22.09.2020
PE
Dankeschön-Event für Berliner Pflegefamilien

Online-Theater mit dem Atze Musiktheater

Leider kann der Pflegefamilientag Corona-bedingt in diesem Jahr nicht stattfinden. Dafür gibt es großartigen Ersatz und etwas ganz Besonderes:

DANKESCHÖN-EVENT ZUHAUSE!

Sonntag, 27. September 2020 von 11:00 bis 14:30 Uhr

Das „Atze Musiktheater“ wird zwei phantastische Theaterstücke extra für Berliner Pflegefamilien aufführen und per Stream übertragen. Zwischen den Theaterstücken wird es einen Live-Chat geben, in dem der Theaterleiter Fragen zu den Theaterstücken und auch zum Atze-Musiktheater beantwortet.

Weitere Informationen unter: www.pflegefamilientag-berlin.de

Die Theaterstücke werden bis zum 18. Oktober 2020 über die Webseite zu sehen sein.

17.09.2020
PE
Jugendämter nahmen 2019 rund 49.500 Kinder zu ihrem Schutz in Obhut

Die Jugendämter in Deutschland führten im Jahr 2019 rund 49.500 vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, sogenannte Inobhutnahmen, durch. Das waren knapp 3.100 Fälle und somit 6 % weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltkindertag am 20. September mitteilt. Hintergrund dieser Entwicklung ist ein erneuter Rückgang von Schutzmaßnahmen nach unbegleiteter Einreise aus dem Ausland: Deren Zahl sank im Vergleich zum Vorjahr um 29 % auf gut 8.600 Inobhutnahmen.

Währenddessen stieg die Zahl der Schutzmaßnahmen aus anderen Gründen um 1 % auf rund 40.900 Fälle an. Langfristig setzt sich damit ein weiterer Trend fort: In den letzten zehn Jahren sind die Inobhutnahmen aus anderen Gründen mit leichten Schwankungen um 30 % angestiegen – von rund 31.500 Fällen im Jahr 2009.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 363 vom 17.09.2020

Die vollständige Pressemitteilung mit weiteren Informationen ist unter › www.destatis.de zu finden.

27.08.2020
PE
Corona-Kindergeldzuschlag

Pflegeeltern, die kindergeldberechtigt sind, erhalten auch zur finanziellen Unterstützung in der Corona-Pandemie den Kinderbonus. Der Kinderbonus wird für alle Kinder, für die im September 2020 Anspruch auf Kindergeld besteht, in zwei Raten ausgezahlt. Die Auszahlung erfolgt im September 2020 in Höhe von 200 Euro und im Oktober 2020 in Höhe von 100 Euro. (Quelle: www.bmfsfj.de).

Der Kinderbonus wird nicht zusammen mit dem Kindergeld ausgezahlt, sondern als eigene Zahlung (Quelle: www.arbeitsagentur.de).

Pflegeeltern, die kindergeldberechtigt sind, sollten prüfen, ob ihnen der Bonus gezahlt wird. Falls dies nicht der Fall ist, sollten sie bei der Familienkasse nachfragen.

27.08.2020
PE
Jugendämter melden erneut 10 % mehr Kindeswohlgefährdungen. Jedes zweite betroffene Kind war jünger als 8 Jahre

Die Jugendämter in Deutschland haben im Jahr 2019 bei rund 55.500 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung festgestellt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 10 % oder rund 5.100 Fälle mehr als 2018. Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen ist damit das zweite Jahr in Folge um 10 % auf einen neuen Höchststand angestiegen. Ein Grund für den Anstieg könnte die umfangreiche Berichterstattung über Missbrauchsfälle in den vergangenen beiden Jahren sein, die zu einer weiteren generellen Sensibilisierung der Öffentlichkeit sowie der Behörden geführt haben dürfte.

Gleichzeitig können auch die tatsächlichen Fallzahlen gestiegen sein.

Bundesweit hatten die Jugendämter 2019 über 173.000 Verdachtsfälle im Rahmen einer Gefährdungseinschätzung geprüft, das waren rund 15.800 mehr als im Vorjahr.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 328 vom 27.08.2020 › www.destatis.de

29.06.2020
PE
Gesetzentwurf zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat am 23.06.2020 einen Entwurf für ein Gesetz zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts veröffentlicht.

Die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Christine Lambrecht, erklärte hierzu: "Wir wollen die Stellung der Kinder verbessern und ihr Recht auf Pflege und Erziehung ins Zentrum des Vormundschaftsrechtes stellen. Auch die Rechte der Pflegeeltern, bei denen die Mündel aufwachsen, sollen gestärkt werden.
Im Betreuungsrecht wollen wir mehr Selbstbestimmung und eine hohe Qualität der rechtlichen Betreuung für die betreuten Menschen gewährleisten. Das Betreuungsrecht wird daher entsprechend den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention verstärkt am Selbstbestimmungsrecht der Betreuten ausgerichtet. Darüber hinaus wird ein zeitlich begrenztes Notvertretungsrecht für Ehegatten in Angelegenheiten der Gesundheitssorge eingeführt."

Mit dem im Koalitionsvertrag verabredeten Reformvorhaben soll das aus dem Jahre 1896 stammende Vormundschaftsrecht an die heutigen Bedürfnisse angepasst werden. Die Reformvorschläge sind in fachspezifischen Arbeitsgruppen intensiv vorbereitet worden. Das vom BMJV vorgelegte Gesetzespaket sieht einschließlich aller Folgeanpassungen eine Änderung von 46 Gesetzen vor.

Das Gesetzespaket umfasst u. a. folgende Vorschläge:

  • Das Vormundschafts- und das Betreuungsrecht werden insgesamt neu strukturiert. Die Vorschriften des geltenden Vormundschaftsrechts zur Vermögenssorge, zu Fürsorge und Aufsicht des Gerichts sowie zum Aufwendungsersatz und zur Vergütung werden ins Betreuungsrecht eingeordnet und, soweit erforderlich, an das Betreuungsrecht angepasst.
  • Im Vormundschaftsrecht soll der Mündel mit seinen Rechten als Subjekt im Zentrum stehen und die Personensorge gestärkt werden.
  • Die Rechte der Pflegeeltern, bei denen die Mündel aufwachsen, sollen gestärkt werden.
  • Die verschiedenen Vormundschaftstypen werden zu einem Gesamtsystem zusammengefügt, in dem die beruflichen Vormünder einschließlich des Jugendamts als Amtsvormund gleichrangig sind, nur ehrenamtliche Vormünder sind vorrangig zu bestellen.
  • Im Betreuungsrecht sind die Änderungen zentral darauf ausgerichtet, das Selbstbestimmung und die Autonomie unterstützungsbedürftiger Menschen im Vorfeld und innerhalb einer rechtlichen Betreuung im Sinne von Artikel 12 UN-Behindertenrechtskonvention zu stärken.
  • Es wird klarer geregelt, dass die rechtliche Betreuung in erster Linie eine Unterstützung des Betreuten bei der Besorgung seiner Angelegenheiten durch eigenes selbstbestimmtes Handeln gewährleistet und der Betreuer das Mittel der Stellvertretung nur einsetzen darf, soweit es erforderlich ist.
  • Der Vorrang der Wünsche des Betreuten wird als zentraler Maßstab des Betreuungsrechts normiert, der gleichermaßen für das Betreuerhandeln, die Eignung des Betreuers und die Wahrnehmung der gerichtlichen Aufsicht gilt.
  • Die betroffene Person soll zudem in sämtlichen Stadien des Betreuungsverfahrens besser informiert und stärker eingebunden werden, insbesondere in die gerichtliche Entscheidung über das Ob und das Wie der Betreuerbestellung, in die Auswahl des konkreten Betreuers, aber auch in dessen Kontrolle durch das Betreuungsgericht.
  • Zur Verbesserung des Informations- und Kenntnisniveaus bei ehrenamtlichen Betreuern wird die Möglichkeit einer engen Anbindung an einen anerkannten Betreuungsverein im Wege einer Vereinbarung über eine Begleitung und Unterstützung neu eingeführt.
  • Zur Sicherstellung einer einheitlichen Qualität der beruflichen Betreuung soll ein formales Registrierungsverfahren mit persönlichen und fachlichen Mindesteignungsvoraussetzungen für berufliche Betreuer eingeführt werden.
  • Der Entwurf sieht verschiedene Maßnahmen zur effektiveren Umsetzung des Erforderlichkeitsgrundsatzes im Vorfeld der Betreuung, insbesondere an der Schnittstelle zum Sozialrecht, vor.
  • Die Verwaltung des Vermögens durch Betreuer und Vormünder soll modernisiert werden und künftig grundsätzlich bargeldlos erfolgen.
  • Schließlich sollen sich Ehegatten in Angelegenheiten der Gesundheitssorge kraft Gesetzes für die Dauer von drei Monaten gegenseitig vertreten können, wenn ein Ehegatte aufgrund von Bewusstlosigkeit oder einer Krankheit seine Angelegenheiten der Gesundheitssorge vorübergehend rechtlich nicht besorgen kann.

Der Referentenentwurf wurde zur Stellungnahme an Länder und Verbände verschickt. Den Entwurf können Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums herunterladen:

› www.bmjv.de

Quelle: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Pressemitteilung vom 23. Juni 2020

26.06.2020
PE
Bundesinteressengemeinschaft der Pflegefamilienverbände (BiP) gegründet

Gemeinsames Sprachrohr für die Belange von Pflege- und Adoptivkindern und ihren Familien

In Oberhausen ist die Bundesinteressengemeinschaft der Pflegefamilienverbände (BiP) gegründet worden. Initiatoren sind der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V., der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. und die AGENDA Pflegefamilien. Die BiP ist ein gemeinsames Sprachrohr, um sich auf politischer und fachlicher Ebene mit der geballten Kraft der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände bundesweit für die Belange der Pflege- und Adoptivkinder und ihrer Familien einzusetzen.

Die BiP tritt damit die Nachfolge des „Runden Tisches der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände“ an, der seit 2012 bestand. Sie versteht sich als Weiterentwicklung dieser Initiative und baut auf der gemeinsam geleisteten Arbeit auf. Zu dieser zählen etwa Positionspapiere zur Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe oder gemeinsame Auftritte beim Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag.

Grundsätzlich steht die BiP Ergänzungen und Expertisen von Organisationen oder Einzelpersonen offen gegenüber. Weitere Teilnehmer wie Bildungseinrichtungen, Gremien, Organisationen oder Einzelpersonen, die sich auf Bundesebene für Pflege- und Adoptivkinder einsetzen, sollen bei Bedarf in künftige Treffen einbezogen werden. Aktuell wird die Teilnahme am Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag 2021 vorbereitet.

Über den PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V.:
Der PFAD Bundesverband vertritt die Interessen, Wünsche und Probleme von Pflege- und Adoptivkindern und ihren Familien überregional. PFAD vertritt die Interessen von Pflege- und Adoptivkindern und deren Eltern in Gesetzgebungsverfahren, im Rahmen einer konstruktiven Zusammenarbeit mit Behörden und Organisationen, auf dem Gebiet der Verbesserung und Absicherung der rechtlichen Positionen von Pflegefamilien sowie bei der sozialen Absicherung von Pflegepersonen. PFAD sucht die Auseinandersetzung über qualifizierte Standards in den Bereichen Adoption und familiäre Hilfen zur Erziehung auf ministerieller und parlamentarischer Ebene sowie in Form intensiver Öffentlichkeits- und Beratungsarbeit. PFAD setzt sich ein für eine fachlich kompetente Begleitung von Pflege- und Adoptivfamilien durch die Jugendhilfe, den Ausbau und die kontinuierliche Unterstützung durch Pflegeelternschulungen und Adoptivelternseminare sowie Vorbereitungs- und Qualifizierungsmaßnahmen in allen Bundesländern.
› www.pfad-bv.de

Über den Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V.:
Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. (BbP) ist eine Selbsthilfevereinigung von Pflegeeltern, die sich für Pflegekinder mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen engagieren. Er wurde 1983 gegründet und vertritt bundesweit mehr als 550 Familien mit über 1.000 Pflegekindern. Zentrales Anliegen ist die Vermittlungshilfe von Kindern mit besonderen Bedürfnissen in Pflegefamilien. Nach der UN-Behindertenrechtskonvention hat jedes Kind das Recht, in einer Familie aufzuwachsen. Der BbP ist als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt und vertritt die Interessen behinderter Pflegekinder und ihrer Pflegeeltern auch im politischen, sozialrechtlichen und gesellschaftlichen Bereich.
› www.bbpflegekinder.de

Über die AGENDA Pflegefamilien:
Die AGENDA Pflegefamilien ist ein Zusammenschluss von Landesorganisationen der Pflege- und Adoptivfamilien und engagierter Einzelpersonen. Ganz bewusst will sie keine neue Verbandsstruktur gründen, sondern sich gemeinsam auf den Weg zur Verbesserung des Pflegekinderwesens machen. Dazu ist sie bundespolitisch und im Rahmen von Netzwerken tätig.
› www.agendapflegefamilien.de

BiP-Kontakt: Dr. Carmen Thiele, carmen.thiele@pfad-bv.de, Tel. 030 9487 9423

16.06.2020
PE
Pflegestellen bei Pädophilen: Abschlussbericht zum Wirken von Helmut Kentler

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, und das Wissenschaftsteam der Universität Hildesheim – Prof. Dr. Meike Baader, Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Dr. Julia Schröder sowie Dr. Carolin Oppermann – haben den Abschlussbericht der Universität Hildesheim zum Wirken von Helmut Kentler in der Berliner öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe vorgestellt. Hintergrund sind Kentlers Initiativen zur Einrichtung von Pflegestellen bei pädophilen, auch wegen Sexualdelikten vorbestraften Männern ab Ende der 1960er bis zu Beginn der 2000er Jahre.

Bei der Studie handelt es sich nach dem Gutachten des Göttinger Instituts für Demokratieforschung von 2016 um das zweite Forschungsprojekt zum Fall Kentler, das von Senatorin Sandra Scheeres initiiert und von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie finanziell gefördert wurde. In der Hildesheimer Studie konnten erstmals auch Aussagen und Erfahrungen von insgesamt drei Betroffenen berücksichtigt werden, die als Kinder und Jugendliche Übergriffe und massive sexualisierte Gewalt durch Pflegeväter erleiden mussten.

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Der Kentler-Skandal reicht lange in die Vergangenheit zurück und ist für die Betroffenen doch nie vorbei. Was Kindern und Jugendlichen damals angetan wurde, ist zutiefst erschütternd. Mein besonderer Dank gilt den Betroffenen, die sich an der Aufarbeitung beteiligt haben. Der neue Ergebnisbericht liefert ein klareres und umfassenderes Bild von den Vorgängen. Er fördert neue Erkenntnisse zu Kentlers Rolle, zu den Strukturen und Verfahren der damaligen Zeit und zu den Verantwortlichkeiten zutage. Er entlarvt Kentlers Rede von einem Experiment der Erziehungs- und Bildungsreform als beschönigende Darstellung des sexuellen Missbrauchs von Pflegekindern.
Als Land Berlin übernehmen wir Verantwortung für das Leid, das Schutzbefohlenen in öffentlicher Verantwortung angetan wurde. Mit dem neuen Wissen haben wir den Betroffenen Gespräche über eine finanzielle Anerkennung ihres Leids angeboten. Das Land Berlin wird sich für die weitere Aufarbeitung einsetzen, insbesondere mit Blick auf die deutlichen Hinweise auf bundesweite Zusammenhänge. Darüber hinaus prüfen wir, welche Lehren für die heutige Pflegekinderhilfe in Berlin zu ziehen sind. Hierfür wurde bereits eine Studie zur aktuellen bezirklichen und gesamtstädtischen Struktur der Pflegekinderhilfe beauftragt.“

Der Abschlussbericht der Studie ist veröffentlicht unter:
› www.dx.doi.org/10.18442/129/

Quelle:
› Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vom 15.06.2020

05.06.2020
PE
2019 deutlich mehr Verfahren wegen Kindeswohlgefährdung in Berlin und Brandenburg

Im vergangenen Jahr führten die Jugendämter in Berlin und Brandenburg 23.909 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Davon waren 17.050 Berliner und 6.859 Brandenburger Kinder und Jugendliche betroffen.

In Berlin stieg die Anzahl der Verfahren gegenüber 2018 um 15 Prozent und in Brandenburg um 14 Prozent, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

Akut gefährdet waren in Berlin 19 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen. In diesen Fällen war eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten.

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier nachlesen:

› Pressemitteilung vom 26. Mai 2020 - Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

16.04.2020
Geschäftsstelle telefonisch nicht zu erreichen

Die Geschäftsstelle ist zurzeit telefonisch nicht erreichbar. Sie können uns eine E-Mail schicken: info@arbeitskreis-pflegekinder.de

14.04.2020
Unterstützung für Pflegeeltern, die wegen der Betreuung ihrer Kinder vorübergehend nicht arbeiten können

Die Ausbreitung des Coronavirus verursacht große organisatorische und finanzielle Probleme: Eltern müssen wegen Kita- und Schulschließungen die Betreuung ihrer Kinder selbst organisieren, können ihrer Arbeit nicht in vollem Umfang nachgehen, sind in Kurzarbeit oder haben wegen ausbleibender Aufträge gravierende Einkommenseinbußen.

Erwerbstätige Sorgeberechtige, die wegen der Betreuung ihrer Kinder vorübergehend nicht arbeiten können, haben Anspruch auf Entschädigung.

Wenn ein Kind in Vollzeitpflege nach § 33 des Achten Buches Sozialgesetzbuch in den Haushalt aufgenommen wurde, steht der Anspruch auf Entschädigung statt dem Sorgeberechtigten den Pflegeeltern zu.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales: >>> www.bmas.de

Eine Übersicht zu finanziellen Hilfen und Unterstützungsangeboten für Familien finden Sie auf der Homepage der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie: >>> www.berlin.de/sen/bjf

03.04.2020
PE
Hilfreiche Informationen für das gute Gelingen der großen Corona-Herausforderung

Liebe Pflegeeltern, liebe Mitglieder,
aufgrund der massiven gesellschaftlichen Einschränkungen durch das Coronavirus sind die gegenwärtigen Aufgaben für Kinder und Eltern und im Besonderen für Pflegeeltern nicht leicht zu bewältigen. Sie benötigen in diesen Tagen besonders viel Geduld und Kreativität, um den Alltag positiv zu meistern.

Mit diesen Zeilen möchten wir Ihnen einige hilfreiche Informationen für das gute Gelingen dieser großen Herausforderung übersenden:

  • der PFAD Bundesverband hat auf seiner Homepage einige wichtige und nützliche Informationen zum Thema Pflegekinderhilfe eingestellt. Diese finden Sie hier.
  • Auf der Website www.coronapause.de finden Sie viele Anregungen zum Alltag im Homeoffice und Lernhilfen.
  • Regionale Informationen und Telefonnummern zu den Gesundheitsämtern finden Sie auf rbb24 und dort im rbb-Blog.
  • Reichlich Informationen zur Unterstützung und Regelungen zur Kindernotbetreuungen der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie finden Sie hier


Für Pflegefamilien, die jetzt ihre Kinder zu Hause „unterrichten“, gibt es einige Anregungen und Merkblätter vom Grundschulverband:


Wir halten diese Informationen für hilfreich.

Wir wünschen Ihnen viel Kraft und Ausdauer, um diese schwierigen Zeiten zu meistern.

Viele Grüße sendet Ihnen

Ihr Vorstand

18.03.2020
Aktuelle News zur Kindertagespflege auf der Seite des Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.

Aktuelle Informationen zur Kindertagespflege finden Sie ab sofort nur noch auf der Homepage des Kindertagespflege Landesverband Berlin e.V.:

>>> www.kindertagespflege-lv.berlin

Hier finden Sie auch aktuelle Informationen zu den Corona-Schutzmaßnahmen in der Kindertagespflege.

10.03.2020
PE
Rechtsgutachten „Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII – Materielle Rechtsfragen und Verfahren“

Kostenheranziehung in der Jugendhilfe ist immer wieder ein Thema, zu dem sowohl der Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V., als auch die Ombudsstellen in den anderen Bundesländern immer mehr Anfragen erreichen.

Typische Fragen sind:

  • Was kann ich tun, wenn das Jugendamt darauf besteht, dass ich aus meinem aktuellen Einkommen zu den Kosten herangezogen werde und nicht aus dem Einkommen des Vorjahres?
  • Muss ich auch von meinem Erbe was abgeben?
  • Muss ich auch von dem Geld, welches ich beim FSJ bekomme, etwas abgeben?
  • Kann ich noch etwas tun, wenn ein rechtswidriger Bescheid bereits bestandskräftig geworden ist?

Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe hat zu dieser Thematik ein Rechtsgutachten bei Rechtsanwalt Benjamin Raabe in Auftrag gegeben.

Im vorliegenden Rechtsgutachten werden diese und weitere Fragen, z.B. zum Kindergeld, zu BaföG und BAB beantwortet in der Hoffnung, dass es bei der Arbeit mit den jungen Menschen unterstützend wirken kann.

Das Rechtsgutachten „Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII – Materielle Rechtsfragen und Verfahren“ ist unter folgenden Links abrufbar:

https://www.brj-berlin.de/fachinformationen/gutachten/

https://ombudschaft-jugendhilfe.de/wp-content/uploads/Kostenheranziehung-junger-Menschen-nach-dem-SGB-VIII_Raabe_BNW-Ombudschaft.pdf

06.03.2020
PE
Internetseite des Bundesforums Vormundschaft und Pflegschaft online: Starke Vormundschaft: Partner in der Kinder- und Jugendhilfe!

Eine gute Nachricht für alle, die an Informationen rund um die Vormundschaft in der Kinder- und Jugendhilfe interessiert sind: Die Internetseite des Bundesforums Vormundschaft und Pflegschaft e. V. ist nun online: https://vormundschaft.net.

Die Tätigkeit der Vormund*innen hat sich in den Jahren seit der „kleinen“ Vormundschaftsreform“ deutlich weiter entwickelt und ist häufig sehr bedeutsam für die Entwicklung der betroffenen Kinder. Der im Oktober 2019 gegründete, interdisziplinär aufgestellte Verein „Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft“ will mit der Internetseite Kenntnisse zur Tätigkeit der Vormund*innen, die Diskussion zu Schnittstellen und Kooperation, Fragen der Beteiligung der Kinder und Jugendlichen zwischen vielen Helfer*innen in die Fläche tragen:

  • Das Bundesforum“ ist die Rubrik für fachpolitische Stellungnahmen und Publikationen des Bundesforums sowie Informationen zum Verein und seiner Koordinierungsstelle.
  • Die Rubrik „Vormundschaft erklärt“ beantwortet Fragen zur Vormundschaft, - jeweils zugeschnitten auf Fragen von Kindern und Jugendlichen sowie Eltern und auf den Informationsbedarf von Pflegeeltern und Fachkräften der Hilfen zur Erziehung, Sozialen Diensten und Familiengerichten.
  • Unter „Fachinformationen“ werden eine Fülle von Materialien für Vormund*innen und Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe sowie den Familiengerichten zur Verfügung gestellt. Dort sind auch Texte eingestellt, die sich direkt an Kinder und Jugendliche, Eltern, Pflegeeltern oder Erzieher*innen richten. Ein Glossar erklärt verständlich einige Fachbegriffe und soll Schritt für Schritt erweitert werden.
  • Aktuelle Nachrichten und Hinweise auf Fachveranstaltungen sind selbstverständlich ebenfalls verfügbar.

Das Bundesforum nimmt gerne Hinweise auf Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Materialien entgegen (info@vormundschaft.net). Auch Kritik und Hinweise zur Weiterentwicklung der Seite sind herzlich willkommen.

 >>> https://vormundschaft.net

26.02.2020
PE
Film-Tipp einer Pflegemutter: "Alles außer gewöhnlich"

Unter dem Blickwinkel, wie wichtig es ist, den eigenen Weg zu finden, empfehlen wir den Film: "Alles außer gewöhnlich" >>> www.alles-ausser-gewoehnlich-derfilm.de

26.02.2020
PE
Pflegeeltern-Fortbildungen und personelle Ausstattung in den Bezirken

Wir haben einige Anfragen zu Fortbildungen in den Bezirken erhalten. Dazu gibt es klare Aussagen in den Ausführungsvorschriften.

Die aktuellen Ausführungsvorschriften zur "Rahmenkonzeption Pflegekinderdienst Berliner Jugendämter" (AV-PKD) verpflichten jeden Bezirk "zur Organisation und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen für Pflegeeltern".
(Quelle: Fachzeitschrift Pflegekinder 1/2018, S. 57)

Die AV-PKD verpflichtet auch, "die bedarfsentsprechende personelle Ausstattung für die operativen Aufgaben des PKD bis 31.12.2020 auf 1:32 (eine qualifizierte Fachkraft für 32 Pflegekinder)" anzupassen.
(Quelle: Fachzeitschrift Pflegekinder 1/2018, S. 58)

03.02.2020
PE
Mehr Hilfen für Familien bei Adoptionen

Die Bundesregierung will das Adoptionsrecht modernisieren. Der entsprechende Entwurf eines Adoptionshilfe-Gesetzes sieht eine verbesserte Unterstützung und Beratung für alle an einer Adoption Beteiligten vor. Konkret plant die Regierung einen Rechtsanspruch auf eine nachgehende Begleitung sowie bei Stiefkindadoptionen eine verpflichtende Beratung aller Beteiligten durch eine Adoptionsvermittlungsstelle vor Ausspruch der Adoption. Die Adoptionsvermittlungsstellen sollen nach dem Willen der Bundesregierung eine altersgerechte Aufklärung des Kindes über die Adoption leisten und mit den Herkunftseltern und den Adoptiveltern erörtern, ob und wie ein Informationsaustausch oder Kontakt zwischen ihnen im Sinne des Kindeswohls stattfinden kann. Diese Gespräche sollen mit dem Einverständnis aller Beteiligten in angemessenen Zeitabständen wiederholt werden. Der Gesetzentwurf sieht zudem vor, dass den Herkunftseltern ein Recht zu jenen Informationen über das Kind gewährt wird, welche die Adoptiveltern freiwillig und zum Zweck der Weitergabe an die Herkunftseltern an die Adoptionsvermittlungsstelle geben. Die Einrichtung der Adoptionsvermittlungsstellen ist Sache der Jugendämter und der Landesjugendämter. Zur Adoptionsvermittlung sollen auch die Diakonie Deutschland, der Deutsche Caritasverband, die Arbeiterwohlfahrt und deren Fachverbände befugt sein.

Verschärft werden die Auflagen bei Auslandsadoptionen. Sie sollen zukünftig immer durch eine Adoptionsvermittlungsstelle vermittelt werden. Zudem soll für Adoptionsbeschlüsse im Ausland ein verpflichtendes Anerkennungsverfahren im Inland eingeführt werden. Die Anerkennung einer unbegleiteten Adoption soll nur dann möglich sein, wenn sie für das Kindeswohl erforderlich ist.

Quelle: www.bundestag.de