterladen unter:

www.statistik-berlin-brandenburg.de

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 3. Juli 2018

28.06.2018
PE
Einladung zum 18. Berliner Pflegefamilientag im Zoologischen Garten Berlin am Samstag, den 01. September 2018

Der diesjährige Berliner Pflegefamilientag findet am Samstag, den 01. September im Zoologischen Garten statt. Die Berliner Pflegefamilien können sich auf dieses ganz besondere Ereignis freuen.

Zur Seite www.pflegefamilientag-berlin.deDer Zoologische Garten ist der älteste Zoo in Deutschland und der artenreichste Zoo der ganzen Welt. Hier leben ca. 20.000 Tiere aus mehr als 1.350 Arten. Ganz besondere Highlights sind das Flusspferdhaus, wo man diese riesigen Tiere auch unter Wasser beobachten kann, die Pinguinwelt und dass es - einmalig in Deutschland - zwei Pandabären zu sehen gibt.

Im Zoo gibt es viele besondere Fütterungs-Shows, bei denen erklärt wird, was das Lieblingsessen der einzelnen Tiere ist und man kann zuschauen, wie es sich die Tiere schmecken lassen.

Kommentierte Fütterungen (kleine Auswahl):
• Elefanten 11:30 Uhr
• Gorillas 14:00 Uhr
• Flusspferde 14:30 Uhr
• Panda-Talk 11:00 und 16:00 Uhr

Auch auf dem Abenteuerspielplatz und im Streichelzoo kann man eine Menge erle­ben. Und an den Ständen der Pflegekin­derdienste gibt es wieder viele Attraktio­nen mit großem Bastel- und Spielpro­gramm zum Mitmachen und Spaß haben.
Zur Stärkung werden alle Pflegefamilien zu einem kostenlosen Imbiss und Softgetränk eingeladen.

Wo und Wann?
am Samstag, den 01. September 2018
im Zoologischer Garten von 11:00 bis 16:00 Uhr

Eingang Elefantentor (in der Budapester Straße, ca. 700 m vom S- und U-Bahnhof Zoologischer Garten)

Unsere Marktstände befinden sich rund um den Eisbärenbrunnen.

Wichtig: Aufgrund des besonderen Ortes ist die An­meldung am Eingang in diesem Jahr ein bisschen anders. Um das Ver­anstaltungs­bändchen für den kostenlosen Eintritt zu erhalten, müssen die Pflegefami­lien am Eingang Elefantentor eine Pflege­stellen-Bestätigung vorweisen. Das Bänd­chen ist nur für den Eintritt in den Zoo. Das Aqua­rium kann man damit nicht besuchen.

Die Essen-Bons erhalten alle Pflegefami­lien wieder am Stand ihres zuständigen Pflegekinderservice.

Im Zoologischen Garten gibt es sehr viel zu entdecken. Über die Webseite des Zoos können sich alle informieren und überle­gen, was sie sich am 18. Berliner Pflege­familientag unbedingt ansehen möchten.

Das wird ein langer und toller Tag!

Weitere Infos zur Veranstaltung: www.pflegefamilientag-berlin.de

26.06.2018
Berliner Träger aus dem sozialen Bereich positionieren sich für Menschenrechte und eine demokratische Kultur

In einer Erklärung haben jetzt Träger sozialer Einrichtungen und demokratischer Projekte in Berlin klar Position bezogen: gegen (extrem) rechte, rechtspopulistische und menschenverachtende Einstellungen und für eine solidarische, inklusive und demokratische Stadtgesellschaft.

Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V., Familien für Kinder gGmbH und die proFam gGmbH unterstützen diese Initiative und haben die Erklärung mitunterzeichnet.

>>> Zur Erklärung der Berliner Träger „Für Menschenrechte und eine demokratische Kultur“

14.06.2018
Unser Festnetzanschluss 030 / 21 00 21 0 und alle Durchwahlen sind zurzeit leider nicht erreichbar.

Wir sind aktiv, damit dieser Anschluss in Kürze wieder zur Verfügung steht. Bis dahin möchten wir Sie bitten, uns per E-Mail Ihr Anliegen mitzuteilen.

Für Notfälle besteht vorübergehend ein neuer Anschluss: 030 / 261 031 19

08.06.2018
Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. hat einen neuen Vorstand und Beirat

Am 7. Juni 2018 fand die diesjährige Mitgliederversammlung statt. Der Vorstand berichtete über die Aktivitäten und Highlights 2017 und der Bericht der Kassenprüfer wurde vorgetragen. Sie hatten keine Beanstandung und empfahlen der Mitgliederversammlung die Entlastung des Vorstands. Die Mitgliederversammlung hat den Vorstand dann einstimmig entlastet. In diesem Jahr standen wieder Vorstands- und Beiratswahlen an und ein neuer Vorstand und Beirat wurde gewählt:

Vorstand:
Vorsitzende: Petra Schrödel
stellvertretende Vorsitzende: Carina Kleineidam
stellvertretende Vorsitzender: Kerstin Höchst
Vorstandmitglied: Angelika Sauermann
Vorstandmitglied: Carmen Thiele

Beirat:
Edda Gerstner
Uschi Lehmann

 Vorstand nach Mitgliederversammlung 2018

Angelika Sauermann, Uschi Lehmann, Carina Kleineidam, Kerstin Höchst, Petra Schrödel, Edda Gerstner und Carmen Thiele nach der Wahl zum Vorstand und Beirat (von links nach rechts)

07.06.2018
KitaKrise in Berlin – Eltern werden aktiv

Wir brauchen mehr Kindertagesbetreuungsplätze in Kitas und in der Kindertagespflege. Deswegen haben Berliner Eltern mit Freundinnen* eine kinderfreundliche Demo am Samstag den 26.05.2018 organisiert, um auf das Problem der fehlenden Kindertagesbetreuungsplätze aufmerksam zu machen.

Die Demonstration war mit rund 3.500 Teilnehmern (Eltern, Kinder, Erzieher und Gewerkschafter) ein großer Erfolg. Viele Medien berichteten.

Die Initiative ist weiterhin aktiv. Informationen finden Sie im Internet unter:

www.Kitakriseberlin.org und www.facebook.com/KitakriseBerlin

20.04.2018
PE
Nählabor für 8- bis 14-jährige Berliner Pflegekinder

Wie wird aus einer alten Jeans eine neue Tasche?

Im Nählabor von Patenkinder Berlin können Pflegekinder eine Umhängetasche aus einer alten Jeans, ein Beanie oder einen Loop Schal aus einem T-Shirt nähen. Sie können aber auch eigene Gestaltungsideen mitbringen und werden bei der Umsetzung unterstützt. Es gibt auch Filz oder bunten Baumwollstoff und ein paar Schnitte z.B. für eine kleine Tasche, einen einfachen Rock oder eine Handyhülle.

Eine Pflegemutter, die gelernte Schneiderin ist und viel Erfahrung mit kreativen Ideen rund ums Nähen hat, unterstützt die Pflegekinder bei der Umsetzung.

An drei Terminen können die oben genannten Vorschläge umgesetzt oder eigene Ideen verwirklicht werden. Wenn die Kinder an einem Tag nicht fertig werden, können sie einfach beim nächsten Termin an ihrem Stück weiterarbeiten. Es macht riesigen Spaß, gemeinsam zu nähen und sich gegenseitig Anregungen zu geben.

Das Nählabor hat an folgenden Tagen geöffnet:
Samstag, 26.5.2018
Samstag, 23.6.2018
Samstag, 29.9.2018
jeweils von 12:00 bis 14:30 Uhr.

WO
Familien für Kinder gGmbH, Stresemannstr. 78, 10963 Berlin

KOSTEN
7,50 € pro Veranstaltung (diese können auch bei der Pflegekasse abgerechnet werden, wenn Ihr Kind Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen hat)

Infos und Anmeldung unter
Tel. 030 / 21002128
info@familien-fuer-kinder.de

15.03.2018
PE
Schreib doch mal einen Artikel zum Thema „Mitreden im Jugendamt“

Einladung an alle Kinder und Jugendlichen in Pflegefamilien, Heimen und Wohngruppen

Die „Heim und ErzieherInnen Zeitschrift“ HEZ soll im Sommer mit Artikeln von Kindern und Jugendlichen rund um das Thema „Mitreden im Jugendamt“ erscheinen:
Hört man Dir zu? Wie findest Du Dein Hilfeplangespräch? Kannst Du sagen, was Du wirklich möchtest oder nur das, was die Erwachsenen hören wollen? Wie war’s beim letzten Mal? Schreib einen Artikel, einen Comic, male ein Bild o.ä. Die Zeitschrift gibt Eure Botschaften an die Politiker/-innen in Berlin und Brandenburg, die Bezirke und den Senat weiter.

Für jede veröffentlichte Einsendung gibt’s einen 15 € Gutschein von den Yorck-Kinos.

Wer will, kann auf der Webseite www.hez-igfh.de nachschauen, worüber und wie die HEZ sonst schreibt.

Alle Einsendungen bitte an: Manfred Jannicke, nhw@nhw-ev.de

10.01.2018
PE
Broschüre "Nach der Jugendhilfe auf eigenen Beinen stehen! Tipps und Tricks für Deinen Start ins selbstständige Leben"

Careleaver-Broschüre-Banner

Zum Abschluss des Projektes Careleaver Kompetenznetz ist jetzt eine Broschüre für Jugendliche, die vor der Verselbstständigung stehen, erschienen. In der Broschüre finden die Jugendlichen neben den Texten und Bildern von Careleavern und Careleaverinnen auch Texte von erfahrenen pädagogischen Fachkräften, die hilfreich sein könnten. Außerdem finden sie: Webadressen, Rezepte, Interviews und vieles mehr. Die Autoren und Autorinnen hoffen, dass die Broschüre den Start „ins eigene Leben“ erleichtert.

Bestellt werden kann die Broschüre unter info@familien-fuer-kinder.de

Die Broschüre ist kostenlos, jedoch müssen die Versandkosten gezahlt werden.

03.12.2017
PE
Fortbildungsprogramm der Familien für Kinder gGmbH für Pflegeeltern und Adoptiveltern 2018

Wir freuen uns, Ihnen unser umfangreiches Fortbildungsangebot für das Jahr 2018 präsentieren zu können! Es soll Ihren Familienalltag bereichern und unterstützen. Die Angebote richten sich an Pflegeeltern und Adoptiveltern. Mitunter können auch Fachkräfte teilnehmen – bitte sprechen Sie uns an.

Fortbildungsprogramm Pflegeeltern und Adoptiveltern 2018Die besonderen Seminare für verwandte Pflegeeltern haben sich auch 2017 bewährt. Deshalb werden in diesem Jahr wiederum zwei Seminare speziell für die Verwandtenpflege angeboten. Sie finden diese Veranstaltungen unter den Titeln: „Oma, Opa, Onkel, Tante ...“ und „Ich/Wir wollte/n helfen – und nun?“ Die Fortbildungen werden verwandten Pflegeeltern für die Grundqualifizierung angerechnet.

Für Pflegeeltern mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten bieten wir im September 2018 zwei Fortbildungen an.

Relativ neu im Programm ist zudem die Veranstaltung „Digitale Medien“. Wir empfehlen diese gern allen Pflege- und Adoptiveltern, die nicht genau wissen, was sie ihren Kindern/Jugendlichen erlauben können/sollen oder wann sie wachsam sein müssen.

Unsere Veranstaltungen sollen dabei unterstützen, auf die besonderen Bedürfnisse von Pflege- bzw. Adoptivkindern in geeigneter Weise eingehen zu können und Herausforderungen gut zu bewältigen.

Erfahrene, qualifizierte Fortbildner/-innen führen die Seminare teilnehmer- und praxisorientiert durch. Wir arbeiten mit Hilfe vielfältiger Methoden, sodass erworbenes Wissen gut behalten und in den Alltag integriert werden kann und unsere Teilnehmer/-innen (hoffentlich) mit Freude dazulernen.

Für Pflegeeltern aus den Bezirken Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf, wird die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen für die Grundqualifizierung für Pflegeeltern anerkannt. Hierfür sind die Veranstaltungen den Bereichen Basis-Thema bzw. Wahlpflicht zugeordnet. Sie finden unter Anmerkungen die Stundenzahl, die jeweils für die Grundqualifizierung angerechnet wird.

Pflegeeltern aus Marzahn-Hellersdorf bekommen grundsätzlich jährlich drei Veranstaltungen über ihr Jugendamt finanziert.

Wenn Sie Interesse an einem Aufbaukurs für die Krisenunterbringung haben, können Sie sich gern melden. Der Kurs kann stattfinden, wenn sich genügend Teilnehmer/-innen melden.

Falls Sie Interesse an diesem Kurs haben, senden Sie uns bitte eine Mail an
fortbildungszentrum@familien-fuer-kinder.de

Die meisten Kurse können für eine feste Teilnehmergruppe auch außerhalb des Programmes gebucht werden. Senden Sie dazu bitte eine Mail an matthes@familien-fuer-kinder.de, damit wir Ihnen ein Angebot zusenden können.

Wir heißen alle Pflege- und Adoptiveltern in unseren Seminaren herzlich willkommen!

Ihr Team von Familien für Kinder

>>> Zu den Fortbildungen 2018 für Pflegeeltern und Adoptiveltern mit Online-Anmeldung

22.11.2017
Tagung „Gastfamilien, Paten- und Vormundschaften für junge Geflüchtete“ am 8.12.2017 in Berlin

In der Abschlusstagung werden Ergebnisse und Erkenntnisse des Modellprojekts „Gastfamilien, Paten- und Vormundschaften“ aus Sicht der beiden Projektträger (Diakonie Deutschland und Kompetenzzentrum Pflegekinder e.V.) sowie der beteiligten Jugendhilfeträger vorgestellt.

In sechs Foren wird zu einzelnen thematischen Projektschwerpunkten aus der Praxis berichtet. Prof. Dr. Klaus Wolf (Universität Siegen) wird die wissenschaftliche Evaluation vorstellen und daraus resultierende Impulse für die Jugendhilfe präsentieren. Eine Gesprächsrunde mit Teilnehmenden aus der Praxis öffentlicher und freier Träger reflektiert die Erkenntnisse und gibt weitere Anregungen. Abschließend werden fachliche Empfehlungen zur Weiterentwicklung zusammengefasst.

Die Tagung wendet sich gleichermaßen an Praktiker/-innen und interessiertes Fachpublikum.

Freitag, 08.12.2017, 10:00 bis 16:00 Uhr
Diakonie Deutschland, Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin

Anmeldung bis zum 1.12.2017 unter: www.familien-fuer-junge-fluechtlinge.de

20.11.2017
PE
Jugendämter leiten immer häufiger Heimerziehung ein

Für 53 300 Kinder oder Jugendliche in Deutschland haben die Jugendämter im Jahr 2016 eine Erziehung in einem Heim oder in einer anderen betreuten Wohnform eingeleitet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum heutigen Internationalen Tag der Kinderrechte mitteilt, waren das 20 % mehr neue Heimerziehungen als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2014 betrug der Zuwachs sogar 50 %. 

Besonders stark war der Anstieg in der Altersgruppe der männlichen 16- und 17-Jährigen: Hier hat sich die Zahl der begonnenen Heimerziehungen von 7 000 im Jahr 2014 über 14 400 im Jahr 2015 auf 21 600 mehr als verdreifacht. Damit stellten diese Altersjahrgänge mehr als die Hälfte (57 %) aller begonnenen Hilfen für Jungen und junge Männer. Ein Grund für das Plus dürfte die hohe Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge der letzten Jahre sein.

Kinder, die zu ihrem eigenen Schutz oder aufgrund widriger Umstände nicht mehr in der Familie versorgt werden können, haben nach Artikel 20 der UN-Kinderrechtskonvention einen Anspruch auf staatlichen Schutz und Beistand. Dazu zählt auch die Sicherstellung ihrer Betreuung in Heimen oder anderen Wohnformen. Nach Artikel 22 der Konvention gilt dies gleichermaßen für Flüchtlingskinder, die von der Familie getrennt leben.

Weitere Ergebnisse zur Inanspruchnahme von Heimerziehungen oder anderen Hilfen zur Erziehung und damit auch zur Umsetzung diverser UN-Kinderrechte in Deutschland stehen auf der Internetseite des statistischen Bundesamtes im Bereich Publikationen zur Verfügung:

>>> www.destatis.de

Quelle: Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes Nr. 420 vom 20.11.2017

08.11.2017
PE
Wunschzettel 2017

Die EmMi-Luebeskind-Stiftung hat für Pflegefamilien zum bevorstehenden Weihnachtsfest eine "Wunschzettel-Box" eingerichtet. Dort können Pflegefamilien ihre Wunschzettel einwerfen. Jede Familie darf bis zu drei Wunschzettel in die Box einwerfen und jeder Wunsch darf einen Wert von bis zu 50,00 € haben. Aus allen Einsendungen werden 100 Wunschzettel gezogen und die darauf notierten Wünsche werden dann erfüllt.

Einsendeschluss ist der 15. November 2017.

Weitere Informationen unter: >>> www.stiftung-emmi-luebeskind.de

04.10.2017
Anstieg der Verfahren zur Kindeswohlgefährdung in Deutschland um 5,7 %

Die Jugendämter in Deutschland führten im Jahr 2016 rund 136 900 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, bedeutet dies einen Anstieg um 5,7 % gegenüber dem Vorjahr.

Von allen Verfahren bewerteten die Jugendämter 21 600 eindeutig als Kindeswohl­gefährdungen („akute Kindeswohlgefährdung“). Hier gab es gegenüber 2015 einen Anstieg um 3,7 %. Bei 24 200 Verfahren (+ 0,1 %) konnte eine Gefährdung des Kindes nicht ausgeschlossen werden („latente Kindeswohlgefährdung“). In rund 46 600 Fällen (+ 8,0 %) kamen die Fachkräfte des Jugendamtes zu dem Ergebnis, dass zwar keine Kindeswohlgefährdung, aber ein weiterer Hilfe- oder Unterstützungsbedarf vorlag. In fast ebenso vielen Fällen (44 500) wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch weiterer Hilfebedarf festgestellt (+ 7,8 %).

Die meisten der rund 45 800 Kinder, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung vorlag, wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf (61,1 %). In 28,4 % der Fälle wurden Anzeichen für psychische Misshandlung festgestellt. Etwas seltener (25,7 %) wiesen die Kinder Anzeichen für körperliche Misshandlung auf. Anzeichen für sexuelle Gewalt wurden in 4,4 % der Fälle von Kindeswohlgefährdung festgestellt. Mehrfachnennungen waren möglich.

Die Gefährdungseinschätzungen wurden in etwa gleich häufig für Jungen und Mädchen durchgeführt. Kleinkinder waren bei den Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls besonders betroffen. Beinahe jedes vierte Kind (23,2 %), für das ein Verfahren durchgeführt wurde, hatte das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet. Drei- bis fünfjährige Kinder waren wie im Vorjahr von einem Fünftel (19,4 %) der Verfahren betroffen. Kinder im Grundschulalter (6 bis 9 Jahre) waren mit 22,7 % beteiligt. Mit zunehmendem Alter nehmen die Gefährdungseinschätzungen ab: Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren hatten einen Anteil von 18,7 % an den Verfahren, Jugendliche (14 bis 17 Jahre) nur noch von 16,0 %.

Am häufigsten machten Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft das Jugendamt auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung aufmerksam, und zwar bei 22,1 % der Verfahren. Bei 12,9 % kamen die Hinweise von Schulen oder Kindertageseinrichtungen, bei 11,6 % waren es Bekannte oder Nachbarn. Gut jeden zehnten Hinweis (10,4 %) erhielten die Jugendämter anonym.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 350 vom 04.10.2017,
"2016: Anstieg der Verfahren zur Kindeswohlgefährdung um 5,7 %"
>>> www.destatis.de

26.09.2017
Lob für „Goldkinder“ von und mit Berliner Pflegekindern

Der Film „Goldkinder“ von und mit Berliner Pflegekindern wurde am 20.09.2017 beim REC-Filmfestival (früher Jugendmedienfestival) erstmals öffentlich aufgeführt. Bei der Abschlussveranstaltung des Festivals wurde der Film mit einem großen Lob bedacht:
„Selten sieht man so viel Kreativität, Offenheit und Spaß am Albernsein in einem einzigen Film. Die Goldkinder haben einen großartigen Film über ihre traurigen Erlebnisse gemacht und sollten unbedingt am Filmemachen dranbleiben.“

Nach der Filmvorführung wurden die Pflegekinder, die Regisseurin Sigrun Schnarrenberger und die Vorsitzende des Arbeitskreises Petra Schrödel interviewt.

Eine Veröffentlichung des Films auf einer YouTube-Plattform oder auf einer DVD ist im Moment noch nicht realisierbar. Es gibt jedoch Überlegungen, den Film Goldkinder in geeigneter Form Interessenten zugänglich zu machen. Der Vorstand befindet sich hier noch in einem Entscheidungsprozess. Sobald feststeht, ob, in welcher Form und für welchen Personenkreis, der Film veröffentlicht wird, werden wir unter Aktuelles auf der Homepage berichten.

Im Tagesspiegel vom 20.09.2017 ist ein Artikel zum Filmprojekt erschienen. Die Online-Version finden Sie auf dem Internetportal des Tagesspiegels:
>>> www.tagesspiegel.de

Weitere Informationen und Trailer zu den ersten beiden Filmworkshops:
>>> www.arbeitskreis-pflegekinder.de/goldkinder

22.09.2017
Keine Entscheidung des Bundesrates zum Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen

Der Bundesrat hat am 22. September 2017 abermals kurzfristig das Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen von seiner Tagesordnung abgesetzt. Es kam daher nicht zu einer Abstimmung über das zustimmungsbedürftige Gesetz, das der Bundestag am 29. Juni 2017 verabschiedet hatte. Schon in der Sitzung am 7. Juli 2017 hatten die Länder die Abstimmung verschoben.

Das Gesetzgebungsverfahren ist damit jedoch noch nicht gescheitert. Der Bundesrat könnte in einer der nächsten Sitzungen über das Vorhaben abstimmen – auch nach Konstituierung des 19. Deutschen Bundestages. Denn der Diskontinuität zum Ende der 18. Legislaturperiode unterfallen nur solche Gesetze, die im Bundestag noch nicht abschließend behandelt wurden.

Quelle: www.bundesrat.de/DE/plenum/plenum-kompakt/17/960/960-node.html

01.09.2017
PE
Der Film "Goldkinder" von und mit Berliner Pflegekindern läuft auf dem REC-Filmfestival in Berlin am 20. September 2017

Der Film „Goldkinder“ von und mit Berliner Pflegekindern – entstanden zwischen 2013 und 2017 in den 3 Workshops „Bleib wie du bist“, „Doppelpack“ und „Respekt“ – wird nun beim REC-Filmfestival (früher Jugendmedienfestival) gezeigt. Von 700 Einsendungen aus 36 Ländern wurden 70 Filme aus 19 Ländern ausgewählt.

Die Jugendlichen erzählen sich gegenseitig auf drei Ebenen: das Ich, das Du und die Anderen. Sie bedienen sich dabei filmischer und musikalischer Stilmittel. Die erste Ebene ist die Innenwelt, die zweite die Beziehung zu Freunden und als dritte Ebene Chancen und Konflikte in der Außenwelt.

„Goldkinder“ wurde vom Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. zusammen mit der Filmemacherin Sigrun Schnarrenberger produziert. Die drei Workshops wurden von Aktion Mensch und der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin gefördert und unter der Leitung von Sigrun Schnarrenberger und Robin Bodenhaupt in den Räumlichkeiten der Contra-Medienwerkstatt durchgeführt.

Wann: Mittwoch, 20.9.2017 ab 18 Uhr
"Goldkinder" (Länge ca. 30 Minuten) wird im Block mit anderen Filmen als vierter Film gezeigt.

Wo: in der ufaFabrik Berlin – Internationales Kulturcentrum
Viktoriastr. 10-18, 12105 Berlin-Tempelhof
Tel.: 030 / 755 03-0,    www.ufafabrik.de

REC-Filmfestival Berlin 2017: www.rec-filmfestival.de

>>> Weitere Informationen zu den Workshops

Im Tagesspiegel vom 20.09.2017 ist ein Artikel zum Filmprojekt erschienen. Die Online-Version finden Sie auf dem Internetportal des Tagesspiegels:
>>> www.tagesspiegel.de

01.09.2017
PE
Einladung zum 17. Berliner Pflegefamilientag auf dem Tempelhofer Feld am 17. September 2017

Der diesjährige Pflegefamilientag findet auf dem Tempelhofer Feld statt, einer der größten Freiflächen, die es mitten in einer Großstadt gibt. Früher sind hier Flugzeuge in alle Welt gestartet und am 17. September können die Berliner Pflegefamilien hier toben und mit allen möglichen Sportgeräten rumfahren oder rumfliegen.

Auf die Plätze – fertig – los!

Bringt alles mit was Räder hat und rollen kann: eure Fahrräder, Skates, Rollschuhe, Roller, Laufräder sowie Kinderwagen (Mamas Auto muss leider draußen bleiben) und zeigt, was ihr damit tolles könnt.

  • Kann einer von euch Einrad fahren? Habt ihr ein cooles Elektro-Skateboard? Zeigt eure Kunststücke allen Anderen!
  • Und ihr könnt auch in die Luft gehen: Wer hat den größten Drachen? Oder einen bunten Kite? Oder wer kann tierisch weit die Frisbee-Scheibe werfen?
  • Extra für Pflegekinder gibt es an diesem Tag Hüpfburgen und eine Kletterwand. Ihr könnt auch probieren, einen großen Kite (Drachen) in der Luft zu halten und dabei sehen, wie viel Kraft der hat.
  • Zur Mittagszeit gibt es eine spannende Vorführung mit einem Groß-Drachen. Kommt vorbei und schaut zu, was sich da Interessantes am Himmel tut.
  • Zwischen 12:00 und 15:00 Uhr könnt ihr zusammen mit den Trainerinnen und Trainern vom CABUWAZI Zirkus verschiedene Kunststücke ausprobieren: Akrobatik, Kugellaufen, Jonglage, Balance.
  • An den Ständen der einzelnen Pflegekinderdienste gibt es viele Attraktionen mit großem Bastel-, Spiel- und Sportprogramm zum Mitmachen und Spaß haben.

Zur Stärkung möchten wir alle Pflegefamilien zu einem kostenlosen Imbiss und Softgetränk einladen.

Wo?
Tempelhofer Feld
Haupteingang Tempelhofer Damm

Am Eingang Tempelhofer Damm direkt am S- und U-Bahnhof Tempelhof findet ihr unsere Marktstände. Die Essens-Bons bekommt ihr diesmal direkt am Stand von eurem zuständigen Pflegekinderservice.

Weitere Infos zur Veranstaltung:
www.pflegefamilientag-berlin.de

23.08.2017
PE
In Berlin gibt es zu wenig Kurzzeit-Pflegefamilien

Im Jahr 2016 führten die Jugendämter in Berlin 15.444 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Nach Informationen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg war das gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 7 Prozent. 782 Berliner Kinder oder Jugendliche wurden dann im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahmen in Obhut genommen. Viele Kinder müssen kurzfristig in Heimeinrichtungen untergebracht werden, obwohl die Unterbringung in einer Pflegefamilie, gerade für Kleinkinder, die bessere Alternative wäre. Es fehlen in Berlin Kurzzeit-Pflegefamilien.

Familien für Kinder hat hierzu eine Pressemitteilung herausgegeben:

>>> Pressemitteilung vom 22.08.2017

26.07.2017
PE
Mit einem weinenden und einem lachenden Auge – Stellungnahme des PFAD-Bundesverbandes zur Vertagung des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge hat der PFAD Bundesverband die Meldung, dass das vom Bundestag verabschiedete Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG/ „SGB VIII-Reform“) von der Tagesordnung des Bundesrates am 7.7.2017 abgesetzt wurde, aufgenommen. Die nächste Bundesrats-Plenumssitzung findet erst am 22.09.2017 - zwei Tage vor der Bundestagswahl - statt. Die Optionen noch zu einem verabschiedeten Gesetz zu kommen, sind derzeit mehr als eng.

Was verlieren Kinder und Jugendliche, wenn das Gesetz nicht kommt:

  • Die Chance auf eine Rechtsgrundlage für die Unterbringung von behinderten Kindern in einer Pflegefamilie nach § 54 Absatz (3) SGB XII (ab 01.01.2019);
  • die lang ersehnte Reduzierung der Kostenbeteiligung für junge Menschen auf 50 % (§ 94 SGB VIII);
  • das Recht junger Menschen auf Beratung, ohne dass zuvor durch die Fachkräfte das Vorliegen einer Not- und Konfliktlage geprüft werden muss;
  • den notwendigen Kinderschutz, insbesondere im Kontext zu Auslandsmaßnahmen;
  • die Verpflichtung des Jugendamtes bei familiengerichtlichen Verfahren wie Rückführung oder Verbleib die Vereinbarungen aus dem Hilfeplan vorzulegen.


Das lachende Auge für:

  • den Erhalt des Bezugszeitraums für die Kostenberechnung aus dem Kinder- und Jugendhilfeverwaltungsvereinfachungsgesetz (KJVVG);
  • eine neue Chance auf Reformen in der Kinder- und Jugendhilfe (insbesondere der Pflegekinderhilfe)  sowie angrenzenden Gesetzen, die wirklich der UN-Kinderrechtskonvention sowie der UN-Behindertenrechtskonvention entsprechen.
    Dazu gehören unter anderem:
    • Recht auf Beratung für leibliche Eltern, deren Kind in einer Pflegefamilie oder Heimeinrichtung lebt
    • inklusive Ausgestaltung aller Bereiche der Kinder- und Jugendhilfe
    • Anpassung der zivilrechtlichen Regelungen im Familienrecht
    • Qualifizierung der Hilfeplanung
    • Hilfe für junge Volljährige an den aktuellen Stand der Ausbildungs- und Entwicklungszeiten anpassen


Nach dem Gesetz ist vor dem Gesetz! PFAD wird sich auch in der nächsten Runde für die Weiterentwicklung der Kinder – und Jugendhilfe einsetzen.

Quelle: PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V.,
Pressemitteilung vom 07.07.2017

04.07.2017
PE
Insgesamt mehr als 23.000 Verfahren zur Kindeswohlgefährdung in Berlin und Brandenburg

Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 4.7.2017

Die Jugendämter in Berlin und Brandenburg führten 2016 über 23.000 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Davon waren 15.444 Berliner und 7.696 Brandenburger Kinder und Jugendliche betroffen. Nach Informationen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg war das gegenüber dem Vorjahr in Berlin eine Steigerung von 7 Prozent und in Brandenburg von 6 Prozent.

Eine akute Gefährdung wurde in Berlin bei 24 Prozent der Kinder und Jugendlichen festgestellt. In diesen Fällen war eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten. In 28 Prozent der Fälle lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Dabei konnte die Frage nach der gegenwärtig tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, aber es bestand weiterhin der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung bzw. eine Kindeswohlgefährdung konnte nicht ausgeschlossen werden. In 27 Prozent der Fälle wurde zwar keine Gefährdung ermittelt, aber es bestand Hilfebedarf. In 21 Prozent der Fälle wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt.

52 Prozent der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdungen in Berlin betrafen Vernachlässigung, 19 Prozent körperliche und 26 Prozent psychische Misshandlungen. In 3 Prozent der Fälle mussten Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet werden. Je Fall sind mehrere Arten der Gefährdung möglich.

Während in Berlin jede zweite Einschätzung eine akute oder latente Gefährdung ergab, zeigte sich im Land Brandenburg ein anderes Bild: Hier führte nur jede dritte Gefährdungseinschätzung zu einem dieser Ergebnisse.

Bei 16 Prozent der Kinder und Jugendlichen lag eine akute und bei 16 Prozent eine latente Gefährdung vor. In 33 Prozent der Fälle wurde keine Gefährdung ermittelt, es bestand jedoch Hilfebedarf. In 35 Prozent (2.659) der Fälle wurde keine Kindeswohlgefährdung ermittelt.

In fast zwei Drittel (1.833) der Brandenburger Fälle, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, sind die Kinder und Jugendliche durch Vernachlässigung gefährdet. Anzeichen für körperliche und psychische Misshandlungen wurden in 467 bzw. 611 Fällen angegeben und eine Einschätzung, dass eine Gefährdung aufgrund sexueller Gewalt vorlag, betraf 85 Fälle.

Häufig informierten Verwandte, Bekannte und Nachbarn das Jugendamt (BE: 11 Prozent, BB: 14 Prozent). Auch anonyme Anzeigen gingen ein (BE: 7 Prozent, BB: 16 Prozent). Über Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft wurden in Berlin 26 Prozent und in Brandenburg 17 Prozent der Verfahren initiiert. In 18 Prozent der Berliner und in 10 Prozent der Brandenburger Fälle waren die Kita bzw. Tagespflegeperson oder die Schule die Auslöser. 9 Prozent der Berliner und 10 Prozent der Brandenburger Verfahren wurden durch die Minderjährigen bzw. Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst angestoßen.

Als Folge der Gefährdungseinschätzung wurden in Berlin für jedes fünfte und in Brandenburg für jedes vierte Kind ambulante oder teilstationäre Hilfen zur Erziehung neu eingeleitet bzw. geplant. Unterstützung nach §§ 16-18 SGB VIII wurde für 2.134 Fälle in Berlin und 612 Fälle in Brandenburg gewährt. Hierbei handelt es sich um Leistungen zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie und Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung oder Scheidung. 782 Berliner und 498 Brandenburger Kinder oder Jugendliche wurden im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahmen in Obhut genommen. In 894 Fällen in Berlin und 655 Fällen in Brandenburg musste das Familiengericht angerufen werden.

Weitere Ergebnisse der Gefährdungseinschätzungen nach § 8a SGB VIII für die Länder Berlin und Brandenburg beinhaltet der Statistische Bericht K V 10 zum kostenfreien Herunterladen unter: www.statistik-berlin-brandenburg.de.

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg Nr. 160 vom 4. Juli 2017

04.07.2017
PE
Umsonst gehofft – Pflegekindern bleibt Stabilität in der Pflegefamilie verwehrt

Pressemitteilung des PFAD Bundesverbandes der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. vom 30.06.2017

Der PFAD Bundesverband kritisiert, dass die Verbesserungen für Kinder und Jugendliche, die in Pflegefamilien aufwachsen, am Veto der CDU/CSU gescheitert sind. Der Heim- und Pflegekinder betreffende Part ist fast vollständig aus dem Entwurf des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG) auf Wunsch der Union herausgenommen worden, obwohl die Expertinnen und Experten der Jugendhilfe im Vorfeld gerade die vorgesehenen Reformen für die Pflegekinderhilfe auf breiter Ebene befürworteten.

Kontinuität und Stabilität bleiben nun weiterhin vielen Pflegekindern verwehrt. Als „Zaungast“ dürfen sie zwar intaktes, fürsorgliches Familienleben in der Pflegefamilie kennenlernen, doch ihre Perspektive soll offen bleiben. Auch nach Jahren sollen Eltern ihre Kinder - auch gegen ihren Willen - aus dem neuen Zuhause herausreißen dürfen mit der oftmals vagen Option, ob ihnen die fürsorgliche Elternschaft und ein erneutes Zusammenwachsen überhaupt gelingen.

Dass eine baldige Rückführung in ein wieder sicheres und förderliches Umfeld das erklärte Ziel von Fremdunterbringungen sein muss, ist unstrittig. Doch Rückführung um jeden Preis ist kein Qualitätsmerkmal der Pflegekinderhilfe! In manchen Fällen ist es leider nicht möglich, Eltern trotz vieler Hilfsangebote durch die Jugendhilfe zu befähigen, ihre elterlichen Aufgaben gut genug zu erfüllen. Manche dieser Eltern fordern trotzdem wiederholt die Herausgabe ihres Kindes und sorgen so dafür, dass die betroffenen Kinder nicht zur Ruhe kommen können. Für diese Fälle sollte das Gesetz die Möglichkeit eröffnen, dass das Familiengericht den Verbleib des Kindes in der Pflegefamilie anordnen kann.

Ca. 57.000 Pflegefamilien in Deutschland setzen sich für Kinder und Jugendliche ein. Trösten sie in den ersten Wochen und Monaten ohne ihre Mutter und/oder ihren Vater. Sie erleichtern ihnen das Eingewöhnen in die fremde Familie. Schutz, Geborgenheit und Verlässlichkeit in die Pflegefamilie lassen das Kind wieder Vertrauen fassen. Es kann neue Beziehungen aufbauen und mit Unterstützung seiner Pflegeeltern und der Fachkräfte auch weiterhin Kontakte zu seiner leiblichen Familie pflegen.

Das KJSG sah erstmals einen Rechtsanspruch der leiblichen Eltern auf Beratung und Begleitung vor, welchen vor allem die Pflegefamilienverbände einfordern. Denn bis jetzt werden die Eltern in der Regel alleine gelassen, sobald ihr Kind untergebracht ist. Sie benötigen jedoch gerade dann intensive Hilfen, wenn eine Rückführung so bald als möglich stattfinden soll. Gibt es jedoch keine Perspektive für eine Rückführung, so benötigen sie Begleitung, um eine neue positive Rolle im Leben ihres fremduntergebrachten Kindes zu finden und mit der Pflegefamilie konstruktiv zusammenarbeiten zu können.

Die Reform des Pflegekinderwesens war der ehemaligen SPD-Familienministerin Manuela Schwesig ein wichtiges Anliegen. Sie hat begriffen, wie schwer es für Kinder ist, mit einer unklaren Perspektive zwischen zwei Familien aufzuwachsen. Doch die CDU/CSU ist strikt gegen die rechtlichen Verbesserungen und vermutet die Rechte der Herkunftseltern in Gefahr.

Sind ihre Einwände nur von Unkenntnis der Situation von Pflegekindern geprägt oder doch schon zu einem Positionierungs-Faktor im Wahlkampf geworden? Wenigstens wenn es um die Schwächsten im Lande geht, sollten Rivalitäten und Profilierung der Parteien außen vor bleiben.

Die beschlossene Fassung des KJSG im Bereich der Pflegekinderhilfe ist nur eine Absichtserklärung, die kostenarm und sicher wenig wirksam sein wird. Damit können wir nicht zufrieden sein. In der kommenden Legislaturperiode muss das Thema umgehend wieder aufgenommen werden. Ein gesetzlicher Anspruch auf Beratung für leibliche Eltern als Basis für die Kontinuitätssicherung von Kindern sowie die Ausgestaltung der Hilfen für behinderte Pflegekinder gehören zwingend in den nächsten Entwurf für eine inklusive Jugendhilfe.

PFAD wird nicht Nachlassen und sich weiterhin für rechtliche Verbesserungen für Pflegekinder und ihre Familien einsetzen.

Quelle: Pressemitteilung des PFAD Bundesverbandes der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. vom 30.06.2017

20.06.2017
PE
Pflegefamilien aus ganz Deutschland demonstrierten für eine Verbesserung der Situation von behinderten Pflegekindern

Bei einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor am 20. Juni 2017 wurde in Podiumsgesprächen mit Fachkräften, Pflegeeltern und Politikern die besondere Situation von Pflegefamilien, die ein Kind mit einer Behinderung betreuen, dargestellt und Unterstützungsbedarf angemeldet. Fazit der verschiedenen Beiträge war, dass für Kinder mit einer Behinderung die Betreuung in einer Pflegefamilie optimale Entwicklungsbedingungen bieten kann, jedoch fehlt es hier an gesetzlichen Rahmenbedingungen und einer entsprechenden Verankerung zur Förderung dieser Hilfeform.

Nach der Kundgebung ging ein Demonstrationszug zum Platz der Republik. Die Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley war eingeladen worden und hatte ihre Teilnahme zugesagt. Die Vorsitzende des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V., Kerstin Held, überreichte der Bundesfamilienministerin symbolisch einen Erste-Hilfe-Koffer mit Vorschlägen für Sofortmaßnahmen. Die Ministerin sagte zu, sich in allen Gremien für eine Verbesserung einzusetzen und bot weitere Gespräche an.


(Fotos: Hans Thelen)

Die Veranstaltung war insgesamt sehr gelungen und es wurde eine Thematisierung in der Fachwelt, der Politik und der breiteren Öffentlichkeit erreicht.

Vielen Dank an den Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. für die Organisation und Durchführung.

>>> Weitere Fotos von der Kundgebung und Demonstration

 

29.05.2017
Demonstration von Pflegefamilien für die Rechte behinderter Kinder

Dienstag, 20. Juni 2017 um 14 Uhr in Berlin am Brandenburger Tor

In aktuellen Gesetzentwürfen werden Pflegekinder mit Behinderung erneut außer Acht gelassen, obwohl dringender Handlungsbedarf besteht.

Seit mehr als drei Jahrzehnten setzen sich der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V., zahlreiche Selbsthilfeorganisationen sowie freie und öffentliche Jugendhilfeträger für die gesetzliche Verankerung dringend notwendiger Verbesserungen der Rechte von Kindern mit Behinderungen in Pflegefamilien ein. Bislang vergeblich!

Um Politik und Öffentlichkeit auf diese Missstände hinzuweisen und um Abänderung zu schaffen, findet am Dienstag, 20. Juni 2017, um 14 Uhr eine Demonstration am Brandenburger Tor in Berlin unter der Federführung des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V. statt.

Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. ruft alle Pflegefamilien in Deutschland mit Kindern mit Beeinträchtigungen, Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder schweren Traumatisierungen auf, an der Demonstration teilzunehmen und ihre Forderungen zum Ausdruck zu bringen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite >>>www.bbpflegekinder.de

26.04.2017
PE
Nählabor für 8- bis 14-jährige Berliner Pflegekinder

Näh dir dein Leben bunter

Hast du Lust, mit Nadel, Faden oder Nähmaschine unter fachkundiger Anleitung tolle Sachen aus Stoff herzustellen? Dann bist du herzlich eingeladen, am Nählabor von Patenkinder Berlin teilzunehmen.

Flyer zum Nählabor für Pflegekinder

Info und Anmeldung
Patenkinder Berlin

Familien für Kinder gGmbH
Tel. 030 / 21002128
Mail: info@familien-fuer-kinder.de

>>> Flyer im PDF-Format

25.04.2017
PE
Fachtagung: Pflegefamilie und dann? Careleaver im Übergang

Am 19. Juni 2017 in Berlin

Bisher wurde das Thema Leaving Care, der Übergang aus stationären Hilfen in Deutschland, vor allem mit dem Fokus auf die stationäre Heimerziehung bearbeitet. Mit dieser Tagung möchten das Careleaver Kompetenznetz der Familien für Kinder gGmbH und das Kompetenz-Zentrum Pflegekinder e.V. den Blick auf die Vollzeitpflege ausweiten.

Die Anmeldefrist wurde jetzt verlängert. Sie können sich bis zum 31.05.2017 anmelden.

>>> Fachtagungsflyer (pdf)

>>> Online-Programm und Anmeldung

19.04.2017
PE
PFAD-Bundesverband plädiert für die Stärkung von Kindern und Jugendlichen durch das KJSG

Da sich Presseerklärungen häufen, die darauf gerichtet sind, das KJSG (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz) zu verhindern und damit auch die erstmalige Möglichkeit einer Sicherung des Lebensortes eines Kindes im BGB, plädiert der PFAD-Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. erneut für eine Verabschiedung des Gesetzes.

>>> PFAD-Bundesverband-Erklärung zum KJSG vom 18.04.2017

 

12.04.2017
Bundeskabinett beschließt einen Gesetzentwurf zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen

Der Gesetzentwurf sieht Verbesserungen beim Kinderschutz, bei der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, die Stärkung der Pflegekinder und ihrer Familien sowie die inklusive Betreuung in Kitas vor.

Mit dem Gesetz will die Bundesregierung u.a. die Lebenssituation von Pflegekindern durch mehr Sicherheit, Stabilität und Kontinuität verbessern: „Mit der Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes setzen wir da an: Wir stellen die Bedürfnisse der Kinder in den Mittelpunkt“, so Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. „Die Unterstützung der Pflegefamilien wird verbessert und die Arbeit mit den Herkunftseltern gestärkt. Außerdem erhält das Gericht die Möglichkeit, den dauerhaften Verbleib in der Pflegefamilie anzuordnen, wenn eine Verbesserung der Erziehungsverhältnisse in der Herkunftsfamilie weder erreicht wurde noch zu erwarten sind.“

Für jedes Kind bedeutet Trennungsangst emotionalen Stress. Gerade Pflegekinder, die meist hoch belastet in einer Pflegefamilie untergebracht werden, sind aber einem hohen Risiko von Beziehungsabbrüchen, Bindungsverlusten und Brüchen im Lebenslauf ausgesetzt.

„Kinder brauchen Sicherheit. Sie brauchen Verlässlichkeit und Stabilität. Jedes Kind muss wissen: Wo komme ich her? Wo gehöre ich hin und wo kann ich mich sicher und geschützt fühlen. Ich finde es kaum zu ertragen, wenn Pflegekinder zurück in ihre Herkunftsfamilien müssen und dort wiederholt schwere Gewalt erleben, und in manchen Einzelfällen – wir kennen alle die traurigen Geschichten – sogar sterben. Das darf nicht passieren“, sagt Manuela Schwesig.

Der Gesetzesentwurf wird jetzt dem Bundestag zum Beschluss vorgelegt und dann muss der Bundesrat noch zustimmen.

>>> Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums vom 12.04.2017

>>> Gesetzentwurf vom 12.04.2017

>>> Synopse des DIJuF zum Regierungsentwurf

 

23.03.2017
PE
Referentenentwurf eines Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG)

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat am 17.03.2017 einen Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz – KJSG) den Ländern und Verbänden zur Stellungnahme vorgelegt. Im Vergleich zu den vorher bekannt gewordenen Gesetzesentwürfen sind einige kritisierte Punkte weggefallen.

Das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. (DIJuF) hat auf seinem Internetportal einen Bereich mit aktuellen Informationen & Diskussionen zur SGB VIII-Reform eingerichtet http://kijup-sgbviii-reform.de und den Entwurf und eine Synopse veröffentlicht.
>>> Gesetzesentwurf vom 17.03.2017 mit Begründung
>>> Synopse

Stellungnahmen
Der PFAD Bundesverband e.V. hat gemeinsam mit dem Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V., der Agenda Pflegefamilien und dem Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien eine Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz KJSG) erarbeitet und an das BMFSFJ gesandt.

Da aufgrund der knappen Fristsetzung zur Stellungnahme eine vertiefte Analyse der vorgelegten Änderungsvorschläge nicht möglich war, greift das Papier erst einmal die aus der Sicht der Pflegekinderhilfe wichtigsten Fragen und Konsequenzen auf.

>>> Stellungnahme von Adoptiv- und Pflegefamilienverbänden zum Referentenentwurf des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG)

Das Careleaver Kompetenznetz hat eine Stellungnahme mit dem Fokus auf die Situation ehemaliger Pflege- und Heimkinder, die am Jugendhilfeende vor der Verselbstständigung stehen, abgegeben.

>>> Stellungnahme des Careleaver Kompetenznetzes zum Referentenentwurf des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG)

>>> Weitere Stellungnahmen auf der Seite des DIJuF

20.03.2017
PE
Pflegekinder in Deutschland - Forderungen an Politiker, öffentliche und freie Träger

Runder Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände formuliert Positionspapier für 2017

Mit seinem aktualisierten Positionspapier 2017 wendet sich der Runde Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände an Politiker, öffentliche und freie Träger. Die Verbände formulierten ihre gemeinsamen Forderungen zur Verbesserung gesetzlicher Grundlagen und Rahmenbedingungen in der Pflegekinderhilfe.

>>> Positionspapier der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände 2017

26.06.2018
Berliner Träger aus dem sozialen Bereich positionieren sich für Menschenrechte und eine demokratische Kultur

In einer Erklärung haben jetzt Träger sozialer Einrichtungen und demokratischer Projekte in Berlin klar Position bezogen: gegen (extrem) rechte, rechtspopulistische und menschenverachtende Einstellungen und für eine solidarische, inklusive und demokratische Stadtgesellschaft.

Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V., Familien für Kinder gGmbH und die proFam gGmbH unterstützen diese Initiative und haben die Erklärung mitunterzeichnet.

>>> Zur Erklärung der Berliner Träger „Für Menschenrechte und eine demokratische Kultur“

14.06.2018
Unser Festnetzanschluss 030 / 21 00 21 0 und alle Durchwahlen sind zurzeit leider nicht erreichbar.

Wir sind aktiv, damit dieser Anschluss in Kürze wieder zur Verfügung steht. Bis dahin möchten wir Sie bitten, uns per E-Mail Ihr Anliegen mitzuteilen.

Für Notfälle besteht vorübergehend ein neuer Anschluss: 030 / 261 031 19

13.06.2018
TM
5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege

Auch in diesem Jahr hat der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V., der seit 2017 zugleich auch Landesverband für Kindertagespflege in Berlin ist, zum Tag der offenen Tür in der Kindertagespflege aufgerufen. Ein herzliches Dankeschön an Frau Senatorin Scheeres, die auch für den 5. Tag der offenen Tür wieder die Schirmherrschaft übernahm und uns ein Grußwort zukommen ließ.

Am 5. Mai 2018 von 14:00 bis 18:00 Uhr öffneten 44 Berliner Kindertagespflegepersonen aus 11 Bezirken ihre Türen. Anlässlich des kleinen Jubiläums fand vorher ein jugendpolitischer Dialog statt: „Für den Ausbau der Kindertagespflege werden dringend geeignete Wohn- und Gewerberäume benötigt. Was können Berliner Politiker und Politikerinnen dafür tun?“ Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Dank der Förderung des Senates konnten die teilnehmenden Kindertagespflegestellen mit Flyern, Plakaten, Luftballons und einer eigenen Webseite ausgestattet werden. Der Tag der offenen Tür fand diesmal im Rahmen der Deutschlandweiten Aktionswoche „Gut betreut in der Kindertagespflege“ statt.

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

Alle Kindertagespflegepersonen, die mitgemacht haben, berichteten, dass ihre Pflegestellen sehr gut besucht waren und sie den Tag als gelungen und erfolgreich empfanden. Teilweise kamen bis zu 30 Besucher in eine Pflegestelle, um sich zu informieren. Allen Tagesmüttern und -vätern, die zum Gelingen des „Tages der offenen Tür“ beigetragen haben, ein herzliches Dankeschön.

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

In der Kindertagespflegestelle „Kasimir“: Tagesmutter Antonia Seitz, die Vorsitzende des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern e.V. Petra Schrödel, Staatssekretärin Sigrid Klebba und Evelyn Kubsch von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Aber schauen wir doch einmal, wer die Besucher waren:
Zunächst natürlich viele Eltern, die entweder einen Platz für ihr Kind suchten oder sich erst einmal vorab informieren wollten, was eine Kindertagespflege bieten kann. Wir haben einige Eltern befragt, ob und warum sie sich für einen Platz in der Kindertagespflege entscheiden werden.

Wir können hier nur einige Antworten wiedergeben:
„Ich entscheide mich wegen der kleinen Gruppe. In einer großen Gruppe würde sich mein Kind verloren fühlen.“
„Mein erstes Kind wurde schon bei einer Tagesmutter betreut und wir haben nur gute Erfahrungen gemacht.“
„Wir schätzen die familiäre Atmosphäre und den direkten Kontakt. Alles kann sofort besprochen werden.“
„Mein Kind ist hier gut aufgehoben.“
„Es gefällt mir hier sehr gut und ich habe ein ganz positives Gefühl.“

Interessant war auch, dass viele Befragten sagten, dass sie sich besonders durch die ausgehängten Plakate angesprochen fühlten.

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

Vor der Kindertagespflegestelle „ANEZOLIA“: Edda Gerstner (stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern e.V.), Angelika Sauermann (Tagesmutter und Beiratsmitglied des Arbeitskreises) und Jessica Bießmann (Familienpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion)

Doch nicht nur Eltern, auch Besucher aus Politik und Jugendämtern konnte man in den Pflegestellen antreffen. Die familienpo­litische Sprecherin der AfD, Frau Bieß­mann besuchte eine Kindertagespflege in Mitte, Frau Behnke (Bündnis 90/Die Grü­nen) war in Rei­nickendorf unterwegs, ebenso Herr Dol­lase (parteilos, für CDU), Leiter der Abteilung Jugend, Familie, Schule und Sport, und Herr Wackermann, Leiter des Jugendamtes Reinickendorf. In Mitte freuten sich die Tagesmütter über den Besuch von Frau Bezirksstadträtin Dr. Obermeyer (parteilos, für Die Linke) und in Treptow-Köpenick war­tete Herr Bezirks­stadtrat Klemm (Die Linke) mit sei­nem Be­such auf. Außerdem waren viele Mitarbei­ter der zuständigen Jugendämter unter­wegs, um Kindertagespflegestellen in ihren Bezirken zu besuchen. Ihnen allen möch­ten wir herzlich für ihr Engagement danken.

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

Die Staatssekretärin Sigrid Klebba im Gespräch mit der Tagesmutter Uschi Lehmann

Unser ganz besonderer Dank gilt Frau Staatssekretärin Klebba und Frau Kubsch von der Senatsverwaltung, die auch am 5. Tag der offenen Tür wieder 2 Kindertagespflegestellen besuchten. Sie hatten sich diesmal die „10 kleinen Raupenkinder“ von Frau Uschi Lehmann (Mitte) und die Kindertagespflege „Kasimir“ von Frau Seitz (Neukölln) ausgesucht. Sie wurden von der Vorsitzenden des Arbeitskreises, Frau Petra Schrödel, begleitet.

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

Die Fachberaterin des Jugendamtes Mitte Frau Horn, die Tagesmütter Caroline Arndt und Uschi Lehmann mit der Staatssekretärin Sigrid Klebba und der Vorsitzenden des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern e.V. Petra Schrödel vor der Kindertagespflegestelle „10 kleine Raupenkinder“

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

In der Kindertagespflegestelle „Kasimir“: Evelyn Kubsch von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Staatssekretärin Sigrid Klebba, Tagesmutter Antonia Seitz und die Vorsitzende des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern e.V. Petra Schrödel

Erfreulich war auch, dass der „Tag der offenen Tür“ in diesem Jahr erstmals verstärkt in den Medien wahrgenommen wurde. Neben den Presseerklärungen des Arbeitskreises und der Senatsverwaltung erschienen in verschiedenen Berliner Tageszeitungen (z. B. Tagesspiegel, Berliner Morgenpost) Berichte über die Kindertagespflege. Außerdem filmten der RBB und auch das ZDF in Berliner Kindertagespflegestellen. Das mediale Interesse scheint zu bestätigen, dass sich der „Tag der offenen Tür“ endlich etabliert hat. Auch die Tatsache, dass momentan in Berlin in allen Bezirken händeringend Betreuungsplätze gesucht werden – allein in Mitte fehlen fast 2.600 Kitaplätze – trägt sicherlich dazu bei, dass die Kindertagespflege in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen wird.

Gerade deshalb ist es gut und notwendig, dass Kindertagespflegepersonen zeigen, wie gut und professionell sie arbeiten und dass Kindertagespflege längst eine adäquate Alternative zur Kita ist. Die Kindertagespflege kann schnell und unproblematisch Betreuungsplätze schaffen. Deshalb muss sie verstärkt ausgebaut werden.

Wir freuen uns, dass so viele Bundesländer dem Beispiel der Berliner Kindertagespflegepersonen gefolgt sind und bereits im ersten Jahr der Deutschlandweiten Aktionswoche mehr als 140 Veranstaltungen stattgefunden haben.

Wer gerne wissen will, was im Rahmen der Deutschlandweiten Aktionswoche „Gut betreut in der Kindertagespflege“ in den anderen Bundesländern stattgefunden hat, der kann das auf der Webseite des Bundesverbandes für Kindertagespflege nachlesen: www.bvktp.de/aktionswoche-kindertagespflege/

Wir sind jedenfalls schon ganz gespannt auf den „6. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege“ und würden uns freuen, wenn auch im nächsten Jahr viele Tagesmütter und -väter ihre Türen öffnen.

11.06.2018
TM
Jugendpolitischer Dialog: „Für den Ausbau der Kindertagespflege werden dringend geeignete Wohn- und Gewerberäume benötigt. Was können Berliner Politiker und Politikerinnen dafür tun?“

Am 5. Mai 2018, dem 5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege, hatte der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V., der zugleich auch Landesverband für Kindertagespflege in Berlin ist, alle jugendpolitischen Sprecher/-innen, die Bezirksstadträte, die Senatsverwaltung und Vertreter von Wohnungsbaugesellschaften zu einem jugendpolitischen Dialog eingeladen. Der Dialog fand im Rahmen der bundesweiten „Woche der Kindertagespflege“ statt.

Als Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Politik nahmen teil: Frau Staatssekretärin Sigrid Klebba (Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie), Frau Katrin Seidel (Sprecherin für Kinder-, Jugend- und Familienpolitik der Fraktion Die Linke), Frau Jessica Bießmann (Familienpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion), Frau Bezirksstadträtin Dr. Sandra Obermeyer (Berlin-Mitte), Frau Bezirksstadträtin Carolina Böhm (Steglitz-Zehlendorf), Herr Bezirksstadtrat Gordon Lemm (Marzahn-Hellersdorf) und Herr Bezirksstadtrat Oliver Schworck (Tempelhof-Schöneberg). Als Vertreterinnen des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern e.V. waren die Vorsitzende, Frau Petra Schrödel, die stellvertretende Vorsitzende Frau Edda Gerstner und die Beirätin Frau Angelika Sauermann anwesend.

Jugendpolitischer Dialog Kindertagespflege in Berlin am 5. Mai 2018

Bezirksstadtrat Oliver Schworck, Angelika Sauermann (Beirätin AK Pflegekinder), Bezirksstadträtin Carolina Böhm, Bezirksstadtrat Gordon Lemm, Staatssekretä­rin Sigrid Klebba, Petra Schrödel (Vorsitzende AK Pflegekinder), Jugendpolitische Sprecherin Katrin Seidel Fraktion Die Linke, Bezirksstadträtin Dr. Sandra Obermeyer, Moderatorin Dr. Christa Schäfer, Edda Gerstner (stellvertretende Vorsitzende AK Pflegekinder), Familienpolitische Sprecherin Jessica Bießmann AfD-Fraktion

Die Kernfragen der Veranstaltung waren:

  • Viele Vermieter haben Angst, dass Kindertagespflegestellen unter das Zweckentfremdungsgesetz fallen. Wie stehen die Bezirke dazu? Wie sehen Sie dies?
  • Was kann unternommen werden (bzw. was können Sie unternehmen), damit bestehende Tagespflegestellen vor Kündigung geschützt werden?
  • Können Berliner Wohnungsbaugesellschaften dazu verpflichtet werden, im Rahmen des Berliner Modells der kooperativen Baulandentwicklung, Wohnungen für Kindertagespflege bereitzustellen?
  • Immer wieder steht öffentlich geförderter Wohn- bzw. Lernraum (Schulen o.ä.) längere Zeit leer. Können derartige Räumlichkeiten der Kindertagespflege zur Verfügung gestellt werden? Wenn ja, wie können Sie unterstützen?
  • Sehen Sie eine Möglichkeit auch für die Kindertagespflege einen Preis (ähnlich dem Kitapreis) auszuloben und wie kann Kindertagespflege von der Politik mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gestellt werden?

Durch die Veranstaltung führte die Moderatorin Frau Dr. Christa Schäfer.

Frau Staatssekretärin Klebba nahm als erste zu den Kernfragen der Veranstaltung ausführlich Stellung. Die Stadt sei im letzten Jahr um 41.000 Neuberliner angewachsen und entsprechend hoch ist der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen. Deshalb wird Kindertagespflege gebraucht und der Ausbau muss vorangetrieben werden. Allerdings würden auch viele Berliner unter der Wohnungsknappheit leiden und der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen in Berlin steige ständig. Man müsse Verständnis für diese unterschiedlichen Interessen, die auf dem Wohnungsmarkt aufeinanderprallen, haben. Um den Tagesmüttern und -vätern das Finden einer bezahlbaren Wohnung zu erleichtern, habe die Senatsverwaltung gerade die Mietzuschüsse für die Kindertagespflege heraufgesetzt und beteilige sich mit erheblichen Summen am Aus- und Umbau von Räumen.

Um das Ausmaß der Probleme, denen sich Kindertagespflegepersonen gegenüber sehen, zu verdeutlichen, waren zwei Tagesmütter eingeladen.

Manja Adler berichtete über ihre erfolglosen Bemühungen, eine Wohnung zur Einrichtung einer Verbundpflegestelle für 10 Kinder zu finden. Ihr Resümee war, dass Berlin viele Betreuungsplätze verloren gehen, wenn Tagesmütter und -väter keine Räumlichkeiten auf dem Wohnungsmarkt finden.

Jugendpolitischer Dialog Kindertagespflege in Berlin am 5. Mai 2018

Teilnehmerinnen und Tagesmutter Manja Adler

Frau Kerstin Hartwig schilderte ihre Kündigung aus angemieteten Räumen und wie schwierig es war, die Kindertagespflegestelle trotz aller Widrigkeiten bis zum Bezug einer neuen Wohnung zu erhalten. Glücklicherweise fand sie einen sehr sozialen Vermieter, der es ihr ermöglichte, nach fast 2 Jahren Kindertagespflege unter schwierigsten Umständen, eine geeignete und kindgerechte Ladenwohnung zu beziehen.

Jugendpolitischer Dialog Kindertagespflege in Berlin am 5. Mai 2018

Tagesmutter Kerstin Hartwig und Moderatorin Frau Dr. Christa Schäfer

Nach den Berichten entspann sich eine lebhafte Diskussion zwischen den Teilnehmenden. Bedauert wurde, dass keine Vertreter der Bauämter oder der Wohnungsbaugesellschaften anwesend waren. Allerdings wurde auch darauf hingewiesen, dass Wohnungsbaugesellschaften schon heute immense Auflagen hätten, für welche Gruppen (behinderten- und seniorengerecht, alleinerziehende junge Mütter etc.) sie Wohnungen bereithalten müssten.

Empfohlen wurde, die Wohnungsbaugesellschaften persönlich anzusprechen, um mehr Gehör für die Belange der Kindertagespflege zu finden. Kindertagespflege müsse auch präsenter in der Öffentlichkeit sein. Wirksame Werbung, wie zum Beispiel der „Tag der offenen Tür“, würde die Kindertagespflege, als gleichrangige Betreuungsform neben der Kita, bekannter machen. Außerdem sei es auch letztlich die Aufgabe der Bezirke, sich mit den Wohnungsbaugesellschaften ins Benehmen zu setzen.

Jugendpolitischer Dialog Kindertagespflege in Berlin am 5. Mai 2018

Bezirksstadtrat Gordon Lemm und Frau Staatssekretärin Klebba

Der Arbeitskreis hatte im Vorfeld der Veranstaltung rund 630 Wohnungsbaugesellschaften und Hausverwaltungen in Berlin angeschrieben, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Mit Gesellschaften, die sich zurückmeldeten, wurden auch schon Gespräche geführt.  Die Resonanz war sehr unterschiedlich. Einige Unternehmen boten sofort freie Gewerberäume, die für Kindertagespflege geeignet sind, an, andere baten zum Gespräch um sich über Kindertagespflege zu informieren. Es wurden aber auch zurückhaltende Stimmen laut, die darauf verwiesen, dass nicht allein die Wohnungsbaugesellschaften sondern vielmehr die Politik imstande sei, das Problem anzugehen.

So wies z.B. Herr Hilgenfeld, vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, darauf hin, dass die notwendigen Bedarfe an Wohnungen nur durch ein umfassendes Maßnahmenpaket (z.B. Förderung, Quoten, Neubau, Mietrecht, Anreize, Kooperationen etc.) langfristig gedeckt werden können.

Einig war man sich auch, dass die Kindertagespflege nicht unter das Zweckentfremdungsgesetz falle. Wichtig sei, die Vermieter davon in Kenntnis zu setzen, um diese Hürde bei der Vermietung von Wohnungen abzubauen.

Es wurde vorgeschlagen, dass der Senat eine Stelle einrichtet, die eine Lotsenfunktion ausübt. Dies sollte jemand sein, der sich in der Kindertagespflege und den Institutionen auskennt und eine beratende Funktion für Eltern, Jugendamt, Vermieter und Kindertagespflegepersonen ausübt. Eventuell müsse man auch die Mietzuschüsse verändern. So sei es in einem Randbezirk durchaus möglich, noch eine bezahlbare Wohnung zu finden, in den Innenstadtbezirken könnte es aber mit den bisherigen Mietzuschüssen eng werden.

Jugendpolitischer Dialog Kindertagespflege in Berlin am 5. Mai 2018

Konsens war, dass die Antworten auf die Fragestellungen sehr komplex sind und man keines der Probleme in unmittelbarer Zukunft wird lösen können. Die Idee einen Kindertagespflege-Preis, ähnlich dem Kitapreis, auszuloben wollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussionsrunde gerne mitnehmen und bedenken.

Es wurde beschlossen, das Thema der Diskussionsrunde nach der Sommerpause erneut aufzugreifen. Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. - Landesverband für Kindertagespflege Berlin und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden dann erste Ergebnisse und Veränderungen überprüfen.

Medienresonanz
Eine Woche vor dem Dialog haben wir eine Pressemitteilung herausgegeben und die Medien eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen und zu berichten. Die Berliner Abendschau kam mit einem Kamerateam zum Dialog und filmte auch in einer Kindertagespflegestelle. Der Beitrag wurde abends gesendet und kann bei der RBB-Abendschau auf Twitter noch angesehen werden:

>>> Zur Twitter-Seite der RBB-Abendschau Berlin

Edda Gerstner
Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V.
zugleich Landesverband für Kindertagespflege Berlin

08.06.2018
Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. hat einen neuen Vorstand und Beirat

Am 7. Juni 2018 fand die diesjährige Mitgliederversammlung statt. Der Vorstand berichtete über die Aktivitäten und Highlights 2017 und der Bericht der Kassenprüfer wurde vorgetragen. Sie hatten keine Beanstandung und empfahlen der Mitgliederversammlung die Entlastung des Vorstands. Die Mitgliederversammlung hat den Vorstand dann einstimmig entlastet. In diesem Jahr standen wieder Vorstands- und Beiratswahlen an und ein neuer Vorstand und Beirat wurde gewählt:

Vorstand:
Vorsitzende: Petra Schrödel
stellvertretende Vorsitzende: Carina Kleineidam
stellvertretende Vorsitzender: Kerstin Höchst
Vorstandmitglied: Angelika Sauermann
Vorstandmitglied: Carmen Thiele

Beirat:
Edda Gerstner
Uschi Lehmann

 Vorstand nach Mitgliederversammlung 2018

Angelika Sauermann, Uschi Lehmann, Carina Kleineidam, Kerstin Höchst, Petra Schrödel, Edda Gerstner und Carmen Thiele nach der Wahl zum Vorstand und Beirat (von links nach rechts)

07.06.2018
KitaKrise in Berlin – Eltern werden aktiv

Wir brauchen mehr Kindertagesbetreuungsplätze in Kitas und in der Kindertagespflege. Deswegen haben Berliner Eltern mit Freundinnen* eine kinderfreundliche Demo am Samstag den 26.05.2018 organisiert, um auf das Problem der fehlenden Kindertagesbetreuungsplätze aufmerksam zu machen.

Die Demonstration war mit rund 3.500 Teilnehmern (Eltern, Kinder, Erzieher und Gewerkschafter) ein großer Erfolg. Viele Medien berichteten.

Die Initiative ist weiterhin aktiv. Informationen finden Sie im Internet unter:

www.Kitakriseberlin.org und www.facebook.com/KitakriseBerlin

25.04.2018
TM
Abschlusstagung des Projektes „Kinder aus Familien mit Fluchterfahrungen in der Kindertagespflege“ am 17. September 2018 in Berlin

Im Juni 2016 startete das Projekt „Kinder aus Familien mit Fluchterfahrungen in der Kindertagespflege" beim Bundesverband für Kindertagespflege e.V. Seitdem ist viel entstanden! Das Projekt will nun Rückschau halten, die Projektergebnisse präsentieren und gemeinsam mit den Tagungsteilnehmern Perspektiven für die zukünftige Auseinandersetzung mit dem Thema entwickeln.

Weitere Informationen mit Anmeldeformular: >>>www.bvktp.de/abschlusstagung-kimf

Anmeldeschluss: 24. Juni 2018

25.04.2018
TM
Guck an Kindertagespflege!

5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege
am Samstag, den 5. Mai 2018 von 14:00 bis 18:00 Uhr

Am Samstag, den 5. Mai 2018 öffnen Berliner Kindertagespflegestellen ihre Türen für die Ber­liner Bevölkerung. Eltern und alle Interessierten können sich den ganzen Nachmittag zwischen 14:00 und 18:00 Uhr vor Ort ein eigenes Bild vom flexiblen und professionellen Be­treuungs­angebot in Kindertagespflegestellen machen:

  • kleine Gruppen,
  • qualifizierte pädagogische Fachkräfte,
  • Betreuung nach dem Berliner Bildungsprogramm,
  • familiennah und flexibel,
  • gleichrangiges Angebot zur Betreuung in Krippen und Kitas.

Die qualifizierten Tagesmütter und Tagesväter stehen gerne für sämtliche Fragen zur Verfü­gung.

Schirmherrin des 5. Tages der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege ist
Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin.

Eine Adressenliste der teilnehmenden Kindertagespflegestellen finden Interessierte im Internet unter www.guck-an-kindertagespflege.de

>>> Pressemitteilung vom 25.04.2018

Banner Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege 2018

18.04.2018
TM
Jugendpolitischer Dialog Kindertagespflege mit Bezirksstadträten und jugendpolitischen Sprechern/Sprecherinnen

„Für den Ausbau der Kindertagespflege werden dringend geeignete Wohn- und Gewerberäume benötigt. Was können Berliner Politiker und Politikerinnen dafür tun?“

Kindertagespflege ist eine Investition in die Zukunft. Diese familiennahe Betreuungsform er­möglicht Eltern, Beruf und Familie optimal zu verbinden. Der Bedarf an Betreuungsplätzen in der Kindertagespflege ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Er kann aber nicht gedeckt werden, weil viele engagierte und gut ausgebildete Kindertagespflegepersonen keine geeigneten und bezahlbaren Räume finden. Darüber hinaus müssen immer mehr Tagesmütter und -väter, die Tages­kinder in der eigenen Wohnung betreuen, damit rechnen, dass sich an­dere Mieter und der Vermieter durch die Tätigkeit gestört fühlen. So wird der politisch gewollte und geförderte Ausbau der Kindertagespflege durch die schwierige Wohnungssituation behin­dert.

Im Rahmen des 5. Tages der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege (www.guck-an-kindertagespflege.de). veranstaltet der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. am 5. Mai 2018 den jugendpolitischen Dialog: „Für den Ausbau der Kindertagespflege werden dringend ge­eignete Wohn- und Gewerberäume benötigt. Was können Berliner Politiker und Politikerinnen dafür tun?“

Gemeinsam mit Bezirksstadträten und jugendpolitischen Sprechern/ Sprecherinnen wird diskutiert, was Berliner Politiker und Politikerinnen dafür tun können, damit es mehr geeigneten Wohn- und Gewerberaum für die Kindertagespflege gibt und so mehr Kinder in der Kindertagespflege betreut werden können.

Wann?
Samstag, 5. Mai 2018 von 12:00 bis 14:00 Uhr

Wo?
Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V.,
Stresemannstraße 78, 10963 Berlin

>>> Pressemitteilung vom 18.04.2018

26.03.2018
TM
Demokratie und Partizipation in der Kindertagespflege

Fachtag für Kindertagespflegepersonen am Samstag, 8. September 2018, von 11.00 bis 17.00 Uhr in Berlin

Kinder lernen Demokratie, indem sie Demokratie erleben. Schon im Kleinkindalter kann der Grundstein für die Bildung hin zu einem demokratischen Miteinander und Demokratie als Lebensform gelegt werden. Kinder haben außerdem ein Recht darauf, an Entscheidungen, die sie selbst betreffen, beteiligt zu werden. Es ist Aufgabe von Kindertagespflegepersonen, dieses Recht umzusetzen und Kindern Partizipation zu ermöglichen.

Die Fortbildung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit dem Bundesverband für Kindertagespflege stellt Wege vor, wie die Beteiligung von sehr jungen Kindern im Alltag konsequent umgesetzt werden kann. In der Veranstaltung soll auch darüber gesprochen werden, was Partizipation für den Alltag in der Kindertagespflegestelle und die Zusammenarbeit mit den Eltern bedeutet.

Veranstaltungsort: Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 28, 10785 Berlin-Tiergarten

Anmeldung bis zum 31.05.2018 unter: www.fes.de

>>> Einladung und Programm zum Fachtag am 8. September 2018

16.03.2018
TM
Tagespflege und betriebliche Kinderbetreuung – Sind alle Potenziale bereits ausgereizt?

Auf eine Anfrage von Emine Demirbüken-Wegner (CDU) im Abgeordnetenhaus hat die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie jetzt eine Beantwortung vorgelegt, in der es unter anderem heißt: „Senat und Bezirke sind fortlaufend am Ausbau der Kindertagespflege interessiert. Um das Potential an Tagespflegepersonen noch zu erweitern, sind eine verlässliche Finanzierung und ausreichende Ressourcen für Beratung, Begleitung und Aufsicht in der Fachberatung wesentliche Rahmenbedingungen.“

>>> Antwort auf die Anfrage „Tagespflege und betriebliche Kinderbetreuung“

21.02.2018
TM
Koalitionsvertrag mit erfreulichen Botschaften für die Kindertagespflege

Der Bundesverband für Kindertagespflege begrüßt in einer Pressemitteilung, dass der Koalitionsvertrag für die Kindertagespflege sehr erfreuliche Aussagen enthält. Zum einen bekennen sich die Koalitionsfraktionen zur Fortführung und Weiterentwicklung der erfolgreichen Bundesprogramme „Kindertagespflege“ und „Kita-Plus“. Zum anderen enthält der Koalitionsvertrag die klare Aussage, dass die Mindestbemessungsgrenze für die Berechnung der Krankenversicherungsbeiträge für kleine Selbstständige auf 1.150,-- € festgesetzt werden soll.

Bedauerlich ist, dass der Koalitionsvertrag keine Aussagen im Hinblick auf die notwendigen Klarstellungen im SGB VIII im Hinblick auf die Bezahlung macht.

>>> Pressemitteilung des Bundesverbandes für Kindertagespflege vom 19.02.2018

21.02.2018
TM
Wie könnte es mit den Krankenversicherungsbeiträgen weitergehen?

Der Bundesverband Kindertagespflege hat sich in seiner neuen Publikation "Schlaglicht" dem Thema Krankenversicherungsbeiträge in der Kindertagespflege gewidmet. Hier können Sie nachlesen, wie die Ist-Situation aussieht und welche Empfehlungen der Bundesverband ausspricht.

>>> Zum Thema Krankenversicherungsbeiträge auf der Seite des Bundesverbandes Kindertagespflege

23.01.2018
TM
5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege am 5. Mai 2018

Die Berliner Kindertagespflegepersonen und der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. veranstalten am Samstag, den 5. Mai 2018 den „5. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege“. Von 14:00 bis 18:00 Uhr sind alle Berliner und Tagesmütter und Tagesväter eingeladen, ihre Türen für Eltern und Interessierte zu öffnen.

Logo "guck an Kindertagespflege"

Kindertagespflegepersonen bietet sich an diesem Tag die Gelegenheit, die besonderen Vorzüge der Kindertagespflege vorzustellen. Es soll öffentlich gemacht werden, wie engagiert und professionell Kindertagespflegepersonen arbeiten: Bildungsprogramm, ständige Fortbildungen, Sprachlerntagebuch, Dokumentationen und Projekte, vielfältige Aktivitäten wie Musik, Turnen, Theater, Vernetzungen untereinander und mit Kitas.

Alle Berliner Tagesmütter und Tagesväter sind recht herzlich eingeladen, die Möglichkeit zu nutzen, sich individuell vorzustellen und damit zum Erfolg der Veranstaltung beizutragen.

Eltern und andere an der Kindertagespflege Interessierte sind herzlich eingeladen, die Kindertagespflegestellen zu besuchen und die Kindertagespflege vor Ort kennenzulernen.

Für alle Kindertagespflegepersonen die mitmachen wollen:

Interessenten sollen sich bitte bei Regina Rathmann melden:
mail@tagesmutter-zehlendorf.de.

Die Adressen der Teilnehmer/-innen werden auf der schon bestehenden Webseite veröffentlicht:
www.guck-an-kindertagespflege.de.

10.01.2018
TM
Änderungen bei der Sozialversicherung und Einkommensteuer in 2018

Im Jahr 2018 gibt es Änderungen bei der Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Einkommensteuer, die auch die Kindertagespflege betreffen.

Eine Übersicht finden Sie auf der Homepage des Bundesverbandes für Kindertagespflege e.V.

>>> www.bvktp.de

03.12.2017
TM
Fortbildungsprogramm der Familien für Kinder gGmbH für die Kindertagespflege 2018

Liebe Tagesmütter und Tagesväter, liebe Pädagoginnen und Pädagogen,

Fortbildungsprogramm Kindertagespflege 2018es beginnt das dritte Jahr des Bundesprogramms Kindertagespflege, welches sowohl mit einer Erweiterung des Qualifizierungsumfangs für neue Kindertagespflegepersonen als auch mit einem veränderten - einem kompetenzorientierten - Lernansatz einhergeht. Mit dem ständigen Ziel weiterer Professionalisierung liegt der Fokus vor allem auf den Kompetenzen, die für eine gute Arbeit in der Kindertagespflege benötigt werden. Die Erfahrungen der ersten zwei Jahre des Bundesprogramms haben gezeigt: viele persönliche Voraussetzungen / Kompetenzen bringen die Teilnehmer/-innen selbstverständlich mit und vor allem fachliche Kompetenzen nehmen sie mit. Allen bewusst ist am Ende der Qualifizierung, dass die Anforderungen, die heute an Kindertagespflegepersonen gestellt werden, so umfangreich und anspruchsvoll sind, dass die ständige Weiterbildung bzw. Erweiterung der eigenen Kompetenzen gar nicht mehr in Frage gestellt werden kann. Und obwohl das ein hohes Maß an Selbstreflexion und Engagement voraussetzt, liegt das Ziel klar auf der Hand: die weitere Steigerung und Verstetigung der Qualität der Betreuungsform Kindertagespflege.

In diesem Sinne möchten wir Sie auch in diesem Jahr wieder herzlich einladen, Ihre Kompetenzen in unseren Fortbildungsveranstaltungen zu erweitern und mit anderen Tagesmüttern und Tagesvätern in den Austausch zu kommen.

Vielleicht haben Sie schon länger vor, Ihr Repertoire an pädagogischen Angeboten zu vergrößern. Dann könnten Fortbildungsseminare zu den Themen „Morgenkreis“, „Basteln“ oder „Kinderlieder auf der Gitarre“ neue Impulse für Ihre pädagogische Arbeit mit den Kindern liefern.

Sollten Sie Ihren Schwerpunkt eher im Bereich „Zusammenarbeit mit Eltern“ sehen, haben Sie auch da eine Reihe an Angeboten, aus welchen Sie wählen können. „Elterngespräche – Teil 1 + 2“, „Wertschätzende Kommunikation“ und auch „Zusammenarbeit mit Eltern“ geben Ihnen wertvolle Inhalte und Tipps an die Hand, um eine gelungene Erziehungspartnerschaft mit Eltern zu gestalten.

Des Weiteren haben wir uns auch in diesem Jahr wieder bemüht, neue Themen in das Programm aufzunehmen. Das Thema „Impfen“ war im letzten Jahr wiederholt Inhalt öffentlicher Diskussionen, aber auch von einzelnen Kindertagespflegepersonen konnten wir immer wieder hören, dass die Spaltung zwischen Impfgegnern und Impfbefürwortern sie vor besondere Herausforderungen stellt. Im Rahmen des von uns angebotenen Seminars haben Sie die Möglichkeit, sowohl Argumente für Impfungen als auch Methoden wertschätzender Kommunikation im Umgang mit Eltern zu diesem Thema kennenzulernen.

Ein weiteres Thema, welches immer wieder in der Kindertagespflege auftaucht und nicht weniger polarisiert, ist der „Wertewandel in der Erziehung“. Vielleicht fällt es Ihnen manchmal schwer, die Erziehungsmethoden deutlich jüngerer Eltern nachzuvollziehen? Oder Sie erleben die Großeltern der Kinder, die Sie betreuen, und bemerken, dass deren Werte und Ziele wieder ganz andere sind? In der Kindertagespflege treffen nicht selten verschiedene Generationen mit unterschiedlichen Interessen aufeinander. Das kann spannend und bereichernd, gelegentlich aber auch herausfordernd sein. Eine Auseinandersetzung mit den Hintergründen verschiedener Erziehungskonzepte im Rahmen dieses Seminars schafft bei Ihnen möglicherweise ein Verständnis für alle an der Erziehung der Kinder Beteiligten – und ist unbestritten eine gute Voraussetzung für eine erfolgreiche Erziehungspartnerschaft zum Wohl des Kindes!

Sollten Sie Themen vermissen oder Vorschläge für uns haben, freuen wir uns über neue Anregungen und Wünsche.

Das gesamte Fortbildungsprogramm für die Kindertagespflege finden Sie unter www.fortbildungszentrum-berlin.de. Hier können Sie sich online zu Kursen anmelden und nachschauen, ob bereits ausgebuchte Kurse ein weiteres Mal angeboten werden. Nutzen Sie diese Seite auch, um Seminare zu entdecken, die über das Jahr neu in das Programm aufgenommen werden.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung und heißen Sie in unseren Seminaren herzlich willkommen!

Ihr Team von Familien für Kinder

>>> Zu den Fortbildungen Kindertagespflege 2018 mit Online-Anmeldung

22.11.2017
Tagung „Gastfamilien, Paten- und Vormundschaften für junge Geflüchtete“ am 8.12.2017 in Berlin

In der Abschlusstagung werden Ergebnisse und Erkenntnisse des Modellprojekts „Gastfamilien, Paten- und Vormundschaften“ aus Sicht der beiden Projektträger (Diakonie Deutschland und Kompetenzzentrum Pflegekinder e.V.) sowie der beteiligten Jugendhilfeträger vorgestellt.

In sechs Foren wird zu einzelnen thematischen Projektschwerpunkten aus der Praxis berichtet. Prof. Dr. Klaus Wolf (Universität Siegen) wird die wissenschaftliche Evaluation vorstellen und daraus resultierende Impulse für die Jugendhilfe präsentieren. Eine Gesprächsrunde mit Teilnehmenden aus der Praxis öffentlicher und freier Träger reflektiert die Erkenntnisse und gibt weitere Anregungen. Abschließend werden fachliche Empfehlungen zur Weiterentwicklung zusammengefasst.

Die Tagung wendet sich gleichermaßen an Praktiker/-innen und interessiertes Fachpublikum.

Freitag, 08.12.2017, 10:00 bis 16:00 Uhr
Diakonie Deutschland, Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin

Anmeldung bis zum 1.12.2017 unter: www.familien-fuer-junge-fluechtlinge.de

21.11.2017
TM
Neuer Kurzfilm: Was ist Kindertagespflege?

Der neue Film des Bundesverbandes Kindertagespflege zeigt in drei Minuten, einfach erklärt und schön dargestellt, was Kindertagespflege in Deutschland ist und wie Eltern und Kinder den Weg zu einer Tagesmutter oder zu einem Tagesvater finden.

Der Film steht in 9 Sprachen zur Verfügung.

>>> Zum YouTube-Kanal des Bundesverbandes Kindertagespflege

17.11.2017
TM
Bundesverband für Kindertagespflege fordert gerechte Krankenkassenbeiträge für geringverdienende Selbständige

Der Bundesverband für Kindertagespflege begrüßt die durch eine neue Petition entstandene Diskussion über die Höhe der Krankenversicherungsbeiträge für geringverdienende Selbständige. Dazu erklärte die Bundesvorsitzende Inge Losch-Engler:

„Es ist gut, dass das Problem endlich in größerem Zusammenhang diskutiert wird. Nicht nur ein Großteil der rund 44.500 Kindertagespflegepersonen gehört zu den Selbständigen, die nicht ein Einkommen von 2.231,25 im Monat erreichen. Nach Schätzungen sind rund 2 Millionen Solo-Selbständige aus verschiedenen Berufsbereichen betroffen. Für die Kindertagespflegepersonen gilt noch bis zum 31. Dezember 2018 eine Sonderregelung im § 10 SGB V. Danach müssten sie deutlich höhere Krankenversicherungsbeiträge bezahlen, was viele zur Aufgabe zwingen würde. Diese Zeit muss eine neue Bundesregierung nutzen, um eine Reform der Beitragsbemessung auf den Weg zu bringen. In der gesetzlichen Krankenversicherung sollte sich die Beitragsbemessung für Selbständige am tatsächlichen Einkommen orientieren. Grüne und FDP, SPD und Linke haben entsprechende Forderungen in ihren Wahlprogrammen. Ebenso haben sich die AOK, der BKK-Dachverband, die Innungskrankenkassen und der GKV- Spitzenverband für eine deutliche Absenkung der Mindestbemessungsgrundlage ausgesprochen. Die Kindertagespflegepersonen in Deutschland wollen keine Sonderregelung, sondern eine faire Beitragsbemessung entsprechend ihrem tatsächlichen Einkommen.“
Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbandes für Kindertagespflege e.V. vom 17.11.2017

Dem kann sich der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. nur anschließen.

04.10.2017
Anstieg der Verfahren zur Kindeswohlgefährdung in Deutschland um 5,7 %

Die Jugendämter in Deutschland führten im Jahr 2016 rund 136 900 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, bedeutet dies einen Anstieg um 5,7 % gegenüber dem Vorjahr.

Von allen Verfahren bewerteten die Jugendämter 21 600 eindeutig als Kindeswohl­gefährdungen („akute Kindeswohlgefährdung“). Hier gab es gegenüber 2015 einen Anstieg um 3,7 %. Bei 24 200 Verfahren (+ 0,1 %) konnte eine Gefährdung des Kindes nicht ausgeschlossen werden („latente Kindeswohlgefährdung“). In rund 46 600 Fällen (+ 8,0 %) kamen die Fachkräfte des Jugendamtes zu dem Ergebnis, dass zwar keine Kindeswohlgefährdung, aber ein weiterer Hilfe- oder Unterstützungsbedarf vorlag. In fast ebenso vielen Fällen (44 500) wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch weiterer Hilfebedarf festgestellt (+ 7,8 %).

Die meisten der rund 45 800 Kinder, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung vorlag, wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf (61,1 %). In 28,4 % der Fälle wurden Anzeichen für psychische Misshandlung festgestellt. Etwas seltener (25,7 %) wiesen die Kinder Anzeichen für körperliche Misshandlung auf. Anzeichen für sexuelle Gewalt wurden in 4,4 % der Fälle von Kindeswohlgefährdung festgestellt. Mehrfachnennungen waren möglich.

Die Gefährdungseinschätzungen wurden in etwa gleich häufig für Jungen und Mädchen durchgeführt. Kleinkinder waren bei den Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls besonders betroffen. Beinahe jedes vierte Kind (23,2 %), für das ein Verfahren durchgeführt wurde, hatte das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet. Drei- bis fünfjährige Kinder waren wie im Vorjahr von einem Fünftel (19,4 %) der Verfahren betroffen. Kinder im Grundschulalter (6 bis 9 Jahre) waren mit 22,7 % beteiligt. Mit zunehmendem Alter nehmen die Gefährdungseinschätzungen ab: Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren hatten einen Anteil von 18,7 % an den Verfahren, Jugendliche (14 bis 17 Jahre) nur noch von 16,0 %.

Am häufigsten machten Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft das Jugendamt auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung aufmerksam, und zwar bei 22,1 % der Verfahren. Bei 12,9 % kamen die Hinweise von Schulen oder Kindertageseinrichtungen, bei 11,6 % waren es Bekannte oder Nachbarn. Gut jeden zehnten Hinweis (10,4 %) erhielten die Jugendämter anonym.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 350 vom 04.10.2017,
"2016: Anstieg der Verfahren zur Kindeswohlgefährdung um 5,7 %"
>>> www.destatis.de

26.09.2017
Lob für „Goldkinder“ von und mit Berliner Pflegekindern

Der Film „Goldkinder“ von und mit Berliner Pflegekindern wurde am 20.09.2017 beim REC-Filmfestival (früher Jugendmedienfestival) erstmals öffentlich aufgeführt. Bei der Abschlussveranstaltung des Festivals wurde der Film mit einem großen Lob bedacht:
„Selten sieht man so viel Kreativität, Offenheit und Spaß am Albernsein in einem einzigen Film. Die Goldkinder haben einen großartigen Film über ihre traurigen Erlebnisse gemacht und sollten unbedingt am Filmemachen dranbleiben.“

Nach der Filmvorführung wurden die Pflegekinder, die Regisseurin Sigrun Schnarrenberger und die Vorsitzende des Arbeitskreises Petra Schrödel interviewt.

Eine Veröffentlichung des Films auf einer YouTube-Plattform oder auf einer DVD ist im Moment noch nicht realisierbar. Es gibt jedoch Überlegungen, den Film Goldkinder in geeigneter Form Interessenten zugänglich zu machen. Der Vorstand befindet sich hier noch in einem Entscheidungsprozess. Sobald feststeht, ob, in welcher Form und für welchen Personenkreis, der Film veröffentlicht wird, werden wir unter Aktuelles auf der Homepage berichten.

Im Tagesspiegel vom 20.09.2017 ist ein Artikel zum Filmprojekt erschienen. Die Online-Version finden Sie auf dem Internetportal des Tagesspiegels:
>>> www.tagesspiegel.de

Weitere Informationen und Trailer zu den ersten beiden Filmworkshops:
>>> www.arbeitskreis-pflegekinder.de/goldkinder

22.09.2017
Keine Entscheidung des Bundesrates zum Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen

Der Bundesrat hat am 22. September 2017 abermals kurzfristig das Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen von seiner Tagesordnung abgesetzt. Es kam daher nicht zu einer Abstimmung über das zustimmungsbedürftige Gesetz, das der Bundestag am 29. Juni 2017 verabschiedet hatte. Schon in der Sitzung am 7. Juli 2017 hatten die Länder die Abstimmung verschoben.

Das Gesetzgebungsverfahren ist damit jedoch noch nicht gescheitert. Der Bundesrat könnte in einer der nächsten Sitzungen über das Vorhaben abstimmen – auch nach Konstituierung des 19. Deutschen Bundestages. Denn der Diskontinuität zum Ende der 18. Legislaturperiode unterfallen nur solche Gesetze, die im Bundestag noch nicht abschließend behandelt wurden.

Quelle: www.bundesrat.de/DE/plenum/plenum-kompakt/17/960/960-node.html

05.09.2017
TM
Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. ist jetzt auch Landesverband für Kindertagespflege in Berlin

Seit vielen Jahren ist der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. Mitglied im Bundesverband für Kindertagespflege e.V., der sich für die Umsetzung der Rechte von Kindern auf Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindertagespflege einsetzt, immer unter dem Gesichtspunkt zum Wohl des Kindes. Aus einer „einfachen Mitgliedschaft“ im Bundesverband wurde jetzt eine Mitgliedschaft als Landesverband.

Die Landesverbände setzen sich auf Landesebene für die Verbesserung der Rahmenbedingungen und für die Weiterentwicklung der Kindertagespflege ein. Dies hat der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. bisher auch schon gemacht aber als Landesverband kann er in der Landespolitik gewichtiger auftreten.

Zweimal jährlich treffen sich Vertreter/-innen der Landesverbände zu einer Länderkonferenz. Bei der Länderkonferenz werden aktuelle Informationen zur Kindertagespflege in den Bundesländern ausgetauscht und es wird gemeinsam über die Weiterentwicklung der Kindertagespflege auf Bundesebene diskutiert.

  
Warum ist es wichtig, dass der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. Landesverband für die Kindertagespflege in Berlin ist?

  • Auf der Ebene des Bundeslandes Berlin ist der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. der Fachverband und Interessenvertreter für die Kindertagespflege und übernimmt auf Landesebene diese Aufgaben.
  • Als Landesverband Berlin kann der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. über den Bundesverband für Kindertagespflege Einfluss auf die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Weiterentwicklung der Kindertagespflege nehmen.
  • Der Bundesverband ist der Fachverband für die Kindertagespflege auf Bundesebene. Er fördert die Darstellung und Vertretung aller Belange der Kindertagespflege in politischen Gremien und in der Öffentlichkeit und bietet seinen Mitgliedern umfangreiche Serviceleistungen an.
  • Die Mitglieder des Arbeitskreises zur Förderung von Pflegekindern e.V. profitieren von dem Zusammenschluss der Landesverbände und den Aktivitäten des Bundesverbandes für Kindertagespflege.

  
Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. bleibt natürlich ein selbstständiger Verein, der sich in der Kindertagespflege und der Pflegekinderhilfe engagiert.

25.08.2017
TM
Erhöhung des Betreuungsentgelts für die Betreuungsart 1 bis 3 Kinder und für die ergänzende Kindertagespflege in Berlin

Die AV-Kindertagespflege für Berlin wurde geändert. Mit Wirkung zum 1.8.2017 sind die neuen Sätze für die Betreuungsart 1 bis 3 Kinder so ausgelegt, dass die Kindertagespflegepersonen, die ganztags 3 Kinder betreuen, auf 9,00 € „Stundenlohn“ kommen.

Des Weiteren haben sich die Sätze bei der ergänzenden Kindertagespflege verändert: Tagstunde 9,00 € und Nachtstunde 4,50 €.

Die AV-KTPF in der jetzt vorliegenden Fassung ist bis zum 31.12.2020 in Kraft.

>>> Überblick über die finanziellen Leistungen in der Berliner Kindertagespflege (Stand: 01.08.2017)

>>> Änderungen der Ausführungsvorschriften zur Kindertagespflege (AV-KTPF) vom 04.08.2017

>>> Ausführungsvorschrift zur Kindertagespflege in Berlin mit den Änderungen vom 04.08.2017

23.08.2017
TM
1.606 Tagespflegepersonen betreuen in Berlin 5.971 Kinder in Kindertagespflege

In Berlin betreuen 1.031 Tagespflegepersonen 3.281 Kinder allein und 575 Tagespflegepersonen 2.690 Kinder im Verbund. Dies geht aus der Beantwortung einer Anfrage im Abgeordnetenhaus von Berlin hervor. Mit Stichtag 31.12.2016 gibt es in der Tagespflegestellenart:

Betreuung von 1 - 3 Kindern:
785 Kinder von 383 Tagespflegepersonen im Haushalt der Tagespflegeperson

Betreuung von 4 - 5 Kindern:
2.343 Kinder von 545 Tagespflegepersonen im Haushalt der Tagespflegeperson

Kindertagespflege im Haushalt der/des Personensorgeberechtigten:
153 Kinder von 103 Tagespflegepersonen

Betreuung von 6 - 8 Kindern im Verbund:
609 Kinder von 151 Tagespflegepersonen im Haushalt der Tagespflegeperson

Betreuung von 9 - 10 Kindern im Verbund:
2.081 Kinder von 424 Tagespflegepersonen im Haushalt der Tagespflegeperson

 

Quelle: Anfragen im Abgeordnetenhaus von Berlin

>>> Kindertagespflege und Förderbedarfe II

>>> Kindertagespflege und Förderbedarfe I

27.07.2017
TM
Zahl der Kinder unter 3 Jahren in Kindertagesbetreuung
bundesweit um 5,7 % gestiegen

Zum 1. März 2017 wurden bundesweit fast 763.000 Kinder unter 3 Jahren in einer Kindertageseinrichtung oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege betreut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das 41.300 Kinder beziehungsweise 5,7 % mehr als im Vorjahr. Der Anstieg fiel damit etwas stärker aus als im Vorjahr (2016: + 26.000 beziehungsweise + 3,7 %).

In Hamburg (+ 10,2 %), Niedersachsen und Schleswig-Holstein (jeweils + 10,1 %) nahm die Anzahl der betreuten Kleinkinder gegenüber dem Vorjahr am stärksten zu, in Mecklenburg-Vorpommern (+ 1,9 %) war der Zuwachs am geringsten. Dabei ist zu beachten, dass in den ostdeutschen Flächenländern bereits in der Vergangenheit hohe Betreuungszahlen erreicht wurden. Die Steigerungen fallen dort dementsprechend nur noch gering aus.

Die Mehrzahl der Eltern von Kindern unter 3 Jahren nutzten die Tagesbetreuung in Einrichtungen (84,6 %). Mit einem Anteil von bundesweit 15,4 % spielte die Kindertagespflege bei einer Tagespflegemutter oder einem -vater nach wie vor eine deutlich geringere Rolle.

Im März 2017 gab es bundesweit 55.266 Einrichtungen sowie 43.951 Tagespflegemütter und -väter. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Kindertageseinrichtungen (+ 0,6 %) als auch die Zahl der Kindertagespflegepersonen (+ 1,4 %).

In Berlin gab es zum Stichtag 2.477 Kindertageseinrichtungen und 1.599 Tagespflegepersonen. Insgesamt wurden in Berlin 51.676 Kinder unter 3 Jahren (davon 47.462 in Kindertageseinrichtungen und 4.214 in der öffentlich geförderten Kindertagespflege) betreut, das sind insgesamt 2,1 % mehr als im Vorjahr.

Weitere Informationen unter: www.destatis.de

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung Nr. 255 vom 27.07.2017

29.05.2017
Demonstration von Pflegefamilien für die Rechte behinderter Kinder

Dienstag, 20. Juni 2017 um 14 Uhr in Berlin am Brandenburger Tor

In aktuellen Gesetzentwürfen werden Pflegekinder mit Behinderung erneut außer Acht gelassen, obwohl dringender Handlungsbedarf besteht.

Seit mehr als drei Jahrzehnten setzen sich der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V., zahlreiche Selbsthilfeorganisationen sowie freie und öffentliche Jugendhilfeträger für die gesetzliche Verankerung dringend notwendiger Verbesserungen der Rechte von Kindern mit Behinderungen in Pflegefamilien ein. Bislang vergeblich!

Um Politik und Öffentlichkeit auf diese Missstände hinzuweisen und um Abänderung zu schaffen, findet am Dienstag, 20. Juni 2017, um 14 Uhr eine Demonstration am Brandenburger Tor in Berlin unter der Federführung des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V. statt.

Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. ruft alle Pflegefamilien in Deutschland mit Kindern mit Beeinträchtigungen, Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder schweren Traumatisierungen auf, an der Demonstration teilzunehmen und ihre Forderungen zum Ausdruck zu bringen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite >>>www.bbpflegekinder.de

05.05.2017
TM
Grußwort der Familiensenatorin Sandra Scheeres zum 4. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege


Die Familiensenatorin Sandra Scheeres vor dem Banner „Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege“

Die Familiensenatorin Sandra Scheeres und Peter Heinßen (Geschäftsführer Familien für Kinder gGmbH) vor dem Banner „Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege“ (Foto: Detlev Schilke)

Liebe Tagesmütter, liebe Tagesväter,

wie bereits seit 2014 habe ich auch in diesem Jahr sehr gerne die Schirmherrschaft für den 4. Tag der offenen Tür in der Berliner Kindertagespflege übernommen. Es ist mir wichtig, dass diese Betreuungsform noch bekannter wird, weil aus Umfragen meines Hauses deutlich wurde, dass noch nicht alle Menschen in dieser Stadt die Kindertagespflege kennen.

Tagespflegepersonen fördern rund zehn Prozent aller betreuten Kinder unter drei Jahren in Berlin und unterstützen durch Flexibilität in der Betreuung die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dieser Tag der offenen Tür ist eine gute Gelegenheit, die Öffentlichkeit, vor allem Eltern und Unternehmen auf die Kindertagespflege in Berlin aufmerksam zu machen.

Für die Kinder- und Familienfreundlichkeit Berlins und die Angebotsvielfalt der Kindertagesbetreuung in unserer Stadt leisten Sie einen wichtigen Beitrag. Sie eröffnen den Tagespflegekindern wichtige Bildungschancen. Als verlässliche Bindungspersonen arbeiten Sie unter anderem nach dem Berliner Bildungsprogramm und mit dem Sprachlerntagebuch und stellen so den hohen qualitativen Anspruch an diese Förderungsform sicher. Viele Familien verlassen sich tagtäglich auf Ihre professionelle und flexible Dienstleistung. Besonders für kleine Kinder bieten Sie ein hilfreiches und familiennahes Modell der Betreuung. Ich freue mich sehr, dass der Anteil der Eltern, die für ihre Kinder Tagesbetreuungsangebote in Anspruch nehmen, von Jahr zu Jahr steigt.

Ich möchte Ihnen für Ihre gute Arbeit danken und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und Freude in Ihrer verantwortungsvollen und für die Kinder und Eltern unserer Stadt so wichtigen Tätigkeit.

Sandra Scheeres
Senatorin für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin

12.04.2017
Bundeskabinett beschließt einen Gesetzentwurf zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen

Der Gesetzentwurf sieht Verbesserungen beim Kinderschutz, bei der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, die Stärkung der Pflegekinder und ihrer Familien sowie die inklusive Betreuung in Kitas vor.

Mit dem Gesetz will die Bundesregierung u.a. die Lebenssituation von Pflegekindern durch mehr Sicherheit, Stabilität und Kontinuität verbessern: „Mit der Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes setzen wir da an: Wir stellen die Bedürfnisse der Kinder in den Mittelpunkt“, so Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. „Die Unterstützung der Pflegefamilien wird verbessert und die Arbeit mit den Herkunftseltern gestärkt. Außerdem erhält das Gericht die Möglichkeit, den dauerhaften Verbleib in der Pflegefamilie anzuordnen, wenn eine Verbesserung der Erziehungsverhältnisse in der Herkunftsfamilie weder erreicht wurde noch zu erwarten sind.“

Für jedes Kind bedeutet Trennungsangst emotionalen Stress. Gerade Pflegekinder, die meist hoch belastet in einer Pflegefamilie untergebracht werden, sind aber einem hohen Risiko von Beziehungsabbrüchen, Bindungsverlusten und Brüchen im Lebenslauf ausgesetzt.

„Kinder brauchen Sicherheit. Sie brauchen Verlässlichkeit und Stabilität. Jedes Kind muss wissen: Wo komme ich her? Wo gehöre ich hin und wo kann ich mich sicher und geschützt fühlen. Ich finde es kaum zu ertragen, wenn Pflegekinder zurück in ihre Herkunftsfamilien müssen und dort wiederholt schwere Gewalt erleben, und in manchen Einzelfällen – wir kennen alle die traurigen Geschichten – sogar sterben. Das darf nicht passieren“, sagt Manuela Schwesig.

Der Gesetzesentwurf wird jetzt dem Bundestag zum Beschluss vorgelegt und dann muss der Bundesrat noch zustimmen.

>>> Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums vom 12.04.2017

>>> Gesetzentwurf vom 12.04.2017

>>> Synopse des DIJuF zum Regierungsentwurf

 

11.04.2017
TM
4. Tag der offenen Tür Kindertagespflege am 13. Mai 2017 in Berlin und Brandenburg

Die Berliner und Brandenburger Kindertagespflegepersonen und der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. veranstalten am Samstag, den 13. Mai 2017 den „4. Tag der offenen Tür in der Kindertagespflege“. Von 14:00 bis 18:00 Uhr sind alle Berliner und Brandenburger Tagesmütter und Tagesväter eingeladen, ihre Türen für Eltern und Interessierte zu öffnen.

Logo "guck an Kindertagespflege"

Kindertagespflegepersonen bietet sich an diesem Tag die Gelegenheit, die besonderen Vorzüge der Kindertagespflege vorzustellen. Es soll öffentlich gemacht werden, wie engagiert und professionell Kindertagespflegepersonen arbeiten: Bildungsprogramm, ständige Fortbildungen, Sprachlerntagebuch, Dokumentationen und Projekte, vielfältige Aktivitäten wie Musik, Turnen, Theater, Vernetzungen untereinander und mit Kitas.

Im vergangenen Jahr haben 46 Berliner und 8 Brandenburger Teilnehmer/-innen ihre Kindertagespflegestelle mit viel Spaß und Phantasie vorgestellt. Damit die Resonanz diesmal größer wird, sind alle Tagesmütter und Tagesväter recht herzlich eingeladen, die Möglichkeit zu nutzen, sich individuell vorzustellen und damit zum Erfolg der Veranstaltung beizutragen.

Für alle die mitmachen wollen:

Interessenten sollen sich bitte bei Regina Rathmann melden:
mail@tagesmutter-zehlendorf.de.

Die Adressen der Teilnehmer werden, nach Bezirken geordnet, auf der schon bestehenden Webseite veröffentlicht:
www.guck-an-kindertagespflege.de.

ACHTUNG: Wer im letzten Jahr schon dabei war und wieder mitmachen möchte, muss sich nicht noch einmal anmelden. Wer aber in diesem Jahr nicht teilnehmen kann, der melde sich bitte bei Regina Rathmann per Mail ab:
mail@tagesmutter-zehlendorf.de.

Werbematerial und alle weiteren Infos können über die jeweiligen Bezirkssprecherinnen angefordert werden (Verteilung beim Treffen der Überbezirklichen Leiterinnen-Gruppe der Kindertagespflege-Bezirksgruppen).

Die Öffnungszeit von 14:00 bis 18:00 Uhr am 13. Mai 2017 ist für alle verbindlich!

Wir freuen uns auf einen erfolgreichen 4. Tag der offenen Tür Kindertagespflege in Berlin und Brandenburg und wünschen allen viel Spaß.